Alles über den Elterngeld Partnerschaftsbonus

Bei Elternpaaren, die sich bei Familie und Beruf alles partnerschaftlich aufteilen, hat der Gesetzgeber einen Bonus geschaffen, dies zusätzlich zu fördern. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es außerdem möglich, diesen Bonus auch als Allein- oder getrennt erziehende Eltern zu erhalten. Wie das genau funktioniert, beschreibt dieser Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Du und der andere Elternteil könnt jeweils 4 zusätzliche Elterngeld Plus-Monate bekommen
  • Wird für 4 aufeinander folgende Lebensmonate gezahlt
  • Voraussetzung: Beide Elternteile arbeiten in in diesen Lebensmonaten in Teilzeit zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche
  • Erfüllt nur einer die vorgegebenen Wochenstunden nicht, müssen ALLE Partnerschaftsbonusmonate zurückgezahlt werden
  • Gilt auch für Alleinerziehende, wenn die Teilzeitarbeitsstunden in 4 aufeinander folgenden Lebensmonaten erfüllt werden
  • Nicht zu verwechseln mit den Partnermonaten!
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Die Voraussetzungen um den Partnerschaftsbonus zu erhalten

Die Grundvoraussetzung ist, dass beide Eltern mit dem Kind in einem Haushalt leben. So ist sichergestellt, dass auch beide das Kind betreuen können.

Zudem müssen beide Eltern in 4 aufeinander folgenden Lebensmonaten eine Teilzeitarbeitszeit von mindestens 25 Stunden, aber höchstens 30 Stunden pro Woche erreichen. Hierbei kommt es auf den Durchschnitt im jeweiligen Lebensmonat, NICHT Kalendermonat an. Es sollte beachtet werden, dass auch Über- oder Unterstunden mitgerechnet werden, ebenso wie Urlaubs- und Krankheitstage. Diese werden als ganze Tage gezählt, obwohl effektiv nicht gearbeitet wurde.

Alleinerziehende und der Partnerschaftsbonus

Als alleinerziehend giltst du, wenn der andere Elternteil nicht mit dir oder mit dem Kind zusammen wohnt und du auch steuerlich den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende bekommst (weitere Informationen findest du hier).
Letztlich gelten für dich die selben Bedingungen wie für Elternpaare. Das Kind muss mit in deinem Haushalt leben und es müssen in 4 aufeinanderfolgenden Lebensmonaten des Kindes mindestens 25 Stunden und maximal 30 Stunden in der Woche im Monatsdurchschnitt (je Lebensmonat) gearbeitet werden.

Getrennt erziehende Eltern und der Partnerschaftsbonus

Wenn ihr als Eltern keinen gemeinsamen Haushalt habt und euch die Betreuung eures Kindes aufteilt, gilt ihr als getrennt erziehend. In der Regel ist das der Fall, wenn das Kind mindestens zu ca. 30% in dem jeweiligen anderen Elternhaushalt lebt.

Auch in dieser Konstellation ist der Bezug des Partnerschaftsmonats möglich. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Lebensmonat gilt wie vorher beschrieben.

Wann kann der Partnerschaftsbonus genommen werden?

Du bestimmst, welche Monate hierfür herangezogen werden sollen. Ob der Bonus vor, während oder nach dem Elterngeld- oder Elterngeld Plus-Bezug genommen wird, liegt ganz bei dir. Die nachfolgenden Beispiele zeigen einige Varianten auf:

Beispiel 1:

Elterngeld Partnerschaftsbonus Beispiel 1

Die Mutter entscheidet sich für das Basiselterngeld in den Lebensmonaten 1 bis 6. Im Anschluss daran bezieht der Vater Basiselterngeld für den 7. bis zum 10. Lebensmonat. Ab dem 11. Lebensmonat wählen beide zusammen den Partnerschaftsbonus bis zum 14. Lebensmonat. Danach bekommt zunächst die Mutter vom 15. bis zum 18 Lebensmonat Elterngeld Plus und dann noch einmal der Vater vom 19. bis zum 22. Lebensmonat.

Beispiel 2:

Elterngeld Partnerschaftsbonus Beispiel 2

Es wurde in den ersten 12 Lebensmonaten Basiselterngeld von der Mutter bezogen. Der Vater nimmt in den Lebensmonaten 13 und 14 die ihm zustehenden 2 Partnermonate. Direkt im Anschluss nehmen beide den Partnerschaftsbonus ist Anspruch (15. bis 18. Lebensmonat).

