Elternzeit beantragen

Worauf du genau achten musst + Musterdownloads.

Die Elternzeit gibt dir die Möglichkeit, eine unbezahlte Auszeit für bis zu 36 Monate von deiner Arbeitsstelle zur Betreuung des Kindes zu nehmen. Damit alles funktioniert, gibt es jedoch einiges beim Antrag auf Elternzeit zu beachten. Hier findest du alle notwendigen Informationen und hilfreiche Vordrucke.

Elternzeit beantragen: So geht es

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Wenn du in Elternzeit gehen möchtest, musst du dies in einem formlosen Antrag deinem Arbeitgeber rechtzeitig mitteilen. Gehst du das erste Mal in Elternzeit für dein Kind, muss der Arbeitgeber mindestens 7 Wochen vor Eintritt in die Elternzeit den Antrag vorliegen haben. Splittest du deine Elternzeit und nimmst die zweite oder dritte Phase in Anspruch, wird der Antrag mindestens 13 Wochen vor Beginn der Elternzeit eingereicht. So gehst du dabei vor:

❶ Vorbereitung des Elternzeitantrags für den Arbeitgeber

Nimm dir ausreichend Zeit für die Vorbereitung deines Antrags und überleg dir vorher mit deinem Partner, wie ihr eure Elternzeit aufteilen möchtet. Wir haben zu diesem Thema noch einige Tipps im nächsten Abschnitt zusammengefasst.

Mit Hilfe unseres Vordruckes erhältst du ein sehr gutes Muster, in dem sich alle Angaben schnell einfügen lassen. Neben deinem Namen und deiner Adresse sollte auch die Anschrift des Arbeitgebers vermerkt sein.

❷ Start und Ende der Elternzeit eintragen

Besonders wichtig ist es, in dem Antrag auf Elternzeit den Beginn und das Ende der Elternzeit zu vermerken. Notiere die relevanten Daten und hebe diese möglichst hervor. So sieht der Arbeitgeber direkt, um welchen Zeitraum es geht. Deine Angaben sind verbindlich. Hast du den Antrag einmal eingereicht, kannst du die Zeiten nur noch mit Einverständnis deines Arbeitgebers ändern.

Wir empfehlen, Elternzeit und Elterngeld parallel zu beantragen (also sich an den Lebensmonaten des Kindes zu orientieren, nicht an den Kalendermonaten). Grundsätzlich kannst du jedoch auch Kalendermonate oder andere flexible Zeiträume wählen, könntest dann jedoch unter Umständen Einbußen beim Elterngeld haben.

Trick für mehr Urlaub

Dieser Trick richtet sich vor allem an die Väter: Elternzeit kannst du immer in ganzen Monaten ab der Geburt des Kindes nehmen. Beispiel: Die Geburt war am 11.02. – Elternzeit kann z.B. vom 11.02. bis 10.03. genommen werden. Für jeden kompletten Kalendermonat (Monatsanfang bis Monatsende), den man in Elternzeit ist, wird der Urlaubsanspruch um 1/12 gekürzt. Bei einer Elternzeit vom 11.02. bis 10.04. würde der Anspruch daher um 1/12 gekürzt werden, da du dich den kompletten März in Elternzeit befandest. Wenn du jedoch vom 11.02. bis 10.03. und vom 11.04. bis 10.05. Elternzeit nimmst (die 2 Monate also aufteilst), wird dein Urlaubsanspruch nicht gekürzt. Es macht also durchaus Sinn, die Elternzeit in Etappen zu nutzen und nicht am Stück.

❸ Mögliche Arbeitszeiten eintragen

Du hast die Möglichkeit, während der Elternzeit bis zu 30 Stunden pro Woche zu arbeiten. Dies solltest du vorher mit deinem Arbeitgeber besprechen, damit beide Seiten die Möglichkeit haben, sich auf die Veränderungen und den Wunsch einzustellen. Die Entscheidung über die Arbeitszeiten wird ebenfalls in dem Antrag festgehalten. So kann der Arbeitgeber dies auch später noch prüfen und du hast einen Anhaltspunkt, auf den du dich berufen kannst.

❹ Abgabe des Antrages

Elternzeit beantragen kannst du formlos und schriftlich. Der Antrag kann natürlich per Post beim Arbeitgeber eingehen. Hier solltest du jedoch mit einem Einschreiben arbeiten. Oder du übergibst den Antrag persönlich und lässt dir die Übergabe schriftlich bestätigen. Nur so hast du auch den Nachweis, dass du die Frist eingehalten hast. Eine Übermittlung per Fax oder Email ist nicht zulässig.

