Erfolgsbeispiele für mehr Elterngeld

3 Erfolgsbeispiele für mehr Elterngeld

Das Elterngeld liegt insgesamt über 14 Monate verteilt für jedes Paar zwischen mindestens 4.200 und 25.200 Euro – steuerfrei. Der Unterschied ist groß und bietet daher viel Raum für Optimierung. Optimieren kann man vor allem durch Steuertricks, sinnvolle Umverteilungen von Einkommen und Ausgaben und durch die Wahl des richtigen Elternteils, der das Haupt-Elterngeld beantragt. Viele denken, dass es bei ihnen nichts zu optimieren gibt. Das ist jedoch falsch. Es spielt keine Rolle, ob Sie Arbeitnehmer, Selbstständiger, Gewerbetreibender, Land- und Forstwirt oder Privatier sind. Bei fast allen Kunden können wir mehrere hundert oder tausend Euro mehr Elterngeld herausholen. Um Ihnen dies zu verdeutlichen, haben wir 3 Beispiele aus unserem Arbeitsalltag zusammengetragen.

1) Sinnvolles Ausnutzen von Elterngeld Plus

Marco mit seiner Tochter

Marco S. verdiente vor der der Geburt seiner Tochter 2.000 Euro netto im Monat. Sein voller Basis-Elterngeldanspruch liegt bei 65% vom Netto-Gehalt (= 1.300 Euro pro Monat bzw. 15.600 Euro für 12 Monate). Nun wollte er allerdings nach 6 Monaten wieder in Teilzeit arbeiten gehen. Er hätte sich für 12 Monate Basis-Elterngeld entschieden und für die ersten 6 Monate insgesamt 7.800 Euro Elterngeld erhalten. In den folgenden 6 Monaten verdient er im Teilzeitjob 1.000 Euro netto monatlich. Zusätzlich erhält er 650 Euro Elterngeld pro Monat bzw. 3.900 Euro für 6 Monate (65% der weggefallenen 1.000 Euro Gehalt). Insgesamt würde er in den 12 Monaten damit 11.700 Euro Elterngeld erhalten und 6.000 Euro Gehalt verdienen.

Nun sind wir die Möglichkeiten der Optimierung durchgegangen. Wir haben Marco für die ersten 6 Monate das Basis-Elterngeld (1.300 Euro pro Monat) empfohlen. Die restlichen Monate sollte er jedoch im Idealfall Elterngeld Plus nutzen. Vorteil: Der Bezugszeitraum verlängert sich dabei von 6 auf 12 Monate. Er könnte, wenn er wollte, also 12 Monate in Teilzeit gehen und während dieses Zeitraums Elterngeld erhalten. Er erhält dann 12 Monate lang 650 Euro Elterngeld Plus und insgesamt somit 15.600 Euro Elterngeld + sein Teilzeit-Gehalt von 1.000 Euro monatlich.

Unterm Strich: 3.900 Euro mehr Elterngeld – steuerfrei.

2) Steuerklassen-Wechsel

Claudia und Robin

Claudia B. verdient 3.000 Euro brutto pro Monat. Sie ist in der Steuerklasse V und bekommt monatlich netto 1.477 Euro Gehalt. Ihr Basis-Elterngeldanspruch würde auf dieser Grundlage bei 960 Euro (65%) liegen. Sie hat sich zu Beginn Ihrer Schwangerschaft bei uns gemeldet und daher haben wir einen Steuerklassen-Trick angewendet, der ihr deutlich mehr Elterngeld beschert hat: Sie ist in die Steuerklasse III gewechselt. Dadurch erhöht sich ihr Netto-Einkommen auf 2.105 Euro. Die Bemessungsgrundlage für das Elterngeld hat sich deshalb deutlich erhöht und sie erhält nun 1.314 Euro Elterngeld pro Monat. Die Differenz beträgt also 354 Euro pro Monat bzw. insgesamt 4.248 Euro für 12 Monate.

