Elterngeld Plus oder Basiselterngeld?

Alle Unterschiede und was das finanziell für dich bedeutet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Neben dem Basiselterngeld gibt es Elterngeld Plus, bei dem man statt 14 Monate 28 Monate Förderung erhält, wenn man teilzeitbeschäftigt ist
  • Das Elterngeld Plus entspricht dabei maximal dem halben Basiselterngeld
  • Basiselterngeld und Elterngeld Plus können flexibel miteinander kombiniert werden
  • Elterngeld Plus ist ideal, wenn du in Teilzeit arbeiten möchtest
  • Vorteil: Partnerschaftsbonus nutzen (Anspruch auf 4 zusätzliche Bonusmonate)

Wenn du gerade vor der Frage stehst, ob Basiselterngeld oder Elterngeld Plus für dich sinnvoller ist, dann lies dir diesen Artikel durch. Wir klären über Vor- und Nachteile auf und wie du dein Elterngeld maximieren kannst. Grundsätzlich kannst du dich entscheiden, ob du Basiselterngeld, Elterngeld Plus oder beides im Wechsel in Anspruch nehmen willst. Elterngeld Plus macht vor allem Sinn, wenn du in Teilzeit arbeiten möchtest, da du hier den größten finanziellen Vorteil hast. Beispielrechnungen dazu findest du weiter unten.

Die Idee hinter Elterngeld Plus

Es gibt für das Elterngeld Plus zwei Überlegungen: Mütter möchten teilweise gern schon eher wieder in ihren Beruf einsteigen, Väter hingegen möchten gern mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Als Lösung für solche Fälle gibt es das Elterngeld Plus, das eine Teilzeittätigkeit bis zu 30 Wochenstunden erlaubt. Dabei wird ein Basiselterngeld-Monat in zwei Elterngeld Plus Monate umgewandelt. Der Maximalanspruch verlängert sich deshalb von 14 auf 28 Monate. Ziel von Elterngeld Plus ist es, dass Familie und Beruf besser vereinbart werden können, ohne dass finanzielle Nachteile entstehen.

In den ersten 2 Monaten nach der Geburt erhalten angestellte Mütter volles Mutterschaftsgeld. Außerdem dürfen sie zu dieser Zeit nicht arbeiten. Die Zeit, in der Mutterschaftsleistungen gezahlt werden, gelten als Basiselterngeldmonate der Mutter. Erst ab dem 3. Monat können Mütter somit Elterngeld Plus beantragen.

Bild zu Elterngeld Plus

Zusätzlicher Vorteil: Der Partnerschaftsbonus

Wenn beide Elternteile 4 aufeinanderfolgende Monate lang parallel Elterngeld Plus beziehen und zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche arbeiten, stehen außerdem jedem Elternteil 4 zusätzliche Monate Elterngeld Plus zu. Der maximale Bezugszeitraum erhöht sich dann also von 28 Monaten (24 Monate Mutter + 4 Monate Vater) auf 36 Monate (Mutter: 24 + 4 Monate, Vater: 4 + 4 Monate).

Bedenke jedoch, dass bei Mutterschaftsgeldzahlung die ersten 2 Monate Basiselterngeld bezogen werden müssen. Erst ab dem 3. Monat kannst du auf Elterngeld Plus gehen.

Kombination von Basiselterngeld, Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonus

Du kannst auch alle 3 Varianten miteinander kombinieren. Dazu ein Beispiel:

Die Mama nimmt 10 Monate lang Basiselterngeld in Anspruch. Danach folgen 4 Monate Elterngeld Plus. Der Papa nimmt zu dieser Zeit ebenfalls Elterngeld Plus in Anspruch. Beide können in dieser Zeit jeweils 25-30 Wochenstunden arbeiten und profitieren dann vom Partnerschaftsbonus: Sie erhalten beide 4 weitere Monate Elterngeld Plus. Rechne einfach mal nach, ob du mit diesem Modell besser wegkommst, als mit dem „normalen“ 12/2 Modell, in dem die Mama 12 Monate Basiselterngeld und der Papa 2 Monate Basiselterngeld erhält. Alternatives Beispiel: Beide Elternteile nehmen parallel 14 Monate lang Elterngeld Plus. Auch dann profitieren beide vom Partnerschaftsbonus und erhalten jeweils 4 weitere Monate Elterngeld Plus.

Beispiele für die Kombination verschiedener Elterngeldarten

Elterngeld Plus Beispiel 1
Elterngeld Plus Kombination - Beispiel 1

In diesem Beispiel bezieht die Mutter in den ersten 10 Monaten nach der Geburt Elterngeld Plus und der Vater geht Vollzeit arbeiten. Im Anschluss gehen beide parallel in Teilzeit und arbeiten zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche. Daraus ergibt sich der Partnerschaftsbonus über je 4 Monate pro Elternteil.

Elterngeld Plus - Beispiel 2
Elterngeld Plus Kombination - Beispiel 2

Hier entscheiden sich beide berufstätige Eltern dazu, sich direkt in den ersten 3 Monaten gemeinsam um das Baby zu kümmern. Beide beziehen das Basiselterngeld. In den folgenden 4 Monaten geht der Vater jedoch wieder Vollzeit arbeiten und die Mutter kümmert sich allein um das Baby. Anschließend gehen beide Eltern in Teilzeit für 25 bis 30 Stunden die Woche und erarbeiten sich damit den Partnerschaftsbonus über 4 Monate im Anschluss.

Elterngeld Plus - Beispiel 3
Elterngeld Plus Kombination - Beispiel 3

In diesem Beispiel nehmen Vater und Mutter direkt nach der Geburt für die ersten 14 Monate Elterngeld Plus. Das funktioniert allerdings nur, sofern die Mutter keinen Mutterschutz hat, z.B. weil sie selbständig oder arbeitslos ist. Im Anschluss erhalten Mutter und Vater an die insgesamt 28 Monate Elterngeld Plus noch 4 Monate Partnerschaftsbonus dazu.


Das sind nur 3 Beispiele, die aufzeigen sollen, wie flexibel man die Elterngeldarten miteinander kombinieren kann. Es sind natürlich noch viele weiteresinnvolle Kombinationen denkbar, die in erster Linie von der beruflichen Situation abhängen.