Hinweis für Väter in Elternzeit

Werdende Mütter unterliegen mit der Mitteilung über die Schwangerschaft an ihren Arbeitgeber dem Mutterschutzgesetz. Sie können während der Zeit der Schwangerschaft, im Mutterschutz und der Elternzeit nicht gekündigt werden. Anders ist dies bei Vätern, die in Elternzeit gehen. Bei ihnen beginnt der Kündigungsschutz erst acht Wochen vor dem Eintritt in die Elternzeit. Spätestens sieben Wochen vorher müssen sie den Antrag jedoch einreichen. Väter haben daher nur eine Woche Zeit, in der sie den Antrag ohne Angst vor einer Kündigung einreichen können. Wer seinen Antrag auf Elternzeit früher einreicht, riskiert tatsächlich eine Kündigung!

Wieder schwanger in der Elternzeit?

Wirst du während der Elternzeit wieder schwanger, dann kannst du ohne Zustimmung des Arbeitgebers die Elternzeit vorzeitig beenden. Teile deinem Arbeitgeber die Beendigung der Elternzeit jedoch mit. Wenn du die Elternzeit vor der Geburt des zweiten Kindes nicht beendest, so muss dein Arbeitgeber während der Mutterschutzfrist für das zweite Baby keinen Arbeitgeberzuschuss zahlen und du verzichtest auf Geld.

Elternzeitantrag online erstellen

Datenschutzhinweis: Wir speichern von dir keine persönlichen Daten. Den Elternzeitantrag kannst du dir im Anschluss direkt kostenlos und ohne Angabe einer Email-Adresse downloaden.

Wichtige Überlegungen vor der Elternzeit

Einer der wohl wichtigsten Faktoren, die vor dem beantragen der Elternzeit gut abgewogen werden müssen, ist die Zeit, die du nehmen möchtest. Beide Elternteile haben Anspruch auf 36 Monate Elternzeit. 12 Monate Elternzeit müssen innerhalb der ersten drei Lebensjahre genommen werden. 24 Monate kannst du in der Zeit zwischen dem 3. und dem 8. Geburtstag nehmen. Du kannst die Elternzeit insgesamt in 3 Teile splitten. Natürlich musst du die Elternzeit nicht in Anspruch nehmen, wenn du es nicht kannst oder möchtest.

Interessant ist also die Frage, wann und wie die Elternzeit genommen wird. Bedenke, dass deine Angaben beim Arbeitgeber verbindlich sind. Du kannst die Elternzeit nur mit dem Einverständnis des Arbeitgebers und unter der Angabe von wichtigen Gründen verlängern oder verkürzen.

Tipp: Wenn du erst einmal nur zwei Jahre Elternzeit nimmst, das dritte Jahr dann jedoch noch anhängen möchtest, kannst du deinen Arbeitgeber darüber einfach schriftlich informieren. Auch hier ist die Frist von sieben Wochen einzuhalten. Eine Ablehnung durch den Arbeitgeber ist nicht zu befürchten.

Denk auch darüber nach, ob du während der Elternzeit arbeiten möchtest und wenn ja, wie viele Stunden die Woche. Notiere dir dies und schreib den Wunsch auch in den Antrag auf Elternzeit. Dein Arbeitgeber möchte sich hier jedoch auf dich verlassen können. Stellst du fest, dass du die angestrebte Arbeitszeit nicht schaffst, solltest du direkt das Gespräch suchen. Das finanzielle Polster ist dabei in der Regel entscheidend, da das Elterngeld während der Elternzeit nur in den ersten 14 Monaten (oder bei Elterngeld Plus über maximal 36 Monate) gewährt wird.

Weitere Ratgeber zum Thema Elternzeit

Was hast du für Erfahrungen beim Elternzeit beantragen gemacht? Teile deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!

Achtung: Viele Eltern machen Fehler beim Elterngeld!

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37 Kommentare
  1. Nils sagt

    Moin,
    der Antragsgenerator berücksichtigt anscheinend nur Anträge für Mütter. Wenn ich als Vater ihn vom 1. Monat an stellen möchte, wird der Mutterschutz trotzdem berücksichtigt

    1. Elterngeld.de Team sagt

      Hallo Nils, dafür gibt es die Option „flexibles Datum“ auswählen. Damit kannst du jedes beliebige Datum als Start-und Endtermin eingeben.

