Alles über den Elterngeld Partnerschaftsbonus

Bei Elternpaaren, die sich bei Familie und Beruf alles partnerschaftlich aufteilen, hat der Gesetzgeber einen Bonus geschaffen, dies zusätzlich zu fördern. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es außerdem möglich, diesen Bonus auch als Allein- oder getrennt erziehende Eltern zu erhalten. Wie das genau funktioniert, beschreibt dieser Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Du und der andere Elternteil könnt jeweils 4 zusätzliche Elterngeld Plus-Monate bekommen
  • Wird für 4 aufeinander folgende Lebensmonate gezahlt
  • Voraussetzung: Beide Elternteile arbeiten in in diesen Lebensmonaten in Teilzeit zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche
  • Erfüllt nur einer die vorgegebenen Wochenstunden nicht, müssen ALLE Partnerschaftsbonusmonate zurückgezahlt werden
  • Gilt auch für Alleinerziehende, wenn die Teilzeitarbeitsstunden in 4 aufeinander folgenden Lebensmonaten erfüllt werden
  • Nicht zu verwechseln mit den Partnermonaten!
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Die Voraussetzungen um den Partnerschaftsbonus zu erhalten

Die Grundvoraussetzung ist, dass beide Eltern mit dem Kind in einem Haushalt leben. So ist sichergestellt, dass auch beide das Kind betreuen können.

Zudem müssen beide Eltern in 4 aufeinander folgenden Lebensmonaten eine Teilzeitarbeitszeit von mindestens 25 Stunden, aber höchstens 30 Stunden pro Woche erreichen. Hierbei kommt es auf den Durchschnitt im jeweiligen Lebensmonat, NICHT Kalendermonat an. Es sollte beachtet werden, dass auch Über- oder Unterstunden mitgerechnet werden, ebenso wie Urlaubs- und Krankheitstage. Diese werden als ganze Tage gezählt, obwohl effektiv nicht gearbeitet wurde.

Alleinerziehende und der Partnerschaftsbonus

Als alleinerziehend giltst du, wenn der andere Elternteil nicht mit dir oder mit dem Kind zusammen wohnt und du auch steuerlich den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende bekommst (weitere Informationen findest du hier).
Letztlich gelten für dich die selben Bedingungen wie für Elternpaare. Das Kind muss mit in deinem Haushalt leben und es müssen in 4 aufeinanderfolgenden Lebensmonaten des Kindes mindestens 25 Stunden und maximal 30 Stunden in der Woche im Monatsdurchschnitt (je Lebensmonat) gearbeitet werden.

Getrennt erziehende Eltern und der Partnerschaftsbonus

Wenn ihr als Eltern keinen gemeinsamen Haushalt habt und euch die Betreuung eures Kindes aufteilt, gilt ihr als getrennt erziehend. In der Regel ist das der Fall, wenn das Kind mindestens zu ca. 30% in dem jeweiligen anderen Elternhaushalt lebt.

Auch in dieser Konstellation ist der Bezug des Partnerschaftsmonats möglich. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Lebensmonat gilt wie vorher beschrieben.

Wann kann der Partnerschaftsbonus genommen werden?

Du bestimmst, welche Monate hierfür herangezogen werden sollen. Ob der Bonus vor, während oder nach dem Elterngeld- oder Elterngeld Plus-Bezug genommen wird, liegt ganz bei dir. Die nachfolgenden Beispiele zeigen einige Varianten auf:

Beispiel 1:

Elterngeld Partnerschaftsbonus Beispiel 1

Die Mutter entscheidet sich für das Basiselterngeld in den Lebensmonaten 1 bis 6. Im Anschluss daran bezieht der Vater Basiselterngeld für den 7. bis zum 10. Lebensmonat. Ab dem 11. Lebensmonat wählen beide zusammen den Partnerschaftsbonus bis zum 14. Lebensmonat. Danach bekommt zunächst die Mutter vom 15. bis zum 18 Lebensmonat Elterngeld Plus und dann noch einmal der Vater vom 19. bis zum 22. Lebensmonat.

