Mehr Elterngeld durch Steuerklasse wechseln

Für verheiratete Paare oder eingetragene Lebenspartnerschaften handelt es sich um einen sehr beliebten Trick, um den einkommensabhängigen Elterngeldanspruch legal deutlich zu erhöhen. Man muss sich jedoch auskennen und alle Punkte (vor allem die Fristen) beachten. Du kannst dies entweder selbst durchführen, oder unsere Hilfe dafür in Anspruch nehmen (mehr dazu weiter unten).

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Trick funktioniert nur für Ehepaare bzw. eingetragene Lebenspartnerschaften
  • Vor der Geburt steht dadurch monatlich weniger Geld zur Verfügung
  • Der Wechsel erfordert einen Antrag beim Finanzamt
  • Die neue Steuerklasse muss mindestens 7 Monate vor Beginn des Mutterschutzes gelten
  • Verzicht auf die Schutzfrist vor der Geburt hat keine Auswirkung mehr auf das Elterngeld
  • Es ist nur ein Wechsel pro Kalenderjahr möglich (bis 30.11 eines Jahres)
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Wer kann grundsätzlich die Steuerklasse wechseln?

Nur Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften können grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Steuerklassen-Kombinationen wählen:

  • Beide Partner sind in der Steuerklasse IV, diese Kombination wird nach der Hochzeit vom Finanzamt automatisch vergeben.
  • Steuerklasse IV mit Faktor, gibt es nur auf Antrag, hier wird der Splittingvorteil in der Steuertabelle durch die Heirat bereits während des Jahres berücksichtigt, ist aber nicht sehr gängig.
  • Ein Partner ist in der Steuerklasse III (höheres Netto-Einkommen) und der andere in der Steuerklasse V (niedrigeres Netto-Einkommen). Dies ist günstiger, sofern ein Partner ca. 60% oder mehr zum Familieneinkommen beiträgt. Diese Kombination ist nur auf Antrag wählbar und verpflichtet zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung und kann außerdem zu Nachzahlungen im Rahmen der Veranlagung führen

Wie sich der Steuerklassenwechsel auf das Elterngeld auswirkt

Für Paare, die noch vor der Geburt erfolgreich einen Steuerklassenwechsel durchführen können, lohnt sich das in der Regel sehr stark. Wir zeigen das Ganze einmal anhand eines Beispiels:

Manuela verdient 3.000 Euro brutto monatlich. Sie ist in der ungünstigen Steuerklasse V und erhält monatlich 1.600 Euro Gehalt netto ausgezahlt. In dieser Steuerklasse würde ihr Elterngeld 968 Euro monatlich betragen. Wenn sie jedoch rechtzeitig in die Steuerklasse III wechselt, bekommt sie 2.200 Euro netto und ein Elterngeld in Höhe von 1.356 Euro. Das sind ganze 388 Euro mehr Elterngeld jeden Monat bzw. 4.656 Euro auf 12 Monate gerechnet!

Wer sollte wechseln, um das Elterngeld zu erhöhen?

Es gibt 2 Fälle, für die ein solcher Steuerklassenwechsel lohnt:

1) die Kombination IV/IV
Derjenige von euch, der überwiegend in Elternzeit gehen möchte, sollte schnellstmöglich in die Steuerklasse III wechseln, der andere Elternteil in die Steuerklasse V.

2) die Kombination III/V
Derjenige von euch, der überwiegend in Elternzeit gehen möchte sollte schnellstmöglich in die Steuerklasse III wechseln und der Besserverdiener in die Steuerklasse V.

Achtung: In beiden Fällen ist es so, dass ihr gemeinsam monatlich vor der Geburt weniger Geld zur Verfügung habt. Besonders beim Wechsel nach Beispiel 2, denn die Abzüge für den Besserverdiener in der Steuerklasse V sind sehr hoch und der Auszahlungsbetrag ist entsprechend niedrig. Dies ist aber lediglich eine Verschiebung, die durch die Einkommensteuerklärung wieder ausgeglichen wird. Zuviel gezahlte Steuern werden dann, wenn ihr eure Steuererklärung gemacht habt, mit dem Steuerbescheid wieder erstattet (vorbehaltlich der Steuer auf andere zu verrechnende Sachverhalte, wie z.B. Elterngeld).