Voraussetzungen für Elterngeld Plus

Um Elterngeld Plus beantragen zu können, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Du betreust deine Kinder nach der Geburt selbst
  • Du bist nicht mehr als 30 Stunden pro Woche erwerbstätig
  • Du lebst mit deinen Kindern in einem Haushalt
  • Der Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt ist Deutschland

Es ist dabei nicht Voraussetzung, dass es sich um ein leibliches Kind handelt. Auch Partner, die das Kind nach der Geburt betreuen, können Basiselterngeld oder Elterngeld Plus beantragen. Das gilt auch für angenommene und aufgenommene Kinder. Die Bezugsdauer des Elterngeldes beginnt dann ab dem Monat, wo das Kind in den Haushalt aufgenommen wird. Mit dem vollendeten 8. Lebensjahr erlischt der Anspruch.

Auch Großeltern können Anspruch auf Basiselterngeld oder Elterngeld Plus haben. Voraussetzung ist, dass die Kindeseltern schwer erkrankt, behindert oder gestorben sind. Der Anspruch auf Elterngeld besteht dann bis zu einer Verwandtschaft dritten Grades.

Elterngeld Plus bei Studenten und Arbeitslosen

Studenten und Arbeitslose erhalten ganz normal den Mindestbetrag von 300 Euro Basiselterngeld. Wenn sie Elterngeld Plus beantragen, halbiert sich dieser Betrag und sie erhalten für den doppelten Zeitraum 150 Euro Elterngeld Plus pro Monat. Bedenke jedoch, dass dies auf das ALG II und auch BAföG angerechnet wird.

Elterngeld Plus Höhe

Die Höhe beträgt maximal die Hälfte des Basiselterngeldes pro Monat. Wenn du also 1.200 Euro Basiselterngeld erhalten würdest, bekämst du maximal 600 Euro Elterngeld Plus pro Monat. Nicht nur der Mindestsatz halbiert sich (150 statt 300 Euro), sondern auch der Geschwisterbonus (5%, mind. 37,50 Euro,  statt 10%, mind. 75 Euro) und der Mehrlingszuschlag (150 statt 300 Euro).

Anrechnung des Zuverdienstes

Beim Basiselterngeld wird jedes steuerpflichtige Einkommen während des Elterngeldbezugs angerechnet und zwar ab dem ersten Euro. Hierbei gibt es keinen Freibetrag. Deshalb lohnt es sich nicht, arbeiten zu gehen und Basiselterngeld zu beziehen. Sinnvoller ist es in solchen Fällen, Elterngeld Plus zu wählen. Wenn dein Teilzeit-Einkommen in der Elternzeit nicht über 50% des Einkommens vor der Geburt entspricht, wird das Elterngeld Plus auch nicht gekürzt. Ab diesem Schwellwert findet jedoch eine Anrechnung des Zuverdienstes statt. Wie das sich auswirken kann, zeigen die folgenden beiden Beispiele:

Beispiel 1: Mutter verdiente im 12-monatigen Bemessungszeitraum vor der Geburt 2.000 Euro netto. In Teilzeit würde sie nach der Geburt 900 Euro bei 15 Stunden / Woche verdienen.

  • Nettoeinkommen vor der Geburt: 2.000 Euro / Monat
  • Nettoeinkommen nach der Geburt: 900 Euro / Monat
  • Wegfallendes Erwerbseinkommen: 1.100 Euro
  • Basiselterngeld pro Monat ohne Erwerbstätigkeit: 2.000 Euro x 0,65 (65%) = 1.300 Euro
  • Hälfte des Basiselterngeldanspruchs: 650 Euro (= Deckelungsbetrag)
  • Basiselterngeldanspruch bei Teilzeit: 715 Euro (65% von 1.100 Euro)
  • Elterngeld Plus Anspruch pro Monat: 650 Euro (1.300 Euro / 2 = 650 Euro), da 65% des wegfallenden Erwerbseinkommen höher sind als der Deckelungsbetrag
  • Basiselterngeld gesamt: 8.580 Euro (12 x 715 Euro)
  • Elterngeld Plus gesamt: 15.600 Euro (24 x 650 Euro)

Beispiel 2: Gleiche Grundvoraussetzungen. Diesmal verdient die Mutter nach der Geburt in Teilzeit allerdings 1.500 Euro statt 900 Euro.

  • Nettoeinkommen vor der Geburt: 2.000 Euro / Monat
  • Nettoeinkommen nach der Geburt: 1.500 Euro / Monat
  • Wegfallendes Erwerbseinkommen: 500 Euro
  • Basiselterngeld pro Monat ohne Erwerbstätigkeit: 2.000 Euro x 0,65 (65%) = 1.300 Euro
  • Hälfte des Basiselterngeldanspruchs: 650 Euro (= Deckelungsbetrag)
  • Basiselterngeldanspruch bei Teilzeit: 325 Euro (65% von 500 Euro)
  • Elterngeld Plus Anspruch pro Monat: 325 Euro (1.300 Euro / 2 = 650 Euro, allerdings erfolgt eine Begrenzung auf 325 Euro, da in diesem Fall die 65% des wegfallenden Erwerbseinkommens genommen werden, um keine Übervorteilung zu verursachen)
  • Basiselterngeld gesamt: 3.900 Euro (12 x 325 Euro)
  • Elterngeld Plus gesamt: 7.800 Euro (24 x 325 Euro)

In dem Beispiel siehst du sehr gut, dass der Zuverdienst auf das Elterngeld Plus angerechnet wurde und der Anspruch dadurch gemindert wird. Natürlich erhält die Mutter in dem Fall auch über 24 Monate 600 Euro mehr Gehalt. Die Elterngeldleistung wird jedoch ab Überschreiten der 50%-Marke gekürzt.

Einen umfangreichen Rechner für Elterngeld Plus findest du übrigens hier.

Elterngeld Plus aus steuerlicher Sicht

Das Elterngeld ist generell einkommensteuerfrei und es werden darauf auch keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt. Dennoch sollte man wissen, dass es dem Progressionsvorbehalt unterliegt.

Das bedeutet, dass am Jahresende dein Einkommen mit dem Elterngeld zusammengerechnet wird und du anhand der Gesamtsumme einem Steuersatz zugeordnet wirst, den du auf dein Einkommen zahlen musst. Da das Elterngeld den Steuersatz in vielen Fällen erhöht, musst du dich darauf gefasst machen, dass du einen Teil der Steuer nachzahlen musst. Viele Eltern bedenken das leider nicht und erleben die Überraschung, wenn sie die Aufforderung zur Steuernachzahlung per Post erhalten.