Beispiel 2:

Elterngeld Partnerschaftsbonus Beispiel 2

Es wurde in den ersten 12 Lebensmonaten Basiselterngeld von der Mutter bezogen. Der Vater nimmt in den Lebensmonaten 13 und 14 die ihm zustehenden 2 Partnermonate. Direkt im Anschluss nehmen beide den Partnerschaftsbonus ist Anspruch (15. bis 18. Lebensmonat).

Beispiel 3:

Elterngeld Partnerschaftsbonus Beispiel 3

Vom 1. bis zum 6. Lebensmonat erhält die Mutter Basiselterngeld. Vom 7. bis zum 10. Monat wird von den Eltern der Partnerschaftsbonus beansprucht. In den Lebensmonaten 11 bis 13 bezieht dann der Vater Basiselterngeld und vom 14. bis zum 19. Lebensmonat erhält die Mutter Elterngeld Plus.

An diesen Beispielen wird deutlich, dass auch noch nach den Partnerschaftsbonusmonaten das Basiselterngeld in Anspruch genommen werden kann, wenn noch nicht alle Monatsbeträge aufgebraucht wurden.

Was passiert, wenn die Voraussetzungen in einem Monat überschritten wurden

Wenn ein Elternteil in einem der 4 Lebensmonate eine durchschnittliche Arbeitszeit von 32 Stunden hat, so gelten die Voraussetzungen für KEINEN der beiden Elternteile als erfüllt und es müssen ALLE Monate zurückgezahlt werden. Dies gilt unabhängig davon, ob es im ersten oder im letzten Monat eine Überschreitung gab. Gleiches gilt bei Nichteinhaltung der Vorgaben für alleinerziehende Mütter oder Väter.

Beispiel 1:

In den ersten 14 Lebensmonaten beziehen die Eltern Basiselterngeld. Ab dem 15. Lebensmonat arbeitet die Mutter 25 Wochenstunden im Durchschnitt. Bis zum 18. Lebensmonat behält sie diese Wochenstunden bei. Auch der Vater arbeitet im gleichen Zeitraum in Teilzeit. Im 15. bis zum 17. Lebensmonat arbeitet er 30 Wochenstunden im Durchschnitt. Im 18. Lebensmonat beträgt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit 35 Stunden. Geplant war im Zeitraum vom 15. bis zum 18. Monat den Partnerschaftsbonus in Anspruch zu nehmen. Durch die Überschreitung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 30 Stunden im 18. Lebensmonat entfallen für beide Elternteile alle Monate des Partnerschaftsbonus.

Beispiel 2:

Wie in Beispiel 1, nur der Vater arbeitet im 18. Lebensmonat durchschnittlich 22 Stunden in der Woche, anstelle der 35 Stunden. Betrachtet man alle 4 Monate, wäre die Vorgabe der Stundenzahl zwischen 25 und 30 Wochenstunden erfüllt. Jedoch wird immer der einzelne Lebensmonat betrachtet und somit ist die Bedingung um den Partnerschaftsbonus zu erhalten, nicht erfüllt und beiden Elternteilen werden alle Monate aberkannt.

In der Praxis kommt es häufiger vor, dass der Partnerschaftsbonus erst beantragt wird, im Nachhinein jedoch durch Nichteinhalten der Grenzwerte wieder zurückgezahlt werden muss. Das ist für viele Familien sehr schmerzlich, weil das schnell ein paar tausend Euro sind. Achtet daher gemeinsam ganz genau darauf, dass ihr die Vorgaben zu jeder Zeit einhaltet!

