Mehr Elterngeld durch Steuerklasse wechseln

Für verheiratete Paare oder eingetragene Lebenspartnerschaften handelt es sich um einen sehr beliebten Trick, um den einkommensabhängigen Elterngeldanspruch legal deutlich zu erhöhen. Man muss sich jedoch auskennen und alle Punkte (vor allem die Fristen) beachten. Du kannst dies entweder selbst durchführen, oder unsere Hilfe dafür in Anspruch nehmen (mehr dazu weiter unten).

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Trick funktioniert nur für Ehepaare bzw. eingetragene Lebenspartnerschaften
  • Vor der Geburt steht dadurch monatlich weniger Geld zur Verfügung
  • Der Wechsel erfordert einen Antrag beim Finanzamt
  • Die neue Steuerklasse muss mindestens 7 Monate vor Beginn des Mutterschutzes gelten
  • Ein Wechsel ist längestens bis 30.11 eines Jahres für das laufende Jahr möglich
Dieses Video ansehen auf YouTube.

Wer kann grundsätzlich die Steuerklasse wechseln?

Nur Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften können grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Steuerklassen-Kombinationen wählen:

  • Beide Partner sind in der Steuerklasse IV, diese Kombination wird nach der Hochzeit vom Finanzamt automatisch vergeben.
  • Steuerklasse IV mit Faktor, gibt es nur auf Antrag, hier wird der Splittingvorteil in der Steuertabelle durch die Heirat bereits während des Jahres berücksichtigt, ist aber nicht sehr gängig.
  • Ein Partner ist in der Steuerklasse III (höheres Netto-Einkommen) und der andere in der Steuerklasse V (niedrigeres Netto-Einkommen). Dies ist günstiger, sofern ein Partner ca. 60% oder mehr zum Familieneinkommen beiträgt. Diese Kombination ist nur auf Antrag wählbar und verpflichtet zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung und kann außerdem zu Nachzahlungen im Rahmen der Veranlagung führen

Wie sich der Steuerklassenwechsel auf das Elterngeld auswirkt

Für Paare, die noch vor der Geburt erfolgreich einen Steuerklassenwechsel durchführen können, lohnt sich das in der Regel sehr stark. Wir zeigen das Ganze einmal anhand eines Beispiels:

Manuela verdient 3.000 Euro brutto monatlich. Sie ist in der ungünstigen Steuerklasse V und erhält monatlich ca. 1.600 Euro Gehalt netto ausgezahlt. In dieser Steuerklasse würde ihr Elterngeld ca. 975 Euro monatlich betragen. Wenn sie jedoch rechtzeitig in die Steuerklasse III wechselt, bekommt sie ca. 2.200 Euro netto und ein Elterngeld in Höhe von ca. 1.365 Euro. Das sind ganze 390 Euro mehr Elterngeld jeden Monat bzw. 4.680 Euro auf 12 Monate gerechnet!

Wer sollte wechseln, um das Elterngeld zu erhöhen?

Es gibt 2 Fälle, für die ein solcher Steuerklassenwechsel lohnt:

1) die Kombination IV/IV
Derjenige von euch, der überwiegend in Elternzeit gehen möchte, sollte schnellstmöglich in die Steuerklasse III wechseln, der andere Elternteil in die Steuerklasse V.

2) die Kombination III/V
Derjenige von euch, der überwiegend in Elternzeit gehen möchte sollte schnellstmöglich in die Steuerklasse III wechseln und der Besserverdiener in die Steuerklasse V.

Achtung: In beiden Fällen ist es so, dass ihr gemeinsam monatlich vor der Geburt weniger Geld zur Verfügung habt. Besonders beim Wechsel nach Beispiel 2, denn die Abzüge für den Besserverdiener in der Steuerklasse V sind sehr hoch und der Auszahlungsbetrag ist entsprechend niedrig. Dies ist aber lediglich eine Verschiebung, die durch die Einkommensteuerklärung wieder ausgeglichen wird. Zuviel gezahlte Steuern werden dann, wenn ihr eure Steuererklärung gemacht habt, mit dem Steuerbescheid wieder erstattet (vorbehaltlich der Steuer auf andere zu verrechnende Sachverhalte, wie z.B. Elterngeld).

Wie genau wird der Wechsel vollzogen?

Um die Steuerklasse zu wechseln, müsst ihr als Ehepaar einen Antrag mit einem speziellen Formular beim Finanzamt stellen. Das Formular heißt „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern“.

Ein Steuerklassenwechsel greift immer erst im Folgemonat der Antragsstellung. Es gibt eine Ausnahme: Im Jahr der Eheschliessung ist eine rückwirkende Änderung zum Monat der Heirat möglich. Wir helfen euch beim Steuerklassenwechsel gern im Rahmen unserer Elterngeldberatung. Mehr Infos dazu bekommst du hier.

Bis wann muss der Wechsel erfolgen?

Für die Berechnung des Elterngeldes wird die Steuerklasse angewendet, die im Bemessungszeitraum überwiegend gültig war. Um einen Effekt für das Elterngeld zu haben ist es also erforderlich, mindestens 7 Monate VOR Beginn des Mutterschutzes in der neuen Steuerklasse zu sein. Das heißt eigentlich sofort nach dem positiven Schwangerschaftstest oder bereits davor.

Wenn in den 12 Monaten des Bemessungszeitraumes keine der Steuerklassen überwiegt, wird die zuletzt gültige Steuerklasse für die Berechnung des Elterngeldes verwendet.

Was, wenn man zu spät dran ist?

Leider sind die vorgenannten Monate zu erfüllen, anderenfalls lohnt sich ein Wechsel, zumindest um die Berechnung des Elterngeldes zu beeinflussen, nicht mehr.

Achtung: Eine Ausklammerung der Monate des Mutterschutzes um die 7 Monate zu erreichen, ist durch die Änderung der Richtlinien zum Bundeselterngeldgesetz seit dem 01.01.2018 nicht mehr möglich. Bis Ende 2017 war das ein beliebter Trick, um sich etwas mehr Zeit zu verschaffen.

Beispiel:

Bemessungszeitraum:
Monat 1-6: Steuerklasse IV (6 Monate)
Monate 7-12 vor Beginn Mutterschutz: Steuerklasse III (6 Monate)

Keine der Steuerklassen liegt länger als 6 Monate vor, in diesem Fall wird die Steuerklasse III für die Berechnung herangezogen, weil sie zuletzt Gültigkeit hatte.

Wann kann man wieder zurück wechseln?

Für die Überprüfung der Höhe des Elterngeldes im Bezugszeitraum wird die Steuerklasse genommen, die auch für die Berechnung im Bemessungszeitraum gültig war, ganz unabhängig davon, welche Steuerklasse aktuell für dich gilt. Somit wäre ein Wechsel direkt nach der Geburt problemlos möglich.

Seit dem 01.01.2020 ist es möglich auch mehrmals im Jahr zu wechseln. Möglich gemacht hat dies die Neufassung des § 39 Absatz 6 Einkommensteuergesetz. Es bleibt jedoch dabei, dass der Wechsel erst im Monat nach dem Antrag gültig ist.

Bisherige Regelung: Bis einschließlich 2019 war nur ein Wechsel pro Kalenderjahr möglich. Ein weiterer Wechsel konnte nur in besonderen Fällen vorgenommen werden.

Auswirkung des Elterngeldes auf die Einkommensteuer

Nicht nur bestimmte Steuerklassenkombinationen führen zur Abgabepflicht bei der Einkommensteuer, sondern auch der Bezug von Elterngeld. Das Elterngeld selbst ist zwar steuer- und sozialabgabenfrei, unterliegt jedoch dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das heißt, es ergibt sich in fast allen Fällen eine Nachzahlung zur Einkommensteuer für die Zeiträume, in denen ihr diese Unterstützung erhalten habt. Daher ist es wichtig, hierfür ein paar Rücklagen zu bilden, um nicht von der Zahlungsaufforderung im Steuerbescheid überrascht zu werden.

Elternpaarohne Elterngeldmit ElterngeldMehrbelastung
Elterngeld0 Euro10.000 Euro
Zu versteuerndes Einkommen30.000 Euro30.000 Euro
Bemessungsgrundlage zur Einkommensteuer30.000 Euro30.000 Euro
Steuersatz10,00%14,00% (wg. Progressionsvorbehalt)
Steuer3.000 Euro4.200 Euro+ 1.200 Euro
Elterngeld10.000 Euro
Zu versteuerndes Einkommen40.000 Euro
Bemessungsgrundlage zur Einkommensteuer40.000 Euro
Steuersatz14,00%

Fazit: Durch das Elterngeld kommt es bei diesem Elternpaar zu einer Mehrbelastung bei der Einkommensteuer in Höhe von 1.200 Euro.

Hast du weitere Fragen zum Elterngeld und dem Steuerklassen-Wechsel? Dann schreib uns einen Kommentar!

Mehr Elterngeld erhalten
Mehr Elterngeld erhalten

Du möchtest mehr Elterngeld haben?

Wir helfen dir mit unserer "Elterngeld Trickkiste" mehr Elterngeld zu erhalten. Lerne es entweder selbst im Elterngeld Onlinekurs oder lass dich von unseren Experten beraten. Profitiere von unserem Wissen aus über 4.000 Elterngeldberatungen!


Das könnte dir auch gefallen
  • Ich arbeite 100 Stunden pro Monat bekommen Mindestlohn 8.87 bin verheiratet meine Frau ist schwanger sie macht jetzt Deutschkurs was kann man Antrag machen um mehr Geld zu verdienen ich bitte um ihre Hilfe ich werde mich freuen wenn Sie zurückschreiben

    • Hallo Aylin,
      Du hast rechtzeitig gewechselt, Deine neue Steuerklasse wird für die Monate vor dem Mutterschutz berücksichtigt. D. h. von Mai bis November sind 7 Monate und somit ist diese in der überwiegenden Zeit gültig und wird für die Berechnung des Elterngeldnettos verwendet.

      Alles Gute wünscht
      Yvonne von elterngeld.de

    • Hallo. Da ich am 15.Januar Entbindungstermin habe. Würde Sich die Umstellung der Steuerklassen nicht lohnen?
      Da ich zu spät Bin?
      Mein Mann arbeitet und ich bleibe dann 2Jahre Daheim/ Elternzeit.
      Würden Sie mir dann auch empfehlen dass mein Mann die 3 bekommt und ich die 5?
      LG Jessica

      • Hallo Jessica,
        nein, der Wechsel ist für dein jetziges Elterngeld zu spät. Mindestens 7 Monate muss die Steuerklasse im Bemessungszeitraum vorliegen. In der Zeit wo du kein Gehalt beziehst ist der Wechsel der Steuerklasse sicherlich sinnvoll, sodass dein Mann die 3 nimmt. Grundsätzlich ist die Kombination 3/5 sinnvoll wenn einer von euch ca. 60 % oder mehr des Haushaltseinkommen verdient. Wenn ihr ungefähr gleich verdient ist 4/4 okay.

