Krankenversicherung während der Elternzeit

Wer ist wie versichert und was ist zu beachten?

Das Wichtigste in Kürze

  • Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben beitragsfrei versichert
  • Der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung entfällt
  • Es ist kein Wechsel aus der privaten Krankenversicherung in die Familienversicherung möglich
  • Das Kind wird bei einem der Elternteile krankenversichert, hier ist es abhängig, ob die Eltern privat oder gesetzlich versichert sind

Die Krankenversicherung während der Elternzeit ist ein Punkt, der bei der Planung der Erziehungszeiten berücksichtigt werden sollte. Du hast Anspruch auf bis zu drei Jahre Elternzeit. In der Elternzeit erhältst du jedoch kein Gehalt und so stellt sich die Frage nach der Krankenversicherung.

Die Krankenversicherung bei gesetzlich versicherten Eltern

Besonders einfach hast du es, wenn du über deinen Arbeitgeber gesetzlich versichert bist. In diesem Fall bist du während deiner Elternzeit beitragsfrei versichert. Wenn du während deiner Elternzeit keine beitragspflichtigen Einnahmen hast, brauchst du dir in diesem Fall also keine Gedanken um die Finanzen in Bezug auf die Krankenversicherung zu machen. Sowohl das Elterngeld als auch das Mutterschaftsgeld sind beitragsfrei.

Anders sieht es aus, wenn du während der Elternzeit bis zu 30 Stunden arbeitest. In diesem Fall hast du beitragspflichtige Einnahmen. Du erhältst hier jedoch, wie auch vor der Elternzeit, den Arbeitgeberzuschuss und dieser führt die Beiträge für die Krankenversicherung direkt für dich ab. Das heißt, du kannst dich entspannt zurücklehnen.

Krankenversicherung in der Elternzeit

Wichtiger Hinweis zur gesetzlichen / Familienversicherung!

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Die Krankenversicherung bei freiwillig gesetzlich versicherten Eltern

Du hast die Möglichkeit, dich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung zu versichern. Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn du selbstständig bist und nicht in die private Krankenversicherung eintreten möchtest. Ist dein Partner in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, dann kannst du in der Elternzeit möglicherweise beitragsfrei versichert werden oder in die Familienversicherung wechseln. Auch hier braucht es jedoch eine jeweilige Fall-Prüfung.

Achtung: Dies gilt nur dann, wenn du verheiratet bist oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebst. Falls dein Partner jedoch in der privaten Krankenversicherung ist, musst du erst prüfen lassen, ob du beitragsfrei versichert werden kannst. So kann es sein, dass die Einkünfte von deinem Partner für die Beitragsberechnung herangezogen werden. Sprich hier auf jeden Fall direkt die Krankenkasse an.

Bist du unverheiratet oder alleinerziehend, dann musst du weiter in die gesetzliche Krankenkasse einzahlen. Die Höhe deines Elterngeldes kann jedoch dafür sorgen, dass du einen deutlich geringeren Beitrag zahlst. Das heißt, du solltest der Krankenkasse die Änderungen deines Einkommens mitteilen. Es ist gut möglich, dass du dann für die Elternzeit nur noch den Mindestbeitrag entrichten musst.

Hinweis: Seit 01.01.2018 gilt die vorläufige Beitragsberechnung für freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung. Bisher hast du deinen Steuerbescheid eingereicht und dein Beitrag wurde für die kommende Zeit bis zum nächsten Steuerbescheid berechnet. Ab dem Veranlagungsjahr 2018 erfolgt die Berechnung rückwirkend. Dies gilt für selbstständige Versicherte. Die Beiträge für deine Krankenversicherung sind somit also eine Vorauszahlung. Nachdem du den Steuerbescheid eingereicht hast, werden die Beiträge rückwirkend angepasst. Dies solltest du bei deiner Planung beachten. Die Anpassung kann sowohl eine Rück- als auch eine Nachzahlung umfassen. Das nachgewiesene Veranlagungsjahr dient dann auch als Grundlage für die weiteren Vorauszahlungen.