Achtung:
Eine Krankheit deines Kindes führt oft auch zu weniger Arbeitsstunden als vorgesehen. Prüfe hierzu einmal die Regelung in deinem Arbeitsvertrag. Häufig sind 5 Tage wegen Krankheit des Kindes mit Entgeltfortzahlung enthalten. Ist dein Kind häufiger krank, sind für diese Tage keine Arbeitsstunden zu berücksichtigen. Dadurch kann es schnell zu einer Unterschreitung der 25 Stunden in der Woche kommen.

Umfrage zum Partnerschaftsbonus

Umfrage: Werdet ihr den Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen?

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wir erfüllen die Voraussetzungen in einem Monat nicht, müssen wir wirklich alles zurückzahlen?

Ja, der Bonus ist daran geknüpft, dass in allen 4 Monaten von beiden Partnern die Voraussetzungen eingehalten werden. Hierbei werden die beantragten 4 aufeinander folgenden Monate betrachtet. Eine Unterbrechung der Betrachtungsmonate ist nicht möglich.

Kann man den Partnerschaftsbonus auch mehrfach erhalten?

Nein, auch wenn ihr als Eltern 2 x 4 Monate die Voraussetzungen für den Partnerschaftsbonus erfüllt, erhaltet ihr diesen nur einmalig.

Ich habe mehrere Arbeitsverhältnisse, wie wird dann die durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Lebensmonat berechnet?

Die Stundenumfänge werden in diesem Fall zusammengerechnet.

Können Selbständige auch den Partnerschaftsbonus erhalten?

Ja, auch Selbständige haben die Möglichkeit den Partnerschaftsbonus zu erhalten, wenn die Voraussetzungen des gemeinsamen Haushaltes und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit eingehalten werden. In diesem Fall erfolgt die Erklärung über die Wochenarbeitszeit durch den Selbständigen. Es muss jedoch glaubhaft gemacht werden, wie ggf. die Reduzierung der Arbeitszeit vorgenommen wurde z.B. Aushilfe eingestellt oder weniger Aufträge angenommen.

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  • Wie verhält es sich mit Urlaub oder Überstunden bei den Partnerschaftsbonus-Monaten.

    Fall: Beide Partner nehmen jeweils 4 Monate in Anspruch und erhalten einen Arbeitsvertrag mit durchweg 25 Stunden , die jeweils in 5 Stunden pro Tag erbracht werden sollen. Aufgrund der Betreuung weiterer Kinder, z.B in den Sommerferien, ist es jedoch erforderlich einen größeren Zeitraum für die Kinderbetreuung mit z.B. Urlaub zu überbrücken.

    Ist es dann möglich mehr Urlaub in Anspruch zu nehmen als die theoretisch erworbenen 10 Tage (2,5 Tage pro Monat bei 30 Tagen im Jahr Anspruch)?

    Können Überstunden die vor der Inanspruchnahme der Partnerschaftsbonus-Monate erworben wurden in dieser Zeit „abgefeiert“ werden?

    Oder fürhren diese Umstände zum Verlust der Anprüche?

    • Hallo K.M.,
      wenn du Resturlaub aus Vollzeit während einer Teilzeittätigkeit nimmst, ist pro Urlaubstag die während der Teilzeit geltende Sollarbeitszeit zugrunde zu legen.
      „Feierst“ du Überstunden ab, dann ist die Arbeitszeit an diesen Tagen Null und es kann zum Verlust der Ansprüche kommen, wenn die vorgegebene Stundenzahl nicht eingehalten wird. Um den Partnerschaftsbonus nicht zu gefährden, solltest du die Überstunden erst danach abbummeln.

      • Hallo Yvonne,

        Nochmal ganz konkret eine Frage bezüglich Urlaub, da mir das noch nicht ganz klar ist.

        Wir nehmen ab 4.8.20 den Partnerschaftsbonus in Anspruch und arbeiten dann beide 25h pro Woche. Der Arbeitgeber hat uns das schriftlich bestätigt.
        Die Kita-Eingewöhnung kann nun leider erst ab 18.8. starten. Ich habe allerdings noch viele Urlaubstage und könnte damit die Zeit (auch für die Eingewöhnung) überbrücken.
        Kann es da zu Problemen kommen, selbst wenn ich den ganzen August und halben September Urlaubstage nehme?