  • Und nochmal die Frage zur Zeit – da das ganze augenscheinlich recht knapp ist. Wir haben Ende Oktober den Antrag auf Umstellung III->V gestellt – nur wenige Tage nach Bekanntwerden der Schwangerschaft; geplante Geburt ist der 19.06.2019… Reicht das aus? Im September hätten wir den Antrag gar nicht stellen können, um noch früher zu sein, da hier noch nichts bekannt war…. :/

    • Hallo Alex,

      in eurem Fall liegt keine der Steuerklassen im Bemessungszeitraum zu einem überwiegenden Teil vor. Der Wechsel wird zum November wirksam und gilt bis zur Geburt. Allerdings werden 12 Monate VOR Beginn der Mutterschutzes herangezogen, somit steht es quasi 6:6. Daher gilt die zuletzt gültige Steuerklasse, in diesem Fall die III.

      Alles Gute,
      Yvonne von Elterngeld.de

      • Hallo liebes Elterngeld-Team,
        wir erwarten Mitte Juni unseren Nachwuchs. Mutterschutz beginnt am 02.05.2019. Seit November 18 haben wir die Steuerklassen in 3 für meine Frau und 5 für mich geändert.
        Der Bemessungszeitraum für das EG meiner Frau wird somit Mai 18 bis April 19 -> 6 Monate Stkl. 5 und 6 Monate die Stkl. 3. Somit sollte für Ihr die Stkl.3 herangezogen werden.
        Der Bemessungszeitraum meines EG wird Juni 18 bis Mai 19 sein.
        Wäre ein Stkl-Rückwechsel bereits ab Mai 2019 ohne negative Auswirkung für das EG meiner Frau möglich und würde auch ich dann ein höheres EG für meine 2 Partnermonate erhalten? Ich hätte ebenfalls 6 Monate mit der günstigeren Steuerklasse 3 (Juni bis Oktober 18 u. Mai 19).

        Vielen lieben Dank für eine Antwort im Voraus.
        Viele Grüße Mario

        • Hallo Mario,
          die Formulierung in den Richtlinien besagt, dass wenn keine Steuerklasse überwiegt, die zuletzt gültige Steuerklasse verwendet wird, könnte also klappen.

  • Sie schreiben auf Ihrer Website:
    „Eine Ausklammerung der Monate des Mutterschutzes um die 7 Monate zu erreichen, ist durch die Änderung der Richtlinien zum Bundeselterngeldgesetz seit dem 01.01.2018 nicht mehr möglich. Bis 2018 war das ein beliebter Trick, um sich etwas mehr Zeit zu verschaffen, falls der Trick erst zu spät angewendet wird.“

    Diesen Hinweis habe ich bisher nur auf Ihrer Website entdeckt, sonst nirgendwo. Viele andere Ratgeber verweisen noch auf diese Möglichkeit. Können Sie bitte die relevante Stelle der Richtlinien zum Bundeselterngeldgesetz nennen, damit ich diese Änderung nachvollziehen kann? Das wäre prima.

    • Hallo Ralph,
      vielen Dank für deine Frage. In den Richtlinien heisst es, „die Aufzählung der Ausklammerungstatbestände ist abschließend“ (vgl. 2b.1.2 Bestimmung des Zwölfmonatszeitraums Richtlinien zum BEEG Stand 09/2018). Somit gelten nur die in § 2b Abs. 1 Nr. 1 bis 4 BEEG aufgezählten Tatbestände. Der § 2b BEEG wurde per 01.01.2018 neu gefasst und bezieht sich nun auf den gesamten § 3 MuSchG und schließt daher auch den freiwilligen Verzicht mit aus. In der alten Fassung war nur ausdrücklich § 3 Abs. 2 MSchG genannt.

      Alles Gute,
      Yvonne von Elterngeld.de

    • Hallo Harry,
      leider nicht, denn der Wechsel gilt dann erst im Monat danach, also ab Dezember. Der Mutterschutz beginnt im Mai, sodass die neue Steuerklasse nur von Dezember bis April (5 Monate) im Bemessungszeitraum des Elterngeldes berücksichtigt wird. Für die Berechnung des Elterngeldes würde die Steuerklasse herangezogen, die überwiegend in den 12 Monaten vor Beginn des Mutterschutzes vorlag.
      Sofern du als Vater in Elternzeit gehen möchtest und Elterngeld beantragen möchtest und derzeit in der ungünstigeren Steuerklasse sein solltest, wäre der Wechsel noch zu empfehlen. Für die Mutter ist der Wechsel (durch die Mutterschutzzeit) leider zu spät.

  • Hallo,

    der Geburtstermin liegt Mitte Januar 2019. Wir haben ab Juni 18 die Steuerklasse gewechselt.
    Meine Frau verzichtet auf den Mutterschutz im Dezember, um noch wichtige Projekte abzuschließen.
    Bringt der Verzicht auf den Mutterschutz im Dezember noch etwas oder erfolgte der Steuerklassenwechsel zu spät ? Einschließlich November kommen wir nur auf 6 Monate in der gewechselten Steuerklasse.

    Viele Grüße

    • Hallo Felix,
      wann habt ihr den Antrag gestellt um die Steuerklasse zu wechseln? Dieser ist erst im Folgemonat wirksam. Wenn der Juni schon mit der neuen Steuerklasse berechnet wurde, dann liegt diese 6 Monate vor Beginn des Mutterschutzes vor. Da keine Steuerklasse überwiegt, wird dann die zuletzt gültige Steuerklasse für die Elterngeldberechnung verwendet. Sofern der Antrag erst im Juni gestellt wurde, fehlt leider ein Monat.
      Der Verzicht auf den Mutterschutz vor der Geburt führt seit der Änderung des Bundeselterngeldgesetzes zum 1.1.2018 leider nicht mehr zum Erfolg.

  • Hallo liebes Elterngeldteam,
    Mein Termin wäre am 14.8.2019. Lohnt sich noch eine Änderung ab Februar? Der Antrag ist noch nicht gestellt. Mutterschutzbeginn wäre im Juli und das wäre auch der sechste Monat. Wird der dann noch eingerechnet, wenn der Mutterschutz da beginnt? Danke für die Auskunft.

  • Was, wenn man zu spät dran ist?

    Diese Frage stellen Sie, leider fehlt aber eine Antwort unter dieser Frage.
    Wir sind leider definitiv zu spät dran, da ich erst im Januar 2019 den Antrag einreichen kann und Geburtstermin Anfang Juni 2019 ist.

    Daher: Können wir uns den ganzen Antrag sparen oder bringt es trotzdem noch etwas, den Antrag „zu spät“ zu stellen, um die „Verluste einzudämmen“? Auf diese Frage habe ich leider auch auf den anderen Info-Seiten keine eindeutige Antwort gefunden.

    Vielen Dank!

    • Hallo Florian,
      die neue Steuerklasse muss mindestens 7 Monate vor Beginn des Mutterschutzes (Mutter)/vor der Geburt (Vater) vorliegen, damit sich der Wechsel noch für das Elterngeld lohnt. In eurem Fall wäre ein Wechsel nicht mehr sinnvoll, wenn euer Kind Anfang Juni auf die Welt kommt, da für die Berechnung die Steuerklasse herangezogen wird, die im Bemessungszeitraum überwiegend gültig war.

  • Hallo,

    der Geburtstermin ist 18.02.19 für einen Wechsel zu spät. Wir würden dann nach der Geburt in Steuerklasse 3 und 5 wechseln wollen, zur Zeit befinden wir uns in 4 und 4. Wie wirkt sich das auf Elterngeld aus?
    Und sollen wir sofort wechseln oder 8 Wochen Mutterschutz abwarten?

    • Hallo Anja,
      der Wechsel nach der Geburt beeinflusst das Elterngeld nicht mehr. Ihr könnt die Steuerklasse also bereits jetzt wechseln.

  • Hallo liebes Elterngeld.de Team,

    unser Geburtstermin ist der 14.08.
    Ich habe heute Morgen bereits mit dem Finanzamt gesprochen, die mir mitteilten, dass ein Wechsel erst am Folgemonat gültig ist.
    Also erst ab 01.02.19
    Wäre ein Wechsel noch im zeitlichen Rahmen oder sollen wir bei IV / IV bleiben, oder sogar wechseln zu ich III und sie IV, sodass wir von meinem Gehalt mehr haben?
    Vielen Dank für die Unterstützung.

    • Hallo Andreas,
      wenn ihr jetzt wechselt, sind es dann nur noch 5 Monate und somit kommt der Wechsel, für das Elterngeld zumindest, leider zu spät. Ob der Wechsel dennoch sinnvoll ist, müsstet ihr für euch abwägen oder euren steuerlichen Berater fragen.

  • Hallo,

    leider habe ich auch noch keine Antwort auf meine Frage gefunden: Ich bin Beamte und erhalte somit bis zum Ende des Mutterschutzes meine Bezüge. Wie verhält es sich da mit der „Frist“ des Steuerklassenwechsels?
    Ich habe bereits im Dezember 2018 den Antrag für die Steuerklassenkombination 3/5 gestellt, wirksam ist der Wechsel leider erst zum 01.01.2019. Der errechnete Entbindungstermin ist der 05.08.19. War ich zu spät mit dem Wechsel? Was ist, wenn das Kind schon im Juli geboren würde?

    Danke für Ihre Hilfe!

    • Hallo Rebi,
      die Schutzfrist bleibt in der Definition gleich. Der Unterschied bei dir als Beamtin ist nur, dass du in der Schutzfrist weiter deine Bezüge von deinem Dienstherren erhältst, statt von der Krankenkasse und vom Arbeitgeber bei einer normalen Angestellten.
      Die Berechnung ist demnach identisch, 12 Monate vor Beginn der Mutterschutzfrist sind der Bemessungszeitraum für das Elterngeld. Dein Mutterschutz beginnt bereits im Juni, sodass der Wechsel der Steuerklasse leider zu spät erfolgt ist, da nur 5 Monate dann in der Steuerklasse 3 abgerechnet werden/wurden. Sollte das Kind bereits im Juli geboren werden, wird die nicht genutzte Schutzfrist von vor der Geburt, einfach nach der Geburt noch angehängt.

  • Hallo,
    eine Frage zum errechneten Geburtstermin (wegen Beginn des Mutterschutzes, ob sich ein Steuerklassenwechsel noch lohnt).
    Mein ET ist der 12.9,2019. Wenn ich alles richtig verstanden habe, ergibt sich daraus der Beginn des Mutterschutzes am 1.8.2018. Wenn ich jetzt von Steuerklasse 5 in 3 wechsle, habe ich also von Februar bis einschließlich Juli auf den Tag genau 6 Monate, woraus sich als Berechnungsgrundlage für das Elterngeld die für mich günstigere Klasse 3 ergeben würde.
    Was würde passieren, wenn sich der ET im Laufe der Schwangerschaft noch nach vorne verschiebt, und sich dadurch der Mutterschutz nach vorne verschiebt? Muss dann (auch in der Bescheinigung für die Krankenkasse) der korrigierte Termin verwendet werden, woraus sich dann der Steuerklassenwechsel ab Februar als sinnlos erweisen würde?
    Vielen Dank!

