Was ist der Bemessungszeitraum beim Elterngeld?

Die Grundlage für die Berechnung des Elterngeldes ist ein Zeitraum von 12 Monaten vor der Geburt (Bemessungszeitraum). Die Art deines Erwerbseinkommens entscheidet darüber, welcher Zeitraum die Basis für die Elterngeldberechnung bildet. Wo die Unterschiede liegen und wie du das für dich nutzen kannst, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Unterschied: Bemessungszeitraum und Bezugszeitraum

Es gibt zwei Einkommensberechnungszeiträume, die für die Ermittlung des Elterngeld-Nettos entscheidend sind. 

Die vier Einkommenswerte

Die Elterngeldstelle ermittelt vier verschiedene Einkommenswerte:

  • Elterngeld-Brutto
  • Elterngeld-Netto
  • Bemessungsgrundlage der Abzüge für Steuern
  • Bemessungsgrundlage für Sozialabgaben

Für dich ist eigentlich nur das Elterngeld-Netto wichtig. Achtung: Das Elterngeld-Netto entspricht nicht exakt deinem Gehalts-Netto. Du kannst diesen Wert jedoch als Näherungswert betrachten.

Der Bemessungszeitraum (gemäß § 2b BEEG)

Die Art des Erwerbseinkommens entscheidet über den Bemessungszeitraum. Es geht für das Elterngeld um das durchschnittliche monatliche Einkommen. Die Einkommensermittlung erfolgt vor der Geburt immer auf den Kalendermonat bezogen. 

Bei Arbeitnehmern

Der Zeitraum ist je Elternteil verschieden. Bei den Müttern sind es die 12 Monate vor Beginn des Mutterschutzes. Der Bemessungszeitraum für den anderen Elternteil umfasst die 12 Monate vor der Geburt. Gleiches gilt, wenn du als Mutter Beamtin bist, da du deine Bezüge in den Schutzfristen weiterhin bekommst.

Was bedeutet „vor Beginn des Mutterschutzes“ bzw. „vor der Geburt“?

Es zählen nur die vollständig abgerechneten Kalendermonate vor Beginn des Mutterschutzes oder der Geburt. 

Beispiel 1:

Dein Mutterschutz beginnt am 25. März. Der letzte vollständig abgerechnete Kalendermonat ist der Februar. Dein Bemessungszeitraum beginnt im März des Vorjahres bis zum Februar des Geburtsjahres deines Kindes.

Beispiel 2:

Dein Kind kommt am 02. April auf die Welt. Als Vater geht dein Bemessungszeitraum vom April des Vorjahres bis zum März im Geburtsjahr deines Kindes.

Bei Selbstständigen und Personen mit Mischeinkünften

Beziehst du Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft, gilt ein anderer Bemessungszeitraum als bei Arbeitnehmern. Bei Geburten seit dem 01. September 2021 kann das auch auf dich zutreffen, wenn du nur nebenberuflich ein Gewerbe betreibst und hauptberuflich einer Angestelltentätigkeit nachgehst. Der Bemessungszeitraum verschiebt sich, durch die vorliegenden Mischeinkünfte, auf den letzten abgeschlossenen steuerlichen Veranlagungszeitraum: Das Kalenderjahr vor dem Jahr der Geburt. Wenn du Mischeinkünfte beziehst, kannst du unter Umständen ein Wahlrecht ausüben und so den Bemessungszeitraum als Arbeitnehmer in Anspruch nehmen.

Beispiel 1:

Du bist Angestellte einer Werbeagentur und nebenberuflich noch als Grafikerin tätig. Dein Wirtschaftsjahr ist das Kalenderjahr. Kommt dein Kind im Jahr 2021 auf die Welt, ist das Kalenderjahr 2020 dein Bemessungszeitraum.

Liegt ein abweichendes Wirtschaftsjahr vor, kommt es darauf an, welches Wirtschaftsjahr steuerlich in den letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum gehört.

Beispiel 2:

Du bist selbstständig und dein Gewerbe hat ein abweichendes Wirtschaftsjahr vom 01.10. bis 30.09. Der Bemessungszeitraum bleibt das Kalenderjahr vor der Geburt. 