Beispiel 3:

Elterngeld Partnerschaftsbonus Beispiel 3

Vom 1. bis zum 6. Lebensmonat erhält die Mutter Basiselterngeld. Vom 7. bis zum 10. Monat wird von den Eltern der Partnerschaftsbonus beansprucht. In den Lebensmonaten 11 bis 13 bezieht dann der Vater Basiselterngeld und vom 14. bis zum 19. Lebensmonat erhält die Mutter Elterngeld Plus.

An diesen Beispielen wird deutlich, dass auch noch nach den Partnerschaftsbonusmonaten das Basiselterngeld in Anspruch genommen werden kann, wenn noch nicht alle Monatsbeträge aufgebraucht wurden.

Was passiert, wenn die Voraussetzungen in einem Monat überschritten wurden

Besonderheit in der Corona-Krise
Am 7. Mai hat der Bundestag folgende Änderungen beschlossen:
Eltern die sich aktuell im Partnerschaftsbonus befinden, verlieren den Bonus nicht, wenn sie aufgrund der Covid-19-Pandemie aktuell mehr oder weniger arbeiten als geplant. Diese Regelung gilt rückwirkend ab 1. März 2020.

Wenn ein Elternteil in einem der 4 Lebensmonate eine durchschnittliche Arbeitszeit von 32 Stunden hat, so gelten die Voraussetzungen für KEINEN der beiden Elternteile als erfüllt und es müssen ALLE Monate zurückgezahlt werden. Dies gilt unabhängig davon, ob es im ersten oder im letzten Monat eine Überschreitung gab. Gleiches gilt bei Nichteinhaltung der Vorgaben für alleinerziehende Mütter oder Väter.

Beispiel 1:

In den ersten 14 Lebensmonaten beziehen die Eltern Basiselterngeld. Ab dem 15. Lebensmonat arbeitet die Mutter 25 Wochenstunden im Durchschnitt. Bis zum 18. Lebensmonat behält sie diese Wochenstunden bei. Auch der Vater arbeitet im gleichen Zeitraum in Teilzeit. Im 15. bis zum 17. Lebensmonat arbeitet er 30 Wochenstunden im Durchschnitt. Im 18. Lebensmonat beträgt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit 35 Stunden. Geplant war im Zeitraum vom 15. bis zum 18. Monat den Partnerschaftsbonus in Anspruch zu nehmen. Durch die Überschreitung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 30 Stunden im 18. Lebensmonat entfallen für beide Elternteile alle Monate des Partnerschaftsbonus.

Beispiel 2:

Wie in Beispiel 1, nur der Vater arbeitet im 18. Lebensmonat durchschnittlich 22 Stunden in der Woche, anstelle der 35 Stunden. Betrachtet man alle 4 Monate, wäre die Vorgabe der Stundenzahl zwischen 25 und 30 Wochenstunden erfüllt. Jedoch wird immer der einzelne Lebensmonat betrachtet und somit ist die Bedingung um den Partnerschaftsbonus zu erhalten, nicht erfüllt und beiden Elternteilen werden alle Monate aberkannt.

In der Praxis kommt es häufiger vor, dass der Partnerschaftsbonus erst beantragt wird, im Nachhinein jedoch durch Nichteinhalten der Grenzwerte wieder zurückgezahlt werden muss. Das ist für viele Familien sehr schmerzlich, weil das schnell ein paar tausend Euro sind. Achtet daher gemeinsam ganz genau darauf, dass ihr die Vorgaben zu jeder Zeit einhaltet!

Achtung:
Eine Krankheit deines Kindes führt oft auch zu weniger Arbeitsstunden als vorgesehen. Prüfe hierzu einmal die Regelung in deinem Arbeitsvertrag. Häufig sind 5 Tage wegen Krankheit des Kindes mit Entgeltfortzahlung enthalten. Ist dein Kind häufiger krank, sind für diese Tage keine Arbeitsstunden zu berücksichtigen. Dadurch kann es schnell zu einer Unterschreitung der 25 Stunden in der Woche kommen.

Umfrage zum Partnerschaftsbonus

Umfrage: Werdet ihr den Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen?

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wir erfüllen die Voraussetzungen in einem Monat nicht, müssen wir wirklich alles zurückzahlen?

Ja, der Bonus ist daran geknüpft, dass in allen 4 Monaten von beiden Partnern die Voraussetzungen eingehalten werden. Hierbei werden die beantragten 4 aufeinander folgenden Monate betrachtet. Eine Unterbrechung der Betrachtungsmonate ist nicht möglich.

Kann man den Partnerschaftsbonus auch mehrfach erhalten?

Nein, auch wenn ihr als Eltern 2 x 4 Monate die Voraussetzungen für den Partnerschaftsbonus erfüllt, erhaltet ihr diesen nur einmalig.