    • Hallo Lisa,
      wenn der ET korrigiert wird, kann das schon passieren leider. Oftmals ist der Termin aber bereits zu Beginn recht genau. Frühestens 7 Wochen vor Beginn der Mutterschutzfrist stellt der Arzt oder die Hebamme die Bescheinigung über den mutmaßlichen Entbindungstermin aus, eine für deinen Arbeitgeber und eine für die Krankenkasse. D.h. der letzte Termin ist bindend.

  • Guten Tag,
    Super beschriebener Beitrag vielen Dank.

    Eine Frage hab ich aber noch. Meine Frau wird in die Steuerklasse 3 wechseln und ich in die 5. (Sie 3000 Brutto – ich 3500 brutto).

    Wenn meine Frau die 12 Monate Elternzeit nimmt, kann ich theoretisch für das Jahr 2020 die Steuerklasse 3 nehmen und meine Frau die 5?

    Ich verstehe es so, dass meine Frau dann die volle 12 Monate die 67% des Nettogehalts erhält, egal welche Steuerklasse sie dann hat?!

    Oder sollten wir beide wieder in die Steuerklasse 4 wechseln um eine Steuerrückzahlung zu vermeiden?

    Vielen Dank und ihr macht einen tollen Job.

    Viele Grüße

    Adrian

    • Hallo Adrian,
      ja, das hast du richtig verstanden. Im Bezugszeitraum ist die Steuerklasse für deine Frau quasi egal für die (Nach-)Berechnung des Elterngeldes.Hier wird die Steuerklasse aus dem Bemessungszeitraum verwendet.
      Ob ein Wechsel in der Elternzeit in die Kombination 3 (Mann)/5 (Frau) sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab, z. B. ob deine Frau in TZ wieder arbeiten wird in der Elternzeit oder nur Hausfrau und Mutter sein wird. Das müsstet ihr einmal durchrechnen und dann entscheiden, aber zu einer Nachzahlung wird es, aufgrund des Elterngeldes, kommen.

  • Hallo 🙂
    Ich muss leider auch einmal Fragen.
    Also ET steht vorrausslich für den 11.10.2019. Ab März würde meine Frau die Steuerklasse 3 erhalten.
    Laut einem Online Rechner beginnt der Mutterschutz ab dem 30.08.2019…

    Da fehlen jetzt genau 2 Tage. Lohnt sich es noch zu beantragen oder sollten wir jetzt bei 4/4 bleiben?

    Vielen Dank

    Artur

    • Hallo Artur,
      leider wären es nur 5 Monate, da der Monat in dem der Mutterschutz beginnt nicht mehr mitzählt. Ein Wechsel kommt für das Elterngeld zu spät.

  • Hallo Elterngeld.de,
    vielen Dank für die guten Infos. Ich wollte meinen Mutterschutz um ein paar Tage verschieben, um ganz sicher zu gehen. Aber nun lese ich, dass dies nicht mehr akzeptiert wird. Aber vielleicht reicht es ja auch so, wie es ist, für das höhere Elterngeld?
    Steuerklassenwechsel von fünf auf drei: 01.10.2018 (geht ja nur zum vollen Monat)
    Mutterschutz ab: 27.03.2019 (wollte ich auf den 01.04. verschieben)
    Ich freu mich auf eine Antwort, liebe Grüße
    Inka

    • Hallo Inka,
      leider kommt dein Wechsel zu spät, da der März bereits nicht mehr mitgezählt wird. Du kannst das mit dem Verschieben versuchen (hier sind es in deinem Fall ja nur wenige Tage), wenn du es dir in deinem Zustand zutraust! Möglicherweise ist das Wissen darüber, dass es nicht mehr geht, noch nicht in deiner Elterngeldstelle angekommen und es klappt doch.

  • Hallo – leider ist in eurem Beispiel (wer sollte wechseln) nicht aufgeführt, wenn die Mutter die Besserverdienende ist UND länger in Elternzeit bleiben wird. Sprich, sie verdient 60%, er 40%. Beide sind derzeit in der 4 weil der Vorteil nicht allzu groß ist. Bemerkbar wird es aber beim Elterngeld – Sie verdient 5.800brutto, er 3.800 brutto. Kind wird zum 1.10.2019 erwartet. Was macht da Sinn?

    • Hallo Jules,
      es geht darum, dass derjenige, der überwiegend in Elternzeit geht, in die günstigere Steuerklasse geht. In deinem Fall stimmt das überein, du gehst in Elternzeit und verdienst ca. 60 % des Einkommens. Leider kommt ein Wechsel für das Elterngeld zu spät, da der Antrag erst zum April wirksam ist (es sei denn du hast dieses Jahr geheiratet). Bis zum Beginn deines Mutterschutzes wären es nur 4 Monate in der neuen Steuerklasse und das reicht nicht aus.

  • Hallo! Ich hätte auch eine Frage zum Steuerklassenwechsel. Ich habe den Antrag auf Steuerklassenwechsel im November 2018 von fünf auf vier gestellt, Geburtstermin am 08.07.19. Welche Steuerklasse wird dann für die Elterngeldberechnung angewendet? Danke.

    • Hallo Vera,
      es liegen 7 Monate in der Steuerklasse V vor und 5 Monate in der Steuerklasse IV vor, in der Zeit vor Beginn des Mutterschutzes am 27.5 (der Monat Mai zählt nicht mehr mit). Leider überwiegen die Monate mit der Steuerklasse V, sodass diese für die Berechnung des Elterngeldes herangezogen wird.

  • Hallo Frau Nagel,

    ich frage mich, ob man tatsächlich erst nach der Geburt in die „alten“ Steuerklassen zurück wechseln kann, oder ob hier nicht vielmehr der Bemessungszeitraum eine Relevanz trägt. Ich habe seit Dezember 2018 die Steuerklasse III. Mutterschutz beginnt am 18.06. Somit habe ich (hoffentlich) schonmal die Kriterien erfüllt, dass der neue Nettolohn die Grundlage bildet. Nun hatte ich überlegt, bereits zum Juni in die IV zurück zu gehen, da ja der Bemessungszeitraum dann mit III abgeschlossen ist.

    Freue mich auf eine Antwort, denn ich finde seit Wochen nichts Konkretes dazu.

    Liebe Grüße

    • Hallo Nora,
      das ist theoretisch richtig. Die Formulierung in den Richtlinien sagt „wird das Merkmal zugrunde gelegt, das zuletzt galt“(2c.3.2.2 RL BEEG). Näher wird das nicht definiert. Es gibt zwar ein Beispiel, dieses geht aber nicht auf die Mutterschutzfrist ein. Es ist anzunehmen, dass es so ist, wie du schreibst.

  • Hallo Frau Nagel Sagt,
    wir haben im September 2018 die Steuerklasse nach der Heirat gewechselt. Ich habe 3, da ich Besserverdienerin bin, mein Mann 5. Ich werde länger in Elternzeit gehen, mein Mann voraussichtlich 2 Monate. ET ist 25.11. Verstehe ich es richtig, dass es für uns besser ist, wenn die Steuerklassen so bleiben? Vielen Dank.

    • Hallo Aleksandra,
      ja, wenn du als Besserverdienende bereits in der Steuerklasse III bist, dann braucht ihr nichts zu ändern. Wenn du länger in Elternzeit gehen wirst, könntet ihr nach der Geburt tauschen, sodass ihr monatlich mehr zur Verfügung habt. Bedenkt dabei, dass der Wechsel nicht unbedingt mehrfach in einem Jahr möglich ist.

  • Hallo Frau Nagel,

    meine Frau und Ich sind derzeit beide in Steuerklasse 4, Gehälter sind relativ ähnlich. Meine Frau wird 2 Jahre in die Elternzeit gehen, ich voraussichtlich 2 Monate. Wir haben vor, dass meine Frau dann in Steuerklasse 3 wechselt und ich in Klasse 5. Macht doch Sinn, oder?
    Unser ET ist Ende Oktober, heißt wir sind für dieses Jahr schon zu spät dran, oder?

    • Hallo Daniel,
      ja, mit dem ET Ende Oktober kommt der Wechsel leider zu spät, die neue Steuerklasse muss mindestens 6 Monate vor Beginn des Mutterschutzes vorliegen.

      • Hallo Frau Nagel,

        Da wir die gleiche Konstellation haben, noch eine Rückfrage:
        Das der Wechsel der steuerklasse für die Berechnung des
        Elterngeldes zu spät ist, ist verständlich. Macht der Wechsel nach der
        Geburt von 4/4 in 3/5 dennoch Sinn, um netto-Gehalt vom weiter arbeitenden Elternteil zu erhöhen ?

        • Hallo Claudia,
          das lässt sich pauschal, ohne weitere Informationen, schwierig beantworten. Wenn derjenige von euch, der weiter arbeiten geht in die III wechselt, dann habt ihr monatlich und damit unterjährig mehr Netto zur Verfügung, das ist korrekt und da spricht i. d. R. nichts dagegen. Es kommt in einigen Fällen aber auch darauf an, wann der zweite Elternteil wieder zu arbeiten beginnt und ob z. B. ein Arbeitsvertrag in der Elternzeit ausläuft. Gemeint ist hierbei der Bezug von möglichen Lohnersatzleistungen wie z. B. ALG I, welches sich u. a. nach der Steuerklasse richtet, die zu Beginn des Jahres gültig ist.

  • Guten Tag,

    bei meiner Frau ist der Geburtstermin am 6.9.19.
    Wir haben Mitte Januar den Steuerklassenwechsel beantragt. (Sie ist der Besserverdiener, es ist also erkennbar dass wir nicht wegen dem Elterngeld gewechselt haben) Der Wechsel wurde damit ab Februar gültig.
    Sind wir damit noch rechtzeitig dran gewesen?

    Vielen Dank für eine Auskunft.

    • Hallo Michael,
      für das Elterngeld kam der Wechsel leider zu spät zu spät (5 Monate Feb.-Jun.). Es wird sich dann aber positiv auf das Mutterschaftsgeld auswirken.

  • Guten Tag,
    es wird immer nur von bereits verheirateten Paaren gesprochen. Wie verhält es sich denn wenn man während der Schwangerschaft heiratet? Müsste ich dann auch spätestens 7 Monate vor Mutterschutz heiraten und dabei direkt die Steuerklasse wählen oder gibt es hierfür gesonderte Regeln?

    • Hallo Dajana,
      nein, es gibt keine gesonderten Regeln. Der Wechsel der Steuerklasse ist in der Regel im Monat nach dem Wechsel-Antrag wirksam. Im Fall der Heirat ist die Rückwirkung maximal auf den Monat der Heirat gegeben, somit hättest du Recht mit den 7 Monaten vor Beginn des Mutterschutzes.

  • Hallo,

    wann ist der optimale Zeitpunkt wieder zurück in die alte Steuerklassenkombination zu wechseln? Der errechnete Geburtstermin ist der 23.01.2020

    • Hallo Kim,
      das kommt immer ein bisschen auf die Situation an z. B. wie schnell du wieder arbeiten gehen wirst usw., aber grundsätzlich könntest du im Mutterschutz bereits wieder wechseln.

