Elternzeit: Das solltest du wissen

Die Elternzeit ist ein gesetzlich festgelegter Zeitraum, den Eltern nach der Geburt ihres Kindes in Anspruch nehmen können. Der Arbeitgeber zahlt in diesem Zeitraum kein Gehalt. Stattdessen können Eltern das Elterngeld beantragen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Elternzeit ist eine unbezahlte Freistellung von der Arbeit
  • Es besteht ein Rechtsanspruch auf Elternzeit bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes
  • Anspruch haben nur Eltern, die ihr Kind selbst betreuen
  • Während der Elternzeit gibt es einen Kündigungsschutz
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Wer hat Anspruch auf Elternzeit?

Die Anspruchsgrundlagen für den Zeitraum der Elternzeit sind im §15 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) festgehalten. Der Anspruch selbst ist unabhängig davon, wo der Anspruchsinhaber seinen Wohnsitz hat. Wichtig ist lediglich, dass der Anspruchsinhaber einen Arbeitsvertrag vorweisen kann, der auf dem deutschen Arbeitsrecht basiert.

Geltend machen kannst du den Elternzeitanspruch dann, wenn du die Zeit für die Betreuung und Erziehung eines Kindes verwendest, das in deinem Haushalt lebt. Damit du die Elternzeit auch wirklich in Anspruch nehmen kannst, muss ein andauerndes Arbeitsverhältnis zu Beginn bestehen.

Interessant: Es ist nicht wichtig, wie lange dein Arbeitsverhältnis noch dauert, ob es befristet oder unbefristet ist, ob du dich in einer Nebenbeschäftigung befindest oder in der Ausbildung bist. Wichtig ist nur der Nachweis eines Arbeitsverhältnisses.

Zudem muss der Arbeitnehmer für die Betreuung und Erziehung seines Kindes selbst verantwortlich sein. Eine Unterstützung durch Dritte ist allerdings möglich. Du kannst also auch dann Elternzeit nehmen, wenn ein Au-pair oder Oma und Opa auf das Kind unterstützend aufpassen.

Die Elternzeit steht dir auch dann zu, wenn das zu betreuende Kind nicht dein leibliches Kind ist. Du kannst auch für Adoptivkinder oder die Kinder deines Lebenspartners in Elternzeit gehen.

Elternzeit für Großeltern:

Großeltern haben die Möglichkeit, Großelternzeit zu nehmen. Das funktioniert jedoch nur dann, wenn die Eltern des Kindes noch minderjährig sind oder sich im letzten oder vorletzten Jahr ihrer Ausbildung befinden. Diese muss allerdings vor dem 18. Lebensjahr begonnen worden sein.

Wie lange darfst du Elternzeit nehmen?

Bis dein Kind das dritte Lebensjahr vollendet hat, hat jeder Elternteil einen Anspruch auf Elternzeit und diese darf auch bis zu drei Jahre (36 Monate) betragen. Es gibt eine Sonderregelung, die du in Anspruch nehmen kannst: Wurde dein Kind vor dem 30. Juni 2015 geboren, so kannst du bis zu 12 Monate der Elternzeit aufsparen und diese bis zum 8. Geburtstag des Kindes nehmen. Wurde dein Kind nach dem 1. Juli 2015 geboren, besteht diese Möglichkeit sogar für bis zu 24 Monate. Die Zustimmung des Arbeitgebers ist allerdings Voraussetzung. Die 8 Wochen Mutterschutz werden übrigens mit der Elternzeit verrechnet und verlängern diese nicht.

Es ist möglich, dass beide Elternteile zusammen die Elternzeit nehmen oder nacheinander. Zu beachten ist jedoch, dass das Elterngeld nur in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes gezahlt wird (Ausnahme: Elterngeld Plus). Sofern beide Eltern parallel Elternzeit nehmen, können beide abwechselnd oder parallel Elterngeld beziehen. Allerdings muss jeder Elternteil mindestens 2 Monate beantragen. Wichtig zu wissen ist, dass für jeden Monat in dem beide gleichzeitig Elterngeld erhalten, auch 2 Monate verbraucht werden. Oftmals beantragen die Eltern nacheinander Elterngeld. Das klassische Modell ist das 12+2 Modell, bei dem die Mutter 12 Monate Elterngeld erhält und der Vater 2 Monate (Partnermonate). Entsprechend dieser Zeit wird in der Regel auch die Elternzeit vereinbart. Immer häufiger nehmen Väter jedoch auch mehr Elternzeit, um mehr Zeit mit dem Neugeborenen verbringen zu können.