Ich habe mehrere Arbeitsverhältnisse, wie wird dann die durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Lebensmonat berechnet?

Die Stundenumfänge werden in diesem Fall zusammengerechnet.

Können Selbständige auch den Partnerschaftsbonus erhalten?

Ja, auch Selbständige haben die Möglichkeit den Partnerschaftsbonus zu erhalten, wenn die Voraussetzungen des gemeinsamen Haushaltes und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit eingehalten werden. In diesem Fall erfolgt die Erklärung über die Wochenarbeitszeit durch den Selbständigen. Es muss jedoch glaubhaft gemacht werden, wie ggf. die Reduzierung der Arbeitszeit vorgenommen wurde z.B. Aushilfe eingestellt oder weniger Aufträge angenommen.

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  • Wie verhält es sich mit Urlaub oder Überstunden bei den Partnerschaftsbonus-Monaten.

    Fall: Beide Partner nehmen jeweils 4 Monate in Anspruch und erhalten einen Arbeitsvertrag mit durchweg 25 Stunden , die jeweils in 5 Stunden pro Tag erbracht werden sollen. Aufgrund der Betreuung weiterer Kinder, z.B in den Sommerferien, ist es jedoch erforderlich einen größeren Zeitraum für die Kinderbetreuung mit z.B. Urlaub zu überbrücken.

    Ist es dann möglich mehr Urlaub in Anspruch zu nehmen als die theoretisch erworbenen 10 Tage (2,5 Tage pro Monat bei 30 Tagen im Jahr Anspruch)?

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    • Hallo K.M.,
      wenn du Resturlaub aus Vollzeit während einer Teilzeittätigkeit nimmst, ist pro Urlaubstag die während der Teilzeit geltende Sollarbeitszeit zugrunde zu legen.
      „Feierst“ du Überstunden ab, dann ist die Arbeitszeit an diesen Tagen Null und es kann zum Verlust der Ansprüche kommen, wenn die vorgegebene Stundenzahl nicht eingehalten wird. Um den Partnerschaftsbonus nicht zu gefährden, solltest du die Überstunden erst danach abbummeln.

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        LG Manja

        • Hallo Manja,
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  • Hallo,
    Kurze Frage: Muss für den Partnerschaftsbonus Teilzeit IN ELTERNZEIT beantragt werden oder reicht „normale Teilzeit“ aus?
    Danke im voraus für eine Antwort.

    • Hallo Sascha,
      wenn die Stunden auch so passen, muss es nicht unbedingt Teilzeit in Elternzeit sein. Aufgrund der zu erfüllenden Anforderungen für den Partnerschaftsbonus bietet die Teilzeit in Elternzeit jedoch an. Der Vorteil: du unterliegst dem besonderen Kündigungsschutz in der Elternzeit.

      • Das wäre auch meine Frage gewesen. Mein Mann arbeitete schon vor der Elterngeld 24h in Teilzeit, nebenberuflich betreibt er ein Gewerbe an zwei Tagen die Woche. D.h. für den Bezug des Bonus reicht es, wenn er die gewerbliche Tätigkeit auf 1-6h / Woche reduziert, oder?
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        • Hallo Valerie,
          dein Mann muss gegenüber der Elterngeldstelle glaubhaft nachweisen können, wie viele Stunden er für sein Gewerbe im Lebensmonat aufwendet. Hat er beispielsweise weniger Aufträge angenommen oder einen Mitarbeiter eingestellt. Ob das Gewerbe in dieser Zeit Einnahmen hat oder nicht, spielt für die Stundengrenze keine Rolle. Geldeingänge führen aber in der Regel zur Kürzung beim Elterngeld.

  • Ich habe gelesen, dass für den Bonus beide Elternteile gleichzeitig in Teilzeit arbeiten müssen. Also beide 4 Monate z.B. Elterngeld plus beziehen und danach weitere 4 Monate Partnerschaftsbonus. Dass Jeweils einer Zwei Monate Basis bezieht und damit 4 Monate „nicht voll gearbeitet“ wird ist doch damit ausgeschlossen? Zitat: „sofern ihr in vier aufeinanderfolgenden Monaten gleichzeitig in Teilzeit arbeitet“
    Was ist denn nun richtig?