      • Hallo Yvonne, ich werde im ersten und siebten Lebensmonat Elterngeld beziehen.
        Wann wäre der optimale Zeitpunkt zurück in die alte Steuerklassenkombination zu wechseln? Hätte es negative Auswirkungen, wenn ich den Antrag bereits im Dezember stelle und im Januar wieder zurück wechsel?

  • Liebes Elterngeld-Team,
    meine Frau und ich haben im Mai diesen Jahres geheiratet. Wir wurden vom Finanzamt beide in die Steuerklasse IV eingestuft.

    Nun ist meine Frau schwanger und wir überlegen, dass Sie in die Steuerklasse III wechselt. Dies ist, aufgrund der Hochzeit rückwirkend möglich, wenn ich Ihren Artikel richtig verstanden habe.

    Der Mutterschutz beginnt Mitte Dezember. Es wären dann ausreichend Monate, die sie in der Steuerklasse IV ist bevor der Mutterschutz beginnt, richtig?

    Könnte man theoretisch auch bis zum Monat August mit dem Wechsel der Steuerklasse warten, da aufgrund der Hochzeit doch der Wechsel rückwirkend zum Termin der Hochzeit möglich ist?

    Vielen Dank im Voraus für die Hilfe!

    Viele Grüße

    Lenny

    • Hallo Lenny,
      es wären dann 7 Monate von Mai bis November und somit genug um das Elterngeld zu beeinflussen. Wann ihr rückwirkend auf den Monat der Heirat die Steuerklasse wechselt, bleibt euch überlassen. Die Gehaltsabrechnungen werden aufgrund der Rückwirkung der Änderung eure Gehaltsabrechnungen vom Mai an alle geändert und die Unterschiedsbeträge mit der aktuellsten Abrechnung verrechnet. Es gibt also eigentlich keinen Grund zu warten.

  • Hallo Frau Nagel,
    wir haben im März geheiratet und ich bin noch für den März in Steuerklasse 3 gegangen, da ich schwanger bin und wir Ende September Geburtstermin haben. Der Gedanke war die ersten beiden Monate im August bzw. die ersten beiden Wochen Mutterschutz auf Mutterschutz zu verzichten um die Monate für die Steuerklasse 3 voll zubekommen. Sie schreiben nun, dass seit dem 1.1.18 ein Verzicht auf Mutterschutz keine Auswirkungen mehr auf das Elterngeld hat. Wo steht das denn genau, weil diese Info habe ich bisher nur bei Ihnen und nirgends sonst gelesen und es wird von Beratern immernoch dazu geraten diesen „Trick“ anzuwenden. Nun bin ich verwirrt.

    Freundliche Grüße

    • Hallo Lenchen,
      der § 2b BEEG wurde per 01.01.2018 neu gefasst und bezieht sich nun auf den gesamten § 3 MuSchG und schließt daher auch den freiwilligen Verzicht mit aus. In der alten Fassung war nur ausdrücklich § 3 Abs. 2 MSchG genannt.

  • Hallo liebes Team,

    ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen.

    Wir würden gern für die Zeit, wo ich in Elternzeit bin, die Steuerklasse von meinem Mann von der 4 in die 3 wechseln, um mehr von seinem Lohn raus zu bekommen. Wir haben allerdings Bedenken, ob es dann am Ende des Jahres noch zu einer dicken Nachzahlung kommen wird?

    Lieben Dank und schöne Grüße
    Sabine

    • Hallo Sabine,
      das kann man so pauschal leider nicht sagen, weil da verschiedene Faktoren mit reinspielen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es zu einer Nachzahlung kommt, das liegt aber im Zweifel nicht an der Steuerklasse III von deinem Mann, sondern am Elterngeld. Das ist zwar eigentlich steuerfrei, jedoch unterliegt es dem Progressionsvorbehalt. Wenn du kein Einkommen hast, dann ist das Einkommen deines Mannes „höher“ als deins und die Steuerklasse III nicht verkehrt. Von dem Geld solltet ihr aber unbedingt eine Reserve zurücklegen, für die Steuernachzahlung die durch das Elterngeld entsteht.

  • Hallo liebes Team,

    sorry, dass ich mich jetzt auch noch den Fragen anschleiße, aber so ganz bin ich aus der Berechnung nicht schlau geworden.

    Bei uns ist der errechnete Geburtstermin für das zweite Kind Ende März 2020, d.h. der Mutterschutz beginnt ca. Anfang /Mitte Februar 2020. Reicht es aus, wenn wir den Wechsel von aktuell 4/4 auf 3/5 noch im August 2019 beantragen?

    Und gibt es eine Möglichkeit, dass als Bemessungszeitraum zur Elterngeldberechnung die Zeit vor der Geburt des ersten Kindes (Oktober 2017) herangezogen wird? Zwischen beiden Kindern liegen also 2,5 Jahre. Meine Frau ist noch in Elternzeit (für 2 Jahre beantragt), hat aber nach ca. 15-16 Monaten Elternzeit angefangen mit 50% zu arbeiten. Elterngeld wurde nur für 1 Jahr bezogen.

    Macht eine Verlängerung auf 3 Jahre Elternzeit überhaupt Sinn?

    Danke im voraus, Thomas

    • Hallo Thomas,
      der Wechsel wäre ab September gültig und somit wären die mind. 6 Monate nicht erfüllt für deine Frau, da der Februar nicht mehr mitzählt. Für dich hingegen würde der Wechsel noch sinnvoll sein, für dein Elterngeld wenn du Elternzeit nehmen möchtest, da für dich der Zeitraum bis einen Monat vor der Geburt zählt. Allerdings würde deine Frau dann weniger Mutterschaftsgeld bekommen, wenn du in die Steuerklasse 3 gehst und sie in die 5. Solltest du eine längere Elternzeit mit Elterngeld planen z. B. könnte sich das aber wieder lohnen. Am besten einmal grob ausrechnen.
      Der Zeitraum vor dem ersten Kind ist zu weit weg und könnte auch mit einer Ausklammerung der ersten 14. Lebensmonate mit Elterngeld nicht erreicht werden. Durch die Teilzeittätigkeit werdet ihr aber wahrscheinlich mehr als das Mindestelterngeld erhalten.

  • Sehr geehrtes Team,
    wir sind nicht verheiratet und haben beide die Lohnsteuerklasse 1.
    Der Mann steuert unter kinderlosen Bedingungen 58 % des Haushaltseinkommen bei, die Frau 42 %.
    Der Plan ist, dass die Frau zwölf Monate nach der Geburt nicht arbeitet, somit 2 Monate Mutterschaftsleistung und 10 Monate Elterngeld bezieht, der Mann bezieht kein Elterngeld und arbeitet wie gewohnt weiter.
    Würde es Sinn machen, dass man kurz vor der Geburt heiratet und der Mann die Lohnsteuerklasse 3 und die Frau die 5 nimmt? Somit würde die Frau das Elterngeld auf Basis von Lohnsteuerklasse 1 (besser als 5 aber natürlich schlechter als 3!) erhalten, der Mann dafür aber seinen zukünftigen Lohn auf Basis von Lohnsteuerklasse 3 versteuern. Hätte das nicht zu empfehlende Auswirkungen in Bezug auf die folgenden Steuererklärungen?
    Vielen Dank

    • Hallo Frank,
      in Bezug auf das Elterngeld ändert sich bei einer Heirat kurz vor der Geburt für das jetzige Kind nichts.
      Was deine steuerliche Frage angeht, wendest du dich am besten an einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein und lässt dich dort beraten.

  • Hallo,

    nochmal zum Thema Frist des Steuerklassenwechsel:

    Meine Frau ist schwanger und der errechnete Termin ist Mitte April 2020.

    Der Mutterschutz startet somit im März 2020.

    Der Bemessungszeitraum sollte also März 2019 bis Februar 2020 sein.

    Derzeit hat meine Frau Steuerklasse 5. Noch sollten sie mit Wirkung zum 01.09.2019 auf Steuerklasse 3 wechseln können.

    Somit komme ich auf 6 Monate mit Steuerklasse 5 und 6 Monate mit Steuerklasse 3.

    Ist der Wechsel also noch rechtzeitig, weil keine Steuerklasse überwiegt?

    Oder hätte die Steuerklasse 3 einen Monat länger als Steuerklasse 5 gelten müssen, damit es wirklich sicher klappt? Ein Wechsel 7 Monate vor Mutterschutzbeginn wäre da ja bei uns meiner Meinung nach nicht mehr…

    Danke
    Martin

    • Hallo Martin,
      wenn keine Steuerklasse überwiegend vorliegt (6/6), dann wird die zuletzt gültige Steuerklasse für die Elterngeldberechnung angewendet. Wenn ihr in diesem Jahr geheiratet habt, dann wäre ein Wechsel auf den Monat der Heirat möglich. Aber so funktioniert es auch.

  • Guten Tag, unser ET ist der 19.9.2019 und wir haben im Januar 2019 den Steuerklassenwechsel beantragt, sprich seit dem 1.2.2019 ist meine Frau in der Steuerklasse 3 und ich in 5. Abzüglich des Mutterschutzes haben wir genau 6 volle Monate (Februar bis einschließlich Juli) in der besseren Steuerklasse und somit ist dies ja auch der Bemessungszeitraum für das Elterngeld.

    Jetzt ist meine Frage, wenn unser kleiner jetzt ein bis zwei Wochen früher käme, ob sich dann der Bemessungszeitraum ändert oder man als Grundlage immer den ET nimmt oder dann doch den tatsächlichen Entbindungstermin?

    Dies würde dann nämlich bedeuten, dass wir doch nicht nach der neuen Steuerklasse berechnet werden. Hoffe Sie können mir da weiterhelfen.

    LG
    Lukas

    • Hallo Lukas,
      der Bemessungszeitraum sind bei deiner Frau die 12 Monate vor Beginn des Mutterschutzes. Wenn die Mutterschutzfrist vor der Geburt nicht voll ausgeschöpft wird, weil das Kind früher zur Welt kommt, wird die fehlende Mutterschutzfrist an die 8-wöchige Schutzfrist nach der Geburt angehängt. Es verschiebt sich also nicht nachträglich nach vorn.

  • Guten Tag,
    der Entbindungstermin unseres Kindes ist auf den 24.12. festegelegt, demnach wäre ich ab dem 12.11.19 in Mutterschutz. Ich habe im April dieses Jahres geheiratet und dann im Mai rückwirkend eine Änderung der Steuerklasse beantragt, so dass ich in Steuerklasse III bin. Die Änderung wurde erst im Juni auf dem Gehaltszettel sichtbar.

    Können Sie mir sagen, ob das Elterngeld dann in der für mich günstigeren Steuerklasse 3 ausgezahlt wird?

    Vielen Dank im Voraus!

