Geldanlage & Sparen für Kinder

Wie du im Jahr 2018 sinnvoll Geld für deine Kinder anlegen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aktuell lohnen sich Sparbücher & Festgeld nicht, da das Zinsniveau so niedrig ist
  • Tagesgeldkonten bieten kaum Zinsen, sind jedoch sicher
  • Am Sinnvollsten: Fonds- und ETF-Sparpläne über ein Depot
  • Kinderfreibeträge beachten: Selbst oder im Namen des Kindes ansparen
  • Sparprodukte nicht mit Versicherungen kombinieren (Ausbildungsversicherungen, Lebensversicherungen…)

Viele Eltern und Großeltern möchten gern Geld für ihre Kinder bei Seite legen, um für sie zu sparen. Früher war das Sparbuch die erste Wahl. Die Zinsen sind jedoch mittlerweile so tief im Keller, dass sich das Sparbuch nicht mehr lohnt und das Geld durch die Inflation so nur an Wert verliert. Es gibt jedoch gute und risikoarme Alternativen. Wie du das Geld für deine Kinder im Jahr 2018 am besten anlegen kannst und worauf du genau achten musst, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist die richtige Geldanlage für dein Kind?

So pauschal kann man das gar nicht beantworten, da es vor allem auf das Sparziel ankommt. Willst du Geld für den Führerschein oder das Studium deines Kindes zusammensparen? Suchst du eine sinnvolle Möglichkeit, größere Geldgeschenke von Oma und Opa anzulegen? Oder soll das Kind den Umgang mit Geld erlernen? Für alle Fälle haben wir die aktuell besten Möglichkeiten zusammengetragen und bieten eine Schritt-für-Schritt Anleitung, damit auch Einsteiger genau wissen, was zu tun ist.

Geldanlage: Sparen für Kinder

1. Taschengeld

Das Taschengeld ist am besten auf einem Kinderkonto aufgehoben. Bei manchen Banken kann man es schon ab 7 Jahren eröffnen, 10 Jahre gilt als allgemeine Empfehlung. Bis dahin sollte das Geld besser bar ausgezahlt werden. Kinderkonten haben den Vorteil, dass sie als reine Guthabenkonten geführt werden. Das bedeutet, eine Überziehung ist nicht möglich. Außerdem dürfen Banken keine Kontoführungsgebühren verlangen. Normalerweise empfehlen wir Direktbanken, da sie aufgrund schlanker Kostenstrukturen günstigere Konditionen und höhere Zinsen im Vergleich zu Filialbanken bieten können. Bei den Kinderkonten ist es jedoch etwas anders. Bei den Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken kannst du mit einem Kindersparkonto bis zu 3% Zinsen bekommen – deutlich mehr als bei den Direktbanken. Allerdings gelten diese Zinsen in der Regel für die ersten 500 oder 1.000 Euro. Für größere Summen eignet sich ein solches Konto nicht.

2. Kleine Geldgeschenke

Kleine Geldgeschenke wie 50 Euro zu Geburtstag gibt es auch schonmal in den ersten Lebensjahren. Früher hat man das auf ein Sparbuch gelegt. Heutzutage bekommt man auf einem Tagesgeldkonto jedoch höhere Zinsen, als auf dem Sparbuch oder Girokonto. Es hat das Sparbuch im Prinzip abgelöst und ist ebenso sicher (durch die Einlagensicherung der EU bis zu 100.000 Euro). In unserem Tagesgeld Vergleich findest du die aktuell besten Konditionen. Für kleine Summen ideal, für größere Summen gibt es dann wieder sinnvollere Wege.

3. Größere Geldgeschenke

Größere Geldgeschenke (zum Beispiel 2.000 Euro) sollten schon anders angelegt werden, damit sie durch die Inflation über die Jahre hinweg gesehen nicht an Wert verlieren. Du solltest hier nach Anlagen Ausschau halten, in die du das Geld für mehrere Jahre investierst. Früher hätte man an der Stelle Festgeld empfohlen. Die Zinsen liegen beim Festgeld aktuell jedoch auch gerade mal bei 1 bis 1,5% (wie unser Festgeld Vergleich zeigt). Wir empfehlen dir daher als lukrative Alternative, ein Depot zu eröffnen und in Fonds zu investieren.