Angenommen das Kind kommt im Jahr 2021. Das für das Elterngeld relevante Wirtschaftsjahr geht vom 01.10.2019 bis 30.09.2020. Dieses fließt in den Steuerbescheid 2020 ein und bildet die Grundlage für die Elterngeldberechnung. Das Einkommen vom 01.10.2020 bis 31.12.2020 geht nicht mit in die Berechnung ein (gehört zum Wirtschaftsjahr 01.10.20 bis 30.09.2021 und somit in den Steuerbescheid 2021).

Voraussetzungen für Wahlrecht bei Mischeinkünften

Ist das Einkommen aus der selbstständigen Nebentätigkeit nur gering, gibt es für Eltern ein Wahlrecht in Bezug auf den Bemessungszeitraum. Auf Antrag können die betroffenen Eltern wählen, ob sie für die Elterngeldberechnung als Angestellte (12 Monate vor der Geburt bzw. vor Beginn des Mutterschutzes) oder Selbstständige (Kalenderjahr vor der Geburt) behandelt werden wollen.

„Geringes Einkommen“ im Sinne des Elterngeldgesetzes

Was heißt geringes Einkommen? Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz setzt hier die Grenze bei 420 Euro im Jahr bzw. 35 Euro im Monat. Wichtig: Nicht nur die Gesamtsumme in Höhe von 420 Euro im Jahr ist relevant, sondern im Jahr der Geburt selbst wird zusätzlich auch die durchschnittliche monatliche Höhe der Einkünfte angeschaut. Diese darf 35 Euro nicht überschreiten.

Beispiel:

Antragstellerin: Angestellte Mutter mit zusätzlichem selbstständigem Nebeneinkommen
Geburt: 15. November 2022

Grundsätzlich ist der Bemessungszeitraum das Kalenderjahr vor der Geburt. Hier das Jahr 2021. Die Einkünfte aus Selbstständiger Arbeit im Jahr 2021 betrugen 390 Euro. Zusätzlich ist entscheidend, wie hoch die Einkünfte im Geburtsjahr bis zum Monat vor der Geburt sind. In diesem Fall die Monate Januar bis Oktober 2022. Hier liegen die Einkünfte aus der Selbstständigkeit bei 250 Euro.

Lösung: Die Mutter dürfte den Bemessungszeitraum auswählen und auf Antrag (!!!) ist der Bemessungszeitraum der einer Arbeitnehmerin.

Wichtig: Wenn du dich mit Mischeinkünften für eine Berechnung als Arbeitnehmer entscheidest, entfällt die Berücksichtigung der Einkünfte aus Selbstständiger Arbeit bei der Berechnung der Höhe deines Elterngeldes. Es bleibt dennoch dabei, dass du eine Vorhersage des Einkommens für den Bezugszeitraum erstellen musst. Und: im Bezugszeitraum erfolgt dennoch eine Anrechnung, wenn es zu einem Hinzuverdienst aus der Selbstständigkeit kommt.

Ausklammerungstatbestände 

Die vorgenannten Zeiträume für Arbeitnehmer und Selbstständige gelten im Regelfall. Die Ausnahmen bilden sogenannte Ausklammerungstatbestände:

  • Zeiten in denen du Elterngeld für ein älteres Geschwisterkind bekamst (längstens bis zum 14. Lebensmonat unabhängig von der Bezugsform)
  • Zeiten mit Bezug von Mutterschaftsleistungen für ältere oder gerade geborene Kinder
  • Zeiten in denen du gar kein oder weniger Einkommen bekamst, aufgrund einer Erkrankung in der Schwangerschaft 

Beispiel:

Das Kind kommt im Oktober 2021 zur Welt. Die Mutter ist Arbeitnehmerin und hat schon ein älteres Kind. Sie bezog Elterngeld für das ältere Geschwisterkind von Mai 2020 bis April 2021.

Geburt des zweiten Kindes: Oktober 2021

  • 12 Monate vor Beginn des Mutterschutzes: Oktober 2020 bis September 2021 (12 Monate)
  • darin enthalten ein Ausklammerungstatbestand „Elterngeldbezug für ein älteres Kind“: Oktober 2020 bis April 2021 (7 Monate, diese werden übersprungen)
  • Bemessungszeitraum nach Ausklammerung: September 2019 bis März 2020 (7 Monate, von vor der ersten Schwangerschaft!) und Mai 2021 bis September 2021 (5 Monate)

Achtung: Monate mit Elterngeld nach dem 14. Lebensmonat werden nicht übersprungen!