    Kristina Muth

    • Hallo Kristina,
      wenn mit dem Antrag auf Änderung alles glatt gelaufen ist, dann sollte die Änderung für das Elterngeld greifen. Darüber hatte dein Arbeitgeber erst mit dem Juni Kenntnis. In der Regel führt der Arbeitgeber sogenannte Nachberechnungen durch, wenn sich die Steuermerkmale in den Vormonaten verändern. Du würdest du also für den April und den Mai eine Nachzahlung bekommen mit der Abrechnung für den Juni. Sollte dies nicht der Fall sein, erfrage bitte zu wann die Änderung im ElSTAM eingetragen wurde. Möglicherweise ist hier ein Kreuzchen vergessen worden, dass es rückwirkend auf den Monat der Heirat gelten soll.

      • Liebe Yvonne Nagel,

        vielen dank für Ihre Antwort! Ich habe gerade Nachricht erhalten, dass die Änderung erst zum 6. Mai einpflegbar war, da mein Mann erst zu diesem Zeitpunkt in Deutschland gemeldet wurde (er kommt aus dem Ausland). Das heißt dann wohl, dass für mich nicht mehr die günstigere Steuerklasse für das Elterngeld zählen wird?

        Viele Grüße und vielen Dank noch einmal!

        Kristina

  • Hallo Frau Nagel,
    der errechnete geburtstermin unseres Kindes ist Anfang Dezember. Somit beginnt der Mutterschutz Ende Oktober. Die Änderung in die Steuerklasse 3 ist ab Mai gültig. Kann ich nun noch freiwillig auf der Mutterschutz im Oktober verzichten, damit der Oktober noch als volles Gehalt berücksichtigt wird und ich somit 6 Monate in Steuerklasse 3 wäre oder gilt dies nicht mehr?
    Danke und Grüße

    • Hallo Juliane,
      der Verzicht auf die Mutterschutzfrist ändert leider nichts mehr für die Berechnung des Elterngeldes. Dein Mutterschaftsgeld wird nun jedoch an der günstigeren Steuerklasse bemessen, das ist ein Vorteil. Nach Beginn des Mutterschutz kannst du dann die Steuerklasse mit deinem Mann bereits wieder wechseln, damit er wieder ein höheres Nettogehalt hat.

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir haben leider zu spät von diesem Wechseltrick erfahren/gelesen. Wenn der Mutterschutz (errechnet) zum 04.03.2020 beginnen sollte, dann sind wir heute (26.09.2019) zu spät für einen Wechsel um von diesem Trick zu profitieren – sehen wir das korrekt?

    Würde mich über eine kurze Rückmeldung freuen.

    Mit freundlichen Grüßen

  • Hallo Frau Nagel,
    mein Anliegen ist etwas komplizierter. Mein Mann und ich sind seit August diesen Jahres verheiratet und planen Nachwuchs. Uns kam auch schon die Idee, dass ein Steuerklassenwechsel von Vorteil wäre. Im Internet wird aber oftmals davon ausgegangen, dass der Mann der mit dem höheren Einkommen ist. Bei uns ist es aber genau anders herum. Ich trage ungefähr 60% und mein Mann 40% zu unserem Einkommen bei. Wenn ich die III wechsel, habe ich noch mehr netto und mein Mann noch weniger netto zur Verfügung, was zunächst nicht weiter problematisch ist, auch nicht für eine eventuelle Elterngeldberechnung. Kann man aber nach der Geburt des Kindes wieder zurück in die IV/IV, sodass mein Mann wieder „Normalverdienst“ hat? Oder würde dies erhebliche Nachzahlungen bedeuten? Was würden Sie raten?

    Freundliche Grüße

    • Hallo Mareike,
      es ist schwierig in so einem Fall pauschal zu raten, da steuerlich viele Faktoren eine Rolle spielen könnten. Es wäre vielleicht sinnvoll einen Steuerberater zu kontaktieren und Vor- und Nachteile einmal ausrechnen zu lassen.
      Grundsätzlich ist ein Wechsel nach Beginn des Mutterschutzes möglich. Zu einer Steuernachzahlung wird es bereits aufgrund des Elterngeldes ohnehin kommen.
      Ob die IV/IV dann sinnvoll ist oder ob dein Mann dann sogar in die III geht, hängt auch von Faktoren ab, wann du wieder arbeiten gehen möchtest oder ob es noch weiteren Nachwuchs geben soll. Wichtig ist auch zu beachten, ob einer von euch möglicherweise in naher Zukunft andere Lohnersatzleistungen beziehen könnte (ALG I, Krankengeld). Denn auch hier spielt die Steuerklasse eine Rolle für die Höhe der Leistung.

  • Hallo Frau Nagel,
    ich habe eine Frage. Ich bin im Juli 2019 Mama geworden und bin jetzt 1 Jahr in Elternzeit. Bekomme auch Elterngeld für 12 Monate. Mein Mann und ich sind Steuerklasse 4. Meine Frage, wann sollen wir die Steuerklasse ändern in 3/5? Wirkt sich das noch auf das Elterngeld aus?
    Über eine Antwort würde ich mich freuen.
    MfG
    S. Mathes

    • Hallo Simone,
      auf das aktuelle Elterngeld hat das keinen Einfluss. Ob ein Wechsel in die Kombination III/V für euch sinnvoll ist, läßt sich pauschal schwer sagen. Es kommt immer auf die Umstände an. Verdient ihr normal ungefähr gleich viel, ist IV/IV nicht verkehrt. Geht es um weiteren Nachwuchs, wäre es interessant, dass du rechtzeitig davor in die III gehst, wenn du Zuhause bleiben möchtest.

  • Hallo Frau Nagel,
    ich habe vorsorglich schon zum 01.01.2019 in die Steuerklasse III gewechselt, noch bevor ich schwanger wurde. Zum 01.01.2020 würde ich wieder in die Steuerklasse V zurück wechseln. Der Mutterschutz beginnt am 10.03.2020.
    Somit würde dann auch die Steuerklasse III (Monat 1 – 10) überwiegen und für die Berechnung herangezogen werden? Oder gäbe es da Probleme?
    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    • Hallo Alexandra,
      der Wechsel so weit vor dem Mutterschutz ist nicht unbedingt zu empfehlen, da diese Monate als Basis für die Berechnung deines Mutterschaftsgeldes dienen. Wechselst du zu früh in die Steuerklasse V fällt dein Mutterschaftsgeld bzw. genauer gesagt der Zuschuss deines Arbeitgebers geringer aus. Der günstigste Zeitpunkt für den Wechsel wäre, mit den mir vorliegenden Informationen zu deiner Situation in diesem Fall, im Februar 2020 (Antrag) mit Wirkung ab März 2020.

  • Guten Morgen ! Das scheint aber auch erst mal alles kompliziert . Ich bin mir gerade auch unsicher ob es noch hinkommen würde. Daher die Frage :

    Wenn ich heute einen Wechsel beantrage , dann geht es frühstens zum 01.12.2019, richtig ?!
    Geburtstermin ist der 06.06.2020 – sprich Mutterschutz würde dann schon am 25.04.2020 starten .
    Bin ich sehr wahrscheinlich zu spät oder würde es noch einen Vorteil bringen ?

    Herzlichen Dank schon Mal!!!

    • Hallo Laura,
      für die Berechnung des Elterngeldes kommt der Wechsel zu spät. Die Berechnung des Mutterschaftsgeldes kannst du damit noch positiv beeinflussen.

  • Hallo Frau Nagel,
    der Geburtstermin war am 26.8.2019.Mein Mutterschutz hatte am 13. Juli 2019 begonnen.Wir hatten am 1.1.2019 die Steuerklasse gewechselt auf Steuerklasse drei. Wir haben nicht exakt sieben Monate vor Mutterschutz die Steuerklasse gewechselt. Aber ich war ja sechs Monate in Steuerklasse vier und die letzten sechs Monate in Steuerklasse drei. Also müsste doch mit Steuerklasse drei mein Elterngeld berechnet werden, da keine der beiden Steuerklassen überwiegt. können Sie mir bitte eine Gesetzesgrundlage nennen. Mein Elterngeld wurde mit Steuerklasse vier berechnet.
    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    • Hallo Hatice,
      wenn du den Wechsel erst im Januar 2019 beantragt hast, gilt dieser erst ab Februar 2019. Das waren dann bis zum Mutterschutz nur 5 Monate. Dann wäre die Steuerklasse vier korrekt, da diese überwiegend im Bemessungszeitraum gültig war.
      Galt die Steuerklasse III bereits im Januar 2019, dann überwog keine der Steuerklasse und es ist das letzte Merkmal im Bemessungszeitraum für die Berechnung anzuwenden (Richtlinien zum BEEG 2c.3.2.2). Am besten legst du Widerspruch ein.

  • Guten Tag wir haben im Oktober die Steuerklassen gewechselt und dies war ab Nov wirksam. Ich bin seitdem in 3 und kein Mann in 5. Der ET ist am 10.06 20 also ist der Mutterschutz ab dem 28.04.20 haben wir es gerade noch so geschafft, das die steuerklasse III angerechnet wird ? Lg und vielen Dank.

    • Hallo IR,
      der Wechsel kam für das Elterngeld leider zu spät. Es ergeben sich nur 5 Monate in der neuen Steuerklasse, da der April kein vollständig abgerechneter Monat mehr ist. Dieser zählt nicht mehr mit. Für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes ist die neue Steuerklasse jedoch relevant.

      • Oh nein vorher konnten wir dies ss gar nicht wissen 🙁 wenn ich auf die Mutterschutzfrist verzichte, würde dies noch etwas bewirken ? Wäre der ET am 12. 06 also zwei Tage später , würde die Mutterschutzfr. Am 1.5 beginnen und die Steuerklasse 3 würde zählen ?
        Vielen herzlichen Dank

        • Ja, wenn dein Mutterschutz später beginnt, kommt du auf 6 Monate. Diese sind mindestens erforderlich. Mit dem Verzicht auf die Mutterschutzfrist ist das so eine Sache… eigentlich ist das seit dem 1.1.2018 nicht mehr möglich. Vielleicht klappt es noch, denn nicht in allen Elterngeldstellen ist das bisher angekommen. Da es sich nur um wenige Tage handelt, kannst du diese mit Urlaub überbrücken oder tatsächlich arbeiten und den Mutterschutz dann ab 1. bzw. 2.5 beginnen. Du musst nicht die ganze Mutterschutzfrist arbeiten, nur bis die 6 Monate erreicht sind.

  • Hallo Frau Nagel,
    ich habe auch eine Frage zur Steuerklassenwechsel. Zur Zeit sind ich und mein Mann in der Steuerklasse IV/IV. Der errechnete ET ist der 21.08.2019. Für den Trick mit dem Steuerklassenwechsel in III/V ist es schon zu spät. Also bleiben wir erst mal in Klasse IV/IV. Aber können wir kurz vor Geburt oder auch danach in die Klasse V/III wechseln? Damit mein Mann dann Netto mehr verdient?
    Es hat aber möglicherweise Auswirkungen auf die spätere Nachzahlung oder?
    Vielen Dank!

    • Hallo Julia,
      es ist richtig, dass der Wechsel für das Elterngeld zu spät ist für dich. Für das Mutterschaftsgeld könntest du noch wechseln. Hierfür muss die neue Steuerklasse in 3 Monaten vor Beginn des Mutterschutzes vorliegen. Wenn du nach der Geburt erstmal kein Einkommen hast, könnt ihr nach der Geburt dann noch einmal wechseln, dass dein Mann die III nimmt und du die V. Für eure Steuerveranlagung kann diese Kombination zu einer Nachzahlung führen, das ist korrekt. Jedoch kommt es durch das Elterngeld bereits zu einer Nachzahlung.