        Danke schonmal für deine Antwort.
        LG Manja

        • Hallo Manja,
          Urlaubstage, genauer gesagt bezahlte Urlaubstage, werden mit der vertraglich vereinbarten Stundenzahl berücksichtigt. Hast du also so viel Urlaub, sollte es keine Probleme geben. Mögliche kritische Sachverhalte:
          Wenn du in dieser Zeit erkrankst, gilt die Stundenzahl innerhalb des gesetzlichen Lohnfortzahlungszeitraum genauso wie bei bezahltem Urlaub. Anders wäre es bei Krankheit des Kindes. Hier kommt es darauf an, was in deinem Arbeitsvertrag /Betriebsvereinbarung/Tarifvertrag dazu steht. Mit den 25 Stunden seid ihr an der Untergrenze für den Partnerschaftsbonus und ihr solltet sehr genau darauf achten, den Durchschnitt der Wochenstunden im Lebensmonat zu erreichen.

  • Hallo,
    Kurze Frage: Muss für den Partnerschaftsbonus Teilzeit IN ELTERNZEIT beantragt werden oder reicht „normale Teilzeit“ aus?
    Danke im voraus für eine Antwort.

    • Hallo Sascha,
      wenn die Stunden auch so passen, muss es nicht unbedingt Teilzeit in Elternzeit sein. Aufgrund der zu erfüllenden Anforderungen für den Partnerschaftsbonus bietet die Teilzeit in Elternzeit jedoch an. Der Vorteil: du unterliegst dem besonderen Kündigungsschutz in der Elternzeit.

  • Hallo Frau Nagel,

    wir haben vor ab Mai den Partnerschaftsbonus in Anspruch zu nehmen. Allerdings sprechen wir gerade über Kind Nummer 2 und möchten dieses „Thema“ wahrscheinlich auch in den kommenden Monaten aktiv angehen. An sich habe ich kein Problem damit schwanger arbeiten zu gehen, ABER:

    Was passiert, wenn ich während des Partnerschaftsbonus schwanger bin/werde und aus irgendeinem Grund ein Teilzeitbeschäftigungsverbot bzw. ein gänzliches Beschäftigungsverbot auferlegt bekomme. Fällt hiermit auch für beide Elternteile der Bonus flach?

    Und hat man allgemein bei jedem weiteren Kind erneut die Möglichkeit den Partnerschaftsbonus zu nutzen oder ist dieser eine einmalige Sache?

    Vielen Dank vorab für Ihre Hilfe!

    Viele Grüße

    Verena

    • Hallo Verena,
      der Partnerschaftsbonus ist je Kind möglich. Leider verhält es sich so, dass wenn ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird im Partnerschaftsbonus, dieser für beide wegfällt und zurückzuzahlen ist. Denn die Stundenvorgabe von 25-30 Stunden pro Woche im Lebensmonat kann dann nicht eingehalten werden. Das Risiko besteht leider. Besonders wenn du in einem Beruf arbeitest, wo aus Mutterschutzgründen damit zu rechnen ist, dass du nicht arbeiten kannst, sollte die neue Schwangerschaft gut überlegt sein.

  • Ich habe gelesen, dass für den Bonus beide Elternteile gleichzeitig in Teilzeit arbeiten müssen. Also beide 4 Monate z.B. Elterngeld plus beziehen und danach weitere 4 Monate Partnerschaftsbonus. Dass Jeweils einer Zwei Monate Basis bezieht und damit 4 Monate „nicht voll gearbeitet“ wird ist doch damit ausgeschlossen? Zitat: „sofern ihr in vier aufeinanderfolgenden Monaten gleichzeitig in Teilzeit arbeitet“
    Was ist denn nun richtig?