Der Bezugszeitraum – Bezugsmonate mit und ohne Einkommen

Der Bezugszeitraum bezeichnet die Lebensmonate, für die du Elterngeld beantragst und tatsächlich in Anspruch nimmst. Die Einkommensermittlung erfolgt lebensmonatsbezogen, nicht nach Kalendermonaten (Ausnahme dein Kind ist am 1. eines Monats geboren).

Dabei bilden Bezugsmonate mit Einkommen jeweils eine Einheit und Bezugsmonate ohne Einkommen ebenfalls. Es ist nicht relevant, ob die Monate aufeinanderfolgen oder nicht. Die Betrachtung des Einkommens erfolgt ausschließlich für die Monate, in denen du tatsächlich Elterngeld beziehst. Eine Durchschnittsermittlung, wie im Bemessungszeitraum, erfolgt nicht. Es besteht die Möglichkeit parallel, also mit dem anderen Elternteil gemeinsam, Elterngeld zu beziehen oder nacheinander. Nähere Informationen zur Anspruchsdauer findest du hier.

Mutterschaftsgeld im Bezugszeitraum

Als Arbeitnehmerin bekommst du auch nach der Geburt in der Regel Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese Zeiten gelten automatisch als Lebensmonate mit Basiselterngeld. Als Vater besteht ein Wahlrecht für diese Monate Elterngeld zu nehmen. Mütter haben in diesem Fall keine Wahlmöglichkeit.

Eine Ausnahme ist das Mutterschaftsgeld vom Bundesamt für soziale Sicherung (BAS). Es handelt sich um eine Einmalzahlung in Höhe von 210 Euro. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen findest du hier. Mit dem Bezug von diesem Mutterschaftsgeld ist der Bezug von Elterngeld Plus direkt nach der Geburt möglich.

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  • Liebes Team,

    Elterngeld berechnet sich aus den 12 Monaten „Vor Beginn des Mutterschutzes“ ; Frage : wird das immer/ grundsätzlich mit den gesetzlichen 6 Wochen pauschal berechnet oder so wie dieser von der Krankenkasse mit Leistungsdatum wirklich erfolgt /festgesetzt wurde?

    Hintergrund: 6 Tage weniger MuSchu dafür Urlaub beim AG und ich habe 6 Abrechnung in StKL 3 erreicht.

    • Hallo Angie,
      wenn du in dieser Zeit ein gleichbleibendes Gehalt hattest, macht es für die Berechnung keinen Unterschied. Die Elterngeldstelle rechnet mit deinem Bruttogehalt.
      Wenn dein Mutterschutz offiziell später begonnen hat, zählt der letzte Abrechnungsmonat noch mit hinein. Hintergrund ist, dass nur vollständig abgerechnete Monate vor dem Mutterschutz zählen. Durch den Urlaub hast du den Beginn erfolgreich verschoben.

  • Sehr geehrte Fr. Nagel,

    wenn die Mutter, aufgrund ihres Ausscheidens aus dem Unternehmen 2 Monate vor Beginn Ihres Mutterschutzes keine 12 Monate Bemessungszeitraum erreicht hat, zieht sich der Bemessungszeitraum für 2 Monate vor, um die 12 Monate zu erreichen, oder sind nur 10 Monate vom Arbeitgeber zu bescheinigen?
    Beispiel: Geburt des Kindes 09/2020; Bemessungszeitraum 09-2020 bis 08-2020; Austritt der Mitarbeiterin 01.07.2020. Was wäre der Bemessungszeitraum in diesem Fall?

    Vielen Dank

    • Hallo Z.K.,
      der Bemessungszeitraum ist abhängig vom Beginn des Mutterschutzes. Beginnend mit dem letzten Kalendermonat vor Beginn des Mutterschutzes und dann rückwärts gehen. Wenn keine 12 Monate mit Einkommen vorliegen, werden die Monate mit Einkommen zusammengerechnet und durch 12 geteilt. So ergibt sich leider ein geringeres Durchschnittseinkommen und in der Folge ein geringeres Elterngeld. Der Arbeitgeber darf nur die tatsächlich gearbeiteten Monate bescheinigen. Wenn du am letzten Tag deines Beschäftigungsverhältnisses Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung warst, bekommst du Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes von der Krankenkasse.