Damit du deinen Anspruch geltend machen kannst, muss der Arbeitgeber jedoch rechtzeitig informiert werden. Das heißt, der Antrag muss beim Arbeitgeber mindestens sieben Wochen vor dem Beginn der Elternzeit eingehen.

In dem Antrag müssen die Dauer sowie der Zeitpunkt von Beginn und Ende vermerkt werden. Wer seine Elternzeit in zwei Teile aufteilen möchte, muss dies ebenfalls beantragen.

Jeder Elternteil kann seine Elternzeit bis zum 8. Geburtstag des Kindes in bis zu 3 Etappen aufteilen.

Urlaubsanspruch-Trick

Dieser Trick richtet sich vor allem an die Väter: Elternzeit kannst du immer in ganzen Monaten ab der Geburt des Kindes nehmen. Beispiel: Die Geburt war am 11.02. – Elternzeit kann z.B. vom 11.02. bis 10.03. genommen werden. Für jeden kompletten Kalendermonat (Monatsanfang bis Monatsende), den man in Elternzeit ist, wird der Urlaubsanspruch um 1/12 gekürzt. Bei einer Elternzeit vom 11.02. bis 10.04. würde der Anspruch daher um 1/12 gekürzt werden, da du dich den kompletten März in Elternzeit befandest. Wenn du jedoch vom 11.02. bis 10.03. und vom 11.04. bis 10.05. Elternzeit nimmst (die 2 Monate also aufteilst), wird dein Urlaubsanspruch nicht gekürzt. Es macht also durchaus Sinn, die Elternzeit in Etappen zu nutzen und nicht am Stück.

Wie funktioniert der Antrag auf Elternzeit?

Den Antrag auf Elternzeit reichst du mindestens sieben Wochen vor Antritt beim Arbeitgeber ein. Kannst du die Frist nicht einhalten, dann verschiebt sich der Beginn deiner Elternzeit nach hinten. Nutze für den Elternzeit-Antrag am besten unseren kostenlosen Antragsgenerator, den du im Beitrag „Elternzeit beantragen“ findest. Im Antrag müssen die 3 folgenden Punkte stehen:

  1. Der Beginn der Elternzeit
  2. Das Ende der Elternzeit
  3. Mögliche Zeiträume für die Aufteilung der Elternzeit

Die nachfolgenden Tipps helfen dir dabei zu verhindern, dass es zu Problemen bei deinem Antrag kommt:

  • Lass dir Absprachen von deinem Chef schriftlich bestätigen. Die Bestätigung brauchst du u.a. auch für den Elterngeldantrag.
  • Lass dir auch den Empfang des Antrages schriftlich bestätigen, damit du nachweisen kannst, dass der Antrag pünktlich eingegangen ist.
  • Überlege dir vor der Antragsstellung, ob du Elternzeit für später aufsparen möchtest.
  • Du kannst während der Elternzeit bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten. Möchtest du das tun, solltest du das frühzeitig mit deinem Chef absprechen und auch auf dem Antrag erwähnen.

Hinweis: Mit den Veränderungen in Bezug auf die Elternzeit zum 1. Juli 2015 wurde festgelegt, dass du nun 24 Monate zwischen dem 3. und 8. Geburtstag deines Kindes nehmen darfst, wenn du dies möchtest. Zudem ist die Aufteilung der Elternzeit in drei Teile möglich. Eine Zustimmung durch den Arbeitgeber ist nicht notwendig. Den zweiten und dritten Teil der Elternzeit musst du jedoch 13 Wochen vor Antritt bei deinem Arbeitgeber beantragen. Bei dringenden betrieblichen Gründen kann durch den Arbeitgeber auch eine Ablehnung erfolgen, wenn es sich um den dritten Zeitabschnitt deiner Elternzeit handelt.

Der Kündigungsschutz in der Elternzeit für Mutter & Vater

Vom Beginn der Schwangerschaft an bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch das Unternehmen bis auf wenige Ausnahmen unzulässig. Nimmt die Mutter nach der Geburt des Kindes Elternzeit, so verlängert sich der Kündigungsschutz über diese viermonatige Frist hinaus bis zum Ablauf der angemeldeten Elternzeit. Von Seiten der Frau, ist eine Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses jederzeit möglich.