Wie genau wird der Wechsel vollzogen?

Um die Steuerklasse zu wechseln, müsst ihr als Ehepaar einen Antrag mit einem speziellen Formular beim Finanzamt stellen. Das Formular heißt „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern“.

Ein Steuerklassenwechsel greift immer erst im Folgemonat der Antragsstellung. Es gibt eine Ausnahme: Im Jahr der Eheschliessung ist eine rückwirkende Änderung zum Monat der Heirat möglich. Wir helfen euch beim Steuerklassenwechsel gern im Rahmen unserer Elterngeldberatung. Mehr Infos dazu bekommst du hier.

Bis wann muss der Wechsel erfolgen?

Für die Berechnung des Elterngeldes wird die Steuerklasse angewendet, die im Bemessungszeitraum überwiegend gültig war. Um einen Effekt für das Elterngeld zu haben ist es also erforderlich, mindestens 7 Monate VOR Beginn des Mutterschutzes in der neuen Steuerklasse zu sein. Das heißt eigentlich sofort nach dem positiven Schwangerschaftstest oder bereits davor.

Wenn in den 12 Monaten des Bemessungszeitraumes keine der Steuerklassen überwiegt, wird die zuletzt gültige Steuerklasse für die Berechnung des Elterngeldes verwendet.

Was, wenn man zu spät dran ist?

Leider sind die vorgenannten Monate zu erfüllen, anderenfalls lohnt sich ein Wechsel, zumindest um die Berechnung des Elterngeldes zu beeinflussen, nicht mehr.

Achtung: Eine Ausklammerung der Monate des Mutterschutzes um die 7 Monate zu erreichen (auch durch einen freiwilligen Verzicht auf die Anwendung der Schutzfrist vor der Geburt), ist durch die Änderung der Richtlinien zum Bundeselterngeldgesetz seit dem 01.01.2018 nicht mehr möglich. Bis Ende 2017 war das ein beliebter Trick, um sich etwas mehr Zeit zu verschaffen.

Beispiel:

Bemessungszeitraum:
Monat 1-6: Steuerklasse IV (6 Monate)
Monate 7-12 vor Beginn Mutterschutz: Steuerklasse III (6 Monate)

Keine der Steuerklassen liegt länger als 6 Monate vor, in diesem Fall wird die Steuerklasse III für die Berechnung herangezogen, weil sie zuletzt Gültigkeit hatte.

Wann kann man wieder zurück wechseln?

Für die Überprüfung der Höhe des Elterngeldes im Bezugszeitraum wird die Steuerklasse genommen, die auch für die Berechnung im Bemessungszeitraum gültig war, ganz unabhängig davon, welche Steuerklasse aktuell für dich gilt. Somit wäre ein Wechsel direkt nach der Geburt problemlos möglich.

Gemeinsam könnt ihr aber nur „zurück“ wechseln, wenn es in dem Kalenderjahr nicht bereits zur Optimierung des Elterngeldes einen Wechsel gab. Für das laufende Jahr kann der Wechsel nur einmal vorgenommen werden und ausschließlich bis zum 30.11. eines Jahres.

In besonderen Fällen ist ein Wechsel auch innerhalb eines Jahres noch einmal möglich, wenn:

  • ein Ehegatte / Lebenspartner(-in) keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn mehr bezieht
  • ein Dienstverhältnis wieder aufgenommen wird (z.B. nach einer Arbeitslosigkeit oder einer Elternzeit
    eine dauerhafte Trennung vorliegt
  • der vorherige Steuerklassenwechsel aufgrund der Eheschließung vorgenommen wurde
  • der vorherige Steuerklassenwechsel zum 01.01. dieses Jahres aufgrund eines Antrags aus dem abgelaufenen Kalenderjahr erfolgte

Auswirkung des Elterngeldes auf die Einkommensteuer

Nicht nur bestimmte Steuerklassenkombinationen führen zur Abgabepflicht bei der Einkommensteuer, sondern auch der Bezug von Elterngeld. Das Elterngeld selbst ist zwar steuer- und sozialabgabenfrei, unterliegt jedoch dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das heißt, es ergibt sich in fast allen Fällen eine Nachzahlung zur Einkommensteuer für die Zeiträume, in denen ihr diese Unterstützung erhalten habt. Daher ist es wichtig, hierfür ein paar Rücklagen zu bilden, um nicht von der Zahlungsaufforderung im Steuerbescheid überrascht zu werden.