    • Hallo Patrick,
      es gibt einmal die Partnermonate und den Partnerschaftsbonus. Hier gelten unterschiedliche Regeln. Aufgrund der ähnlichen Namen kommt es ab und an zu Verwechslungen.
      Der Partnerschaftsbonus erfordert die wöchentliche Arbeitszeit von beiden Elternteilen zwischen 25 und 30 Stunden (im Lebensmonat) in 4 aufeinanderfolgenden Monaten. Für diese „Bonusmonate“ besteht kein Wahlrecht der Bezugsform, hier gibt es nur Elterngeld Plus. Welche Bezugsform vor dem Partnerschaftsbonus vorlag, ist nicht relevant.
      Bei den Partnermonaten gibt es ein Wahlrecht ob 2 Monate mit Basiselterngeld oder 4 Monate mit Elterngeld Plus genommen werden (oder 1 Monat Basiselterngeld und 2 Monate Elterngeld Plus). Bei den Partnermonaten ist es, auch bei der Wahl von Elterngeld Plus, nicht erforderlich nebenbei zu arbeiten. Diese Vorgabe gilt nur und ausschließlich für den Partnerschaftsbonus.

    • Hallo Mareen,
      nach dem 14. LM muss der Elterngeldbezug lückenlos sein. Wenn du also bis zum 12. LM Elterngeld bekommst, müsstet ihr beide spätestens ab dem 15. LM die 4 aufeinanderfolgenden Monate Partnerschaftsbonus beantragen und die Vorgaben einhalten.

  • Hallo Yvonne!

    Muss man für den Partnerschaftsbonus vorher Elterngeldplus bezogen haben?

    Im konkreten Beispiel hat meine Frau 12 Monate Basiselterngeld (inkl. 2 Monate Mutterschutz) bezogen. Ich werde innerhalb dieser 12 Monate für zwei Monate daheim bleiben und dafür ebenfalls Basiselterngeld erhalten. Somit sind die 14 Monate aufgebraucht.

    Wir wollten dann ab dem 13. Lebensmonat unseres Kindes, sozusagen nahtlos von der Elternzeit meiner Frau, mit dem Partnerschaftsbonus starten.

    Ich bin jetzt aber verwirrt, ob das überhaupt geht, da ich überall lese, dass man vorher ElterngeldPlus bezogen haben müsse, was wir ja nicht haben.

    Gruß Kevin

    • Hallo Kevin,
      die Bezugsform vor dem Partnerschaftsbonus ist nicht relevant. Ihr könnt ab dem 13. LM mit dem Partnerschaftsbonus starten. Spätestens müsstet ihr im 15. LM starten, da nach dem 14. LM der Elterngeldbezug nicht mehr unterbrochen werden darf.

  • Hallo,
    wie kann man sich die Bedingungen für den Partnerschaftsbonus selbst errechnen? Also z.B. wie genau ermitteln sich die Arbeitstage (Beispiel: Geburt ist am 20.3.2020, ein Partnerschaftsbonus-Monat ist der Dezember 2021)? Wieviele Stunden müsste ich also im Dezember min/max arbeiten? Und kann ich bspw. 2 Wochen voll arbeiten und dann 2 Wochen Überstunden abbauen? Konkret gibt es im Dezember einige Feiertage und die letzte Dezemberwoche ist Betriebsruhe, in der man zwingend Urlaub nehmen muss. Ich frage mich nun wie ich im Vorfeld prüfen kann wie ich dann die restlichen Tage arbeiten muss, damit die 25-30 Wochenstunden eingehalten werden.
    VG
    Stefan