  • Hallo Frau Nagel,
    Ich habe eine Frage zum Thema Steuerklassenwechsel.
    Meine Frau ist seit Ende Dezember 2019 in Mutterschutz und unser ET ist für Anfang Februar 2020.
    Da das Mutterschutzgeld Steuerfrei ist , macht es einen Sinn sofort die Steuerklasse zu wechsel ? . Zur Zeit haben wir beide IV / IV .
    Und ich würde wechseln wollen auf III und Sie ab sofort dann auf V.
    Ich würde dadurch ca. 300-400€ monatlich mehr Netto haben. Würden Sie uns davon abraten weil dadurch eine Nachzahlung mit sich bringt .Oder lieber erst zur Elternzeit die Steuerklasse wechseln ?
    Unser Bruttoeinkommen ist jeweils 3600 Eur pro Monat, jedoch wird meine Frau ja in der Elternzeit deutlich weniger erhalten.

    • Hallo Akay,
      ihr könnt im Mutterschutz bereits wechseln. Zu einer Nachzahlung kommt es in der Steuererklärung durch das Mutterschaftsgeld und das Elterngeld leider trotzdem, egal welche Kombination ihr wählt. Die beiden Ersatzleistungen sind zwar steuerfrei, aber unterliegen dem Progressionsvorbehalt, wodurch es zu einer Nachzahlung kommt.

  • Hallo Frau Nagel,
    errechneter Termin 14.09.2020. Dann würde Mutterschutz am 3.8.2020 beginnen, glaube ich. Bedeutet wenn wir jetzt in StKlasse 3 wechseln sind es ab Februar – Juli genau 6 Monate und damit noch rechtzeitig oder? Kann ich den Antrag beim Finanzamt 23.01.2020 nach dem ersten Ultraschall einreichen. Ob am 10.01 oder 23.01 sollte ja keinen Unterschied machen.

    Danke und Gruß
    Chris

    • Hallo Chris,
      das würde gehen. Sollte sich der Mutterschutzbeginn allerdings in den Juli verschieben, dann wäre der Wechsel zu spät erfolgt, weil es dann nur 5 Monate sind. Für das Mutterschaftsgeld ist der Wechsel aber auch von Vorteil.

  • Liebes Elterngeld.de Team,

    ich habe eine Frage bezgl der Ermittlung des Elterngeldes und der zugrunde gelegten Steuerklasse. Was ist maßgeblich für die Ermittlung des Elterngeldes, die Gültigkeit des Eintrags in ELSTAM oder die Eintragung auf den Gehaltsabrechnungen? Hintergrund ist der, dass aufgrund einer nicht zu erklärenden Bearbeitungsdauer des Finazamtes der Antrag auf Steuerklassenwechsel von Ende 11/2019 erst in 01/2020 bearbeitet wurde und damit erst für 02/2020 auf der Gehaltsabrechnung zu sehen ist. Eine Korrektur für 2019 wir der Arbeitsgeber wohl nicht mehr vornehmen, sondern nur für 2020. Die ELSTAM Eintrag hat eine Gültigkeit ab 1.12.2019.

    Danke und viele Grüße
    Björn

    • Hallo Björn,
      wenn ELStAM-Merkmale sich für die Vergangenheit ändern, lösen die sie in der Regel korrigierte Abrechnungen aus. Der Arbeitgeber bekommt die neuen Merkmale erst per Anfang Februar elektronisch übermittelt. Sollte also nicht automatisch eine korrigierte Abrechnung erstellt werden, kannst du darum bitten den Vorgang manuell anzusteuern. In den Richtlinien heißt es, dass die Merkmale der Lohnabrechnung maßgeblich und nicht anzuzweifeln sind. Demnach wäre es ungünstig die Dezemberabrechnung nicht mehr zu korrigieren, wenn denn die Zeit knapp ist und du damit nicht auf die mindestens 6 Monate kommst. Am besten teilst du es der Lohnsachbearbeiterin bzw. deinem Chef mit, dass sich etwas verändert hat, dann kann bei der Bearbeitung der Gehälter für den Februar explizit darauf geachtet werden. Das wird klappen!

  • Hallo liebes Elterngeld.de Team,

    spielt es für die Frage der überwiegenden Steuerklassenmonate eine Rolle, dass nur in den letzten 8 Monaten vor der Mutterschutzzeit Arbeitslohn kommt oder sind rein unsere Steuerklasseneinordnungen relevant?
    Hintergrund: Nach einer 3 Jährigen Elternzeit (ohne Erwerbstätigkeit) arbeitet meine Frau seit letztem November wieder und nun erwarten wir Anfang August ein weiteres Kind. 🙂

    Auf den Zeitraum (November 2019 – Juni 2020) bezogen, können wir eine überwiegende Anzahl an Monaten in der Klasse III für sie noch hinbekommen. Wenn allein die Dauer der Steuerklasseneinordnung (ungeachtet von Einkommen) relevant ist, dürfte es zu spät sein.

    Habt ihr diesen Fall schon gehabt und eine Einschätzung dazu? Da wäre ich sehr dankbar für.

    Viele Grüße
    Ecki

    • Hallo Ecki,
      der Bemessungszeitraum für das Elterngeld sind die 12 Monate vor Beginn des Mutterschutzes. Es zählt das Einkommen in diesem Zeitraum. Liegt nicht in allen Monaten ein Einkommen vor, so werden die anderen Monate mit Null in die Berechnung aufgenommen. Die Summe des so ermittelten Einkommens wird durch 12 geteilt und davon das Elterngeld berechnet.
      Der Wechsel der Steuerklasse kann durch den Jahreswechsel nicht mehr nachträglich erfolgen. Sofern ihr noch nicht gewechselt habt, kann der Wechsel frühestens zum Februar vorgenommen werden (Antrag bis 31.1. erforderlich). Damit ist die Steuerklasse dann nicht in 6 Monaten gültig (lediglich in 5 Monaten) und für das Elterngeld nicht relevant. Allerdings gilt die Steuerklasse III dann für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes. Dafür muss die Steuerklasse in 3 Monaten vor Beginn des Mutterschutzes vorliegen.

  • Hallo Elterneld.de-Team,
    macht ein Steuerklassenwechsel Sinn, wenn beide Elternteile aufgrund des Einkommens Anspruch auf den Maximalbetrag von 1.800 € haben? Das Elterngeld ließe sich ja nicht erhöhen. Oder bewirkt es war etwas bei dem weiter arbeitenden Partner?

    Besten Dank und viele Grüße

    • Hallo Stefan,
      der Maximalbetrag läßt sich, wie du schon richtig schreibst, nicht noch weiter erhöhen. Je nachdem welche Kombination ihr derzeit habt (ich gehe von IV/IV aus), kann sich ein Wechsel für das Mutterschaftsgeld lohnen. Hierfür müssen 3 vollständige Monate mit der neuen Steuerklasse vor Beginn des Mutterschutzes vorliegen. Weiterhin kommt es darauf an, wie schnell deine Frau wieder in ihren Beruf zurückkehrt. Bleibt sie erstmal zu Hause, kann ein Wechsel für dich in die Steuerklasse III sinnvoll sein, um monatlich mehr Netto zu haben. Hinweis: Seit 1.1.2020 könnt ihr auch mehrfach im Jahr die Steuerklasse wechseln ohne dass Besonderheiten vorliegen.

      • Hallo Yvonne,
        lieben Dank für deine Antwort! Das hilft uns sehr. Wir arbeiten beide als verbeamtete Lehrkräfte mit fast identischem Einkommen in Schulen (Steuerklasse IV/IV). Daher ist das Mutterschaftsgeld für uns nicht relevant, richtig?
        Geplant ist, dass meine Frau 12 Monate nach der Geburt zu Hause bleibt und dann wieder zur Arbeit in die Schule geht. Wenn wir dazu die Steuerklasse (wie von dir oben beschrieben) wechseln, hätten wir monatlich mehr netto und eine kleinere Steuererstattung. Wenn wir nicht wechseln und bei IV/IV bleiben, haben wir weniger netto und eine höhere Steuererstattung. Unterm Strich stehen bei beiden Optionen also die gleichen Beträge für das verfügbare Einkommen. Nur der Zeitpunkt der Verfügbarkeit über das Einkommen ist anders. Habe ich das so richtig verstanden?
        Besten Dank & viele Grüße!

  • Hallo Yvonne,
    diese Frage wurde bestimmt bereits mehrfach gestellt. Ich entschuldige mich vorab.
    Mein Mann und ich sind aktuell beide in Steuerklasse IV und haben beide Anspruch auf den Elterngeldmaximalbetrag von 1800€. Macht es für uns Sinn, dass mein Mann nach der Geburt in Steuerklasse III wechselt und ich in V? Oder bleibt es sich aufgrund der Steuernachzahlung im Endeffekt gleich? Das Elterngeld wird nicht noch verstreut, oder? Wir wollen beide Elternzeit nehmen, ich aber im Endeffekt etwas mehr.
    Herzlichen Dank im Voraus,
    Anni

    • Hallo Anni,
      wenn du länger nicht arbeiten wirst nach der Geburt, kann ein Wechsel sinnvoll sein. Am Jahresende bei der Steuerveranlagung gleicht sich das im Zweifel wieder aus. Allerdings wird das Elterngeld durch die Hintertür besteuert (sog. Progressionsvorbehalt). Es kann also so oder so zu einer Nachzahlung kommen.

  • Hallo Frau Nagel,
    Wir haben die gegenteile Situation. Meine Frau ist am SK3 mit genug höhes Gehalt um die maximum limitierte Elternzeitgeld zu bekommen. Baby ist geboren am 06.01, also wir beantragen Elternzeit am ggn 06.03. Können wir die SK wechsel und wenn ja – wann? Villeicht nach dem Mutterschutz, und dann ich kann am SK3 sein. Dann wieder wechseln zurück in 2021 wenn sie wieder arbeitet. Ist das technisch möglich? Danke im Voraus

    • Hallo Krystian,
      deine Frau bekommt in der Schutzfrist nach der Geburt Mutterschaftsgeld. Dieses wird wie Basiselterngeld behandelt. Das Elterngeld müsstet ihr ab der Geburt beantragen, nicht erst ab 6.3. Die Steuerklasse könnt ihr wechseln. Seit Anfang 2020 sogar mehrmals im Jahr (nur vor dem 30.11. des Jahres möglich). Also wenn ihr wechseln möchtet, dann könnt ihr das machen. Wenn deine Frau wieder beginnt zu arbeiten, wechselt ihr einfach wieder zurück.