    • Hallo Patrick,
      es gibt einmal die Partnermonate und den Partnerschaftsbonus. Hier gelten unterschiedliche Regeln. Aufgrund der ähnlichen Namen kommt es ab und an zu Verwechslungen.
      Der Partnerschaftsbonus erfordert die wöchentliche Arbeitszeit von beiden Elternteilen zwischen 25 und 30 Stunden (im Lebensmonat) in 4 aufeinanderfolgenden Monaten. Für diese „Bonusmonate“ besteht kein Wahlrecht der Bezugsform, hier gibt es nur Elterngeld Plus. Welche Bezugsform vor dem Partnerschaftsbonus vorlag, ist nicht relevant.
      Bei den Partnermonaten gibt es ein Wahlrecht ob 2 Monate mit Basiselterngeld oder 4 Monate mit Elterngeld Plus genommen werden (oder 1 Monat Basiselterngeld und 2 Monate Elterngeld Plus). Bei den Partnermonaten ist es, auch bei der Wahl von Elterngeld Plus, nicht erforderlich nebenbei zu arbeiten. Diese Vorgabe gilt nur und ausschließlich für den Partnerschaftsbonus.

    • Hallo Mareen,
      nach dem 14. LM muss der Elterngeldbezug lückenlos sein. Wenn du also bis zum 12. LM Elterngeld bekommst, müsstet ihr beide spätestens ab dem 15. LM die 4 aufeinanderfolgenden Monate Partnerschaftsbonus beantragen und die Vorgaben einhalten.

  • Hallo Yvonne!

    Muss man für den Partnerschaftsbonus vorher Elterngeldplus bezogen haben?

    Im konkreten Beispiel hat meine Frau 12 Monate Basiselterngeld (inkl. 2 Monate Mutterschutz) bezogen. Ich werde innerhalb dieser 12 Monate für zwei Monate daheim bleiben und dafür ebenfalls Basiselterngeld erhalten. Somit sind die 14 Monate aufgebraucht.

    Wir wollten dann ab dem 13. Lebensmonat unseres Kindes, sozusagen nahtlos von der Elternzeit meiner Frau, mit dem Partnerschaftsbonus starten.

    Ich bin jetzt aber verwirrt, ob das überhaupt geht, da ich überall lese, dass man vorher ElterngeldPlus bezogen haben müsse, was wir ja nicht haben.

    Gruß Kevin

    • Hallo Kevin,
      die Bezugsform vor dem Partnerschaftsbonus ist nicht relevant. Ihr könnt ab dem 13. LM mit dem Partnerschaftsbonus starten. Spätestens müsstet ihr im 15. LM starten, da nach dem 14. LM der Elterngeldbezug nicht mehr unterbrochen werden darf.

  • Hallo,
    wie kann man sich die Bedingungen für den Partnerschaftsbonus selbst errechnen? Also z.B. wie genau ermitteln sich die Arbeitstage (Beispiel: Geburt ist am 20.3.2020, ein Partnerschaftsbonus-Monat ist der Dezember 2021)? Wieviele Stunden müsste ich also im Dezember min/max arbeiten? Und kann ich bspw. 2 Wochen voll arbeiten und dann 2 Wochen Überstunden abbauen? Konkret gibt es im Dezember einige Feiertage und die letzte Dezemberwoche ist Betriebsruhe, in der man zwingend Urlaub nehmen muss. Ich frage mich nun wie ich im Vorfeld prüfen kann wie ich dann die restlichen Tage arbeiten muss, damit die 25-30 Wochenstunden eingehalten werden.
    VG
    Stefan

    • Hallo Stefan,
      die Richtlinien bestimmen dazu Folgendes:
      „Für die monatsweise Berechnung der Mindeststundenzahl für den Partnerschaftsbonus nach Kalendertagen gilt Folgendes:
      Bei 28 Tagen im Lebensmonat beträgt die für den Partnerschaftsbonus mindestens erforderliche Arbeitszeit 100 Stunden,
      bei 29 Tagen 103 Stunden,
      bei 30 Tagen 107 Stunden und bei 31 Tagen 110 Stunden.“ und weiterhin
      „Für eine monatsweise Berechnung nach Arbeitstagen ist die Summe der zu berücksichtigenden Arbeitsstunden in dem Bezugsmonat (Monatsarbeitsstunden) zu teilen durch die Gesamtzahl der möglichen Arbeitstage in dem Monat und sodann mit der Anzahl der möglichen wöchentlichen Arbeitstage (im Beispiel mit fünf) zu multiplizieren.
      Beispiel:
      Bei einer Fünf-Tage-Woche ergibt sich
      bei 20 Arbeitstagen eine Mindestarbeitszeit von 100 Stunden,
      bei 21 Arbeitstagen von 105 Stunden,
      bei 22 Arbeitstagen von 110 Stunden und
      bei 23 Arbeitstagen von 115 Stunden.“
      Es geht jedoch immer um den Lebensmonat!
      Als Arbeitszeit gilt die auf diese Zeiten entfallende (vertraglich) vereinbarte
      Teilzeit-Arbeitszeit. Auch bei der Inanspruchnahme von Resturlaub aus Vollzeit, ist für die Stundenzahl pro Urlaubstag die während des Partnerschaftsbonus vereinbarte Teilzeit-Sollarbeitszeit zu veranschlagen. Überstunden werden nicht explizit erwähnt, wohl aber die maximale wöchentliche Arbeitszeit. Diese darf 30 Stunden nicht überschreiten.