Elternpaarohne Elterngeldmit ElterngeldMehrbelastung
Elterngeld0 Euro10.000 Euro
Zu versteuerndes Einkommen30.000 Euro30.000 Euro
Bemessungsgrundlage zur Einkommensteuer30.000 Euro30.000 Euro
Steuersatz10,00%14,00% (wg. Progressionsvorbehalt)
Steuer3.000 Euro4.200 Euro+ 1.200 Euro
Elterngeld10.000 Euro
Zu versteuerndes Einkommen40.000 Euro
Bemessungsgrundlage zur Einkommensteuer40.000 Euro
Steuersatz14,00%

Fazit: Durch das Elterngeld kommt es bei diesem Elternpaar zu einer Mehrbelastung bei der Einkommensteuer in Höhe von 1.200 Euro.

Hast du weitere Fragen zum Elterngeld und dem Steuerklassen-Wechsel? Dann schreib uns einen Kommentar!

Achtung: Viele Eltern machen Fehler beim Elterngeld!

Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.


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46 Kommentare
  1. Ali sagt

    Ich arbeite 100 Stunden pro Monat bekommen Mindestlohn 8.87 bin verheiratet meine Frau ist schwanger sie macht jetzt Deutschkurs was kann man Antrag machen um mehr Geld zu verdienen ich bitte um ihre Hilfe ich werde mich freuen wenn Sie zurückschreiben

    1. admin sagt

      Hallo Ali, das ist so einfach gar nicht zu beantworten sondern da müsste man sich den Fall genauer anschauen. Schauen Sie sich doch am besten mal unsere Elterngeldberatung an, wir können das für Sie komplett übernehmen und das maximale Elterngeld herausholen: https://www.elterngeld.de/elterngeldberatung/

  2. Aylin sagt

    Hallo. im April hatte ich noch Steuerklasse 5 und im Mai bereits 3. Der Entbindungstermin ist der 20.1.2019. bin ich noch in der Zeit?

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Aylin,
      Du hast rechtzeitig gewechselt, Deine neue Steuerklasse wird für die Monate vor dem Mutterschutz berücksichtigt. D. h. von Mai bis November sind 7 Monate und somit ist diese in der überwiegenden Zeit gültig und wird für die Berechnung des Elterngeldnettos verwendet.

      Alles Gute wünscht
      Yvonne von elterngeld.de

    2. Jessica sagt

      Hallo. Da ich am 15.Januar Entbindungstermin habe. Würde Sich die Umstellung der Steuerklassen nicht lohnen?
      Da ich zu spät Bin?
      Mein Mann arbeitet und ich bleibe dann 2Jahre Daheim/ Elternzeit.
      Würden Sie mir dann auch empfehlen dass mein Mann die 3 bekommt und ich die 5?
      LG Jessica

      1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

        Hallo Jessica,
        nein, der Wechsel ist für dein jetziges Elterngeld zu spät. Mindestens 7 Monate muss die Steuerklasse im Bemessungszeitraum vorliegen. In der Zeit wo du kein Gehalt beziehst ist der Wechsel der Steuerklasse sicherlich sinnvoll, sodass dein Mann die 3 nimmt. Grundsätzlich ist die Kombination 3/5 sinnvoll wenn einer von euch ca. 60 % oder mehr des Haushaltseinkommen verdient. Wenn ihr ungefähr gleich verdient ist 4/4 okay.