Allein unter diesem Gesichtspunkt würde sich ohne Teilzeitarbeit und rein auf das Elterngeld beschränkt eine Streckung des Elterngeldes auf 2 Jahre mit Elterngeld Plus lohnen. Die Laufzeit der Zahlung würde sich dann verdoppeln. Dadurch kann der Progressionseffekt des Elterngeldes und damit auch die Steuernachzahlung etwas gemildert werden. Grund: Im betreffenden Kalenderjahr wirkt nur noch die Hälfte des Elterngeldes steuersatzerhöhend bei gleichbleibenden Voraussetzungen. Wenn der Partner also ausreichend gut verdient und 2 Jahre Elternzeit geplant sind, macht Elterngeld Plus aus steuerlicher Sicht durchaus mehr Sinn.

Was soll ich nun wählen?

Überleg dir, ob du während deines Elterngeldbezugs in Teilzeit arbeiten willst oder nicht. Allein davon hängt es ab, ob du Basiselterngeld oder Elterngeld Plus beantragst. Auch eine Kombination ist möglich. Sollte dein Partner ebenfalls einige Zeit in Teilzeit arbeiten wollen, solltet ihr euch in jedem Fall Gedanken über den Partnerschaftsbonus machen. Dieser bietet euch finanzielle Vorteile und den Genuss zusätzlicher Zeit für euer Kind.

Grundsätzlich solltest du aber nicht vergessen, dass du für die Zeit des Arbeitens eine Kinderbetreuung benötigst. Wenn nicht Oma und Opa kostenfrei das Baby hüten können, musst du wahrscheinlich auf eine Kita oder Tagesmutter zurückgreifen. An der Stelle entstehen meist zusätzliche Kosten, die du in jedem Fall gegenrechnen musst. Lohnt sich die Teilzeitarbeit und der Stress dann immernoch? Auch wenn du in der Elternzeit nicht arbeitest, sammelst du Rentenpunkte. Mehr dazu erfährst du hier. Überleg dir einfach gut, wie wichtig dir die ersten Monate deines Kindes sind und ob du auch ohne Teilzeitjob gut über die Runden kommen würdest. Nicht wenige Eltern haben eine Teilzeittätigkeit in den ersten Lebensmonaten ihres Kindes im Nachhinein bereut.

Mütter und Väter in Teilzeit

Es ist in den letzten Jahren vermehrt ein Anstieg männlicher Teilzeittätigkeit zu verzeichnen, allerdings sind es immernoch vorwiegend Frauen, die mit verringerter Stundenzahl arbeiten. Die folgende Statistik aus dem Jahre 2016 zeigt die Quote Vollzeit / Teilzeit bei Vätern und Müttern mit einem minderjährigen Kind im Haushalt (Quelle: Statista).

Vollzeit-und Teilzeitquote bei Müttern und Vätern

Vor allem junge Väter im Alter von 25 und 40 Jahren wünschen sich eine Teilzeittätigkeit mit höherem Stundenumfang. 83% von ihnen sagen, dass sich eine Tätigkeit in vollzeit-naher Teilzeit (Arbeitszeit von 80 – 90% einer Vollzeittätigkeit) positiv auf ihre persönliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie auswirken würde.

Allerdings verändern sich die traditionellen Rollenbilder nur langsam. Studien zeigen, dass Väter sogar länger arbeiten als Männer ohne Kinder, auch wenn sie sich häufig wünschen, weniger zu arbeiten. Die Umsetzung scheitert aber oft an den Befürchtungen, Nachteile in der Karriere hinnehmen zu müssen oder dem Gedanken, was der Chef oder die Kollegen wohl davon halten würden. Noch immer wird von Männern eine stärkere Karriereorientierung als von Frauen erwartet.

Der Wandel ist jedoch feststellbar und das klassische Modell vom Familienvater, der als Alleinverdiener die Familie ernährt, verliert immer mehr an Bedeutung. Immer mehr Väter nehmen eine aktive Rolle in der Familie ein und unterstützen damit auch die Erwerbstätigkeit der Mutter. Das Elterngeld und vor allem das Elterngeld Plus hat zu dieser Entwicklung merklich beigetragen und sorgt dafür, dass immer mehr Väter in Teilzeit gehen.

Akzeptanz von Teilzeittätigkeit in der Gesellschaft und Unternehmen

Quelle: A. T. Kearney (2015): Vereinbarkeit wagen! Ergebnisse der dritten 361° A. T. Kearney-Familienstudie, S. 11

Tipps für ein besseres Arbeitsklima in Teilzeit

Offen kommunizieren

Du solltest deinem Chef und den Kollegen gegenüber mitteilen, weshalb du in Teilzeit gehen willst. Gerade wenn die Familie der Grund ist, ist die Akzepotanz deutlich höher. Es ist außerdem sinnvoll, wenn die Kollegen Bescheid wissen, dass das Kind um 15.30 Uhr pünktlich aus der Kita abgeholt werden muss, weil sie um 16 Uhr schließt. Durch eine transparente Kommunikation kann man einige Konflikte schon im Vorfeld vermeiden.

Engagiert bleiben

Viele Arbeitgeber sind sich unsicher, ob der Job im Leben einer Frau (auch auch beim Mann) nach der Geburt überhaupt noch eine Rolle spielt. Wenn du in Teilzeit gehst, solltest du weiterhin Engagement zeigen, damit der Chef weiß, dass dir der Job trotzdem wichtig ist und er auf dich zählen kann. Das kannst du zum Beispiel erreichen, indem du weiterhin Interesse an Weiterbildungen zeigst oder neue Projekte übernehmen willst.

Überfordere dich nicht

Unterschätze nicht den Aufwand einer 30-Stunden Stelle und die Betreuung eines Kindes nach der Arbeit. Viele Eltern muten sich zu schnell zu viel zu. Besser ist es, mit 15 – 20 Stunden pro Woche langsam wieder einzusteigen und das Pensum dann zu steigern, sofern gewünscht.

Keine Überstunden

Auch deine Kollegen müssen sich an die Teilzeit gewöhnen und so kann es gerade am Anfang noch vorkommen, dass du mehr Aufgaben bekommst, als du in der vereinbarten Arbeitszeit schaffen kannst. Überstunden wären nun angesagt. Ziehe hier klare Grenzen und lehne die Mehrarbeit im Zweifel auch mal ab, ansonsten könnte das zur Gewohnheit werden.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Startet der Elterngeldbezug immer zum Monatsanfang?