  • Liebe Frau Nagel,

    Ich habe eine Frage zum Verzicht auf den vorgeburtlichen Mutterschutz. Sie schreiben hierzu

    „Achtung: Eine Ausklammerung der Monate des Mutterschutzes um die 7 Monate zu erreichen (auch durch einen freiwilligen Verzicht auf die Anwendung der Schutzfrist vor der Geburt), ist durch die Änderung der Richtlinien zum Bundeselterngeldgesetz seit dem 01.01.2018 nicht mehr möglich. Bis Ende 2017 war das ein beliebter Trick, um sich etwas mehr Zeit zu verschaffen.“

    Meines Erachtens müsste ein derartiges Vorgehen aber sehr wohl möglich sein.

    Das folgt aus § 2b I Nr. 2 BEEG, wonach bei der Bestimmung des Bemessungszeitraums Kalendermonate unberücksichtigt bleiben, in denen die bezugsberechtigte Person während der Schutzfristen nach § 3 des Mutterschutzgesetzes nicht beschäftigt werden durfte oder Mutterschaftsgeld (…) bezogen hat.

    Bei einem Verzicht auf den vorgeburtlichen Mutterschutz darf man aber weiterbeschäftigt werden und bezieht auch kein Mutterschaftsgeld. Dementsprechend muss auch dieser Kalendermonat, in den man auf die Schutzfrist verzichtet, in den Bemessungszeitraum einbezogen werden.

    In dem Leitfaden des Familienministeriums heißt es dazu auch „Nach Nr. 2 finden die Ausklammerungstatbestände auf Frauen Anwendung, die die Schutzfristen nach § 3 MuSchG in Anspruch genommen haben, mit oder ohne Mutterschaftsgeld zu beziehen (gesetzlich oder privat versicherte Arbeitnehmerinnen).“ Umgekehrt gilt also: wenn man die Schutzfristen NICHT in Anspruch genommen hat, gilt die Ausklammerung.

    Oder übersehe ich hier etwas?

    Vielen Dank!
    Dominika

    • Hallo Dominika,
      es gibt eine Verwaltungsanweisung für die Elterngeldstellen, diesen Verzicht nicht mehr zuzulassen. Basis ist ein Urteil des Bundessozialgerichtes vom 16.03.2017, Aktenzeichen B 10 EG 9/15 R).

      • Besten Dank für Ihre Antwort.

        Aus der Entscheidung ergibt sich nur, dass eine freiwillige Ausklammerung nicht mehr möglich ist, wenn man Mutterschaftsgeld bezogen hat. Das entspricht auch dem Leitfaden, der allein auf den Bezug von Mutterschaftsgeld abstellt.

        Ihr hier auf der Seite angebrachter Hinweis, der Trick funktioniere auch nicht mehr „durch einen freiwilligen Verzicht auf die Anwendung der Schutzfrist vor der Geburt“ halte ich zumindest für missverständlich. Entscheidend ist, ob man Mutterschaftsgeld bezogen hat oder nicht. Wenn man auf den Mutterschutz verzichtet (und dementsprechend kein Mutterschaftsgeld erhält), geht der „Trick“ weiterhin. Er geht nur nicht mehr, wenn man tatsächlich in Mutterschutz geht und dann erklärt, man würde auf die gesetzlich angeordnete Ausklammerung dieser Zeit verzichten.

        In der Beratung wäre also darauf hinzuweisen, dass man durch den Verzicht auf den vorgeburtlichen Mutterschutz sehr wohl noch die notwendigen Monate erfüllen kann.

        Vielleicht helfen meine Ausführungen hierzu ja noch jemandem anderen.

        Beste Grüße

  • Hallo Yvonne!
    Beim zweiten Kind werden ja die 12 Monate vor Mutterschutz berücksichtigt, in dem man kein Elterngeld (oder Elterngeld Plus, Partnerschaftsbonus) bekommen hat.
    Ist es denn möglich, dass für Mutter UND Vater Steuerklasse III. verwendet wird? Mein Beispiel: Nach der Geburt des ersten Kindes haben wir zurückgewechselt: Mutter Steuerklasse 5, Vater Steuerklasse 3. Das zweite Kind wird ca. 2 Jahre und 4 Monate später kommen. Zwischen das letzte Elterngeld (Partnerschaftsbonus) für mich (Mutter) und das nächste Mutterschutz liegen 8 Monate. Für das Elterngeld für meinen Mann werden die 12 Monate vor Mutterschutz berechnet, für mich aber auch 4 Monate von vor dem ersten Kind, wo ich in der Steuerklasse 3 war. Mit einem rechtzeitigen Steuerklassenwechsel vor dem 2. Kind könnten wir theoretisch für mich 4+4=8, und für meinen Mann auch 8 „Steuerklasse-3-Monate“ anrechnen lassen. Dann würden wir beide mehr Elterngeld bekommen. Stimmt das?

    • Hallo Fruszina,
      ich kann deine Berechnung nicht ganz nachvollziehen. Der Bemessungszeitraum für dich sind die 12 Monate vor Beginn des neuen Mutterschutzes. In dieser Zeit liegt bei einer Zeitspanne von 28 Monaten zwischen den Kindern keine Möglichkeit einer Ausklammerung von Monaten mit Elterngeld vor (längstens bis zum 14. LM). Es ist also deine Steuerklasse im Bemessungszeitraum vom 2. Kind maßgeblich. Aber theoretisch ist es möglich, dass für beide Elternteile die gleiche Steuerklasse bei der Berechnung gilt.

  • Hallo Frau Nagel,
    wir erwarten am 22.09. Baby Nummer 3. Mutterschutz beginnt also am 11.08. Wenn wir mit Wirkung März die SK wechseln (Frau lll/Mann V), ist fürs EG noch relevant? Den halben August arbeite ich noch ganz „normal“. Herzlichen Dank für eine kurze Info. Steffi

    • Hallo Stefanie,
      es müssen 6 vollständig abgerechnete Monate in der neuen Steuerklasse vorliegen. Wenn du nicht dieses Jahr erst im Januar geheiratet hast (rückwirkender Wechsel möglich), kommt der Wechsel leider zu spät.
      Wenn du deinen Mutterschutz erst am 1.7 beginnen würdest (Verzichtserklärung gegenüber Arbeitgeber und Krankenkasse erforderlich!!), dann wäre der August noch mit drin und die 6 Monate erfüllt. Es ist aber eine recht lange Zeitspanne „zu überbrücken“ mit tatsächlicher Arbeit oder Urlaubstagen. Sollte das Kind früher kommen, könnte es knapp werden.

  • Hallo liebes Team,

    mein Mutterschutz beginnt am 23.8.2020. Den Steuerklassenwechsel habe ich am 31.01.2020 eingereicht und wurde am 03.02.2020 durchgeführt. Mein AG hat aber nun für Februar noch die StKl. 3 verwendet. Kann ich nun von vornherein auf paar Tage Mutterschutz und Mutterschaftsgeld verzichten um auf die 6 Monate zu kommen?

    • Hallo Sarah,
      vermutlich hat sich der Abruf der neuen ELStAM Daten mit der Abrechnung überschnitten. Der Wechsel sollte ab Februar gelten. Bitte frage einmal in der Personalabteilung nach. In der Regel erfolgt mit dem nächsten Monat (März) eine Nachberechnung für den Februar, wo dann die Steuerklasse III angewendet wird. Ist das nicht so, müsstest du noch einmal mit dem Finanzamt Rücksprache halten zu wann der Wechsel eingetragen wurde.
      Sollte der Wechsel erst zum März gültig sein, dann könntest du gegenüber Arbeitgeber UND Krankenkasse (!!!) in einem formlosen Schreiben erklären, dass dein Mutterschutz erst am 1.9 beginnen soll und dann die restlichen Tage im August mit Urlaub überbrücken.

      • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich werde mal direkt morgen beim Finanzamt nachfragen.
        Geht diese Überbrückung denn noch? Lt. dem Beitrag soll das so ja nicht mehr gehen. Und geht dies auch, wenn ich im BV bin?
        LG

      • Hallo Frau Nagel, im Artikel wird an zwei Stellen erwähnt, dass das Schieben des Mutterschutz-Beginns nicht mehr akzeptiert würde. Bei Test.de wird dieser Trick ebenfalls noch geführt. Gibt es eine eindeutige Rechtsprechung oder nur Auslegungen unterschiedlicher Elterngeldstellen? Ferner interessiert mich, inwiefern die Krankenkasse hier eine Rolle spielt? Vielen Dank!

        • Hallo Markus,
          die Aussage im Artikel bezieht sich auf die Möglichkeit eine Ausklammerung der Monate mit Mutterschutzfrist gegenüber der Elterngeldstelle zu erklären. Das ist durch die Änderungen der Richtlinien seit 2018 ausgeschlossen.
          Weiterhin möglich ist, dass die werdende Mutter gegenüber dem Arbeitgeber und der Krankenkasse auf einen Teil der Schutzfrist verzichtet um ggf. noch etwas für das Elterngeld zu erreichen. Beispiel wäre Beginn der Mutterschutzfrist ist ab 27. eines Monats. Dieser Monat zählt nur für die Elterngeldberechnung / Steuerklassenanwendung wenn er „vollständig“ ist. Dafür müssen die vorgenannten Verzichtserklärungen ausgesprochen werden und diese letzten Tage müssen tatsächlich gearbeitet, Urlaub oder Überstunden genommen werden.Die Mutterschutzfrist beginnt dann z. B. ab dem 1. des Folgemonats.

  • Hallo Frau Nagel,
    ich bin mir nicht sicher, ob meine Frage hierher passt. Mein Mann und ich sind in Steuerklasse IV und fühlen uns damit auch wohl. Die Frage: Spielt es eine Rolle, ob wir uns bei der Steuererklärung zusammen veranlagen lassen und vom Ehegattensplitting gebrauch machen? Wird durch die etwas geringere Steuerlast, die ich dadurch vielleicht hätte, mein Elterngeld erhöht oder spielt bei der Berechnung ohnehin nur die Steuerklasse eine Rolle?

    Vielen Dank und Gruß
    Valerie

    • Hallo Valerie,
      da spielen durchaus noch ein paar mehr Faktoren eine Rolle. Wenn du in Elternzeit bist und Elterngeld bekommst, kann es sogar sinnvoll sein, sich nicht zusammen veranlagen zu lassen. Das hängt von eurer individuellen Situation ab. Bitte wende dich für genauere Auskünfte an einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein.
      Für die Elterngeldberechnung bzw. die Höhe deines Elterngeldes spielt nur die Steuerklasse im Bemessungszeitraum eine Rolle, nicht die steuerliche Veranlagungsform.

  • Hallo Frau Nagel,

    meine Frau und ich erwarten unser erstes Kind im Juli diesen Jahres. Nun habe ich bereits früh erfahren, dass ein Wechsel der Steuerklasse von Vorteil sein kann. Das habe ich bereits im Sommer letzten Jahres durchführen lassen, seitdem erhält meine Frau mehr Netto.
    Oft habe ich nun gelesen die Steuerklasse nach der Geburt des Kindes wieder zu wechseln. Nun stellt sich mir die Frage in welche Klassen macht es mehr Sinn? Wenn ich die Klasse 3 nehme, kann es ja sein, dass wir im nächsten Jahr Steuern nachzahlen müssen.
    Wäre daher die Steuerklasse 4 nicht besser um dem etwas vorzubeugen, da man ja mehr Steuern gezahlt hat?