Vergiss jedoch am besten Spekulationen mit Einzelaktien, Währungen oder Rohstoffen. Die Sicherheit sollte hierbei wichtiger sein als die Rendite. Fonds sind dafür ideal geeignet, denn sie bringen durch die Diversifizierung deutlich weniger Risiko als Aktien mit sich. Bei den Fonds unterscheidet man aktive und passive Fonds (auch ETFs genannt). Bei aktiven Fonds wählt ein Fondsmanager händisch einzelne Aktien aus und kauft sie ein. Du kannst dann in seine Auswahl investieren. Bei einem passiven Fonds oder ETF wird ein kompletter Index, wie z.B. der DAX 1:1 nachgebildet. Steigt der Dax um 3%, steigt auch der Dax-ETF um 3%. Du kannst damit ansprechende Renditen zwischen 6 und 12% im Jahr mitnehmen, ohne ein so hohes Risiko wie bei Aktien einzugehen. Unsere Empfehlung ist hier also die Eröffnung eines Depots und die Investition in einen oder mehrere ETFs. Wie du ein solches Depot eröffnest, erfährst du weiter unten.

4. Regelmäßiges Sparen

Wenn du, Oma und Opa oder jemand anders regelmäßig Geld für dein Kind sparen will, eignet sich definitiv auch ein Depot, diesmal jedoch mit einem Fondssparplan, statt einer Einmalanlage. Über das Depot kannst du natürlich auch Aktien handeln, wir empfehlen aus Sicherheitsgründen und vor allem für Einsteiger eher Fonds bzw. Fondssparpläne. Es handelt sich dabei um eine langfristige Anlageform und ist risikoärmer als Aktien. Bei einem Sparplan legst du dich auf bestimmte Fonds fest und zahlst jeden Monat eine fest definierte Summe (z.B. 25 Euro) dort ein. Die Gewinne können automatisch wieder investiert werden. Auch hier empfehlen wir einen ETF-Sparplan. Wie du einen solchen Sparplan einrichtest und worauf du achten musst, erfährst du im folgenden Abschnitt.

Die Statistik des Deutschen Aktieninstituts zeigt: Mit einem Dax-Indexfonds erlitten Anleger in den vergangenen fünf Jahrzehnten noch nie Verluste, wenn sie ihn länger als zwölf Jahre behielten. Auf Sicht von 50 Jahren erzielten Anleger mit deutschen Standardwerten stets eine Rendite von 6-8% pro Jahr. Fonds zahlen sich also eigentlich immer aus, wenn man lange genug dabeibleibt.

Anleitung: So legst du das Depot erfolgreich an

❶ Entscheidung über die Investition

Als Erstes solltest du dir Gedanken machen, worin du eigentlich investieren willst oder wie deine Anlagestrategie aussehen soll. Wir empfehlen eine sicherheitsorientierte Strategie und damit die Investition in ETFs. Das sind „passive Fonds“, die einen ganz bestimmten Index nachbilden und dadurch je nach Index recht sicher sind und gute Renditen erzielen. Du hast im Vergleich zu „aktiven Fonds“ eine deutlich schlankere Kostenstruktur. Für dich bedeutet das geringere Gebühren beim Kauf und Verkauf.

Es eignet sich zum Beispiel ein ETF-Sparplan auf dem „MSCI World Index“. Er spiegelt die Entwicklung von mehr als 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern weltweit wider. Der „MSCI All Country World“ geht noch weiter und beinhaltet zusätzlich 10% Aktien der wichtigsten Unternehmen aus Schwellenländern. 6 bis 8% Rendite haben diese Weltindizes in der Vergangenheit eingebracht. Bei einem Fondssparplan über 25 Euro monatlich würde es ausreichen, allein auf einen dieser Indizes zu setzen. Sofern das Budget bei 100 Euro oder mehr liegt, macht es Sinn, einen zweiten Fonds dazuzunehmen. Hier würde sich ein ETF auf Basis des „MSCI Emerging Market Index“ anbieten. Dieser spiegelt die Entwicklung der Unternehmen in 23 Schwellenländern wider. Wenn du in beide Indizes zusammen investierst, spiegelst du so im Prinzip die Weltwirtschaft in deinem Fonds-Portfolio wider.

❷ Wahl eines geeigneten Depot-Anbieters

Bei der Wahl des Depots empfehlen wir ganz klar Direktbanken. Sie bieten in der Regel Depots ohne Kontoführungsgebühren und sehr niedrigen Transaktionsgebühren an. Filialbanken kommen da meist nicht mit. In unserem Depot-Vergleich kannst du dir einen Überblick verschaffen. Beachte jedoch, dass du (sofern du in ETFs investieren willst), speziell die Konditionen dazu vergleichst. Nicht jedes Depot eignet sich sowohl für Aktien, als auch für Fonds.