  2. Anne sagt

    Hallo,
    mein Mann beantragte bei unserer Tochter keine Elternzeit. Nun ist sie fast 4. Er möchte aber, wenn sie in die Schule kommt, Elternzeit nehmen. Ist dies möglich? Danke!

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Anne,
      bis zum 8. Geburtstag ist noch Elternzeit möglich. Allerdings ist es so, da eure Tochter vor dem 1.7.2015 geboren wurde, kann dein Mann maximal noch 12 Monate Elternzeit nehmen, dafür gibt es eine Antragsfrist von 7 Wochen vor Beginn. Ab 8 Wochen vorher wirkt erst der Kündigungsschutz bei Elternzeit. Die Abgabe des Antrags sollte also gut geplant sein. Der Arbeitgeber muss diesem Antrag zustimmen und darf ihn auch aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen, da es sich um Zeiten nach dem 3. Geburtstag handelt.

  3. Jens sagt

    Wenn die Geburt unseres Kindes für den 17. März geplant ist, kann ich dann z.Bsp. schon ab dem 11. März Elternzeit beantragen, um bei der Geburt mit relativer Sicherheit dabei sein zu können?? Oder noch eher??

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Jens,
      als Beginn für die Elternzeit beim Mann gilt zunächst der errechnete Geburtstermin, wenn du von Anfang an dabei sein möchtest. Da nicht sicher ist, wann denn das Kind wirklich kommt (außer vielleicht bei einem geplanten Kaiserschnitt), müsstest du vorsorglich Urlaub nehmen, wenn du keine andere Regelung mit deinem Arbeitgeber finden kannst. Früher kannst du keine Elternzeit für das kommende Kind erhalten.

  4. Mariola sagt

    Hi, ich habe eine Frage. Der voraussichtliche Geburtstermin unseres Kindes ist 02.03.2019. Ich möchte beim Arbeitgeber die Elternzeit noch am Ende Januar beantragen. Ich plane 16 Monate Elterngeld nehmen: die erste zwei Monate werden in 8-wochigen Mutterschutzzeit/-geld berücksichtigt, dann gibt’s 6 Elterngeld Monate + 8 ElterngeldPlus Monate. Was für ein Datum soll ich schreiben als Beginn der Elternzeit und als Ende der Elternzeit? Soll ich schreiben 02.05.2019 als Beginn der Elternzeit und, dass ich ab dem 01.07.2020 zur Verfügung stehen werde?

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Mariola,
      Beginn der Elternzeit kannst du erstmal nur anhand des errechneten Geburtstermins beantragen. Allerdings müsstest Du den Antrag erst eine Woche nach der Geburt stellen, sprich 7 Wochen vor Beginn der Elternzeit. Bei deinen Beispiel stündest du ab dem 2.7.2020 wieder zur Verfügung.

  5. Sarah Gregorz sagt

    Hallo liebes Team,

    ich bin mir noch nicht sicher, ob ich ein oder zwei Jahre Elternzeit nehmen möchte. Laut einer Bekannten kann ich aber auch in den Antrag an den Arbeitgeber rein schreiben, dass ich gerne 2 Jahre nehmen möchte mir aber vorbehalte im 2. Jahr in Teilzeit wieder zu kommen. Ist sowas wirklich machbar?
    Damit würde man sich ja alles offen halten.

    Vielen Dank im Voraus.

    Mfg
    Sarah

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Sarah,
      grundsätzlich kannst du mit Zustimmung des Arbeitgebers die Elternzeit früher beenden und wieder arbeiten. Dein Arbeitgeber muss dem allerdings nicht zustimmen, z.B. wenn er eine Ersatzkraft für diese Zeit eingestellt hat. Du kannst beantragen in Teilzeit früher wieder zu beginnen, aber auch hier gibt es einige Vorgaben die erfüllt sein müssen, zudem ist nicht jeder Job teilzeitgeeignet. Letztendlich ist es eine Frage der Absprache mit dem Arbeitgeber im Rahmen der gesetzlichen Regelungen. Du solltest in deinen Antrag auf Elternzeit den Wunsch nach Teilzeitarbeit einbringen und ab wann du es dir vorstellen kannst. Gibt es dann zum Beispiel keine Betreuungsmöglichkeit oder du möchtest es doch noch nicht arbeiten, gib deinem Arbeitgeber rechtzeitig Bescheid, damit er gut planen kann. Guck doch auch einmal in unseren Artikel zum Thema wie lange Elternzeit nehmen, vielleicht bringt dich das weiter: https://www.elterngeld.de/elternzeit-wie-lange/