  • Hallo Yvonne!
    Wir haben sich beide auf Partnerschaftsbonus entschieden und den in Anspruch genommen. Leider statt Lebensmonate haben wir 4 Kalendermonate gearbeitet. Jetzt heißt das wir müssen der Bonus züruck zahlen. Ist da noch was zu retten. Wir waren uns sicher dass wir alles richtig gemacht haben.
    Grüße Natalia

    • Hallo Natalia,
      das ist schwierig zu beurteilen mit den vorliegenden Informationen. Habt ihr es nach Lebensmonaten mit den Stunden einmal berechnet? Am besten legt ihr euch eine Tabelle an und rechnet noch einmal nach. Kommt ihr nicht auf mindestens 25 Stunden im Lebensmonat, dann ist der Bonus leider zurückzuzahlen.

  • Hallo Yvonne,

    Wir starten im Februar mit unseren Partnerschaftsbonus.
    Mein Mann und ich arbeiten jeweils nicht 5 Tage in der Woche.
    Müssen wir zur korrekten Berechnung und damit Einhaltung der Grenzen aber in jeder Woche von einer 5-Tages-Woche ausgehen?

    Beispiel:
    Ich arbeite montags 6,5h Stunden. In der Zeit fällt ein Feiertag (Ostermontag) rein. Werden nun die 6,5h angerechnet, weil ich feste Arbeitstage habe (Mo-Do), oder muss ich zur korrekten Berechnung eine Annahme für diesen Feiertag von 5h machen (weil eine 5-Tage-Woche zugrunde gelegt wird)?

    Ich bin gespannt.

    Vielen Dank & Viele Grüße

    • Hallo Barbara,
      hierzu sagen die Richtlinien 4.4.3.2 „Erwerbstätigkeit“ zum Elterngeldgesetz Folgendes:
      Als Arbeitszeit gilt die auf diese Zeiten entfallende (vertraglich) vereinbarte
      Teilzeit-Arbeitszeit. Auch bei der Inanspruchnahme von Resturlaub aus Vollzeit, ist für die Stundenzahl pro Urlaubstag die während des Partnerschaftsbonus vereinbarte Teilzeit-Sollarbeitszeit zu veranschlagen. Dasselbe gilt für Zeiten der Freistellung zur Pflege eines kranken Kindes.
      (…)
      Für eine monatsweise Berechnung nach Arbeitstagen ist die Summe der zu berücksichtigenden Arbeitsstunden in dem Bezugsmonat (Monatsarbeitsstunden) zu teilen durch die Gesamtzahl der möglichen Arbeitstage in dem Monat und sodann mit der Anzahl der möglichen wöchentlichen Arbeitstage (im Beispiel mit fünf) zu multiplizieren.
      Beispiel:
      Bei einer Fünf-Tage-Woche ergibt sich
      bei 20 Arbeitstagen eine Mindestarbeitszeit von 100 Stunden,
      bei 21 Arbeitstagen von 105 Stunden,
      bei 22 Arbeitstagen von 110 Stunden und
      bei 23 Arbeitstagen von 115 Stunden.

      Wenn du üblicherweise also montags arbeitest, es aber ein Feiertag ist, zählt die vereinbarte Stundenzahl. Jeder Lebensmonat ist neu auszurechnen, je nachdem wieviele Arbeitstage dieser Lebensmonat dann hat.

  • Hallo,

    wir möchten den Partnerschaftsbonus voraussichtlich ab dem 16. Lebensmonat in Anspruch nehmen. Darf das Kind dann schon in Betreuung sein, oder muss es während des Bezugs von uns betreut werden?

    Danke und viele Grüße

    • Hallo Ela,
      ihr könnt euch stundenweise Unterstützung von einer Tagesmutter oder Kita holen. Bitte bedenkt, dass der Elterngeldbezug ab dem 15. Lebensmonat lückenlos sein muss. Ist das nicht der Fall, verfällt ein möglicher weiterer Anspruch. Je nach Planung, müsstet ihr mit dem Partnerschaftsbonus einen Monat früher beginnen.