Gerade wenn es um einen ETF-Sparplan und das Sparen für Kinder geht, gibt es 3 Anbieter, die besonders empfehlenswert sind. Wir haben sie an dieser Stelle einmal gegenübergestellt:

 ComdirectOnvistaFlatex
Depotgebühr0€0€0€
Mindestsparrate25€50 €50 €
Sparplanfähige ETFs535 ETFs80 ETFs766 ETFs
Davon kostenlos90 ETFs80 ETFs361 ETFs
Gebühren ETF Sparplan1,50% pro Sparrate0,00€ pro Sparrate1,50€ + ATC pro Sparrate
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Unsere Empfehlung:

Unsere klare Empfehlung ist Comdirect. Warum? Das Depot ist kostenfrei, die Mindestsparrate liegt im Vergleich zu anderen Anbietern bei 25 Euro und macht das Ansparen eines sinnvollen Betrags für das Kind möglich. Außerdem gibt es zahlreiche ETFs und auch kostenlos besparbare ETFs. Alle relevanten Beispiele, die wir gesucht haben, konnten wir dort kostenlos besparen. Wenn doch mal ein ETF nicht dabei ist, sind die Gebühren mit 1,5% beim Sparplan aber absolut im Normalbereich. Bei Onvista gibt es dagegen keine solche Gebühr, dafür gibt es deutlich weniger ETFs und man muss schon 50 Euro monatlich besparen. Grundsätzlich sind jedoch alle 3 genannten Anbieter seriös und empfehlenswert.

Alle Anbieter haben den Vorteil, dass sie eine breite Palette an ETF-Sparplänen im Programm haben, die teilweise sogar kostenlos bespart werden können. In solchen Fällen entfallen die Transaktionskosten. Großer Nachteil bei fast allen guten Depots: Sparpläne gehen erst ab 50€ los. Die meisten Eltern können für ihr Kind jedoch regelmäßig nicht so viel zurücklegen und kalkulieren eher mit 25€. In dem Fall bietet sich nur das Comdirect Depot an.

Hier mal eine Beispielrechnung, wenn du bis zum 18. Lebensjahr 25 Euro monatlich investierst:

SparplanDauerEinzahlungenZinsenEndkapital
25€ / Monat18 Jahre5.400€6%9.573,93€

❸ Depoteröffnung

Nachdem du dich für einen Anbieter entschieden hast, füllst du den Eröffnungsantrag aus und gibst das Verrechnungskonto an (von wo aus die Zahlungen in das Depot erfolgt). Denk daran, dass bei Eröffnung des Depots auf dein Kind beide Ehepartner unterschreiben müssen. Außerdem muss dann eine (häufig beglaubigte) Kopie der Geburtsurkunde des Kindes beigelegt werden. Eine beglaubigte Kopie erhältst du im Einwohnermeldeamt oder in der Schule. Alleinerziehende benötigen außerdem eine Kopie des Sorgerechts­beschlusses.

Per Postident- oder Video-Ident Verfahren kannst du dich im Anschluss legitimieren und die Depoteröffnung abschließen. Wenn beide Eltern das Sorgerecht haben, müssen auch beide Eltern das Verfahren vollziehen. In den Folgetagen erhältst du dann die Unterlagen und Pins per Post.

Wichtige Entscheidung: Im Namen des Kindes oder im eigenen Namen sparen?

Ganz wichtig ist vor allem die Frage, ob du im Namen des Kindes oder im eigenem Namen sparen möchtest. Das hat sowohl steuerliche als auch rechtliche Konsequenzen. Beides kann allerdings Sinn machen. Entscheide selbst, was für dich und dein Kind sinnvoller ist.

Sparen im Namen des Kindes:

PRO

  • Das Geld gehört zu 100% dem Kind (es ist mündelsicher). Die Erziehungsberechtigten können nicht einfach so auf das Geld zugreifen.
  • Wenn ihr als Eltern euren eigenen Sparerpauschbetrag von 801 Euro pro Jahr durch andere Anlagen wie Aktien oder Fonds bereits ausreizt, könnt ihr so das Geld auf eure Kinder verteilen, denn jedes Kind hat ebenfalls einen eigenen Sparerpauschbetrag von 801 Euro. Bis 9.837 Euro im Jahr (Stand: 2018) bleiben die Erträge übrigens steuerfrei (sofern keine weiteren Einkünfte vorliegen). Die Summe setzt sich aus dem Grundfreibetrag (9.000 Euro), Sparerpauschbetrag (801 Euro) und dem Sonder­ausgaben-Pausch­betrag (36 Euro) zusammen.