  6. Michael Lucke sagt

    Hallo, mein Kind ist jetzt viereinhalb Jahre, meine Frau hat ein Jahr lang Elterngeld bekommen. Wenn ich ( Ehemann ) jetzt noch Elternzeit nehmen möchte,bekomme ich dann auch noch Elterngeld oder muss ich den unbezahlt nehmen ?

    Mfg
    Michael

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Michael,
      es steht dir zwar noch Elternzeit zu, jedoch kannst du kein Elterngeld mehr erhalten.

  7. Anni sagt

    Hallo,
    bei uns ist der 03. April 2019 Stichtag . Wenn mein Mann seinen ersten Monat Elternzeit zum 03. April einreicht, das Kind aber z.B. erst am 10. April zur Welt kommt. Verschiebt sich die Elternzeit dann entsprechend nach hinten? Oder muss er dann vom 03. April an zuhause sein und mit mir abwarten?
    Danke für die Antwort.
    Viele Grüße
    Anni

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Anni,
      ja genau, das Datum verschiebt sich dann, denn um einen Anspruch auf Elternzeit zu haben, muss das Kind auf der Welt sein. Am besten schreibt ihr rein „ab Geburt“ und den voraussichtlichen Entbindungstermin.

  8. Mandy sagt

    Hallo,
    wir haben bereits unsere erste Elternzeit genommen und haben nun noch eine Frage zur Splittung. Unser Sohn ist am 13.04.17 geboren, daraufhin habe wir wie folgt Elterngeld beantragt und erhalten:
    ich: ohne Unterbrechung ab Geburt: 10Monate Elterngeld. 1Monat kein Elterngeld, 2Monate Elterngeld plus, im Anschluss 4Monate Partnerschaftsbonus
    mein Partner: 3 Monate Elterngeld von Aug.-November 2017, 4Monate Partnerschaftsbonus von Mai-September 2018

    Nun wollen wir im August 2019 noch einen Monat Elternzeit nehmen und ein letztes Mal vor Schuleintritt des Kleinen im Mai-Juli 2023 noch einmal 3Monate Elternzeit nehmen. Ist das möglich oder wäre die Splittung in 3 Teile dann schon verbraucht?
    Danke für die Antwort.
    Viele Grüße
    Mandy

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Mandy,
      wenn ich es richtig verstehen, habt ihr bisher jeweils nur einmal Elternzeit genommen. Ihr könnt grundsätzlich die 36 Monate in bis zu 3 Teile aufteilen, maximal 24 Monate davon nach dem 3. Geburtstag. Mit Zustimmung des Arbeitgebers könntet ihr auch mehr als 3 Zeitabschnitte nehmen. Liegt der dritte Zeitabschnitt (oder weitere Zeitabschnitte) nach dem 3. Geburtstag, was ihr ja so vorgesehen habt, dann kann der Arbeitgeber den weiteren Abschnitt aus betrieblichen Gründen ablehnen.

  9. Christian sagt

    Hallo,
    meine Tochter ist am 31.12.2018 zur Welt gekommen 😉

    Nun möchte meine Frau folgende Lebensmonate Elternzeit nehmen : 1 und 2 sowie 10 und 11 und ich die Lebensmonate 3 bis 9 und 12 bis 14.

    Normalerweise würde ich ja von dem 31.02.2019 bis zum 30.09.2019 sowie vom 31.11.2019 bis zum 29.02.2020 Elternzeit beantragen.
    Nun ergibt sich folgendes Problem: den 31.02.2018 und den 31.11.2018 gibt es nicht und ich bin mir unsicher mit dem Enddatum 29.02.2020.
    Gibt es da irgendeine Regelung in meinem besonderen Fall?
    Daraus würde sich dann ja auch der Start- und Endtermin der Elternzeit meiner Frau ergeben…

    Vorab vielen Dank!