  3. Alex sagt

    Und nochmal die Frage zur Zeit – da das ganze augenscheinlich recht knapp ist. Wir haben Ende Oktober den Antrag auf Umstellung III->V gestellt – nur wenige Tage nach Bekanntwerden der Schwangerschaft; geplante Geburt ist der 19.06.2019… Reicht das aus? Im September hätten wir den Antrag gar nicht stellen können, um noch früher zu sein, da hier noch nichts bekannt war…. :/

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Alex,

      in eurem Fall liegt keine der Steuerklassen im Bemessungszeitraum zu einem überwiegenden Teil vor. Der Wechsel wird zum November wirksam und gilt bis zur Geburt. Allerdings werden 12 Monate VOR Beginn der Mutterschutzes herangezogen, somit steht es quasi 6:6. Daher gilt die zuletzt gültige Steuerklasse, in diesem Fall die III.

      Alles Gute,
      Yvonne von Elterngeld.de

      1. Mario sagt

        Hallo liebes Elterngeld-Team,
        wir erwarten Mitte Juni unseren Nachwuchs. Mutterschutz beginnt am 02.05.2019. Seit November 18 haben wir die Steuerklassen in 3 für meine Frau und 5 für mich geändert.
        Der Bemessungszeitraum für das EG meiner Frau wird somit Mai 18 bis April 19 -> 6 Monate Stkl. 5 und 6 Monate die Stkl. 3. Somit sollte für Ihr die Stkl.3 herangezogen werden.
        Der Bemessungszeitraum meines EG wird Juni 18 bis Mai 19 sein.
        Wäre ein Stkl-Rückwechsel bereits ab Mai 2019 ohne negative Auswirkung für das EG meiner Frau möglich und würde auch ich dann ein höheres EG für meine 2 Partnermonate erhalten? Ich hätte ebenfalls 6 Monate mit der günstigeren Steuerklasse 3 (Juni bis Oktober 18 u. Mai 19).

        Vielen lieben Dank für eine Antwort im Voraus.
        Viele Grüße Mario

        1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

          Hallo Mario,
          die Formulierung in den Richtlinien besagt, dass wenn keine Steuerklasse überwiegt, die zuletzt gültige Steuerklasse verwendet wird, könnte also klappen.

  4. Ralph sagt

    Sie schreiben auf Ihrer Website:
    „Eine Ausklammerung der Monate des Mutterschutzes um die 7 Monate zu erreichen, ist durch die Änderung der Richtlinien zum Bundeselterngeldgesetz seit dem 01.01.2018 nicht mehr möglich. Bis 2018 war das ein beliebter Trick, um sich etwas mehr Zeit zu verschaffen, falls der Trick erst zu spät angewendet wird.“

    Diesen Hinweis habe ich bisher nur auf Ihrer Website entdeckt, sonst nirgendwo. Viele andere Ratgeber verweisen noch auf diese Möglichkeit. Können Sie bitte die relevante Stelle der Richtlinien zum Bundeselterngeldgesetz nennen, damit ich diese Änderung nachvollziehen kann? Das wäre prima.

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Ralph,
      vielen Dank für deine Frage. In den Richtlinien heisst es, „die Aufzählung der Ausklammerungstatbestände ist abschließend“ (vgl. 2b.1.2 Bestimmung des Zwölfmonatszeitraums Richtlinien zum BEEG Stand 09/2018). Somit gelten nur die in § 2b Abs. 1 Nr. 1 bis 4 BEEG aufgezählten Tatbestände. Der § 2b BEEG wurde per 01.01.2018 neu gefasst und bezieht sich nun auf den gesamten § 3 MuSchG und schließt daher auch den freiwilligen Verzicht mit aus. In der alten Fassung war nur ausdrücklich § 3 Abs. 2 MSchG genannt.

      Alles Gute,
      Yvonne von Elterngeld.de

  5. Harry sagt

    Hallo,
    würde eine Wechsel der Steuerklasse in diesem Monat (28.11.2018) noch genügen bei einem Geburtstermin am 10.07.2018?