Anders ist dies bei Vätern, die in Elternzeit gehen. Bei ihnen beginnt der Kündigungsschutz erst acht Wochen vor dem Eintritt in die Elternzeit. Spätestens sieben Wochen vorher müssen sie den Antrag jedoch einreichen. Väter haben daher nur eine Woche Zeit, in der sie den Antrag ohne Angst vor einer Kündigung einreichen können. Wer seinen Antrag auf Elternzeit früher einreicht, riskiert tatsächlich eine Kündigung!

Arbeiten während der Elternzeit – wann ist es sinnvoll?

Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, auch während der Elternzeit noch ein wenig arbeiten zu gehen. Vielleicht möchtest du deinen Arbeitgeber weiter unterstützen oder teilst dir die Elternzeit mit deinem Partner und willst daher nicht die gesamte Zeit zu Hause sein. Möglicherweise ist es aber auch ein finanzieller Aspekt.

Wichtig: Erhältst du während der Elternzeit Elterngeld, dann kannst du auch Geld dazuverdienen. Bedenke jedoch, dass dieses mit angerechnet wird. Durch die Elterngeldstelle wird vom Netto des Elterngeldes und dem Zuverdienst der Differenzbetrag ermittelt und die Zahlung des Elterngeldes nach unten angepasst.

Doch wann lohnt sich denn nun der Zuverdienst während der Elternzeit? Wenn du dich für das Elterngeld Plus entscheidest, dann kannst du deutlich profitieren. Mit einem Beispiel ist es einfacher nachzuvollziehen, wie die finanziellen Möglichkeiten aussehen.

Mutter verdiente im 12-monatigen Bemessungszeitraum 1.500 Euro netto. In Teilzeit würde sie 1.000 Euro bei 20 Stunden / Woche verdienen.

  • Basiselterngeld pro Monat: 1.500 Euro x 0,65 (65%) = 975 Euro
  • Basiselterngeld pro Monat, bei Teilzeitarbeit: 1.500 Euro – 1.000 Euro = 500 Euro -> 500 Euro x 0,65 = 325 Euro (12 Monate)
  • Elterngeld Plus pro Monat: 1.500 Euro x 0,65 (65%) = 975 Euro -> 975 Euro / 2 = 487,50 Euro
  • Elterngeld Plus pro Monat, bei Teilzeitarbeit: 1.500 Euro – 1.000 Euro = 500 Euro -> 500 Euro x 0,65 = 325 Euro (24 Monate)

Fazit: Wenn die Mutter nicht arbeiten geht, und sich für das Basiselterngeld entscheidet, bekommt sie 975 Euro für jeden Lebensmonat, bis zu 12 Monate. Beim Elterngeld Plus und der Teilzeitbeschäftigung bekommt sie zusätzlich zum Gehalt von 1.000 Euro für 24 Monate 325 Euro.

Der Antrag auf Teilzeit an deinen Arbeitgeber

Möchtest du während der Elternzeit weiter in Teilzeit arbeiten, musst du einen Antrag bei deinem Arbeitgeber einreichen. Dieser kann den Antrag allerdings auch ablehnen. Dafür muss er jedoch die notwendigen betrieblichen Gründe vorlegen, die gegen eine Beschäftigung in Teilzeit sprechen. Ein möglicher Grund wäre, dass du eine Stelle hast, bei der eine Arbeit in Teilzeit gar nicht möglich ist. Kann der Arbeitgeber keine relevanten Gründe vorbringen, dann darf er deinen Antrag auf Teilzeitarbeit nicht ablehnen.

Erhältst du keine Ablehnung innerhalb von vier Wochen nach Abgabe des Antrages, gilt dieser als akzeptiert. Beantragst du die Teilzeit für den zweiten oder dritten Elternzeit-Bereich, dann ist eine Ablehnung durch den Arbeitgeber innerhalb von acht Wochen nach Antragstellung möglich.

Hinweis

Das Recht auf Teilzeitarbeit hat nicht zwingend jeder Arbeitnehmer. Es müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Du arbeitest schon länger als 6 Monate ohne Unterbrechung bei diesem Arbeitgeber
  • Es sind in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt (Azubis zählen z.B. nicht mit)
  • Der Arbeitsplatz sollte Teilzeit geeignet sein

Sind die vorgenannten Bedingungen zum Teil oder gar nicht erfüllt, muss der Arbeitgeber der Teilzeitarbeit nicht zustimmen. Natürlich kann man trotzdem eine Vereinbarung treffen, wenn man mit dem Arbeitgeber spricht. Wichtig ist sich Absprachen schriftlich bestätigen zu lassen, dass es später keine Missverständnisse gibt.

