Der Elterngeldantrag

Antragsformulare zum Download + Tipps zur Antragsstellung

Das Elterngeld versteht sich als ein Lohnersatz in der Elternzeit und liegt zwischen 300 und 1.800 Euro. Wie du Elterngeld beantragen kannst, was es zu beachten gibt und wo du den Elterngeldantrag findest, erfährst du auf dieser Seite.

Wo muss das Elterngeld beantragt werden?

Auch wenn das Elterngeld vom Bund geregelt ist, hat jedes Bundesland seine eigenen Elterngeldstellen, die sich häufig in den Jugendämtern bzw. Bezirksämtern befinden. Dorthin musst du den ausgefüllten Elterngeldantrag inkl. Anlagen senden.

Die Adressen der für dich zuständigen Stelle findenst du in unserem Elterngeldstellen Verzeichnis unten. Die Anträge sind jedoch von Bundesland zu Bundesland verschieden. In einigen Bundesländern kann man mittlerweile den Elterngeldantrag schon online einreichen, in den meisten muss dies jedoch noch auf dem Postweg erfolgen.

Der richtige Zeitpunkt für den Elterngeldantrag

Der Elterngeldantrag kann grundsätzlich erst nach der Geburt des Kindes gestellt werden. Wichtig ist jedoch, dass du nicht länger als 3 Monate wartest, da eine rückwirkende Zahlung nur über maximal 3 Monate möglich ist. Anderenfalls musst du auf einen Teil verzichten.

Und wie ist das mit der Elternzeit?

Wer nach der Geburt Elternzeit nehmen möchte, muss dies wiederum beim Arbeitgeber beantragen. Der Antrag muss dort spätestens 7 Wochen vor Beginn der Elternzeit vorliegen. Für Frauen bedeutet das: Spätestens 1 Woche nach Geburt einreichen, idealerweise schon vorher. Nach der Geburt hast du nämlich noch 8 Wochen Mutterschutz, bis die Elternzeit losgeht. Wenn der Vater nach der Geburt Elternzeit nimmt, bedeutet das allerdings, dass der Antrag spätestens 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin gestellt werden muss – er erhält keinen Mutterschutz.

Diese Dokumente brauchst du für den Elterngeldantrag

  • Vollständig ausgefüllter und unterschriebener Antrag auf Elterngeld: Beide Elternteile müssen den Antrag unterschreiben. Bei alleinigem Sorgerecht entsprechend nur der jeweilige Elternteil.
  • Geburtsbescheinigung des Kindes: Die Bescheinigung muss im Original mit dem Verwendungszweck „Elterngeld“ mit eingereicht werden. Diese erhältst du beim Standesamt.
  • Personalausweiskopie der Eltern
  • Einkommensnachweise: Die letzten 12 Lohn- oder Gehaltsabrechnungen vor der Geburt bzw. vor dem Mutterschutz sind relevant für das Elterngeld und müssen mit eingereicht werden. Selbstständige reichen stattdessen den Steuerbescheid des kompletten vorherigen Jahres vor der Geburt mit ein.
  • Arbeitgeberbescheinigung: Der Arbeitgeber muss eine Bescheinigung ausstellen, dass er seinen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach der Geburt geleistet hat.
  • Falls du Beamtin oder Soldatin bist, die Arbeitgeberbescheinigung oder Bescheinigung des Dienstherren über Elternzeit
  • Krankenkassenbescheinigung: Eine Bescheinigung über den Bezug von Mutterschaftsgeld nach der Geburt ist erforderlich, bei privater Krankenversicherung die Bescheinigung über das Krankentagegeld während des Mutterschutzes.

Achtung: Viele Eltern machen Fehler beim Elterngeld!

Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.


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