    Viele Grüße, Christian

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Christian,
      ich konnte im Bundeselterngesetz und den Richtlinien keine Ausnahme finden, sodass die Fristberechnung nach § 188 BGB erfolgen müsste. In Absatz 3 heisst es „Fehlt bei einer nach Monaten bestimmten Frist in dem letzten Monat der für ihren Ablauf maßgebende Tag, so endigt die Frist mit dem Ablauf des letzten Tages dieses Monats.“ D.h. gibt es wie im Februar weniger Tage in einem Monat ist das Ende der 28. oder 29. und in den Monaten mit 30 Tagen endet die Frist mit dem 30. Am besten fragt ihr in eurer Elterngeldstelle noch einmal nach bei so einem besonderen Fall.

  10. Kathie sagt

    Hallo zusammen,
    vorausgesetzt, der Arbeitgeber spielt bei den genannten Varianten mit:
    Was ist für mich der Unterschied, ob ich für ein Jahr in Elternzeit 30 h arbeiten gehe oder „normal“ in Teilzeit 30 h arbeiten würde?
    Die Auswirkungen bzw. der Vorteil der Elternzeit ist mir hierbei nicht klar.
    (Davor hätte ich zehn Monate Elternzeit mit Elterngeld gemacht; mein Freund würde dann vier Monate Elternzeit/-geld machen, während ich wie oben geschrieben reduziert arbeiten gehen würde.)
    Danke!

  11. Sabine sagt

    Hallo,
    mein Mann möchte dieses Jahr 2Monate in Elternzeit gehen. Unsere Tochter ist jetzt gerade 4 Monate alt. Wie muss ich bzw. er Elternzeit beantragen und Elterngeld?
    Habe gehört dass die Familienkasse ein Formular hat dass dem Arbeitgeber gegeben werden muss und dieser das ausfüllt. Auch soll der Arbeitgeber das mit dem Elterngeld regeln. Muss mein Mann daher kein Elterngeld selbst beantragen?
    Viele Grüße
    Sabine

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Sabine,
      sofern du noch kein Elterngeld beantragt hast, solltest du es umgehend nachholen, denn es wird nur für 3 Monate rückwirkend ausgezahlt. Ihr als Eltern müsst jeweils einen eigenen Antrag auf Elterngeld ausfüllen. Den Antrag könnt ihr euch auf unserer Webseite herunterladen oder in der Elterngeldstelle abholen. Der Arbeitgeber bestätigt lediglich die Elternzeit und ggf. die Wochenarbeitszeit, wenn in Teilzeit gearbeitet wird. Hierfür gibt es kein Formular.

  12. Daniel sagt

    Hallo,
    ich würde gerne 4 Monate Elternzeit nehmen und danach 18 Monate in Elternteilzeit (30 Stunden/Woche) gehen. Wie muss ich das bei meinem Arbeitgeber „beantragen“? Nehme ich offiziell 22 Monate Elternzeit und schreibe dazu, dass ich 4 Monate voll und 18 Monate in Teilzeit mit 30 Stunden arbeite?

    Und: wenn ich in 3 Jahren, wenn mein Sohn 4 wird, noch mal Elternzeit nehmen will, kann ich das dann beantragen? Oder muss ich das jetzt schon machen?

    Viele Grüße
    Daniel

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Daniel,
      dir stehen 36 Monate Elternzeit zu die du bis zum 8. Lebensjahr in bis zu 3 Teile aufteilen kannst. Von den 36 Monaten kannst du maximal 24 Monate für die Zeit nach dem 3. Lebensjahr aufsparen. In Elternzeit darfst du maximal 30 Stunden pro Woche arbeiten. Dem Antrag auf Teilzeit stellst du am besten zusammen mit dem Antrag auf Elternzeit spätestens 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin (8 Wochen vorher besteht erst der Kündigungsschutz für Väter). Der Arbeitgeber muss aber der Teilzeitarbeit nicht zustimmen. Für die Zeitabschnitte nach dem 3. Geburtstag kannst du den Antrag dann zu gegebener Zeit stellen (spätestens 13. Wochen vorher), der Arbeitgeber hat aber das Recht diesen Abschnitt aus betrieblichen Gründen zu verweigern.

  13. Mathias sagt

    Hallo, ich habe bereits letztes Jahr, gleich mit der Geburt meines Kindes, zwei Monate Elternzeit genommen (Elterngeld Plus). Jetzt würde ich gerne meine zweite Elternzeit Phase nehmen, dieses Mal jedoch 4 Moante, weil meine Frau nur 11 Monate mit vollem Elterngeld in Anspruch nimmt. Beim Einreichen meines 1. Antrags habe ich die zweite Phase nicht mit angegeben. Was genau muss ich jetzt beim Antrag beachten? Ist es richtig das ich 13 Wochen vor Elternzeit Beginn den Antrag einreichen muss?