  • Hallo Frau Nagel,

    wir haben im September ein Nebengewerbe/Kleingewerbe angemeldet, der Elterngeldstelle gemeldet und nun die Anlage C der Elterngeldstelle erhalten.

    Muss ich die Verschiebung des Bemessungszeitraum in DIESEM Antrag bereits beantragen, ein 2. Kind ist noch nicht unterwegs.
    Oder muss ich die Verschiebung des Bemessungszeitraum erst bei dem Elterngeldantrag für das 2. Kind angeben?

  • Hallo Frau Nagel,

    Folgender Fall liegt vor:
    Der zu erwartende Entbindungstermin ist der Sa, 31. Juli 2021. Der Mutterschutz beginnt damit 6 Wochen früher am Sa, 19. Juni 2021. Wir haben heute Mo, 23. November 2020 unseren Antrag auf Steuerklassenwechsel (Klasse III Frau / Klasse V Mann) an das Finanzamt gesendet. Damit sind die neuen Steuerklassen zum Folgemonat, sprich ab Dezember 2020 gültig.
    Somit kommen wir noch auf die nötigen 6 vollen Monate (Dez 20 – Mai 21) vor Beginn des Mutterschutzes für die höhere Elterngeldberechnung der Frau nach Steuerklasse III.

    Frage:
    – Ist die oben aufgeführte Annahme richtig?

    – Was passiert, wenn der Entbindungstermin wesentlich früher als geplant (Frühchen) eintritt. Wird der Bemessungszeitraum der Frau dann nach hinten verschoben, so dass ggf. keine 6 vollen Monate der Frau mehr in Steuerklasse III zusammenkommen, oder hat eine frühere Geburt auf diese Berechnung keinen Einfluss?

    Danke im Voraus.

    MfG, Hobi84

    • Hallo Hobi84,
      der Wechsel war voraussichtlich rechtzeitig. Eine rechnerische Verschiebung für die Zeit vor dem Geburtstermin findet nicht statt. Wenn das Kind früher auf die Welt kommt, verlängert sich die Schutzfrist nach der Geburt um diese Zeit.

  • Guten Tag Frau Nagel,

    ich bin im Januar diesen Jahres ein sehr glücklicher Papa eines Jungen geworden. Da ich aus beruflichen Gründen (Pädagoge) genau darum weiß was es bedeutet Zeit mit seinem Kind zu verbringen habe ich einen Antrag auf Elterngeld gestellt. Dieser liegt mir aktuell vor.

    Ich teile mit meiner Frau die 14 monatige Elternzeit und bleibe davon die letzten drei Monate zuhause.

    In dem gesetzlichen Bemessungszeitraum nach § 2b BEEG fallen auch ein paar Monaten rein wo ich Verletztengeld beziehen musste, da ich einen Arbeitsunfall hatte. Leider fließen diese Monate nicht mit in die Berechnung des durchschnittlichen Erwerbeinkommens ein.

    Daraus ergibt sich ein für mich abstruses Basiselternentgeld wo ich noch nicht einmal die Miete zahlen könnte.

    Gibt es irgend etwas was ich daran ändern?

    Hochachtungsvoll mit freundlichen Grüßen

    Daniel H.

    • Hallo Daniel,
      leider gibt es da keine Möglichkeit einer Verschiebung. Verletztengeld ist eine Lohnersatzleistung und zählt daher bei der Berechnung deines Elterngeldes daher nicht mit.

  • Hallo Frau Nagel,

    Ich hätte folgende Frage.
    Voraussichtlichen ET ist 11.07.2021. Beginn Mutterschutz am 29.05.2021. Wir haben ab Dezember Steuerklassenwechsel:ich Steuerklasse III,Mann IV. Jetzt werde ich auf die tage Mutterschutz von 29.05 bis 31.05 verzichten, damit mein Muttetschutzfrist am 01.06.2021 beginnt und somit ich 6 volle Monate (Dez.2020 bis Mai 2021) vor der Mutterschutz steuerklasse 3 habe. Da Mutterschaftsgeld steuerfrei ist (außer progressionsvorbehalt) spielt es keine Rolle,welche steuerklasse ich habe. Wäre dann ein Wechsel der steuerklassen ab dem 01.06.2021 (ich Steuerklassw 5,Mann steuerklasse III nicht schädlich für uns. Liege ich sa mit meinen Überlegungen richtig?