Sparen im eigenen Namen:

PRO

  • Du hast volle Kontrolle über das Kapital und kannst es deinem Kind jederzeit zur Verfügung stellen oder es selbst nutzen.
  • Du kannst Geld ansparen, ohne dass dein Kind vor der Auszahlung etwas davon erfährt.
  • Es gibt die Option, das Kind als Begünstigter bei der Bank vertraglich zu nennen.

CONTRA

  • Wenn das Ersparte 7.500 Euro übersteigt, verfällt der Bafög-Anspruch.
  • Wenn die Einkünfte aus Kapital­vermögen 5.220 Euro im Jahr über­steigen, wird das Kind aus der Familienversicherung ausgeschlossen.
  • Das Kind kann mit 18 Jahren auf das Geld zugreifen und auch anderweitig verwenden als geplant.

CONTRA

  • Du belastest deinen eigenen Steuerfreibetrag.
  • Es fällt eine Schenkungssteuer an, sofern das Ersparte in einem Zeitraum von 10 Jahren 200.000 Euro übersteigt und dann überschrieben wird.

In den meisten Fällen steht somit folgende Überlegung an: Vertraust du darauf, dass dein Kind mit 18 sinnvoll mit dem Geld umgehen kann? Dann sparst du am besten im Namen des Kindes und nimmst den Steuerfreibetrag mit. Sofern du andere Ziele hast, das Bafög gefährdet siehst (also mehr als 7.500 Euro ansparen werden) oder das Geld zweckgebunden eingesetzt sehen möchtest, sparst du besser im eigenen Namen. Wer Angst hat, das Kind könne mit 18 zu viel Geld auf einmal erhalten, kann einen Auszahlplan kurz vor dem 18. Geburtstag abschließen, durch den das Geld dann zum Beispiel in monatlichen Raten ausgezahlt und der restliche Betrag weiter angelegt wird.

Aktuelle Umfrage zur Geldanlage

Wieviel Geld könnt ihr monatlich für eure Kinder anlegen?

Die Inflation und der Wertverlust

Es ist wichtig, dass du erkennst, warum wir einige Geldanlage-Strategien wie das Sparbuch oder Festgeld nicht empfehlen. In der folgenden Grafik siehst du die Inflationsrate des Geldes in Deutschland der vergangenen Jahrzehnte. Um es in einer Summe auszudrücken, nehmen wir 2% Inflation pro Jahr an.

Die Entwicklung der Inflation

Immer dann, wenn wir das Geld für weniger als 2% Rendite anlegen, erzielen wir damit einen Wertverlust. Das bedeutet, das Geld wird über die Jahre immer weniger wert sein. Du solltest gerade bei langfristigen Anlagen über 2% Rendite erzielen, damit sich der Wert des Geldes mindestens hält und im Idealfall sogar erhöht. Wenn du für dein Kind über 18 Jahre in einem Sparplan Geld anlegen willst, dann sollte das Geld am Ende mehr wert sein, als vorher. Wir haben in den folgenden Beispielen gegenübergestellt, was mit einer einmaligen Anlage von 10.000 Euro nach 18 Jahren passiert, wenn du es auf einem Sparbuch, einem Festgeldkonto und einem Depot mit ETFs anlegst.

18 Jahre auf einem Sparbuch:

AnlagesummeZinssatzInflationRealzinsEndkapitalKaufkraft am Ende
10.000€0,1%2%-1,9%10.181,54€7.080,14€

18 Jahre auf einem Festgeldkonto:

AnlagesummeZinssatzInflationRealzinsEndkapitalKaufkraft am Ende
10.000€1,5%2%-0,5%13.073,41€9.137,25€

18 Jahre auf einem ETF-Depot:

AnlagesummeZinssatzInflationRealzinsEndkapitalKaufkraft am Ende
10.000€6%2%4%28.543,39€20.258,17€

Alle Beispiele sind natürlich vereinfacht, zeigen aber sehr deutlich die Unterschiede auf. Trotz der langen Kapitalbindung kommen auch Festgeldkonten auf einen Wertverlust. Nur der ETF hat sich wertsteigernd ausgewirkt und lohnt sich somit.