  • Hallo,
    ich bin etwas verwirrt, es heißt hier „Du und der andere Elternteil könnt jeweils 4 zusätzliche Elterngeld Plus-Monate bekommen“, in den FAQ hingegen „Nein, auch wenn ihr als Eltern 2 x 4 Monate die Voraussetzungen für den Partnerschaftsbonus erfüllt, erhaltet ihr diesen nur einmalig.“ Würde jetzt mein Mann und ich jeweils 4 Monate Elterngeldplus für die Partnerbonusmonate bekommen oder kann das nur einer beantragen? Zählt auch hier die Kappungsgrenze? Weil als „Vielverdiener“ würde es sich ja dann kaum lohnen, weil man dann ja gleich auf 150 Euro reduziert wird? Oder wird bei der Berechnung der Verdienst von meinem Mann und mir irgendwie zusammen gerechnet? Fragen über Fragen… Ich freue mich von Ihnen zu hören.

    • Hallo W.W.,
      mit „nicht 2 x 4 Monate“ ist gemeint, dass für das gleiche Kind, auch wenn die Voraussetzungen mehrfach erfüllt sind, der Bonus nur einmal beantragt werden kann.
      Partnerschaftsbonus schließt immer beide Eltern ein, es sei denn du bist alleinerziehend. Ihr müsst ihn beide beantragen und für jeden von euch erfolgt die Berechnung auf Basis des jeweiligen individuellen Verdienstes im Bemessungszeitraum vor der Geburt. Bei der Kappungsgrenze handelt es sich um eine grundsätzliche Regel beim Elterngeld. Diese wird auch in der Zeit in der ihr den Partnerschaftsbonus nehmt angewendet. Somit kann es zu einer Kürzung auf den Mindestbetrag kommen, das ist korrekt.

  • Hallo,

    muss das Kind in der Zeit des Partnerschaftsbonus zuhause betreut werden, oder kann es in dieser Zeit teilweise schon in einer Kita/Tagespflege betreut werden?

    Vielen Dank und freundliche Grüße!

  • Hallo Yvonne,

    mein Unternehmen hatte während unserer Partnerschaftsbonus-Monate aus betrieblichen Gründen Kurzarbeitzeiten. Dadurch wurde jedem Mitarbeiter jede zweite Woche ein Arbeitstag „gestrichen“. So bin ich teilweise unter die 25 Stunden/Woche gekommen, obwohl die 25 Stunden vertraglich vereinbart sind und Teile des Entfallenen Entgelts vom Arbeitsamt übernommen werden. Nach deinem Artikel befürchte ich, dass wir zurückzaheln müssen. Gehe ich Recht in dieser Annahme?

    Viele Grüße,
    Fabian

    • Hallo Fabian,
      wenn die Ursache des Kurzarbeitergeldes nachweislich durch Corona zustande kam, kann ich dir diese Frage noch nicht abschließend beantworten. Die Bundesfamilienministerin verhandelt noch mit den Ländern wie das beurteilt werden soll.
      Bestand die Kurzarbeit aus anderen Gründen bereits vor März 2020, ist der Partnerschaftsbonus vermutlich zurückzuzahlen. Je nach wirtschaftlicher Lage eurer Familie würde ich da dann versuchen mich auf einen Härtefall zu beziehen.

  • Hallo, mich würde interessieren wie sich beim Partnerschaftsbonus die aktuelle Corona Krise auswirkt. Als Solo-Selbstständiger dessen Geschäft nun komplett still steht kann ich 25-30 Wochenstunden einfach nicht mehr glaubhaft argumentieren und auch keine Einnahmen mehr generieren. Wozu raten sie mir.

  • Hallo Yvonne,

    ist der gleichzeitige Bezug von Kurzarbeitergeld und dem Partnerschaftsbonus möglich? Ich habe eine Andeutung an mehreren Stellen gelesen, nach dem Motto „Nutzte doch dass Dein AG Dich in Kurzarbeit schickt und prüfe ob Du damit nicht dann die Voraussetzungen für den Partnerschaftsbonus erfüllst“. Sollte dem so sein gilt es auch anders herum? Also wenn man bereits Partnerschaftsbonus erhält und danach in Kurzarbeit geschickt wird?