Wie geht es nach der Elternzeit weiter?

Ist deine Elternzeit beendet, dann läuft der Arbeitsvertrag einfach weiter und du erhältst die Bedingungen, die auch vor der Elternzeit schon bestanden. Wenn du eine Teilzeitbeschäftigung beantragt hast, dann endet diese automatisch nach der Elternzeit und du wirst wieder in Vollzeit eingesetzt, soweit du eine Vollzeitstelle hast.

Einen Anspruch auf deinen alten Arbeitsplatz hast du nicht, so lange dein Arbeitgeber dir einen gleichwertigen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt. Hier kann er sich auf den §106 GewO berufen. Ein Wechsel des Arbeitsortes kann ebenfalls erfolgen. Das Weisungsrecht des Arbeitgebers beruht auf den vertraglichen Vereinbarungen und kann daher variieren.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wann beginnt die Elternzeit frühestens?

Die Elternzeit beginnt für die Mutter direkt nach dem Mutterschutz (8 Wochen nach der Geburt des Kindes). Für Väter beginnt sie frühestens mit der Geburt des Kindes.

Gibt es eine Mindestdauer bei der Elternzeit?

Jein. Wenn du in der Zeit, in der du dich in Elternzeit befindest, auch Elterngeld beantragen möchtest, musst du mindestens 2 Monate Elternzeit nehmen. Diese müssen jedoch nicht am Stück genommen werden.

Können beide Elternteile zeitgleich Elternzeit nehmen?

Ja, das ist möglich und zwar auch dann, wenn beide Elternteile in derselben Firma beschäftigt sind. Jeder Antrag auf Elternzeit muss als Individuum betrachtet werden, unabhängig davon, ob der Partner ebenfalls einen Antrag auf Elternzeit stellt. Im Prinzip könnten beide Eltern parallel 3 Jahre lang Elternzeit nehmen. Zu beachten ist jedoch, dass das Elterngeld nur in den ersten 14 Monaten voll gezahlt wird und immer nur für einen Elternteil. Entsprechend muss der Zeitraum mit finanziellen Reserven überbrückt werden.

Kann eine Kündigung nach der Elternzeit erfolgen?

Ja, sobald deine Elternzeit beendet ist, hast du keinen besonderen Kündigungsschutz mehr und kannst, unter Einhaltung der rechtlichen Vorgaben, gekündigt werden.

Kann ich auch nach der Elternzeit weiter in Teilzeit arbeiten?

Ja, das ist möglich. Der Arbeitgeber darf den Antrag auf Teilzeit nur ablehnen, wenn er wichtige betriebliche Gründe vorlegen kann.

Ist eine Fortbildung in der Elternzeit möglich?

Ja, du kannst an betriebsinternen Fortbildungen teilnehmen oder auch an Kursen von Fernunis und Volkshochschulen. Dies steht nicht im Widerspruch zur Elternzeit. Auch Förderungen z.B. von der Agentur für Arbeit können auf Wunsch in dieser Zeit in Anspruch genommen werden.

Wird die Mutterschutzfrist auf die Elternzeit angerechnet?

Ja sie wird angerechnet. Bei maximal 3 Jahren Elternzeit würde die Elternzeit spätestens am 3. Geburtstag des Kindes enden, trotz der 8 Wochen Mutterschutzfrist direkt nach der Geburt. Sie wird auf die Elternzeit angerechnet.

Was passiert, wenn in der Elternzeit ein Geschwisterkind geboren wird?

Sofern noch in der Elternzeit des ersten Kindes ein zweites Kind geboren wird, wird auch die Elternzeit nicht unterbrochen oder beendet. Der Elternzeit-Anspruch beträgt für jedes einzelne Kind 3 Jahre. Du kannst die Elternzeiten jedoch variabel einteilen und somit bei zwei kurz aufeinanderfolgenden Kindern bis zu 6 Jahre Elternzeit nehmen.

Wieviel Elternzeit steht mir bei Zwillingen oder Mehrlingen zu?

Der Elternzeitanspruch von maximal 3 Jahren gilt immer pro Kind. Solltest du Zwillinge bekommen, hast du theoretisch Anspruch auf 6 Jahre Elternzeit. Diese muss jedoch nacheinander genommen werden. Da 2 der 3 Jahre Elternzeit immer bis zum 3. Geburtstag des Kindes genommen werden müssen, verfällt allerdings 1 Jahr Elternzeitanspruch. Du hast also effektiv einen Anspruch von 5 Jahren Elternzeit bei Zwillingen.