    • Hallo Stefan,
      die Richtlinien bestimmen dazu Folgendes:
      „Für die monatsweise Berechnung der Mindeststundenzahl für den Partnerschaftsbonus nach Kalendertagen gilt Folgendes:
      Bei 28 Tagen im Lebensmonat beträgt die für den Partnerschaftsbonus mindestens erforderliche Arbeitszeit 100 Stunden,
      bei 29 Tagen 103 Stunden,
      bei 30 Tagen 107 Stunden und bei 31 Tagen 110 Stunden.“ und weiterhin
      „Für eine monatsweise Berechnung nach Arbeitstagen ist die Summe der zu berücksichtigenden Arbeitsstunden in dem Bezugsmonat (Monatsarbeitsstunden) zu teilen durch die Gesamtzahl der möglichen Arbeitstage in dem Monat und sodann mit der Anzahl der möglichen wöchentlichen Arbeitstage (im Beispiel mit fünf) zu multiplizieren.
      Beispiel:
      Bei einer Fünf-Tage-Woche ergibt sich
      bei 20 Arbeitstagen eine Mindestarbeitszeit von 100 Stunden,
      bei 21 Arbeitstagen von 105 Stunden,
      bei 22 Arbeitstagen von 110 Stunden und
      bei 23 Arbeitstagen von 115 Stunden.“
      Es geht jedoch immer um den Lebensmonat!
      Als Arbeitszeit gilt die auf diese Zeiten entfallende (vertraglich) vereinbarte
      Teilzeit-Arbeitszeit. Auch bei der Inanspruchnahme von Resturlaub aus Vollzeit, ist für die Stundenzahl pro Urlaubstag die während des Partnerschaftsbonus vereinbarte Teilzeit-Sollarbeitszeit zu veranschlagen. Überstunden werden nicht explizit erwähnt, wohl aber die maximale wöchentliche Arbeitszeit. Diese darf 30 Stunden nicht überschreiten.

  • Hallo Yvonne!
    Wir haben sich beide auf Partnerschaftsbonus entschieden und den in Anspruch genommen. Leider statt Lebensmonate haben wir 4 Kalendermonate gearbeitet. Jetzt heißt das wir müssen der Bonus züruck zahlen. Ist da noch was zu retten. Wir waren uns sicher dass wir alles richtig gemacht haben.
    Grüße Natalia

    • Hallo Natalia,
      das ist schwierig zu beurteilen mit den vorliegenden Informationen. Habt ihr es nach Lebensmonaten mit den Stunden einmal berechnet? Am besten legt ihr euch eine Tabelle an und rechnet noch einmal nach. Kommt ihr nicht auf mindestens 25 Stunden im Lebensmonat, dann ist der Bonus leider zurückzuzahlen.

  • Hallo Yvonne,

    Wir starten im Februar mit unseren Partnerschaftsbonus.
    Mein Mann und ich arbeiten jeweils nicht 5 Tage in der Woche.
    Müssen wir zur korrekten Berechnung und damit Einhaltung der Grenzen aber in jeder Woche von einer 5-Tages-Woche ausgehen?

    Beispiel:
    Ich arbeite montags 6,5h Stunden. In der Zeit fällt ein Feiertag (Ostermontag) rein. Werden nun die 6,5h angerechnet, weil ich feste Arbeitstage habe (Mo-Do), oder muss ich zur korrekten Berechnung eine Annahme für diesen Feiertag von 5h machen (weil eine 5-Tage-Woche zugrunde gelegt wird)?

    Ich bin gespannt.