Nein, der Elterngeldbezug ist gleitend und wird für die Lebensmonate des Kindes gewährt. Beispiel: Wenn dein Kind am 14.02. geboren wird, endet der erste Lebensmonat am 13. des Folgemonats. Parallel dazu laufen die Elterngeldmonate.

Kann Basiselterngeld mit Elterngeld Plus kombiniert werden?

Du kannst dir die Monate so aufteilen wie du möchtest. Ob du nun 12 Monate Basiselterngeld erhältst oder zum Beispiel 8 Monate Basiselterngeld + 8 Monate Elterngeld Plus, ist völlig egal. Wenn du mit deinem Partner 4 Monate gemeinsam Elterngeld Plus beziehst, profitiert ihr zusätzlich vom Partnerschaftsbonus, der sehr lukrativ sein kann.

Wie profitieren Arbeitgeber vom Elterngeld Plus?

Durch das Elterngeld Plus können Mitarbeiter früher nach der Geburt wieder in den Beruf einsteigen. Der Qualifikationsverlust ist dadurch geringer und die Bindung zum Betrieb wird gefördert.

Kann ich für die ersten 2 Monate nach der Geburt auch Elterngeld Plus beantragen?

In den ersten 2 Monaten nach der Geburt erhalten Angestellte volles Mutterschaftsgeld. Außerdem darfst du zu dieser Zeit nicht arbeiten. Die Zeit, in der Mutterschaftsleistungen gezahlt werden, gelten als Basiselterngeldmonate der Mutter. Erst ab dem 3. Monat kannst du Elterngeld Plus beantragen.

Erhalten auch Alleinerziehende den Partnerschaftsbonus?

Alleinerziehende erhalten zumindest eine Förderung, die mit dem Partnerschaftsbonus vergleichbar ist. Auch sie erhalten 4 weitere Monate Elterngeld Plus, wenn sie in 4 aufeinanderfolgenden Monaten zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche arbeiten.

Achtung: Viele Eltern machen Fehler beim Elterngeld!

Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.


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33 Kommentare
  1. Gina sagt

    Darf man Überstunden die vor der Schwangerschaft aufgebaut wurden abfeiern wenn man Elterngeld plus bekommt?

    1. admin sagt

      Das Elterngeld stellt eine Lohnersatzleistung dar. Wer aber in seinem Urlaub seinen vollen Lohn bekommt, dem steht keine zusätzliche Lohnersatzleistung zu (Urteil: Az. B 10 EG 3/14 R). Auch beim Elterngeld Plus kann es zu Kürzungen kommen. Daher meine klare Empfehlung: Keine Überstunden abbummeln in der Elternzeit.

  2. Katharina sagt

    Vielen Dank für Ihren hilfreichen Artikel. Häufig wird vernachlässigt, dass auch während des Bezugs von Basiselterngeld eine Arbeit in Teilzeit (bis 30 Stunden) möglich ist. Können Sie daher noch einmal erläutern, wo der finanzielle Vorteil und Unterschied zwischen Basiselterngeld und ElterngeldPlus liegt, wenn ein Elternteil (z.B. die Mutter) bis zu 30 Stunden wöchentlich arbeitet?

  3. Dani sagt

    Kann man Elterngeld Plus auch beziehen, wenn man NICHT arbeiten gehen möchte?

    1. admin sagt

      Hallo Dani und sorry für die verspätete Antwort. Natürlich ist das auch möglich – Arbeiten ist keine Voraussetzung für das Elterngeld Plus.

  4. Tim sagt

    Hallo Allerseits,

    wir würden gerne wissen, was sich für uns mehr rechnet, Basiselterngeld oder Elterngeld Plus.
    Wir haben eine etwas komplizierte Konstellation, diese sieht wie folgt aus:

    Meine Freundin war bis Ende Februar noch Studentin und hat erst ab März ein geregeltes Einkommen gehabt. Unser Junior kam dann am 30.05. als Frühchen (6 Wochen vor ET) zur Welt. Für meine Freundin ergibt sich nun, wenn wir den ersten Mutterschutzmonat mit berücksichtigen, ein durchschnittliches Monatseinkommen, der letzten 12 Monate vor Geburt, von € 590,-.
    Elterngeldanspruch besteht dann ab Oktober (da sich bei Frühchen der Mutterschutz etwas länger zieht). Ich selbst möchte gar kein Elterngeld beantragen. Meine Freundin möchte voraussichtlich nach 6 Monaten wieder mit 40 % in ihren Beruf zurück. Für die Betreuung unseres Juniors fallen keine Kosten an, da wir 2 sehr motivierte Omas haben.

    Normalerweise, so sagt es zumindest der Artikel oberhalb, ist, wenn man Teilzeit arbeiten möchte, EG+ sinnvoller – jedoch kann ich den Beispielrechnungen nicht mehr viel Sinn abgewinnen, wenn ich sie mit unseren Zahlen durchführe. Demnach wäre ja der sogenannte Verdienstausfall negativ, da der Nettoverdienst in TZ bei € 900,- rangiert.

    Kann jemand helfen?

    Vielen Dank vorab und liebe Grüße
    Tim

    1. admin sagt

      Hallo Tim,

      angenommen Ihre Freundin möchte tatsächlich nach den 6 Monaten wieder in Teilzeit gehen, ist es in ihrem Fall egal, ob Sie Basiselterngeld oder Elterngeld Plus beantrat, da sie aufgrund des geringen Einkommens vor und des vergleichsweise hohen Einkommens nach der Geburt eh den Mindestsatz erhält. Bedeutet in dem Fall: 300 Euro Basiselterngeld oder 150 Euro Elterngeld Plus. In den ersten 6 Monaten sollte klar sein, dass Basiselterngeld ideal ist, während des verlängerten Mutterschutzes ist es sogar Pflicht. Ich würde danach an ihrer Stelle auch beim Basiselterngeld bleiben, da sie sich dann nach insgesamt 12 Monaten die Option offen lässt, auf Vollzeit zu gehen. Beim Elterngeld Plus wäre Sie über den kompletten Zeitraum an maximal 30 Stunden pro Woche gebunden. Finanziell macht es für sie keinen Unterschied. Überlegen Sie aber dennoch noch einmal, ob Sie wirklich auf Ihre beiden Vätermonate verzichten wollen. Sofern es die Finanzen zulassen, ist es etwas das sich wirklich lohnt 🙂

      Sollten weitere Fragen bestehen oder ihr Hilfe brauchen, dann nutzt gern unsere Elterngeldberatung.

