Geburtsurkunde online beantragen – wir zeigen, wie das geht!

Ein Wesenszug des Digitalzeitalters besteht darin, dass immer mehr Vorgänge online getätigt werden können. Die Beantragung von Geburtsurkunden ist da keine Ausnahme. Zahlreiche Vorteile sind mit dieser Vorgehensweise verbunden: Da die Geburtsurkunde immer beim Standesamt, an dem man geboren wurde, beantragt werden muss, umgeht man möglicherweise weite Wege für den früher üblichen Vorgang der An- und Abreise.

Aber auch bei einem ortsnahen zuständigen Standesamt muss man teilweise lange auf einen Termin warten, sodass auch hier viel Zeit investiert werden muss. Wer seine Geburtsurkunde online beantragen möchte, spart somit in vielen Fällen hohe Kosten, die im Reisefalle entstehen, und in jedem Fall Zeit. Wir möchten euch deshalb beraten und alle Fragen klären, die mit diesem digitalen Vorgang verbunden sind, der unter anderem für den Antrag auf Elterngeld vorausgesetzt wird.

Digitale Tools der Dienstleister

Es gibt Online-Dienstleister wie Standesamt24.de, die sich auf Geburtsurkunden spezialisiert haben. Sie führen auf ihrer Website jeweils ein Tool, das den Antragssteller sicher durch den Vorgang navigiert. Jeder Schritt wird ausführlich und verständlich erklärt, damit ihn jeder versteht. In der Regel reicht es aus, das Tool mit Daten zu füllen wie den Namen und den Geburtsort des Kindes, um diesen Vorgang abzuschließen und in den Besitz der Standesamt Urkunden zu gelangen. Lediglich ein kleiner Obolus wird für diese Dienstleistung fällig, der allerdings mit meistens sieben bis zwölf Euro überschaubar und maßvoll ausfällt.

Welche Dokumente benötige ich?

Darüber hinaus benötigt man für ein neugeborenes Kind noch weitere Dokumente, die dem Standesamt vorgelegt werden müssen. Dazu gehören der Personalausweis oder Reisepass beider Elternteile, das Familienbuch oder die Heiratsurkunde sowie die Geburtsurkunde beider Elternteile. Liegt keine Heirat vor, hilft hier auch die Abstammungsurkunde vorzulegen. Schließlich ist für das Standesamt noch die Beglaubigung der Geburt vorgeschrieben. Bei einer Geburt im Kreißsaal eines Krankenhauses reicht die ärztliche Bescheinigung aus. Bei einer Hausgeburt ist es die Hebamme, welche die Ankunft des neuen Lebens bescheinigt.

Welche Geburtsurkunden darf ich anfordern?

Auch wenn es nicht um die eigene Geburtsurkunde geht oder um die des eigenen Kindes, lässt sich die Geburtsurkunde anfordern. Zugangsberechtigt sind in diesem Fall Vorfahren und Nachfahren, Geschwister, die ein berechtigtes Interesse belegen können sowie sonstige Personen, bei denen ein rechtliches Interesse vorliegt, das auch sie glaubhaft machen müssen. Die Dokumente, die in diesem Fall benötigt werden, sind wieder der Personalausweis oder Reisepass des Vertreters, das originale Ausweisdokument oder eine beglaubigte Kopie sowie eine schriftliche Vollmacht.

Wofür benötige ich die Geburtsurkunde?

Geburtsurkunden sind offizielle Dokumente, die für zahlreiche Vorgänge zum Beispiel als Gegenleistung für staatliche Gelder benötigt werden. Dabei handelt es sich unter anderem um diese Anliegen:

– Erbangelegenheiten,
– Reisepass
– BAFÖG
- Ersatzurkunde
– Elterngeld
– Krankenkasse

Da Eltern für die Pflegeversicherung weniger zahlen als elternlose Beschäftigte, benötigt auch der Arbeitgeber das Dokument für den Verkehr mit der Pflegeversicherung. Seit dem 1.1.2009 ist zudem für die Hochzeit eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister vorgeschrieben. Es wäre traurig, wenn ein solch wegweisendes Ereignis an einer Formalie scheitern würde.


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