    Vielen Dank & Viele Grüße

    • Hallo Barbara,
      hierzu sagen die Richtlinien 4.4.3.2 „Erwerbstätigkeit“ zum Elterngeldgesetz Folgendes:
      Als Arbeitszeit gilt die auf diese Zeiten entfallende (vertraglich) vereinbarte
      Teilzeit-Arbeitszeit. Auch bei der Inanspruchnahme von Resturlaub aus Vollzeit, ist für die Stundenzahl pro Urlaubstag die während des Partnerschaftsbonus vereinbarte Teilzeit-Sollarbeitszeit zu veranschlagen. Dasselbe gilt für Zeiten der Freistellung zur Pflege eines kranken Kindes.
      (…)
      Für eine monatsweise Berechnung nach Arbeitstagen ist die Summe der zu berücksichtigenden Arbeitsstunden in dem Bezugsmonat (Monatsarbeitsstunden) zu teilen durch die Gesamtzahl der möglichen Arbeitstage in dem Monat und sodann mit der Anzahl der möglichen wöchentlichen Arbeitstage (im Beispiel mit fünf) zu multiplizieren.
      Beispiel:
      Bei einer Fünf-Tage-Woche ergibt sich
      bei 20 Arbeitstagen eine Mindestarbeitszeit von 100 Stunden,
      bei 21 Arbeitstagen von 105 Stunden,
      bei 22 Arbeitstagen von 110 Stunden und
      bei 23 Arbeitstagen von 115 Stunden.

      Wenn du üblicherweise also montags arbeitest, es aber ein Feiertag ist, zählt die vereinbarte Stundenzahl. Jeder Lebensmonat ist neu auszurechnen, je nachdem wieviele Arbeitstage dieser Lebensmonat dann hat.

  • Hallo,

    wir möchten den Partnerschaftsbonus voraussichtlich ab dem 16. Lebensmonat in Anspruch nehmen. Darf das Kind dann schon in Betreuung sein, oder muss es während des Bezugs von uns betreut werden?

    Danke und viele Grüße

    • Hallo Ela,
      ihr könnt euch stundenweise Unterstützung von einer Tagesmutter oder Kita holen. Bitte bedenkt, dass der Elterngeldbezug ab dem 15. Lebensmonat lückenlos sein muss. Ist das nicht der Fall, verfällt ein möglicher weiterer Anspruch. Je nach Planung, müsstet ihr mit dem Partnerschaftsbonus einen Monat früher beginnen.

  • Hallo,
    ich bin etwas verwirrt, es heißt hier „Du und der andere Elternteil könnt jeweils 4 zusätzliche Elterngeld Plus-Monate bekommen“, in den FAQ hingegen „Nein, auch wenn ihr als Eltern 2 x 4 Monate die Voraussetzungen für den Partnerschaftsbonus erfüllt, erhaltet ihr diesen nur einmalig.“ Würde jetzt mein Mann und ich jeweils 4 Monate Elterngeldplus für die Partnerbonusmonate bekommen oder kann das nur einer beantragen? Zählt auch hier die Kappungsgrenze? Weil als „Vielverdiener“ würde es sich ja dann kaum lohnen, weil man dann ja gleich auf 150 Euro reduziert wird? Oder wird bei der Berechnung der Verdienst von meinem Mann und mir irgendwie zusammen gerechnet? Fragen über Fragen… Ich freue mich von Ihnen zu hören.

    • Hallo W.W.,
      mit „nicht 2 x 4 Monate“ ist gemeint, dass für das gleiche Kind, auch wenn die Voraussetzungen mehrfach erfüllt sind, der Bonus nur einmal beantragt werden kann.
      Partnerschaftsbonus schließt immer beide Eltern ein, es sei denn du bist alleinerziehend. Ihr müsst ihn beide beantragen und für jeden von euch erfolgt die Berechnung auf Basis des jeweiligen individuellen Verdienstes im Bemessungszeitraum vor der Geburt. Bei der Kappungsgrenze handelt es sich um eine grundsätzliche Regel beim Elterngeld. Diese wird auch in der Zeit in der ihr den Partnerschaftsbonus nehmt angewendet. Somit kann es zu einer Kürzung auf den Mindestbetrag kommen, das ist korrekt.

  • Hallo,

    muss das Kind in der Zeit des Partnerschaftsbonus zuhause betreut werden, oder kann es in dieser Zeit teilweise schon in einer Kita/Tagespflege betreut werden?

    Vielen Dank und freundliche Grüße!

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