Hast du Fragen zur Elternzeit? Dann schreib uns einen Kommentar zu diesem Beitrag!

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14 Kommentare
  1. Jonas sagt

    Hallo Elterngeld Team,
    ich hab eine Frage bezüglich der Elternzeit für Väter. Der Geburtstermin für unser Kind ist der 18.06.2019. Und ich würde gern nach der Geburt 1 Monat in Elternzeit gehen. Ich habe mir bereits den kompletten Juni vom Urlaub frei genommen. Daher meine Frage kann ich meine 1-monatige Elternzeit auch vom 01.07.2019 – 31.07.2019 nehmen oder geht es nur ab der Geburt meines Kindes? Also nur vom 18ten bis zum 18ten des Folgemonates.

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Jonas,
      Elternzeit solltest du am besten nach Lebensmonaten nehmen. Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass dein Elterngeld gekürzt wird, da du in der Zeit dann Gehalt bekommst und dieses auf dein Elterngeld angerechnet wird. Urlaub ist bis zur Geburt sinnvoll um bei deiner Frau/Freundin zu sein. Wenn du Elterngeld beantragst, besteht jedoch das gleiche Problem mit dem Elterngeld in Bezug auf die Anrechnung, da es bezahlter Urlaub ist. Grundsätzlich ist es so wie du schriebst natürlich möglich, ist aber nicht von Vorteil.

  2. Marek sagt

    Hallo…ich habe eine Frage zu dem Urlaubs-Trick. Mein Kind wurde am 29.8 geboren und ich würde gern vom 29.6 bis 28.8 EZ nehmen. Sinnvoller wäre es nach Eurem Tipp daher vom 29.6 bis 28.7 und vom 29.7 bis 28.8. Gelten dafür dann die 13 Wochen Frist zur Beantragung oder sieben für den ersten Monat und 13 Wochen für den zweiten Monat?
    Danke für Eure Rückmeldung.

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Marek,
      wenn die beiden Partnermonate zusammenhängen, was sie bei beiden deiner Varianten tun, kann der Arbeitgeber dir Urlaubstage kürzen. Es müsste anderenfalls mindestens ein Lebensmonat dazwischen liegen, um das zu durchbrechen. Vor dem 3. Lebensjahr deines Kindes beträgt die Antragsfrist 7 Wochen vor beginn der Elternzeit, es sei denn es ist bereits der dritte Teil der Elternzeit, dann ist die Frist 13. Wochen vorher.
      Du müsstest dich Innerhalb der ersten 24.Lebensmonate festlegen, in welchen Monaten du Elternzeit beantragen möchtest, spontan ist das, zumindest nach dem BEEG Gesetz, nicht möglich. Individuelle Verhandlungen mit deinem Arbeitgeber sind natürlich möglich, dem müsste er aber nicht zustimmen.

  3. Michaela sagt

    Ich bin umgezogen und begann in Deutschland zu arbeiten, als mein Kind 6 Monate alt war. Das Kind ist jetzt 4 Jahre alt. Ich habe bis jetzt keine Elternzeit genommen. Aber ich möchte Elternzeit nehmen, um mein Kind jetzt zu unterstützen. Kann ich Elternzeit beantragen? Und kann ich Elterngeld nehmen?

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Michaela,
      Elterngeld kannst du leider nicht mehr bekommen. Wenn dein Arbeitsvertrag nach deutschem Recht geschlossen wurde, dann hast aber du Anspruch auf Elternzeit.

  4. Annika sagt

    Hallo,
    wie sieht es aus, wenn man 1 Jahr befristet gearbeitet hat und der Vertrag läuft genau bis zum Mutterschutz aus. Ich möchte aber 3 Jahre maximal zuhause bleiben, bis das Kind in den Kindergarten kommt. Wie sieht da mein Anspruch aus?

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Annika,
      ohne Beschäftigungsverhältnis besteht kein Anspruch auf Elternzeit. Am besten setzt du dich einmal mit dem Jobcenter in Verbindung und besprichst deine weiteren Möglichkeiten. Und immer auch bei der Krankenkasse nachfragen wie es mit dem Versicherungsschutz aussieht.