Nicht zu empfehlen: Ausbildungsversicherung & Kinder­schutz­brief

Einige Geldanlage-Produkte sind mit Versicherungen gekoppelt. Der Verbraucherschutz rät dringend dazu „Sparen“ und „Versichern“ strikt zu trennen. Wer für ein Kind zur Geldanlage in ein Versicherungsprodukt investiert, läuft Gefahr hohe Verluste in Kauf nehmen zu müssen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Oma und Opa eine Versicherung für ihren Enkel abschließen, in die monatlich eingezahlt wird – nach ihrem Tod müsste der Enkel weiterhin Jahrzehnte bis zu seiner Rente einzahlen, entscheidet sich jedoch häufig dagegen.

In dem Fall gewinnt nur einer: Der Versicherer. Ein Beispiel hierfür sind sogenannte Ausbildungsversicherungen. Die Stiftung Warentest hat hierzu einen passenden Artikel veröffentlicht. Am Ende stehen viele Sparer mit weniger Geld da, als sie überhaupt eingezahlt haben.

Auch Bausparverträge für Kinder eignen sich nicht, denn sie sind sehr starr und zweckgebunden. Wer weiß schon, ob das Kind später einmal ein Eigenheim besitzen möchte und wenn doch, wann. Als längerfristige Anlage ist ein Sparplan viel besser geeignet.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wann sollte ich anfangen, für mein Kind zu sparen?

Fang so früh wie möglich an zu sparen. Am besten genau jetzt! Bei der Geldanlage geht es darum, den Zinseszins-Effekt mitzunehmen. Das bedeutet du legst Geld an und erhältst darauf Zinsen. Auf diese Zinsen erhältst du in den Folgejahren jedoch auch Zinsen. Je später du anfangen würdest, desto geringer sind diese Zinseszins-Effekte. Du glaubst es handelt sich dabei um Peanuts? Wir werden dir an eines Beispiels das Gegenteil beweisen:

Angenommen du fängst erst ab dem Kindesalter von 10 Jahren an zu sparen und legst jeden Monat 100 Euro auf ein Festgeldkonto. Bis zum 20. Geburtstag deines Kindes hast du 12.000 Euro eingezahlt und bei 2% Zinsen würdest du 13.300 Euro ansparen. Hättestdu mit dem Sparen schon zum Zeitpunkt der Geburt gestartet, hättest du 29.500 Euro eingezahlt. 5.500 Euro davon allein sind Zinsen. Bei einem ETF-Sparplan mit sagen wir 6% Zinsen hättest du sogar ganze 45.500 Euro angespart. Du siehst, der Zinseszins hat eine tragende Bedeutung.

Ist das Investieren in Aktien oder Fonds nicht riskant?

Wenn du dich für eine Anlageform entscheidest, dann zieh das auch konsequent durch. Es bieten sich für langfristige Sparer zum Beispiel Fonds (wie ETFs) an. Auch mit kleinen Summen unter 100 Euro monatlich kann man hier ein Vermögen aufbauen – viele machen das als private Altersvorsorge. Schau nur nicht täglich nach Kursschwankungen und lass dich davon beirren. 1x jährlich als Check reicht aus. Langfristig geht der Kurs immer bergauf. Selbst von einem größeren Crash (wie 2008) erholt sich die Börse relativ schnell. Wer in solchen Zeiten allerdings inkonsequent ist und verkauft, der verliert das Geld tatsächlich.

Dennoch solltest du wissen, dass die Investition am Aktienmarkt risikobehafteter ist, als bei Fonds. Gerade wenn du Geld für deine Kinder sparen möchtest, solltest du nicht zu sehr ins Risiko gehen.

Sollte ich auch für meine Kinder Geld anlegen, wenn ich noch Schulden habe?

Im Grunde ist das Ansparen für die Kinder eine sehr sinnvolle Sache. Bedenken Sie jedoch, dass dadurch Ihr Geld teilweise sehr langfristig gebunden ist. Wenn Sie noch Kredite abzahlen müssen, dann sollten Sie sich zunächst darauf fokussieren und diesen Kredit über Sondertilgungen schneller abbauen. Grund: Die Kreditzinsen sind gerade bei älteren Krediten oft höher als die Guthabenzinsen bei Geldanlagen. Sie machen also einen Verlust, wenn Sie für Ihre Kinder ansparen, anstatt die Schulden eher zu tilgen.


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