  5. Steffi sagt

    Hallo zusammen,

    ich habe bereits ElterngeldPlus erhalten und jetzt habe ich meinen endgültigen Bescheid erhalten (hierfür musste ich meine letzten Gehaltsabrechnungen in denen ich ElterngeldPlus erhalten habe einreichen) Dabei ist mir aufgefallen, dass mein Teilzeitgehalt auch mit Steuerklasse 4 wie vor der Geburt meines Kindes berechnet wurde obwohl ich jetzt in der Steuerklasse 5 bin seit dem ich wieder Teilzeit arbeite. Ist das korrekt?

    Viele Grüße

    Steffi

    1. admin sagt

      Hallo Steffi,
      die Berücksichtigung der Steuerklasse IV ist korrekt.

      Die Steuerklasse, die im Bemessungszeitraum überwiegend vorlag und somit auch für die Ermittlung des Elterngeld-Nettos herangezogen
      wurde, gilt auch im Bezugszeitraum für die „Kontrolle“. Das gilt auch wenn die Steuerklasse nach der Geburt verändert wurde.

      Viele Grüße und alles Gute wünscht
      das elterngeld.de-Team

  6. Isabell sagt

    Hallo zusammen,

    meine Situation ist eher kompliziert. Ich bin freiberuflich selbstständig und alleinerziehend. Im Moment befinde ich mich im Mutterschutz 5 Wochen vor der Geburt und erhalte Mutterschaftsgeld (bekomme 70% des letzten Durchschnittsnetto wegen Versicherung mit Krankengeld) von der gesetzlichen KV, in der ich freiwillig versichert bin.

    Ich möchte 6 Monate für mein Baby zuhause bleiben, muss dann aber spätestens wieder ein paar Stunden pro Woche arbeiten, damit mein Business nicht “in Vergessenheit gerät”. Ich stelle mir vor, 10-15 Wochenstunden entgeltlich arbeiten zu können/wollen, bis mein Kind 1 Jahr alt ist. Danach möchte ich auf 20-25 Wochenstunden erhöhen. Mein Beruf erfordert einige “unentgeltliche” Homeoffice/Computerarbeit Stunden, die noch hinzukommen.

    Meine Fragen:
    Darf ich als Selbstständige bei Elterngeld Plus weniger als 25-30 Stunden arbeiten?
    Lohnt sich Elterngeld Plus für mich?
    Darf ich bei Elterngeld Basis dazuverdienen und lohnt sich das, ggf. Nachzahlungen zu bekommen? Mir geht es darum, mein Geschäft nicht zu lange stillzulegen und mit ein paar Stunden in der Woche “präsent” bleiben zu können, ohne große Einbußen oder Geld zu verschenken.

    Danke im Voraus für die Antworten,
    Liebe Grüße
    Isabell

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Isabell,

      da Sie in den ersten 6 Monaten nicht arbeiten möchten, ist Basiselterngeld hier vermutlich sinnvoll. Beziehen Sie jedoch in diesen Monaten ein Einkommen aus der freiberuflicher Tätigkeit, z.B. weil ein Kunde verspätet seine Rechnung bezahlt, wird dieses Einkommen auf das Elterngeld angerechnet und verringert dieses. Bis zum 14. Lebensmonat wäre es aber möglich, den Elterngeldbezug zu unterbrechen, um ggf. einen solchen Sachverhalt aufzufangen.

      Grundsätzlich ist zu sagen, dass im Zeitraum des Elterngeldbezuges gearbeitet werden darf, aber nicht muss. Die Höchstgrenze für die durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Lebensmonat liegt bei 30 Stunden. Das gilt es zu beachten, wenn zu den von Ihnen genannten Stunden noch die Büroarbeit hinzukommt, denn auch wenn diese „unentgeltlich“ ist, so zählt diese dennoch zu den von Ihnen gearbeiteten Stunden. Das Elterngeld Plus ist für Eltern konzipiert worden, die wieder arbeiten gehen möchten, aber eben in Teilzeit. Somit wäre es unerheblich, ob Sie weniger als 25-30 Wochenstunden arbeiten würden. Wenn Sie jedoch den Partnerschaftsbonus in Anspruch nehmen möchten, was Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen auch als Alleinerziehende noch zusätzlich zustehen würde, dann gilt es diese Wochenstundenzahl penibel einzuhalten.

      Alles in allem würde ich Sie gern an unsere Elterngeldberatung (https://www.elterngeld.de/elterngeldberatung/) verweisen, denn in Ihrem Fall steckt sehr viel Optimierungspotenzial.

      Alles Gute wünscht
      das elterngeld.de-Team

  7. Pieper sagt

    Hallo,

    ich überlege Elterngeldplus zu beantragen. Dann würde ich 450 Euro 22 Monate lang bekommen. Wenn ich jetzt einen Minijob annehme auf 450 Euro basis habe ich dann nachher Ausgezahlt 900 Euro 22 Monate lang?
    Oder wird das anders gerechnet?

    Lieben Gruß

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Romina,

      Wenn Ihr Verdienst nach der Geburt weniger als 50% Ihres Einkommens vor der Geburt beträgt, was in Ihrem Beispiel so ist, wenn ich es richtig verstanden habe, dann bleibt es bei den von Ihnen genannten 450 Euro Elterngeld Plus sowie Ihrem Verdienst aus dem Minijob, sodass Sie auf monatlich 900 Euro kommen.

      Alles Gute,
      Wünscht das elterngeld.de-Team

  8. Mat sagt

    Hallo,
    vielen Dank für die anschaulichen Informationen! Ich habe eine speziellere Frage bezüglich Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonus während des Studiums. Meine Frau studiert und wird im letzten Teil des Studiums das Praktische Jahr absolvieren. Ich arbeite momentan Vollzeit. Den Informationen oben entnehme ich, dass Elterngeld Plus während des Studiums beantragt werden kann. Besteht auch die Möglichkeit zusätzlich 2×4 Monate Partnerschaftsbonus zu bekommen, wenn meine Frau 25-30h studiert (Praktisches Jahr mit 75% Stelle) und ich 25-30h arbeiten gehe? Oder ist für die 2×4 Monate Partnerschaftsbonus eine normale 25-30h Anstellung zwingend erforderlich?
    Vielen Dank

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Mat!
      Das Praktische Jahr unterscheidet sich zwar von den restlichen Semestern in dem Sinne, dass Ihre Frau dann „praktisch“ arbeitet. Dennoch handelt es sich um ein vorgeschriebenes Praktikum im Rahmen des Studiums. Sie hat somit weiterhin den Status „in Ausbildung“ und gilt damit als nicht erwerbstätig. D.h. die Stunden für das PJ werden nicht einbezogen, selbst wenn Ihrer Frau während des PJ ein Entgelt bezahlt würde. Mit einer 75% Stelle ist sehr wahrscheinlich die Ausübung einer zusätzlichen Teilzeitbeschäftigung, die die Wochenstundenzahl von 25-30 Stunden erfüllt, nicht mehr möglich. Unter diesen Voraussetzungen können Sie beide die 4 Partnerschaftsbonusmonate leider nicht erhalten.