    Danke vorab

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Harry,
      leider nicht, denn der Wechsel gilt dann erst im Monat danach, also ab Dezember. Der Mutterschutz beginnt im Mai, sodass die neue Steuerklasse nur von Dezember bis April (5 Monate) im Bemessungszeitraum des Elterngeldes berücksichtigt wird. Für die Berechnung des Elterngeldes würde die Steuerklasse herangezogen, die überwiegend in den 12 Monaten vor Beginn des Mutterschutzes vorlag.
      Sofern du als Vater in Elternzeit gehen möchtest und Elterngeld beantragen möchtest und derzeit in der ungünstigeren Steuerklasse sein solltest, wäre der Wechsel noch zu empfehlen. Für die Mutter ist der Wechsel (durch die Mutterschutzzeit) leider zu spät.

  6. Felix sagt

    Hallo,

    der Geburtstermin liegt Mitte Januar 2019. Wir haben ab Juni 18 die Steuerklasse gewechselt.
    Meine Frau verzichtet auf den Mutterschutz im Dezember, um noch wichtige Projekte abzuschließen.
    Bringt der Verzicht auf den Mutterschutz im Dezember noch etwas oder erfolgte der Steuerklassenwechsel zu spät ? Einschließlich November kommen wir nur auf 6 Monate in der gewechselten Steuerklasse.

    Viele Grüße

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Felix,
      wann habt ihr den Antrag gestellt um die Steuerklasse zu wechseln? Dieser ist erst im Folgemonat wirksam. Wenn der Juni schon mit der neuen Steuerklasse berechnet wurde, dann liegt diese 6 Monate vor Beginn des Mutterschutzes vor. Da keine Steuerklasse überwiegt, wird dann die zuletzt gültige Steuerklasse für die Elterngeldberechnung verwendet. Sofern der Antrag erst im Juni gestellt wurde, fehlt leider ein Monat.
      Der Verzicht auf den Mutterschutz vor der Geburt führt seit der Änderung des Bundeselterngeldgesetzes zum 1.1.2018 leider nicht mehr zum Erfolg.

  7. Srini sagt

    Hallo,
    Wir haben Ende Mai den Antrag auf Umstellung V -> III gestellt. geplante Geburt ist der 25.01.2019… Reicht das aus?
    Danke vorab

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Srini,
      Ja das reicht aus. Bis November sind es 6 Monate (ab Juni gerechnet).

  8. Anja sagt

    Hallo liebes Elterngeldteam,
    Mein Termin wäre am 14.8.2019. Lohnt sich noch eine Änderung ab Februar? Der Antrag ist noch nicht gestellt. Mutterschutzbeginn wäre im Juli und das wäre auch der sechste Monat. Wird der dann noch eingerechnet, wenn der Mutterschutz da beginnt? Danke für die Auskunft.

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Anja,
      leider ist der Wechsel dann zu spät, da der Monat in dem der Mutterschutz beginnt komplett ausgelassen wird.

  9. Florian sagt

    Was, wenn man zu spät dran ist?

    Diese Frage stellen Sie, leider fehlt aber eine Antwort unter dieser Frage.
    Wir sind leider definitiv zu spät dran, da ich erst im Januar 2019 den Antrag einreichen kann und Geburtstermin Anfang Juni 2019 ist.

    Daher: Können wir uns den ganzen Antrag sparen oder bringt es trotzdem noch etwas, den Antrag „zu spät“ zu stellen, um die „Verluste einzudämmen“? Auf diese Frage habe ich leider auch auf den anderen Info-Seiten keine eindeutige Antwort gefunden.

    Vielen Dank!

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Florian,
      die neue Steuerklasse muss mindestens 7 Monate vor Beginn des Mutterschutzes (Mutter)/vor der Geburt (Vater) vorliegen, damit sich der Wechsel noch für das Elterngeld lohnt. In eurem Fall wäre ein Wechsel nicht mehr sinnvoll, wenn euer Kind Anfang Juni auf die Welt kommt, da für die Berechnung die Steuerklasse herangezogen wird, die im Bemessungszeitraum überwiegend gültig war.

  10. anja sagt

    Hallo,

    der Geburtstermin ist 18.02.19 für einen Wechsel zu spät. Wir würden dann nach der Geburt in Steuerklasse 3 und 5 wechseln wollen, zur Zeit befinden wir uns in 4 und 4. Wie wirkt sich das auf Elterngeld aus?
    Und sollen wir sofort wechseln oder 8 Wochen Mutterschutz abwarten?