    Danke und Gruß,
    Peter

    • Hallo Peter,
      Wenn du derzeit im Partnerschaftsbonus bist und in Kurzarbeit gehen musst, kann es sein, dass du die Voraussetzungen nicht mehr einhalten kannst. Die Familienministerin Giffey hat mit den Ländern eine Übereinkunft erzielt, dass es Erleichterungen für diese Zeit geben soll. Wie genau die aussehen, ist noch nicht bekannt. Kurzarbeitergeld wird, wie auch dein Gehalt, auf das Elterngeld angerechnet.
      Weitere Informationen, die wir auch regelmäßig aktualisieren findest du in unserem Beitrag hier: https://www.elterngeld.de/corona-nachteile-beim-elterngeld-vermeiden/

  • Hallo Yvonne,
    Wir werden ab Ende September den Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen. Allerdings ist nun Kind Nummer zwei unterwegs. Der Mutterschutz beginnt Anfang Januar. Nun habe ich gelesen, dass der Mutterschutz dem nicht entgegen steht. Stimmt das? Und habe ich dann trotzdem Anspruch auf Mutterschaftsgeld?
    Es geht nicht um ein Beschäftigungsverbot, das wurde ja schon beantwortet.
    Freue mich über eine Rückmeldung!
    Viele Grüße

    • Hallo Hannah,
      ja das stimmt. In den Richtlinien unter Punkt 4.4.3.2 Erwerbstätigkeit steht dazu: “ (…) Zeiten der Inanspruchnahme der Schutzfristen vor oder nach der Entbindung sind für die Einhalttung des im Partnerschaftsbonus grundsätzlich notwendigen Stundenkorridors unschädlich. Für diese Zeiten ist die für die Einhaltung des Stundenkorridors notwendige Arbeitszeit zu unterstellen. (…)“

    • Hallo Steffi,
      das kommt drauf an wie du es bei deinem Arbeitgeber beantragt hast. Solange du die Stundenzahl zwischen 25 und 30 Wochenstunden erfüllst, ist Elternzeit nicht erforderlich. Es wäre unter dem Aspekt des Kündigungsschutzes jedoch besser. Ohne Elternzeit bist du regulär kündbar. Sollte die im Partnerschaftsbonus passieren, könnte es zu einer Rückzahlung kommen.

  • Ich hatte als Vater vom 14LM – 15LM EZ geplant, konnte diese leider nicht wahrnehmen, da ich in der Corona Pandemie als Soldat in den Einsatz gegangen bin. Nun würde ich diese gerne im LM 19 machen. Meine Frau hat vom 1LM-22LM EZ ist es überhaupt noch möglich für mich ?

    • Hallo Karl,
      durch Corona gibt es einige Lockerungen. Daher kannst du von der Aufschubmöglichkeit Gebrauch machen, wenn du als Soldat einen systemrelevanten Beruf ausübst. Das ist nicht in allen Bundesländern einheitlich. Wenn ja, kannst du noch Basiselterngeld für 2 Monate beantragen. Anderenfalls darfst du Elterngeld Plus wählen und 4 Monate in Anspruch nehmen.

  • Hallo,
    viele Dank für die ausführlichen Infos. Wir wollen ab Ende Dezember den Partnerschaftsbonus nehmen. Ich bin dann angestellt mit 25h/Woche. Meine Frau hat derzeit ein Kleingewerbe und will dann Ihre selbstständige Arbeit auf 25-30h/Woche erhöhen.
    Ich habe normal eine 40h Woche an 6 Arbeitstagen. D.h. wenn ich auf 25h runtergehe müsste ich theoretisch täglich 4h und 10min arbeiten. Wie ich die Arbeit auf die Woche dann tatsächlich aufteile ist an sich ja egal. Nur an Urlaubs- und Feiertagen ist es relevant. Wird an solchen Tagen gerechnet, als ob ich 4h10min gearbeitet hätte, wird auf 4h abgerundet, auf 4,25h aufgerundet oder wird generell eine 5-Tage Woche angenommen und 5h gerechnet? Und was gilt, wenn am Samstag oder Sonntag ein Feiertag ist? Denn ich habe nicht immer sonntags frei, sondern an verschiedenen Tagen.
    Eine zweite Frage ist, wie es sich bei der Selbstständigkeit meiner Frau verhält? Kann sie in dieser Zeit Urlaub machen? Angenommen wir würden eine Woche wegfahren wollen, kann sie da irgendwie 5h/Tag angerechnet bekommen oder hat sie defacto keine Möglichkeit auf Urlaub in diesen 4 Monaten (weil es letztlich ja eher unbezahlter Urlaub wäre) bzw. müsste die 25 Stunden an den restlichen Arbeitstagen im Lebensmonat nachholen?
    Ich hoffe, Sie können helfen, da unser Fall doch etwas speziell ist. 😊

    • Hallo chrubler,
      mit den Stunden bei dir musst du bei wechselnden Tagen darauf achten, dass du im Lebensmonat den Durchschnitt der minimalen bzw. maximalen Stunden einhältst. Diese berechnest du anhand der Arbeitstage im (Lebens-)Monat multipliziert mit deiner Stundenzahl. Wenn ein Arbeitstag ein Feiertag ist und du an diesem Tag normalerweise gearbeitet hättest lt. Dienstplan oder Arbeitsvertrag, dann zählt dieser Tag wie ein normaler Arbeitstag. Gleiches gilt für Urlaub und Krankheit.
      Bei deiner Frau ist es ein wenig anders. Als Selbstständige muss auch sie den Stundenkorridor einhalten. Bei Krankheit (auch Krankheit des Kindes) oder Urlaub, muss sie die Stunden an anderen Tagen in dem Lebensmonat erfüllen. Dabei darf sie die 30 Stunden in einer Woche mal überschreiten, wenn der Durchschnitt im Lebensmonat wieder zwischen 25 und 30 Stunden liegt.