      Alles Gute wünscht
      das Team von elterngeld.de

  9. Valéria Rozsi sagt

    Hallo Zusammen,

    wir bekommen unser erstes Baby im Oktober.
    Dadurch, dass wir nicht in Deutschland aufgewachsen sind, kennen wir uns mit dem System ganz und gar nicht aus, außerdem die vielen Kombinationen verunsichern uns auch.

    So, ich möchte gerne mit dem Kind 2 Jahren zu Hause bleiben, ohne zu arbeiten. Mein Mann möchte aber auch gerne 2 Monate im ersten Lebensjahr nehmen, jedoch keine 2 aufeinanderfolgende Monaten. Ist das überhaupt möglich? Wäre er auch auf mehreren Monaten berechtigt? Falls ja, welches Modell soll es sein?

    Danke im Voraus!

    MfG
    Valéria

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Valéria,

      zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass Elternzeit und Elterngeld getrennt voneinander betrachtet werden: Ja kannst 2 Jahre bei deinem Kind zu Hause bleiben, ohne zu arbeiten. Wenn dein Mann 2 Monate Elternzeit und Elterngeld beanspruchen möchte, bleiben dir dann 12 Monate Basiselterngeld – die du in Form von Elterngeld Plus auch strecken könntest. Dein Mann kann seine beiden Monate auch einzeln nehmen. Wichtig ist zu beachten, dass es um Lebensmonate des Kindes geht, nicht Kalendermonate. Um die beste Konstellation für euch zu finden, empfehle ich unsere Elterngeldberatung. Unsere Experten können für euch dann die beste Konstellation herausfinden und prüfen, wie man den Anspruch noch optimieren kann. Die Beratung findest du hier: https://www.elterngeld.de/elterngeldberatung/

      Viele Grüße,
      das Team von elterngeld.de

  10. Markus S. sagt

    Hallo.

    Wenn Mutterschaftsgeld nach der Geburt für 8 Wochen bezogen wird, dann gilt dies ja auch bereits als Elterngeldbezug oder?

    Falls man dann Elterngeld Plus beantragen möchte hat man demnach nur 20 Monate reinen Elterngeldbezug? Demnach würde der ElterngeldPlusbezug mit dem 22 Lebensmonat enden?! Falls man dann zwei Jahre Elternzeit plant, wären der 23 & 24 Lebensmonat ohne Einkommen?

    Oder habe ich da einen Denkfehler.

    Vielen Dank vorab für eine Info.

    Gruß
    Markus

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Markus,

      ganz genau, Mutterschutzmonate sind gleichzeitig auch Basiselterngeld-Monate. Sie kann in dem Fall nur für die kommenden 20 Monate Elterngeld Plus beantragen. In dem Fall würdet ihr nach Monat 22 kein Elterngeld mehr erhalten. In diesem Beispiel haben Sie jedoch komplett auf Ihr Elterngeld verzichtet. Bis zum 14. Lebensmonat könnten Sie 2 Monate geltend machen und Ihre Partnerin in der Zeit aussetzen. Dann erhielten Sie bis zum 24. Lebensmonat Elterngeld.

      Viele Grüße,
      Ihr Elterngeld.de Team

  11. Katharina sagt

    Guten Tag,
    ich möchte für die ersten 12 Monate Elterngeld Basis beantragen und dann für Monat 13 bis 24 Elterngeld Plus , dabei in Teilzeit mit 25 Wochenstunden arbeiten ab dem 13 Monat.
    Ich habe mir ausgerechnet, dass ich in den ersten 12 Monaten 615 Euro bekommen müsste. Bei Elterngeld Plus dann ab dem 13 Monat 303 Euro. Dazu bekomme ich ja dann mein Verdienst von dem Teilzeitjob.
    Ist das möglich und habe ich das so richtig ausgerechnet? Muss ich die Anfrage zur Teilzeitarbeit ab dem 13 Monat im Antrag für den AG mit angeben?
    Vielen Dank für die Beantwortung meiner Anfrage.

    LG Katharina

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Katharina,

      Ihnen stehen insgesamt 12 Monate Basiselterngeld zu oder 24 Monate Elterngeld Plus. Gegebenenfalls kommen noch für Ihren Mann oder Partner 2 Partnermonate (Basiselterngeld) im Anschluss in Frage und möglicherweise der Partnerschaftsbonus von 4 Monaten (Achtung, hier gelten gewisse Voraussetzungen die zwingend einzuhalten sind), mehr dazu unter: https://www.elterngeld.de/elterngeld-partnerschaftsbonus/.

      Danach ist Ihr gesamter Anspruch aufgebraucht. Das heißt für Monat 13 – 24 gibt es kein Elterngeld mehr. Zum Thema Teilzeitarbeit ist es empfehlenswert, das beim Antrag auf Elternzeit gleich mit zu klären, ob das möglich ist, damit auch der Arbeitgeber weiß, wie er planen kann.

      Alles Gute
      Yvonne von elterngeld.de

  12. Sandra sagt

    Hallo,
    uns beschäftigt derzeit eine Frage zum Nebenverdienst in der Elternzeit. Wenn man Elternzeit auf 2 Jahre beantragt hat und auch Elterngeld Plus mit einem Nebenverdienst von 450€ hat und nach 17 Monaten aber wieder in Muttschutz geht wegen der Geburt eines weiteren Babys hat man das Anspruch auf das restliche Geld? Werden die restlichen Monate ohne Verlust ausbezahlt oder wird man auf Basis Elterngeld zurück gesetzt und hat dadurch ein finanziellen Nachteil weil man ein Nebenjob hatte und bei Basis Elterngeld nicht dazu verdienen darf?
    Ich hoffe meine Frage kommt verständlich rüber und ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.