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Anja,
      der Wechsel nach der Geburt beeinflusst das Elterngeld nicht mehr. Ihr könnt die Steuerklasse also bereits jetzt wechseln.

  11. Andreas sagt

    Hallo liebes Elterngeld.de Team,

    unser Geburtstermin ist der 14.08.
    Ich habe heute Morgen bereits mit dem Finanzamt gesprochen, die mir mitteilten, dass ein Wechsel erst am Folgemonat gültig ist.
    Also erst ab 01.02.19
    Wäre ein Wechsel noch im zeitlichen Rahmen oder sollen wir bei IV / IV bleiben, oder sogar wechseln zu ich III und sie IV, sodass wir von meinem Gehalt mehr haben?
    Vielen Dank für die Unterstützung.

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Andreas,
      wenn ihr jetzt wechselt, sind es dann nur noch 5 Monate und somit kommt der Wechsel, für das Elterngeld zumindest, leider zu spät. Ob der Wechsel dennoch sinnvoll ist, müsstet ihr für euch abwägen oder euren steuerlichen Berater fragen.

  12. Rebi sagt

    Hallo,

    leider habe ich auch noch keine Antwort auf meine Frage gefunden: Ich bin Beamte und erhalte somit bis zum Ende des Mutterschutzes meine Bezüge. Wie verhält es sich da mit der „Frist“ des Steuerklassenwechsels?
    Ich habe bereits im Dezember 2018 den Antrag für die Steuerklassenkombination 3/5 gestellt, wirksam ist der Wechsel leider erst zum 01.01.2019. Der errechnete Entbindungstermin ist der 05.08.19. War ich zu spät mit dem Wechsel? Was ist, wenn das Kind schon im Juli geboren würde?

    Danke für Ihre Hilfe!

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Rebi,
      die Schutzfrist bleibt in der Definition gleich. Der Unterschied bei dir als Beamtin ist nur, dass du in der Schutzfrist weiter deine Bezüge von deinem Dienstherren erhältst, statt von der Krankenkasse und vom Arbeitgeber bei einer normalen Angestellten.
      Die Berechnung ist demnach identisch, 12 Monate vor Beginn der Mutterschutzfrist sind der Bemessungszeitraum für das Elterngeld. Dein Mutterschutz beginnt bereits im Juni, sodass der Wechsel der Steuerklasse leider zu spät erfolgt ist, da nur 5 Monate dann in der Steuerklasse 3 abgerechnet werden/wurden. Sollte das Kind bereits im Juli geboren werden, wird die nicht genutzte Schutzfrist von vor der Geburt, einfach nach der Geburt noch angehängt.

  13. Lisa sagt

    Hallo,
    eine Frage zum errechneten Geburtstermin (wegen Beginn des Mutterschutzes, ob sich ein Steuerklassenwechsel noch lohnt).
    Mein ET ist der 12.9,2019. Wenn ich alles richtig verstanden habe, ergibt sich daraus der Beginn des Mutterschutzes am 1.8.2018. Wenn ich jetzt von Steuerklasse 5 in 3 wechsle, habe ich also von Februar bis einschließlich Juli auf den Tag genau 6 Monate, woraus sich als Berechnungsgrundlage für das Elterngeld die für mich günstigere Klasse 3 ergeben würde.
    Was würde passieren, wenn sich der ET im Laufe der Schwangerschaft noch nach vorne verschiebt, und sich dadurch der Mutterschutz nach vorne verschiebt? Muss dann (auch in der Bescheinigung für die Krankenkasse) der korrigierte Termin verwendet werden, woraus sich dann der Steuerklassenwechsel ab Februar als sinnlos erweisen würde?
    Vielen Dank!

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Lisa,
      wenn der ET korrigiert wird, kann das schon passieren leider. Oftmals ist der Termin aber bereits zu Beginn recht genau. Frühestens 7 Wochen vor Beginn der Mutterschutzfrist stellt der Arzt oder die Hebamme die Bescheinigung über den mutmaßlichen Entbindungstermin aus, eine für deinen Arbeitgeber und eine für die Krankenkasse. D.h. der letzte Termin ist bindend.