  5. Andreas sagt

    Hallo! Wir haben uns leider für die kurze Elternzeit (14 Monate) entschieden und würden diese nun gerne verlängern. Geburt des Kindes war am 25.09.18, meine Frau ist seit dem durchgehend in Elternzeit, ich war den ersten Monat und bin nochmal den letzten Monat in Elternzeit.
    Nun wird meine Frau auf jeden Fall weiter zuhause bleiben, ihr befristeter Arbeitsvertrag ist bereits ausgelaufen.
    Gibt es eine Möglichkeit, das ich auch im zweiten Lebensjahr nochmal Elternzeit nehmen kann, z.B. einen oder zwei Monate (Arbeitsverhältnis besteht unbefristet)?
    Was muss ich tun, bzw. wo beantragen?
    Vielen Dank

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Andreas,
      wenn der Arbeitsvertrag bereits ausgelaufen ist, dann gibt es, ohne neuen Arbeitgeber, auch keine Elternzeit, denn diese ist an die Voraussetzung geknüpft, dass eine Anstellung vorliegt. Ihr könntet das Elterngeld natürlich noch strecken und auf das Elterngeld Plus wechseln für 4 Monate. Bei gleichzeitigem Bezug von ALG I käme es jedoch möglicherweise zu einer Kürzung beim Elterngeld.
      Je Elternteil stehen euch 36 Monate Elternzeit zu, du kannst also noch mal Elternzeit nehmen, mehr als 3 Teile kannst du aber ohne die Zustimmung des Arbeitgebers nicht nehmen, du hattest bereits 2. Die Elternzeit beantragst du regulär bei deinem Arbeitgeber. Elterngeld kannst du dann nicht mehr bekommen, dieses ist auf 12 Monate ggf. plus 2 Partnermonate je Kind limitiert.

  6. Sami sagt

    Hallo,
    ich habe eine Frage bzgl. der Elternzeit.
    Wir haben uns für die kurze Elternzeit (14 Monate) entschieden und ich werde als Vater den ersten Monate und fünften Monaten Elternzeit nehmen der jetzige Arbeitgber hat schon den Antrag bekommen und genehmigt nun ich habe den Antrag bei der Elternstelle nicht abgegeben. Das Baby wird erst Ende September geboren. ich haber vor bis Ende des Jahres den Arbeitgeber zu wechseln. Meine Frage wäre es, wenn ich nach meiner ersten Elternzeit kündige, habe ich dann noch den Anspruch auf den zweiten Elternzeit beim neunen Arbeitgeber oder nicht mehr, Falls ja, ob ich den jetzigen Zeitraum der zweiten Elternzeit (von 5 Monate des Babys auf 12 Monate) ändern kann, den ich beim jetzigen Arbeitgeber gewählt habe, ich würde sie gerne nach der Probezeit nehmen.
    Meines Wissens kann man den Zeitraum nach der Festelegung nur einmal ändern. ich bin mir aber nicht sicher!
    ich denke Ihnen sehr herzlich für Ihre Rückmeldung
    Beste Grüße
    Sami

    würden diese nun gerne verlängern.

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Sami,
      den Antrag auf Elternzeit bei deinem Arbeitgeber einzureichen war richtig, damit du den 1. Lebensmonat auch in Elternzeit sein kannst. Den Elterngeldantrag gibst du nach der Geburt ab, wenn du die Geburtsurkunde bekommen hast. Das mit dem Jobwechsel und der neuen Elternzeit ist etwas schwierig. Hast du beide Monate bei deinem alten Arbeitgeber beantragt? Du musst dich nämlich für die ersten 24 Lebensmonate festlegen. Wenn du dann kündigst, dann ist der zweite Monate hinfällig. Bei deinem neuen Arbeitgeber müsstest du einen neuen Antrag auf Elternzeit stellen. Insgesamt hast du einen Anspruch auf bis zu 36 Monate Elternzeit in bis zu 3 Teilen.

  7. Jl sagt

    Hallo
    Mein Sohn ist im Juni 6 geworden
    Er ist 2013 geboren und ich habe nur 12 Monate Elternzeit genommen
    Habe ich trotz Jahrgang 2013 die Möglichkeit meine restlichen Monate bis er 8 ist aufzubrauchen?

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo JI,
      für Geburten vor dem 1.7.2015 gilt folgendes: du kannst maximal 12 Monate in den Zeitraum vom 3. Geburtstag bis zum Tag vor dem 8. Geburtstag übertragen. Dies musst du bei deinem Arbeitgeber beantragen. Für diesen Antrag gibt es keine Frist. Du kannst also noch 12 Monate nehmen. Die Antragsfrist für die übertragene Elternzeit beträgt 7 Wochen, da dein Kind vor dem 1.7.2015 geboren ist.

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