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Mathias,
      am besten beziehst du dich auf den ersten Antrag und teilst der Elterngeldstelle die Veränderung mit, dass du nun doch noch weitere Monate in Anspruch nehmen möchtest. Die Veränderung unbedingt frühzeitig mitteilen und ggf. die entsprechenden Unterlagen (Bestätigung des Arbeitgebers einreichen), denn das Elterngeld wird rückwirkend nur für 3 Monate gezahlt.
      Den Antrag auf Elternzeit beim Arbeitgeber stellst du spätestens 7 Wochen vor Beginn deiner weiteren Elternzeit, frühestens 8 Wochen davor. Erst wenn du Zeiten ab dem 3. Geburtstag beantragst bzw. diese in der Phase enthalten sind, gilt die längere Frist.

  14. Thorsten sagt

    Hallo, ich wollte mal fragen, ob das Geburtsdatum bindend ist, für den Zeitraum der Elternzeit. Als Beispiel,das Geburtsdatum ist 22.05. Ich möchte Elternzeit beantragen vom 15.06.-14.07. Ist das möglich. Oder muss ich den 22.06.-21.07. Angeben?

    MfG

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Thorsten,
      den Zeitraum für deine Elternzeit kannst du frei wählen, es wird nur empfohlen diese nach den Lebensmonaten des Kindes zu nehmen. Das hat den Hintergrund, dass ansonsten ggf. eine Anrechnung von Einkommen stattfindet, wenn du für diese Zeit auch Elterngeld beantragst. In diesem Fall könnte es dann zu Kürzungen beim Elterngeld kommen.

  15. Loi sagt

    Hallo zusammen,

    ich bin etwas verwirrt. Unser Baby soll voraussichtlich am 18.02.2019 geboren werden. Ich hatte meinem AG mitgeteilt, dass ich dann ab dem 18.04.2019 bis zum 18.04.2020 die Elternzeit beantragen möchte (nach Ende des Mutterschutzes) und für ein Jahr in Elternzeit gehen möchte. Dieser teilte mir jedoch mit, dass ich den Mutterschutz nicht von der Elternzeit abziehen dürfte…die Elternzeit würde ja ab der Geburt beginnen. Wie verhalte ich mich hier?

    Vielen Dank im Voraus

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Loi,
      die Mutterschutzfrist wird angerechnet, das ist korrekt. Dies ergibt sich aus § 15 Abs. 2 Satz 3 BEEEG „(…) Die Zeit der Mutterschutzfrist nach § 3 Absatz 2 und 3 des Mutterschutzgesetzes wird für die Elternzeit der Mutter auf die Begrenzung nach den Sätzen 1 und 2 angerechnet. (…)“ somit beantragst du die Elternzeit ab dem errechneten Geburtstermin. Allerdings fällt das Ende immer auf den Tag davor, Beispiel Lebensmonat 1 = 18.02.19 bis 17.02.2019. Bedeutet, wenn du ein Jahr in Elternzeit gehen möchtest, dann müsstest du am 18.02.2020 (am Geburtstag deines Kindes) den ersten Tag wieder zur Arbeit gehen.

      1. Loi sagt

        Hallo Yvonne, vielen Dank für die Rückmeldung. Es ist ja nicht sicher, dass unser Baby am 18.02.2019 geboren wird. Evtl. kommt es eher zur Welt. Kann ich den Antrag (Frist ist ja 7 Wochen vor Beginn) auch nach der tatsächlichen Geburt abschicken? Gebe ich dann tatsächlich das Datum nach dem Mutterschutzzeitraum (8 Wochen) als Beginn der Elternzeit an und ziehe dann die 2 Monate Mutterschutz ab? Das ist noch nicht klar geworden. Vielen lieben Dank.

        1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

          Hallo Loi,
          angenommen der Geburtstermin stimmt (18.02.2019), dann müsstest du den Antrag auf Elternzeit bis zum 25.02.2019 abgeben.
          Als Beginn stünde da der 16.04.2019 drin, da deine Mutterschutzfrist am 15.04.2019 enden würde.
          Wenn du ein Jahr in Elternzeit gehen möchtest, ist das Ende der 17.02.2020 und dann hast du 12 Monate Elternzeit verbraucht.