      • Vielen Dank. Ich habe laut Arbeitsvertrag eine 6 Tage Woche. Wann ich aber den freien Tag nehme, ist mir überlassen. Ich arbeite halt auch größtenteils selbstständig im Home Office oder Außendienst (mit selbst gemachten Terminen). Diese Flexibilität macht es an dieser Stelle natürlich etwas schwierig. Vermutlich wäre es wohl sinnvoll, der Elterngeldstelle zu erklären, einen festen Tag in der Woche als freien anzunehmen.

  • Wird die Arbeitszeit je Lebenswoche zur Berechnung des Durchschnitts im Lebensmonat herangezogen oder die Arbeitszeit je Kalenderwoche? Das BEEG ist hier nicht eindeutig, dort steht nur „wöchentliche Arbeitszeit in 4 aufeinanderfolgenden Lebensmonaten.“ Als Lokführer habe ich sehr unterschiedliche Schichtlängen, die auch noch ungleichmäßig über die Woche verteilt sind und da spielt das schon eine gewisse Rolle weil man zu deutlich unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann je nach Berechnungsmethode.

    • Hallo Timo,
      es geht um die Arbeitsstunden im Bezugszeitraum. Dieser wird in die einzelnen Lebensmonate unterteilt. Der Durchschnitt der wöchentlichen Arbeitszeit muss im Lebensmonat eingehalten sein. Die Überschreitung in einer einzelnen Woche ist nicht schlimm, wenn der Durchschnitt im Lebensmonat stimmt. Für die Berechnung steht in den Richtlinien: „Alle im Bezugsmonat zu berücksichtigenden Arbeitsstunden (Monatsarbeitsstunden) werden addiert. Die so ermittelte Summe wird der zulässigen Arbeitszeit in dem Bezugsmonat gegenübergestellt, die zulässige Arbeitszeit darf nicht überschritten sein:Bei 28 Tagen im Lebensmonat beträgt die zulässige Arbeitszeit 120 Stunden, bei 29 Tagen 125 Stunden, bei 30 Tagen 129 Stunden und bei 31 Tagen 133.“ (RL zum BEEG 1.6.1).
      Du kannst die zulässigen Stunden für den Partnerschaftsbonus in der Elterngeldstelle erfragen.

  • Hallo Yvonne,
    wir haben folgende Fragen:

    1. Wir haben beide einen Vertrag über 25 Std. – dürfen wir trotzdem bis zu 30 Std. arbeiten?

    2. Müssen die 25 Std. wöchentlich eingehalten werden, oder darf einfach die Gesamtstundenzahl im Lebensmonat nicht überschritten werden?

    3. Mein Mann hat ein Projekt, dass er während der Partnerbonusmonate fertig stellen muss. Aufgrund Corona kam es zu Lieferverzögerungen der benötigten Hardware, nun wurden durch den Arbeitgeber Überstunden angeordnet. Kann dies dazu führen, dass wir den Bonus zurückzahlen müssen?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antworten!

    • Hallo Julia,
      das kommt nun ein wenig auf die Gesamtumstände an.
      Für den Partnerschaftsbonus ist die Stundenvorgabe 25 – 30 Stunden pro Woche. Diese darf im Durchschnitt des Lebensmonats nicht unter- oder überschritten werden. Es wäre also nicht schlimm, wenn mal eine Woche nicht passt solange der Durchschnitt stimmt.
      Wenn ihr den Partnerschaftsbonus bis zum 27.Mai 2020 beantragt habt, dann gelten in der Zeit vom 1. März 2020 bis 31.12.2020 die Stunden, die bei der Beantragung glaubhaft gemacht wurden. Falls ihr den Partnerschaftsbonus erst danach beantragt habt, dann wären Überstunden schädlich, wenn der Durchschnitt im Lebensmonat nicht eingehalten werden kann. Eine Verschiebung der Partnerschaftsbonusmonate ginge nur, wenn einer von euch einen systemrelevanten Beruf hat.

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