Elterngeld Anrechnung

Elterngeld: Anrechnung anderer Leistungen

Das Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung und wurde vor allem für die Eltern ins Leben gerufen, die durch die Betreuung ihres Kindes ihrer Arbeit nicht nachgehen können und somit auch keinen Anspruch auf Gehaltszahlungen haben. Daher gibt es einige Leistungen, die auf die Zahlungen des Elterngeldes angerechnet werden. Erfahren Sie hier, welche das sind.

Das Mutterschaftsgeld – Unsicherheit bei der Anrechnung

Gerade dann, wenn Sie selbstständig tätig sind und keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben, stellen Sie sich vielleicht die Frage, wie viele Monate Elterngeld Sie nun beziehen können. Fakt ist: Haben Sie keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld, egal ob auf Basis der Selbstständigkeit oder weil Sie nicht in einem Arbeitsverhältnis stehen, können Sie bis zu 14 Monate Elterngeld erhalten. Hier sind die Partnermonate bereits mit eingerechnet. Bleiben nur Sie den vollen Zeitraum mit Ihrem Baby zu Hause, können Sie 12 Monate Elterngeld erhalten. Ihr Partner hat Anspruch auf 2 Monate Elterngeld. Sind Sie alleinerziehend, stehen Ihnen 14 Monate Elterngeld zu.

Befinden Sie sich in einem Angestelltenverhältnis oder haben Sie eine Zusatzversicherung, durch die Sie einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben, stehen Ihnen die 12 oder 14 Monat Elterngeld ebenfalls zu. Effektiv erhalten Sie die Zahlungen des Elterngeldes jedoch nicht für den vollen Zeitraum. Die acht Wochen nach der Geburt, in denen Ihnen Mutterschaftsgeld gezahlt wird, werden angerechnet. Durch die Höhe des Mutterschaftsgeldes erhalten Sie somit in diesen 2 Monaten effektiv kein Elterngeld. Ihr Anspruch reduziert sich damit praktisch auf 10 bzw. 12 Monate Elterngeld. Das Mutterschaftsgeld wird voll angerechnet.

Sozialleistungen – hier wird das Elterngeld voll angerechnet

Beziehen Sie Sozialleistungen, wird das Elterngeld hier vollständig als Einkommen angerechnet. Zu diesen Leistungen gehören Arbeitslosengeld II und Kinderzuschlag. Während in den Anfangszeiten der Sockelbetrag von 300 Euro noch zusätzlich gezahlt wurde, hat sich dies seit 2011 geändert. Dort wurde festgelegt, dass Elterngeld auf die Sozialleistungen angerechnet wird. Hiermit sollte eine Gleichberechtigung geschaffen werden. Da Angestellte durch die Betreuung des Kindes weniger Geld erhalten als während der Arbeit, wurde es als nicht gerecht angesehen, dass Empfänger von Sozialleistungen das Elterngeld zusätzlich erhalten. Daher muss es bei der Beantragung der Sozialleistungen immer angegeben werden. Auch dann, wenn Sie bereits Leistungen beziehen, sind Sie in der Pflicht, das Amt über den Bezug von Elterngeld zu informieren.

Auch das Arbeitslosengeld und das Wohngeld sind eine Sozialleistung. Allerdings werden hier nur die Beträge angerechnet, die über dem Basiselterngeld von 300 Euro liegen. Wenn Sie nur bis zu 300 Euro Elterngeld erhalten, erfolgt keine Anrechnung.

Die Anrechnung von Einkommensersatzleistungen

Es ist möglich, dass Sie einen Anspruch auf Einkommensersatzleistungen haben. Dazu gehören beispielsweise Kurzarbeitergeld oder auch Gründungszuschuss und Insolvenzgeld. Wenn Sie diese Leistungen beziehen, werden sie auf das Elterngeld angerechnet, wenn dieses den Sockelbetrag in Höhe von 300 Euro übersteigt.

Dies gilt auch für den Bezug von Krankengeld. Auch hier dürfen Sie 300 Euro Elterngeld anrechnungsfrei behalten, der Rest wird jedoch angerechnet.

Bei Mehrlingen erhöht sich der Teil des Geldes, der anrechnungsfrei ist, immer um einen Betrag von 300 Euro. Einkommensersatzleistungen werden nicht in die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld einbezogen.

Die Anrechnung von ausländischen Familienleistungen

Es ist möglich, dass Sie ausländische Familienleistungen beziehen, wenn Sie darauf ein Anrecht haben. Hierbei wird von Familienleistungen gesprochen, die einen vergleichbaren Zweck erfüllen, wie ihn das Elterngeld hat. So wird beispielsweise auch in Norwegen Elterngeld gezahlt, ebenso wie in Dänemark oder Frankreich. Es ist möglich, dass Sie hier nur noch einen Unterschiedsbeitrag erhalten. Daher ist es wichtig, dass Sie bei Ihrem Elterngeldantrag den Bewilligungsbescheid oder auch den Ablehnungsbescheid für diese Familienleistungen einreichen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Tipp: Es kann sein, dass diese Regelung nicht gilt, wenn die Leistungen, die Ihnen zustehen würden, von Staaten innerhalb der Europäischen Union gezahlt werden. Hier ist es wichtig, einen Blick in die EU-Verordnungen zu werfen, da es möglich ist, dass hier gegenteilige Regelungen festgehalten sind. Suchen Sie auch das Gespräch mit der Elterngeldstelle, wenn Sie beim Antrag unsicher sind.

Die gesetzliche Grundlage für die Anrechnung

Möchten Sie sich detailliert über die Anrechnung von Leistungen auf das Elterngeld informieren, können Sie einen Blick in den § 3 BEEG werfen. Hier ist genau festgehalten, welche Leistungen angerechnet werden.

🔥 Tipp: So erhalten Sie mehr Elterngeld! 🔥

Es gibt ein paar spannende legale Tricks, sein Elterngeld auch als Auszubildender zu maximieren. Wenn auch Sie davon profitieren möchten und mehr Elterngeld erhalten wollen, dann nutzen Sie unsere Beratung. Wir können für fast alle Eltern mehr rausholen!

Zur Elterngeldberatung

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Elterngeld und die Anrechnung anderer Leistungen? Dann schreiben Sie uns einen Kommentar!


Bitte bewerten Sie diesen Beitrag: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Diesen Beitrag kommentieren

Hinweis: Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.