  16. Sabine sagt

    Hallo zusammen,
    meine kleine wird voraussichtlich am 06.04. auf die Welt kommen. Ich denke ich werde 2 Jahre Elternzeit beantragen, also vom Geburtstermin (voraussichtlich 06.04.2019) bis voraussichtlich 05.04.2021. Nun möchte mein Partner aber auch 2 Monate Elternzeit nehmen zwischendurch, im 3. und im 11. Monat der kleinen. Wird dies auf die Gesamtzeit von 3 Jahren Elternzeit aufsummiert?Sprich, wenn ich verlängern wollte nach dem 2. Jahr, würde das dann nur noch um 10 weitere Monate gehen oder zählt das immer pro Nase? als 3 Jahre Anspruch hab ich, 3 Jahre Anspruch hätte mein Partner?
    Danke vorab!! Viele Grüße

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Sabine,
      die 3 Jahre bzw. 36 Monate Elternzeit stehen jeweils euch beiden als Elternteil, pro Nase, zur Verfügung.

  17. Felix sagt

    Hallo, ich frage mich ob ich als Vater auch den letzten Monat meines Arbeitsvertrages Elternzeit nehmen darf?

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Felix,
      grundsätzlich kann der Arbeitgeber Zeiten vor dem 3. Geburtstag nicht verwehren. Elterngeld erhältst du jedoch nur, wenn du noch einen zweiten Monat Elternzeit nimmst.

  18. Marietta sagt

    Ich habe 2 Fragen zum Urlaubsanspruch:
    1) Resturlaub: Ist der mir zustehende Resturlaub der vertraglich festgehaltene minus bereits genommene Tage oder werden beim Resturlaub bereits Kürzungen um 1/12 für jeden vollen Kalendermonat vorgenommen, die ich in dem Jahr in Elternzeit bin? (Also z.B. wenn mein Kind am 05.05.19 kommt bleiben mir bei 30 Urlaubstagen nur noch 15 Resturlaubstage für 2019? Oder bleiben mir die vollen 30 , natürlich minus bereits genommene?)
    2) Wenn ich in der Elternzeit nach z.B. 6 Monaten Basiselterngeld mit ElterngeldPlus für 4 Monate in Teilzeit wieder beginne zu arbeiten, gilt die Kürzung des Jahresurlaubs um 1/12 pro vollen Monat für die 6 Monate Basiselterngeld oder entfällt die Kürzung durch die Teilzeitarbeit in den 4 Monaten? Diese 6 + 4 Monate liegen im gleichen Kalenderjahr.

    1. Yvonne von Elterngeld.de sagt

      Hallo Marietta,
      zu 1.: Ja, die Berechnung ist ähnlich, wie am Ende eines Kalenderjahres oder Vertragsende. Entscheidend ist der Urlaubsanspruch vor Beginn der Elternzeit. Tatsächlich erwirbst du ja monatlich jeweils erst deinen Urlaubsanspruch. Deinen offenen Urlaub, den du vor Beginn der Elternzeit nicht genommen hast, muss dein Arbeitgeber nach der Elternzeit gewähren, im laufenden Jahr nach der Elternzeit oder im Folgejahr (§17 BEEG). Für den weiteren Jahresurlaub kann er von einer Kürzung in Höhe von 1/12 für jeden vollen Kalendermonat deiner Abwesenheit in deiner Elternzeit Gebrauch machen, muss er aber nicht. Es ist also unklar ob du 30 Tage minus genommene Tage hast oder weniger. Viele Arbeitgeber berechnen das schon und teilen den verbleibenden Urlaubsanspruch mit dem Bestätigungsschreiben über die Elternzeit mit.
      zu 2.: Monate in denen du nicht arbeitest, kann der Arbeitgeber entsprechend kürzen. Wenn du in Teilzeit wieder beginnst, muss für diesen Zeitraum gesondert ein Urlaubsanspruch berechnet werden, das hängt u. a. ab von der Anzahl der Tage, die du dann arbeitest. Arbeitest du weniger Stunden, aber ebenso viele Tage wie vorher, gilt dein Urlaubsanspruch wie im Vertrag. Aber Achtung, die Urlaubstage aus der Teilzeitarbeit unterliegen nicht den besonderen Verfallsregeln und sind unbedingt zuerst zu nehmen.

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