Elterngeld Partnermonate

Alles über die Elterngeld Partnermonate

Das Elterngeld wurde nicht nur ins Leben gerufen, damit Eltern einen Lohnausgleich in der Zeit erhalten, die sie sich nach der Geburt um das Kind kümmern. Ziel war es auch, Vätern die Möglichkeit zu geben, ebenfalls in Elternzeit zu gehen und so von Beginn an eine Bindung aufzubauen. Daher gibt es die Partnermonate. Die Möglichkeiten und Vorteile zeigen wir in diesem Artikel auf.

Elterngeld Partnermonate und die Idee dahinter

Im Jahr 2016 wurde in einer Statistik festgehalten, dass immer mehr Väter in Elternzeit gehen. Während im Jahr 2008 rund 20 Prozent der Väter die Chance genutzt haben, einige Wochen beim Nachwuchs zu bleiben, waren es 2014 bereits rund 34 Prozent. Diese Veränderung ist zu großen Teilen auch dem Elterngeld und den damit verbundenen Partnermonaten zu verdanken. Eltern haben die Möglichkeit, statt 12 Monate Elterngeld eine Zahlung für 14 Monate zu erhalten. Die Voraussetzung dafür ist, dass beide Elternteile in Elternzeit gehen. Die Aufteilung liegt dabei in Ihrer Hand. Allerdings sind mindestens zwei Partnermonate zu nutzen. Das heißt, ein Elternteil kann höchstens 12 Monate Elterngeld beziehen. Das andere Elternteil muss wenigstens zwei Monate Elterngeld beziehen, damit der Anspruch auf 14 Monate genutzt wird.

Hinweis: Sind Sie alleinerziehend, gehen die Partnermonate Ihnen dennoch nicht verloren. Sie haben dann Anspruch auf die Zahlung von 14 Monaten Elterngeld. Mehr dazu hier.

Die Aufteilung der Partnermonate

Es gibt verschiedene Modelle, die Eltern in Anspruch nehmen können. Viele Eltern entscheiden sich dafür, dass die zwei Partnermonate beispielsweise an das erste Lebensjahr des Kindes anschließen und der Vater oder auch die Mutter, wenn der Vater das hauptbetreuuende Elternteil ist, so die Zeit nutzen kann. Interessant ist jedoch die Frage, ob die zwei Monate auch aufgeteilt werden können. Vielleicht wünschen Sie sich, dass Ihr Partner direkt nach der Geburt einen Monat zu Hause ist und später den anderen Monat nutzt. Möglicherweise besteht auch aus betrieblichen Gründen nicht die Option, zwei Monate hintereinander in Anspruch zu nehmen. Sie haben die Möglichkeit, die zwei Partnermonate zu teilen. Die Voraussetzung ist jedoch, dass die Aufteilung innerhalb der ersten 14 Lebensmonate des Kindes erfolgt.

Aufteilung der Partnermonate mit Partnerschaftsbonus
Beispiel: Aufteilung der Partnermonate mit Partnerschaftsbonus

Auch wenn als Partnermonate lediglich zwei Monate benannt sind, kann die Aufteilung der Elternzeit auch anders erfolgen. Sie haben als Eltern beispielsweise die Möglichkeit, gleichzeitig 7 Monate lang Elterngeld zu beziehen. Auch die Aufteilung mit 10 und 4 Monaten ist möglich. Hier sind Sie völlig frei und haben die Möglichkeit, die Aufteilung auf dem Antrag anzugeben.

Die Partnermonate bei Elterngeld Plus

Mit Elterngeld Plus haben Sie die Möglichkeit, aus einem Elterngeld-Monat zwei Elterngeld Plus-Monate zu machen. Entscheiden Sie sich dafür, wird über den verdoppelten Zeitraum hinweg pro Monat die Hälfte des Ihnen zustehenden Betrages ausgezahlt. Zudem können Sie bis zu vier zusätzliche Partnerschaftsmonate (= Partnerschaftsbonus) erhalten. Hier sind die Voraussetzungen jedoch ebenfalls klar definiert:

Möchten Sie im Rahmen von Elterngeld Plus den Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen, müssen Sie und Ihr Partner für mindestens 4 Monate gleichzeitig in Teilzeit arbeiten. Teilzeit bedeutet dabei eine Wochenarbeitszeit in Höhe von 25 bis 30 Stunden (nicht mehr und nicht weniger!). Die 4 Monate müssen am Stück gearbeitet werden. Zudem ist es notwendig, dass wenigstens ein Elternteil Elterngeld Plus beantragt hat. Diese Vorgaben gelten auch dann, wenn Sie nicht alle 4 Partnerschaftsmonate nutzen möchten. Bedenken Sie, dass beide Elternteile nur Teilzeit arbeiten dürfen.

Die Variante für den Partnerbonus wird durch ein Beispiel deutlich. Sie können sich entscheiden, erst einmal 6 Monate Basiselterngeld in Anspruch zu nehmen. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, für 12 Monate Elterngeld Plus zu erhalten. Ihr Partner kann sich entscheiden, ob er 2 Partnerschaftsmonate oder 4 Elterngeld Plus Partnerschaftsmonate nutzen möchte. Ist der Elterngeldbezug abgelaufen, können Sie beide für 4 Monate Teilzeit arbeiten und erhalten in dieser Zeit Elterngeld Plus. Damit können Sie insgesamt bis zu 28 Monate Elterngeld Plus erhalten. Für eine genaue Berechnung ist es empfehlenswert, sich direkt mit der Elterngeldstelle in Verbindung zu setzen oder unseren Elterngeldrechner zu verwenden.

Tipp: Sie können den Zeitraum für die Auszahlung Ihres Elterngeldes auch dann noch anpassen, wenn Sie den Antrag bereits eingereicht haben. Eine Anpassung ist dabei nur für die Monate möglich, in denen Sie noch keine Elterngeldzahlung erhalten haben.

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Zur Elterngeldberatung

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