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Christian

    • Hallo Christian,
      klasse, dass ihr den Wechsel der Steuerklasse so früh vorgenommen habt. Wie es mit der Steuerklassenwahl nach der Geburt sinnvoll sein könnte, müsst ihr beurteilen. Grundsätzlich kannst du zunächst in die III gehen, wenn deine Frau länger in Elternzeit geht. Besteht allerdings die Möglichkeit, dass sie in dem Kalenderjahr wieder beginnt zu arbeiten und eine Lohnersatzleistung (ALG I, Krankengeld, Kurzarbeitergeld) beziehen muss, wäre für sie die Steuerklasse V von Nachteil. Bei der Kombination III/V kann es immer zu einer Nachzahlung kommen. Durch das Elterngeld ist es noch wahrscheinlicher.

  • Sehr geehrte Fr. Nagel,
    Mein Mann und ich sind beide in Steuerklasse 4. Mein Mutterschutz beginnt ab 10.9. Lohnt sich jetzt ein Wechsel oder erst im August? Für die vollen 7 Monate bin ich wohl 1 Monat zu spät dran. Ich bin im Moment im vorläufigen Berufsverbot wegen der aktuellen gesundheitlichen/wirtschaftlichen Lage. Mein Mann verdient schon etwas mehr als ich.
    Sollten wir die Lohnsteuer noch im März wechseln, oder später?
    Freundliche Grüße 🙂

    • Hallo Karotte,
      der Wechsel kommt für das Elterngeld leider zu spät. Wenn du längere Zeit in Elternzeit gehst, könntet ihr ab dem Mutterschutz einen Wechsel vornehmen. Sollte die Gefahr bestehen, dass du eine Lohnersatzleistung beziehen musst (ALG, Kurzarbeitergeld), wäre der Wechsel in die Steuerklasse V für dich nicht sinnvoll, da die Höhe dieser Leistungen auch von der Steuerklasse beeinflusst wird.

  • Hallo Frau Nagel,

    meine Ausgangslage: verheiratet, noch keine Kinder!

    Der Mutterschutz beginnt ja normalwerweise 6 Wochen vor der Geburt, ich bin aber in einem Beruf (Postzustellerin) bei dem man sofort nach Feststellung der Schwangerschaft nicht mehr arbeiten darf, aber noch das komplette Gehalt bezahlt bekommt.

    Meine Frage: reicht es wenn ich in die Steuerklasse 3 wechsle, sobald ich Schwanger bin, oder muss ich in meinem Fall schon mind. 7 Monate bevor ich Schanger bin der Steuerklasse 3 sein?

    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus!

    • Hallo Zustellerin,
      da du im individuellen Beschäftigungsverbot regulär dein Gehalt bekommst, zählt der Bemessungszeitraum ganz normal vor der Geburt bzw. vor Beginn des Mutterschutzes. Der Steuerklassenwechsel sollte dennoch frühzeitig erfolgen, dass du auf die 7 Monate vor dem Mutterschutz kommst. Vor der Schwangerschaft ist ein Wechsel nicht erforderlich aber möglich.

  • Hallo Frau Nagel,
    meine Frau und ich sind beide Beamte in Steuerklasse 4 mit nahezu identischem Einkommen. Heute Morgen haben wir erfahren, dass meine Frau schwanger ist. 🙂 Meine Frau wird sicher mehr Elternzeit beanspruchen, als ich. Nun ist aber der 31.3. und ich bin mir unsicher, ob ich den Steuerklassenwechsel beantragen soll. Die telefonische Erstberatung der Lohnsteuerhilfe rät uns davon ab, da wir über den Lohnsteuerjahresausgleich dann viel zurückzahlen müssten?! Hier lese ich aber, dass Steuerklassen 4/4 besser in 3/5 wechseln sollten. Das Finazamt macht in 2 Stunden zu und ich bin überfragt. Ziemlich unromantische Angelegenheit, wenn man gerade erfahren hat, dass man Vater wird … Vielleicht klappt es ja mit eine schnellen Antwort.
    Viele Grüße,
    Chris

    • Hallo Chris,
      der Wechsel ist sinnvoll für das Elterngeld. Als Beamtin hat deine Frau ein wenig länger Zeit für den Wechsel, da sie in der Mutterschutzfrist ihr Gehalt ganz normal weiter bekommt. Mindestens 6 vollständig abgerechnete Monate mit der Steuerklasse III vor der Geburt sollte sie haben.
      Unter steuerlichen Aspekten kann es bei der Konstellation III/V immer zu Nachzahlungen kommen. Mit dem Bezug des Elterngeldes ist das aber auch der Fall, da dieses auch durch die Hintertür besteuert wird. Einfach monatlich ein wenig Geld zurücklegen dafür, dann seid ihr auf der sicheren Seite.

  • Hallo Frau Nagel,
    der errechnete Geburtstermin ist der 11.09.20 und ende Juli beginnt die Mutterschutzfrist. Seit dem 1.3.20 bin ich auf Steuerklasse 3 und mein Mann auf 5. Meine 6 Monate vor der Mutterschutzfrist kriege ich nicht voll. Allerdings bin ich im öffentlichen Dienst als Beamtin tätig. Gibt es Ausnahmeregelungen für mich? Ich meine sowas mal gelesen zu haben.

    Viele Grüße

    • Hallo Anja,
      als Beamtin bekommst du auch im Mutterschutz weiterhin deine Bezüge. Wenn das Kind nicht bereits im August kommt, kannst du noch auf die 6 Monate kommen. Bei dir zählen die 6 Monate vor der Geburt, nicht vor dem Mutterschutz.

  • Hallo Frau Nagel,
    mein errechneter ET ist der 21.12.2020, schätzungsweise beginnt mein Mutterschutz dann, 6 Wochen zuvor, am 9.11.2020.
    Leider habe ich erst jetzt gerade von dem tollen „Trick“ durch Ihren Artikel erfahren. Das bedeutet, ich hätte spätestens am 8.4.2020 bereits den Steuerklassen-Wechsel mit meinem Mann beantragen müssen. Ist das richtig? Oder habe ich einen Rechenfehler?
    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    Liebe Grüße
    Lena

    • Hallo Lena,
      ja der Wechsel kommt leider zu spät (es sei denn du bist Beamtin). Der Wechsel ist immer erst ab dem Folgemonat des Antrags gültig. Wenn du dieses Jahr erst geheiratet hast, dann kannst du rückwirkend auf den Monat der Heirat den Wechsel vornehmen. Bis zum Monat vor dem Mutterschutz müsstest du aber auf mindestens 6 Monate in der neuen Steuerklasse kommen.

  • Hallo Fr. Nagel, ich hätte eine Frage bezüglich des steuerklassenwechsel. Ich bin in der 9.ssw und mein Mann und ich haben steuerklassen 4/4 Entbindungstermin wäre der 3.12 ab 21.10 Mutterschutz. Ist es noch sinnvoll in 5/3 zu wechseln oder würden dann diese steuerklassen nicht anerkannt werden? Leider hab ich heute erst davon erfahren das ein Wechsel finanziellen Vorteil hätte. Liebe Grüße Bianka

    • Hallo Bianka,
      wenn du nicht erst in diesem Jahr geheiratet hast, kommt der Wechsel leider zu spät. Dieser gilt erst ab dem Folgemonat. und der Oktober zählt schon nicht mehr mit (es sei denn du bist Beamtin). Leider müsstest du auf mindestens 6 Monate mit der neuen Steuerklasse kommen. Das ist nicht mehr möglich.

  • Hallo Frau Nagel,
    vielen Dank für das umfangreiche Informationsangebot! Hier meine Frage: Ich befinde mich derzeit in Elternzeit mit Kind 1, vorraussichtlich für 18 Monate. Lohnt sich ein Steuerklassenwechsel bei eintretender neuer Schwangerschaft zw dem 13. und 18. Elternzeit-Monat? Monat 15 bis 18, die ja für das zweite Elterngeld relevant wären, habe ich ja keine Erwerbseinkünfte, auf die sich der Wechsel der Steuerklasse auswirken würde…
    Freundliche Grüße!

    • Hallo Mareike,
      es zählen die Lohnsteuermerkmale des Bemessungszeitraums. Es kommt also darauf an, ob weit vergangene Monate mit Gehaltsbezug zählen oder auch aktuellere Monate ohne Einkommen oder Elterngeld. Weiterhin ist dann entscheidend, welche Steuerklasse in diesen Bemessungsmonaten überwiegend vorgelegen hat.
      Kündigst du die bestehende Elternzeit zu Beginn des neuen Mutterschutzes? Dann berechnet sich dein Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld mit deiner aktuellen Steuerklasse. Vor diesem Hintergrund könnte sich ein Wechsel lohnen.

  • Hallo Frau Nagel,
    meinem Mann und mir geht es nicht um die Erhöhung des Elterngeldes, denn wir bekommen beide den maximalen Satz. Ich werde 2 Jahre in Elternzeit gehen und folglich im zweiten Jahr kein Geld erhalten. Der Mutterschutz beginnt am 13.6.2020 und unsere Überlegung ist, von Steuerklasse IV in III (mein Mann) und V (ich) zu wechseln, um das Nettoeinkommen meines Mannes in der Zeit, in der ich in Elternzeit bin, zu erhöhen. Meine beiden Fragen dazu sind: 1. Bringt uns der Wechsel mehr Geld oder ist es am Ende des Tages einfach nur eine schnellere Verfügbarkeit, die wir sonst erst durch die Einkommenssteuererklärung im darauffolgenden Jahr bekämen? 2. Zu wann würden sie, wenn, den Wechsel empfehlen? Noch vor dem Mutterschutzbeginn?
    Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen.
    Liebe Grüße
    Sabrina

    • Hallo Sabrina,
      ob ein Steuerklassenwechsel in eurer Situation sinnvoll ist oder nicht, hängt auch von weiteren persönlichen Umständen ab. Hierzu kann ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein dir weitere Auskünfte erteilen.
      Allgemein gesprochen, ist es so wie du schreibst. Dein Mann hat in der Steuerklasse III unterjährig ein höheres Netto. Bei der Steuerveranlagung werdet ihr dann gemeinsam (oder getrennt) für das Jahr betrachtet. Familien machen den Wechsel zurück auf III/V in der Elternzeit oftmals, um den Einkommensverlust im Elterngeldbezug bereits ein wenig auszugleichen und nicht bis zur Veranlagung warten zu müssen. Wenn du nicht verbeamtet bist, könntet ihr bereits im Mutterschutz wechseln.

  • Hallo,
    liegt bei dem Punkt „Wer sollte wechseln, um das Elterngeld zu erhöhen?“ unter „1) die Kombination IV/IV“ ein Schreibfehler vor? Hier wird die Kombination III/V erklärt und nicht wie in der Überschrift erwähnt IV/IV.

    • Hallo Alex,
      die Überschrift bezieht sich auf die Konstellationen für die sich ein Wechsel lohnt und erklärt, wie der Wechsel vollzogen werden sollte. Es handelt sich also nicht um einen Schreibfehler.

  • >