Ehepaaren steht es grundsätzlich frei, ob beide Partner in der Steuerklasse IV sind, oder einer in Steuerklasse III und der andere in der V. In diesem Fall ist Claudia in die Steuerklasse III gewechselt und ihr Mann musste dadurch in Steuerklasse V wechseln. Dadurch erhält er erstmal weniger netto, kann dies durch eine Steuererklärung jedoch wieder ausgleichen. Wichtig: Nach der Geburt konnte das Ehepaar sofort wieder in die für sie unter normalen Umständen güns­tigste Steuerklassen­kombinationen zurück­kehren. Diese Änderung hat weder positive noch negative Auswirkungen auf das ausgezahlte Eltern­geld.

In diesem Fall haben wir für das Paar alle nötigen Schritte für den Steuerklassenwechsel eingeleitet und sie mussten sich darum keine Gedanken machen. Viele Klienten scheuen einfach den Aufwand und nutzen diese Chance dann nicht.

Unterm Strich: 4.248 Euro mehr Elterngeld – steuerfrei.

3) Der richtige Anspruchsteller

Frau Rohde mit Kind

Die meisten Eltern denken, dass der Elternteil, der beim Kind zu Hause bleibt auch derjenige sein sollte, der in dieser Zeit das Elterngeld in Anspruch nimmt. Selten kommen unsere Kunden auf die Idee, dies zu hinterfragen. Bei Familie Rohde haben wir von unserer Seite aus nachgerechnet, ob es eine sinnvollere Konstellation gibt und haben tatsächlich einen deutlich besseren Weg gefunden:

In diesem Fall war Frau Rohde vor der Geburt teilzeitbeschäftigt und verdiente in den 12 Monaten vor der Geburt im Schnitt 1.100 Euro netto monatlich. Herr Rohde ist Unternehmer und erwirtschaftete im Bemessungszeitraum einen Gewinn in Höhe von 2.500 Euro monatlich. Es stand zu diesem Zeitpunkt schon fest, dass Frau Rohde nach der Geburt Ihre Tätigkeit aufgeben und sich voll ums Kind kümmern möchte. Für Familie Rohde war klar, dass Frau Rohde dann auch Elterngeld beziehen wird.

Frau Rohde hätte Anspruch auf 737 Euro Elterngeld (67% von 1.100 Euro). Das würde über den Hauptzeitraum von 12 Monaten 8.844 Euro Elterngeld ergeben.

Im Gegensatz dazu hat Herr Rohde einen Elterngeldanspruch von 1.625 Euro (65% von 2.500 Euro). Das sind 19.500 Euro Elterngeld im Hauptzeitraum von 12 Monaten.

Unterm Strich: 10.656 Euro mehr Elterngeld – steuerfrei.

Nun könnte man argumentieren, dass von Herrn Rohde dann ja der Verdienst wegfällt und die Familie deutlich weniger zur Verfügung hat. Dabei sollte man bedenken: Er darf trotz Elterngeldbezug weiterarbeiten, muss jedoch darauf achten, dass seine wöchentliche Arbeitszeit 30 Stunden nicht übersteigt. Sein Einkommen in diesen 12 Monaten würde den Elterngeldanspruch senken. Dazu haben wir mit ihm jedoch einen geschickten Plan ausgearbeitet, die den Zahlungsfluss seiner Kunden und die eigene Rechnungsstellung so koordinieren, dass dieser Betrag so gering wie möglich ausfällt. Hier gilt: Im Bemessungszeitraum (und vor dem Elterngeldbezug) so viel wie möglich Gewinn erwirtschaften, im Bezugszeitraum möglichst hohe Ausgaben und wenige Einnahmen realisieren. Alles muss sich im legalen Rahmen bewegen, bei vielen Entscheidungen hat man als Unternehmer jedoch auch einen Handlungsspielraum, den wir hier genutzt haben.

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