    Liebe Grüße

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Sandra,

      Grundsätzlich gibt es Elterngeld für jedes Kind. Das heißt das Elterngeld läuft für das erste Kind bis zum Ende wie beantragt weiter. Die Höhe des Elterngeldes für Ihr zweites Kind ist schwierig zu beurteilen.

      Zunächst ist festzustellen, dass in Ihrem Fall Kind 2 den Geschwisterbonus von 10%, mindestens 75 Euro, beim Basiselterngeld oder 37,50 Euro, beim Elterngeld Plus bekommt, weil das ältere Geschwisterkind unter 3 Jahre alt ist.

      Es ist jedoch so, dass das Elterngeld des älteren Kindes auf das Elterngeld des jüngeren Kindes angerechnet wird als „Entgeltersatzleistung“ und es kann dazu führen, dass Sie nur das Mindestelterngeld von 300 Euro, zzgl. des vorgenannten Geschwisterbonus bekommen. Es besteht für die Berechnung des Elterngeldes die Möglichkeit die Monate mit Elterngeldbezug bis zum 14. Lebensmonat nicht mit einzubeziehen. Dadurch verschiebt sich der Bemessungszeitraum und es gilt das vorherige Gehalt. Die Monate danach, kommt es der Berechnung zugute, wenn Sie einen Nebenjob hatten, da die Monate ohne Verdienst sonst als Nullmonate einfliessen würden.

      Alles Gute,
      Yvonne von elterngeld.de

  13. Melanie sagt

    Hallo liebes Team von elterngeld.de,

    Ich bin froh diese Seite gefunden zu haben da mir diese schon einiges an meinen offenen Fragen zum Thema Elterngeld beantwortet hat. Jedoch ist dies ein, für mich, sehr komplexes Thema.
    Deshalb hier mein Fall wofür ich eure Info, ob ich alles richtig verstanden habe, bräuchte und um ein zwei offene Fragen zu klären.

    Ich möchte zwei Jahre Elternzeit nehmen und Elterngeld Plus für diese Zeit beantragen.
    Anspruch auf Elterngeld Plus hätte ich 24 Monate, da ich aber Mutterschaftsgeld beziehe werden die ersten zwei Monate als Basiselterngeld berechnet somit bekomme ich nur 20 Monate Elterngeld Plus bzw. 10 Monate Basiselterngeld.

    Mein netto Einkommen vor der Geburt betrug ca. 2000€ wenn ich Basis-Elterngeld beziehen würde wären das 10 Monate lang ca. 1300€ ( 65% vom Nettoeinkommen vor Geburt)
    Da ich aber Elterngeld Plus beantragen möchte wäre die Berechnung 50% des Basiselterngeldanspruches also ca. 650€ allerdings auf 20 Monate ausgedehnt.

    So jetzt meine FRAGE: Rein rechnerisch gesehen habe ich doch mehr raus wenn ich Basiselterngeld beziehe oder???? Rechnerisches Beispiel ohne zusätzliches Einkommen innerhalb des Elterngeld Bezuges.

    Modell Basiselterngeld:
    1.+2. Monat Mutterschaftsgeld
    3.-12.Monat Basiselterngeld = ca. 1.300€ (10 Monate)
    insg. Basiselterngeld Anspruch = ca. 13.000€

    Modell Elterngeld Plus:
    1.+2. Monat Mutterschaftsgeld
    3.-20-Monat Elterngeld Plus = ca. 650€ ( 18 Monate)
    insg. Elterngeld Plus Anspruch = ca. 11.700€

    Wenn ich mich nun doch dazu entscheide nach ein paar Monaten auf Teilzeit arbeiten zu gehen dürfte ich hier bis zu 900€ zusätzlich zu meinen 650€ Elterngeld Plus OHNE ABZÜGE dazuverdienen??? Da 50% weniger als mein Nettoeinkommen vor der Geburt.

    Ich hoffe Ihr könnt mir hier weiterhelfen und nochmal auf meine Fragen eingehen.

    Liebe Grüße

    Melanie

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Melanie,

      kleiner Rechenfehler: Beim „Modell Elterngeld Plus“ würdest du die Monate 3 bis 22 (statt bis Monat 20) Elterngeld Plus erhalten. Das sind insgesamt 20 Monate EG Plus zzgl. 2 Monate Basiselterngeld (was wie 4 Monat EG Plus gerechnet wird). Du kommst damit unterm Strich ebenfalls auf die 13.000 Euro. Es macht also erstmal kein Unterschied. Vorteilhaft ist Elterngeld Plus für dich aber auf jeden Fall, wenn du in Teilzeit gehen möchtest. Da gäbe es dann in deinem Fall bei 900 Euro keine Verrechnung. Beim Basiselterngeld findet jedoch die Verrechnung ab dem ersten Euro statt. In dem Fall: Auf jeden Fall Elterngeld Plus beantragen! 😉

  14. Fabian Reuter sagt

    Hallo liebes Team von elterngeld.de,

    ich habe mir die Ausführungen ausführlich durchgelesen, weiß aber nicht genau, ob folgende Konstellation möglich ist:

    a) Kindesmutter nimmt 12 Monate Basis-Elterngeld in Anspruch (derzeitiger Netto-Verdienst ca. 1.400,00 Euro)
    b) Kindesvater (ich :D) möchte gerne die beiden ersten Monate nach der Geburt Elterngeld Plus in Anspruch nehmen (Netto-Verdienst von ca. 2.300,00 Euro);
    > verstehe ich es richtig, dass ich die fehlenden ca. 35 Prozent Gehaltsverlust durch Anwesenheit im Job „auffangen“ kann?
    > wenn ja: besteht die Möglichkeit, diese Anwesenheitszeiten durch Urlaub abzudecken? (z.B. wenn ich monatlich 10 Tage arbeiten müsste, um den Gehaltsverzicht aufzufangen, diese 10 Tage Urlaub nehme?!)

    Habe/hätte ich durch die 2 Monate Elterngeld-Plus die Möglichkeit, weitere 2 Monate Elterngeld-Plus zu einem späteren Zeitpunkt (z.B. Anfang des 2. Lebensjahres) zu nehmen bzw. zu beantragen; ggf. wieder/erneut unter dem angefragten Modell (sh. oben)!?