  14. Adrian sagt

    Guten Tag,
    Super beschriebener Beitrag vielen Dank.

    Eine Frage hab ich aber noch. Meine Frau wird in die Steuerklasse 3 wechseln und ich in die 5. (Sie 3000 Brutto – ich 3500 brutto).

    Wenn meine Frau die 12 Monate Elternzeit nimmt, kann ich theoretisch für das Jahr 2020 die Steuerklasse 3 nehmen und meine Frau die 5?

    Ich verstehe es so, dass meine Frau dann die volle 12 Monate die 67% des Nettogehalts erhält, egal welche Steuerklasse sie dann hat?!

    Oder sollten wir beide wieder in die Steuerklasse 4 wechseln um eine Steuerrückzahlung zu vermeiden?

    Vielen Dank und ihr macht einen tollen Job.

    Viele Grüße

    Adrian

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Adrian,
      ja, das hast du richtig verstanden. Im Bezugszeitraum ist die Steuerklasse für deine Frau quasi egal für die (Nach-)Berechnung des Elterngeldes.Hier wird die Steuerklasse aus dem Bemessungszeitraum verwendet.
      Ob ein Wechsel in der Elternzeit in die Kombination 3 (Mann)/5 (Frau) sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab, z. B. ob deine Frau in TZ wieder arbeiten wird in der Elternzeit oder nur Hausfrau und Mutter sein wird. Das müsstet ihr einmal durchrechnen und dann entscheiden, aber zu einer Nachzahlung wird es, aufgrund des Elterngeldes, kommen.

  15. Artur sagt

    Hallo 🙂
    Ich muss leider auch einmal Fragen.
    Also ET steht vorrausslich für den 11.10.2019. Ab März würde meine Frau die Steuerklasse 3 erhalten.
    Laut einem Online Rechner beginnt der Mutterschutz ab dem 30.08.2019…

    Da fehlen jetzt genau 2 Tage. Lohnt sich es noch zu beantragen oder sollten wir jetzt bei 4/4 bleiben?

    Vielen Dank

    Artur

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Artur,
      leider wären es nur 5 Monate, da der Monat in dem der Mutterschutz beginnt nicht mehr mitzählt. Ein Wechsel kommt für das Elterngeld zu spät.

  16. Inka sagt

    Hallo Elterngeld.de,
    vielen Dank für die guten Infos. Ich wollte meinen Mutterschutz um ein paar Tage verschieben, um ganz sicher zu gehen. Aber nun lese ich, dass dies nicht mehr akzeptiert wird. Aber vielleicht reicht es ja auch so, wie es ist, für das höhere Elterngeld?
    Steuerklassenwechsel von fünf auf drei: 01.10.2018 (geht ja nur zum vollen Monat)
    Mutterschutz ab: 27.03.2019 (wollte ich auf den 01.04. verschieben)
    Ich freu mich auf eine Antwort, liebe Grüße
    Inka

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Inka,
      leider kommt dein Wechsel zu spät, da der März bereits nicht mehr mitgezählt wird. Du kannst das mit dem Verschieben versuchen (hier sind es in deinem Fall ja nur wenige Tage), wenn du es dir in deinem Zustand zutraust! Möglicherweise ist das Wissen darüber, dass es nicht mehr geht, noch nicht in deiner Elterngeldstelle angekommen und es klappt doch.

  17. Jules sagt

    Hallo – leider ist in eurem Beispiel (wer sollte wechseln) nicht aufgeführt, wenn die Mutter die Besserverdienende ist UND länger in Elternzeit bleiben wird. Sprich, sie verdient 60%, er 40%. Beide sind derzeit in der 4 weil der Vorteil nicht allzu groß ist. Bemerkbar wird es aber beim Elterngeld – Sie verdient 5.800brutto, er 3.800 brutto. Kind wird zum 1.10.2019 erwartet. Was macht da Sinn?