    Viele Dank im Voraus.
    MfG Schneider

    • Hallo Tatjana,
      der Wechsel ab dem von dir genannten Zeitpunkt ist unschädlich, da die Berechnung des Mutterschaftsgeldes auf Basis des durchschnittlichen Gehaltes VOR Beginn des Mutterschutzes basiert.

  • Hallo Frau Nagel,
    ich habe eigentlich das gleiche Problem wie Frau Schneider. Mutterschutz begann am 31.12.2020 und Steuerklassenwechsel war ab Juli 2020. Somit fehlt mir ein Tag um den höheren Satz Elterngeld zu erhalten, weil Dez 2019 bis Nov. 2020 herangezogen werden. Gibt es eine Möglichkeit, den Dezember 2020 berücksichtigen zu lassen? Der ET wurde im Laufe der Schwangerschaft auch mal um eine Woche nach vorne datiert (falls das noch eine Möglichkeit ergäbe).
    Vielen Dank und freundliche Grüße!

    • Hallo Johannes,
      nachträglich ergibt sich keine Möglichkeit für eine Verschiebung. Auf diesen einen Tag Mutterschutz hätte im Vorwege gegenüber dem Arbeitgeber und der Krankenversicherung verzichtet werden müssen.

  • Hallo,

    ich habe ein zwei Fragen zum Bemessungszeitraum des Elterngelds. Ich habe ein Kleingewerbe und arbeite hauptberuflich als Angestellter. Mit dem Kleingewerbe verdiene ich mehr als 410€ im Jahr. Gilt das Kleingewerbe im Falle des Elterngelds auch als „normales“ Gewerbe, sodass der Bemessungszeitraum der letzte steuerlich abgeschlossene Veranlagungszeitraum ist?
    Wenn das Kleingewerbe im Monat der Elterngeldantragstellung nicht aktiv, also abgemeldet ist, gelte ich dann trotzdem als Person mit Mischeinkommen oder kann ich dann die letzten 12 Monate vor der Geburt als Bemessungszeitraum veranschlagen?
    Ich frage so detailliert, weil ich erst seit Januar 2022 als Angestellter arbeite und vorher nur mein Kleingewerbe hatte. Wenn unser Kind dieses Jahr auf die Welt kommt gilt für mich als Bemessungszeitraum das Jahr 2021.
    In diesem Jahr hatte ich nur das Kleingewerbe, weswegen ich nicht viel mehr als den Mindestsatz an Elterngeld bekommen würde.

    Danke und Besten Gruß
    Lukas

    • Hallo Lukas,
      nur wenn du im Bemessungszeitraum, sprich weder in den 12 Monaten vor dem Kalendermonat der Geburt noch im Kalenderjahr vor der Geburt Einkünfte aus einer selbstständigen Tätigkeit hattest, gilt für dich der Zeitraum als Nichtselbstständiger. Dies trifft bei dir nicht zu. Vom Wahlrecht bist du aufgrund des zu hohen Gewinns (Einnahmen – Ausgaben) ausgeschlossen. Dein Bemessungszeitraum wäre also das Kalenderjahr vor der Geburt = hier 2021.

  • Hallo Yvonne,
    mir ist eine Sache nicht ganz klar zum Bezugszeitraum für den Elternteil, der dir Partnermonate nimmt im Zusammenhang mit der Ausstellung der Verdienstbescheinigung. Konkret trifft für mich als Partner folgendes zu: Ich will im Monat 9 (Juli 2023) und 10 (August 2023) nach Geburt die Partnermonate nehmen. Demnach ist doch für die Berechnung des Elterngeldes der Bezugszeitraum Juli 2022 bis Juni 2023 relevant? Oder spielen die gewählten Monate keine Rolle und es werden auch für die Partnermonate die 12 Monate vor Geburt zur Berechnung herangezogen?

    Vielen Dank für deine Bemühungen im Voraus
    Simon

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