    Ist dies überhaupt so möglich? Ich hoffe, ich konnte es verständlich bzw. nachvollziehbar ausführen.

    LG Fabian

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Fabian,
      da du die sogenannten Partnermonate nimmst, stehen dir entweder 2 Monate Basiselterngeld oder 4 Monate Elterngeld Plus zu. Bei deiner aktuellen Planung verbleiben somit noch 2 Monate Elterngeld Plus, die du später nehmen kannst. Allerdings darf man mit dem Elterngeld nach dem 14. Lebensmonat nicht mehr pausieren. D.h. wenn du diese 2 Monate noch nehmen möchtest, solltest du das entweder direkt nach den 12 Monaten deiner Frau tun oder spätestens im 15. und 16. Lebensmonat.
      Beim Elterngeld Plus kannst du dazuverdienen. Bei einem Verdienst bis 50% im Vergleich zu vor der Geburt wird das Elterngeld Plus dabei auch nicht gekürzt. Ob du dafür Urlaubstage verwendest oder in Teilzeit arbeitest bleibt dabei dir überlassen solange du die Stundengrenze von 30 Stunden pro Woche (Durchschnitt/Lebensmonat) nicht überschreitest. Bedenke auch, dass für die Abwesenheit der Elternzeit ein Teil deines Urlaubsanspruchs durch den Arbeitgeber gekürzt werden kann. Bei deiner Konstellation wäre wahrscheinlich eine Beratung durch unsere Elterngeldexperten interessant und mehr Elterngeld rauszuholen.

      Alles Gute,
      Yvonne von elterngeld.de

  15. Julia sagt

    Hallo,

    der ET für unser Baby ist der 5.12.18. Wenn wir mal konkret von genau diesem Datum ausgehen, muss ich dann als letzte 12 Abrechnungen die von Dezember 2017 bis November 2018 dem Elterngeldantrag beifügen? Oder wird schon der Beginn des Mutterschutzes, also bei mir der 24.10. mitberechnet? Dementsprechend währen es die Abrechnungen von Oktober 2017 bis September 2018? Soweit ich verstanden habe, wird zumindest der Monat in dem entweder die MuSchuGeld Zahlung anfing bzw. die Geburt war, nicht mit einfließen. Ist das richtig? Ich lese ständig widersprüchliches…

    Außerdem wüsste ich gerne ob denn nun tatsächlich erst der Dezember bei mir als Start für das Elterngeld berechnet werden würde (also ab Geburt, was ja auch die 2 Pflichtmonate BasisEG erklären würde, da bis Ende Januar ja das MuSchuGeld läuft), oder ob das dann auch schon ab Oktober zählen würde. Letztes lese ich häufig, ergibt in meinen Augen aber absolut keinen Sinn.

    Ich hoffe, dass ich mich verständlich ausdrücken konnte und hoffe auf Ihre Antwort :)!

    Viele Grüße
    Julia

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Julia,

      als Bemessungszeitraum gelten die 12 Monate vor Beginn des Mutterschutzes, d.h. Oktober 2017 bis September 2018.
      Mutterschutzgeld wird für 8 Wochen nach der Geburt gezahlt und dann in Bezug auf das Elterngeld behandelt wie Basiselterngeld, d.h. 2 Monate sind dann bereits verbraucht.
      Erst ab dem 3. Lebensmonat kannst du entscheiden ob du z.B. lieber Elterngeld Plus erhalten möchtest.

      Alles Gute,
      Yvonne von elterngeld.de

  16. Kirsten sagt

    Hallo! Ich glaube meine Frage wurde bisher noch nicht gestellt: kann man den Partnerschaftsbonus direkt nach 12 Monaten Basiselterngeld beantragen? D.h. nur die Mutter nimmt 12 Monate, danach arbeiten beide 25-30 Wochenstunden und bekommen den Bonus? Ich bin verwirrt von der Formulierung, die ich irgendwo gelesen habe, dass man den Bonus nur beantragen kann, wenn ab dem 15. Monat ein Elternteil durchgehend ElterngeldPlus bezieht…
    Vielen Dank,
    Kirsten

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Kirsten,
      ja, den Partnerschaftsbonus könnt ihr (z. B.). direkt nach den 12 Monaten stellen. Die Formulierung bezieht sich darauf, dass der Bezug von Elterngeld nach den 12 bzw. 14. Monaten mit Partnerschaftsmonaten nicht unterbrochen werden darf um den Partnerschaftsbonus zu erhalten.
      Alles Gute,
      Yvonne von Elterngeld.de

  17. Madeline Bonnet sagt

    Hallo,

    ich bin derzeit noch am überlegen, wie ich es am gescheitesten mache.
    Zu meiner Situation: ich wurde kurz bevor ich von meiner SS erfuhr gekündigt, nun ist durch die SS die Kündigung hinfällig. Ich befinde mich seit Anfang an im BV und habe an sich auch keinen Kontakt zu meinem Arbeitgeber. Dies wäre an sich ja kein Drama, da sich ja vieles auf dem Postweg erledigen lässt, jedoch ist es finanziell sehr sinvoll wenn ich ab dem 7. Lebensmonat unseres Knirpses (vET 26.12.2018) wieder arbeiten gehen würde. Nun würde ich für die Zeit danach dann Elterngeld Plus beantragen. Soweit, so gut, jedoch würde ich nicht bei meinem jetzigen AG weiter arbeiten wollen/ können und schon gar nicht in TZ (betrieblich nicht möglich) und würde dann wo anders arbeiten gehen wollen. Nun habe ich ja da noch keine Stelle für und sich jetzt für nächstes Jahr Juli irgendwo bewerben, macht ja nun auch wenig Sinn.

    Wie trage ich das am besten im Antrag ein? Erstmal alles so wie geplant und lasse Einkommen nach Geburt mit null und wenn ich dann was habe, reiche ich die Änderung ein?

    Ist alles etwas wirr, ich bin kurz vorm verzweifeln…

    Vielen Dank schonmal für Ihre Bemühungen

    Liebe Grüße

    Madeline

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Madeline,
      du stellst den Antrag erstmal so, wie deine Situation im Moment ist. Sobald sich eine Angabe ändert, z. B. ein Hinzuverdienst in einem Minijob oder die Aufnahme einer Teilzeitstelle (z. B. mit Option auf Vollzeitbeschäftigung nach der Elternzeit) teilst du es der Elterngeldstelle, am besten schriftlich, mit.
      Alles Gute,
      Yvonne von Elterngeld.de

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