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Jules,
      es geht darum, dass derjenige, der überwiegend in Elternzeit geht, in die günstigere Steuerklasse geht. In deinem Fall stimmt das überein, du gehst in Elternzeit und verdienst ca. 60 % des Einkommens. Leider kommt ein Wechsel für das Elterngeld zu spät, da der Antrag erst zum April wirksam ist (es sei denn du hast dieses Jahr geheiratet). Bis zum Beginn deines Mutterschutzes wären es nur 4 Monate in der neuen Steuerklasse und das reicht nicht aus.

  18. Vera sagt

    Hallo! Ich hätte auch eine Frage zum Steuerklassenwechsel. Ich habe den Antrag auf Steuerklassenwechsel im November 2018 von fünf auf vier gestellt, Geburtstermin am 08.07.19. Welche Steuerklasse wird dann für die Elterngeldberechnung angewendet? Danke.

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Vera,
      es liegen 7 Monate in der Steuerklasse V vor und 5 Monate in der Steuerklasse IV vor, in der Zeit vor Beginn des Mutterschutzes am 27.5 (der Monat Mai zählt nicht mehr mit). Leider überwiegen die Monate mit der Steuerklasse V, sodass diese für die Berechnung des Elterngeldes herangezogen wird.

  19. Nora sagt

    Hallo Frau Nagel,

    ich frage mich, ob man tatsächlich erst nach der Geburt in die „alten“ Steuerklassen zurück wechseln kann, oder ob hier nicht vielmehr der Bemessungszeitraum eine Relevanz trägt. Ich habe seit Dezember 2018 die Steuerklasse III. Mutterschutz beginnt am 18.06. Somit habe ich (hoffentlich) schonmal die Kriterien erfüllt, dass der neue Nettolohn die Grundlage bildet. Nun hatte ich überlegt, bereits zum Juni in die IV zurück zu gehen, da ja der Bemessungszeitraum dann mit III abgeschlossen ist.

    Freue mich auf eine Antwort, denn ich finde seit Wochen nichts Konkretes dazu.

    Liebe Grüße

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Nora,
      das ist theoretisch richtig. Die Formulierung in den Richtlinien sagt „wird das Merkmal zugrunde gelegt, das zuletzt galt“(2c.3.2.2 RL BEEG). Näher wird das nicht definiert. Es gibt zwar ein Beispiel, dieses geht aber nicht auf die Mutterschutzfrist ein. Es ist anzunehmen, dass es so ist, wie du schreibst.

  20. Aleksandra sagt

    Hallo Frau Nagel Sagt,
    wir haben im September 2018 die Steuerklasse nach der Heirat gewechselt. Ich habe 3, da ich Besserverdienerin bin, mein Mann 5. Ich werde länger in Elternzeit gehen, mein Mann voraussichtlich 2 Monate. ET ist 25.11. Verstehe ich es richtig, dass es für uns besser ist, wenn die Steuerklassen so bleiben? Vielen Dank.

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Aleksandra,
      ja, wenn du als Besserverdienende bereits in der Steuerklasse III bist, dann braucht ihr nichts zu ändern. Wenn du länger in Elternzeit gehen wirst, könntet ihr nach der Geburt tauschen, sodass ihr monatlich mehr zur Verfügung habt. Bedenkt dabei, dass der Wechsel nicht unbedingt mehrfach in einem Jahr möglich ist.

  21. Daniel sagt

    Hallo Frau Nagel,

    meine Frau und Ich sind derzeit beide in Steuerklasse 4, Gehälter sind relativ ähnlich. Meine Frau wird 2 Jahre in die Elternzeit gehen, ich voraussichtlich 2 Monate. Wir haben vor, dass meine Frau dann in Steuerklasse 3 wechselt und ich in Klasse 5. Macht doch Sinn, oder?
    Unser ET ist Ende Oktober, heißt wir sind für dieses Jahr schon zu spät dran, oder?

    1. Yvonne Nagel sagt

      Hallo Daniel,
      ja, mit dem ET Ende Oktober kommt der Wechsel leider zu spät, die neue Steuerklasse muss mindestens 6 Monate vor Beginn des Mutterschutzes vorliegen.

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