Die Krankenversicherung bei privat versicherten Eltern

Gehst du in Elternzeit und du bist privat versichert, dann übernimmst du für die Elternzeit auch den Beitragszuschuss deines Arbeitgebers. Das heißt, du musst deine Versicherungsprämie in der privaten Krankenversicherung für die Elternzeit allein zahlen. Teilweise kann dies für dich bedeuten, dass sich deine Zahlung verdoppelt. Ist dein Partner auch in der privaten Krankenversicherung, dann kann der Anteil des Arbeitgebers erhöht werden. Dies ist dann der Fall, wenn der Arbeitgeber bisher noch nicht den Höchstbeitrag zahlt. Grund dafür ist, dass Familienmitglieder gesetzlich einen Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss haben.

Für euch als privat versicherte Eltern heißt das, dass die Belastung für die Krankenversicherung in der Elternzeit zunimmt. Bei der Ermittlung des Netto-Einkommens entfällt im Unterschied zu den gesetzlich Pflichtversicherten jedoch die pauschale Kürzung um die 9% für die Kranken- und Pflegeversicherung, sodass sich ein höheres Einkommen für das Elterngeld ergibt.

Für privat Versicherte: 400 – 600 Euro Bonus!

Wenn dein Kind privat versichert wird oder du eine separate private Zusatzversicherung abschließen willst, dann schau dir das SelberMakler-Prinzip an: Versicherungsvermittler erhalten für die Vermittlung einer PKV (auch bei Kindern) eine Provision, die bei etwa 6-8 Monatsbeiträgen liegt. Wenn du bei der Geburt deines Kindes deiner PKV einfach Bescheid gibst, dass dein Kind dort ebenfalls versichert werden soll, wird diese Prämie beim Versicherer intern verbucht. Gehst du über einen Makler, bekommt er die Prämie. Wenn du „SelberMakler“ bist, kannst du dir die Prämie mit einem „Vermittler“ teilen und erhältst 4 ganze Monatsbeiträge davon. Dabei geht es in der Regel um 400 – 600 Euro Prämie, die du erhalten kannst, ohne Mehraufwand.

Die Krankenversicherung für dein Kind

Es stellt sich natürlich die Frage, wie du dein Baby versichern solltest oder musst. Einfach ist die Entscheidung, wenn du und dein Partner beide gesetzlich pflichtversichert seid. In diesem Fall wird dein Kind kostenfrei in die Familienversicherung aufgenommen. Bist du freiwillig gesetzlich versichert, dann kannst du dein Kind ebenfalls in die Familienversicherung aufnehmen und zahlst keine zusätzlichen Beiträge.

Damit ein Kind privat versichert werden kann, muss mindestens ein Elternteil ebenfalls in einer PKV versichert sein. Umgekehrt gilt, wenn beide Eltern in einer privaten Krankenversicherung gemeldet sind, darf das Kind nicht gesetzlich versichert werden. Man kann das Kind dann nur freiwillig gesetzlich versichern. Die Monatsbeiträge sind für freiwillig gesetzlich Versicherte jedoch oft genauso hoch oder höher als bei einer privaten Krankenversicherung.

Wenn ihr nicht verheiratet seid, ist der Fall klar: Das Kind erhält automatisch die Versicherung, die auch die Mutter hat. Wenn man verheiratet, der Ehepartner privat versichert ist und mehr als 4.950 Euro brutto (Stand: 2018) monatlich bzw. 59.400 Euro jährlich verdient, muss das Kind privat versichert werden. Ausnahme: Verdient der gesetzlich versicherte Partner dauerhaft mehr Geld als der privat Versicherte oder fällt der Partner irgendwann unter die genannte Jahresarbeitsentgeltgrenze, kann das Kind wieder über die Familienversicherung versichert werden.

Wenn du dir nicht sicher bist, nutz einfach diesen digitalen Berater um herauszufinden, wie dein Kind versichert werden muss: Zum digitalen Berater

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Welche Erfahrungen hast du mit der Krankenversicherung in der Elternzeit gemacht? Teil sie mit uns in den Kommentaren!

Achtung: Viele Eltern machen Fehler beim Elterngeld!

Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.


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1 Kommentar
  1. Daniela sagt

    Hallo, wie ist es eigentlich am Ende der Elternzeit, also nach 3 Jahren beitragsfreier Zeit in der gesetzlichen Krankenversicherung, wenn der Arbeitgeber einen nicht weiterbeschäftigen kann, weil die Firma ihr Geschäft eingestellt hat und sich in Liquidation befindet.

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