Kindergeldantrag: Formulare 2019 & wichtige Hinweise

Kindergeld bekommt man nicht automatisch, sondern nur auf Antrag. Diesen Kindergeldantrag kann man bei der Familienkasse der jeweiligen Stadt oder Landkreis stellen. Sie ist bei der jeweiligen Agentur für Arbeit ansässig. Wer im öffentlichen Dienst tätig ist, muss sich an den Dienstherren bzw. die Vergütungsstelle wenden.

Zeitpunkt & Bearbeitungsdauer des Kindergeldantrags

Den Kindergeldantrag kannst du ab dem Tag der Geburt stellen. Plane jedoch eine Bearbeitungsdauer von 4-6 Wochen ein. Damit sich diese nicht unnötig verzögert, solltest du darauf achten, dass der Antrag auf Kindergeld korrekt ausgefüllt und vollständig vorliegt. Denke bitte in jedem Fall daran, die Anlage Kind (KG1) mit auszufüllen. Seit 2016 ist es außerdem notwendig, die Steueridentifikationsnummer des Antragstellers und des berechtigten Kindes im Formular KG1 und der Anlage Kind zu KG1 mit anzugeben.

Wenn du den Kindergeldantrag ausgefüllt und unterschrieben hast, musst du ihn nur noch per Post zur zuständigen Familienkasse deiner Stadt oder des Landkreises senden.

Hinweis: Du kannst den Antrag auch schon vor er Geburt stellen, musst dann jedoch nach der Geburt die Geburtsurkunde nachreichen.

Ob du den Antrag direkt nach der Geburt oder erst nach 2 Monaten stellst, ist grundsätzlich egal und bedeutet für dich nur eine frühere oder spätere Auszahlung des Kindergeldes. Rückwirkend kann das Kindergeld seit 2018 nur noch für bis zu 6 Monate gezahlt werden (vgl. § 66 Abs. 3 EStG).

Diese Unterlagen müssen beigefügt sein

Damit dein Antrag schnellstmöglich genehmigt wird, solltest du auf Vollständigkeit der Unterlagen achten. Wenn dein Kind gerade geboren ist, musst du die Geburtsurkunde bzw. die Geburtsbescheinigung beifügen. Wenn du zu einem späteren Zeitpunkt belegen musst, dass das Kind in deinem Haushalt lebt, kannst du dies schriftlich mit der Anlage „Haushaltsbescheinigung KG 3a“ machen.

Bei volljährigen Kindern

Wenn es sich um ein volljähriges Kind handelt, musst du nachweisen, dass es sich in einer Ausbildung oder einem Studium befindet.

Hierzu nutzt du die Anlagen „Schulbescheinigung (KG 5a)“ bzw. „Ausbildungsbescheinigung (KG 5b)“. Wenn das Kind keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz hat, nutzt du die Anlage KG 11a.

Bei einem volljährigen behinderten Kind

Wenn es sich um ein behindertes Kind handelt, benötigst du einen amtlichen Nachweis der Behinderung. Das kann zum Beispiel ein Behindertenausweis oder ein Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes sein.

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