Tagesgeld Vergleich

Die besten Tagesgeldkonten im Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Tagesgeldkonto bringt Ihnen mehr Zinsen als das Girokonto
  • An Ihr Tagesgeld können Sie jederzeit gelangen
  • Direktbanken bieten meist die günstigsten Angebote
  • Neukundenboni und Zinsgarantien gelten meist nur für begrenzte Zeit
  • Ihre Einlage ist bis 100.000 Euro abgesichert
  • Ein Tagesgeldkonto ist komplett kostenfrei
  • Tagesgeld eignet sich für das Ansparen einer Finanzreserve
  • Ein Girokonto ist obligatorisch für ein Tagesgeldkonto

Wenn Sie Rücklagen bilden möchten, die Ihnen jederzeit zur Verfügung stehen und dazu noch etwas Zinsen bringen, eignet sich das Tagesgeldkonto. Mit seinen Eigenschaften bietet es gegenüber dem klassischen Sparbuch, einem Festgeld- sowie dem Girokonto einige Vorteile. Gerade im Vergleich zu Letzterem bringt ein Tagesgeldkonto das Vielfache an Guthabenzinsen. Allerdings sind aufgrund der anhaltenden Zinsflaute auch hier keine großen Sprünge zu erwarten. Dennoch verfügen etwa zwei Drittel der deutschen Bankkunden über ein solches Konto. Wie Sie persönlich von einem Tagesgeldkonto profitieren und welchen Nutzen es Ihnen bringt, erfahren Sie in unserem Artikel. Bei der Auswahl der aktuell besten Angebote hilft Ihnen zusätzlich unser Tagesgeld Vergleich weiter.

Was das Tagesgeldkonto ausmacht

Wenn Ihnen im Alltag etwas an Geld bleibt, das Sie als Reserve zurücklegen möchten, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Manch einer wird sich dabei schon die Frage gestellt haben, welche der klassischen Geldanlagen seiner Bank dafür am besten geeignet ist: Giro-, Festgeld- oder vielleicht doch Tagesgeldkonto? Beim Girokonto kann kaum mehr von einer Anlage im eigentlichen Sinne die Rede sein. Dort werden Ihnen seit Jahren immer weniger Zinsen angeboten und momentan können Sie mit kaum mehr als knapp über 0% rechnen. Nicht selten wird dieser minimale Gewinn durch mögliche Kontoführungsgebühren oder ähnliche Kosten ohnehin ins Gegenteil verwandelt. Wer noch immer solche Gebühren bezahlt, sollte dringend unseren Girokonto Vergleich nutzen. Ein Festgeldkonto dagegen bietet einen vergleichsweise hohen und stabilen Zinssatz. Jedoch ist dieses Modell als Anlage sehr unflexibel, wenn Sie einmal zeitnah an Bares gelangen müssen. Bleibt in unserem Fall noch das Tagesgeldkonto. Hierbei handelt es sich um ein reines Sparkonto, von dem aus Sie keine Überweisungen tätigen können. Ebenso ist es unmöglich, am Geldautomaten einen Betrag von einem solchen Konto abzuheben.

Dennoch bietet Ihnen ein Tagesgeldkonto die tägliche Verfügbarkeit des kompletten Guthabens. Das ist bei Weitem nicht der einzige Aspekt, durch den sich die Flexibilität eines solchen Kontos auszeichnet. Es besteht weder eine fest vorgeschriebene Laufzeit, noch eine Verpflichtung zur Mindesteinlage. Ihnen steht das Recht zu, Ihr Tagesgeldkonto von heute auf morgen aufzulösen, ohne dass Sie dafür Kosten zu tragen oder Fristen einzuhalten haben. Die Kehrseite der Medaille besteht darin, dass Ihre Bank als Kontobetreiber die Guthabenverzinsung ebenfalls spontan und flexibel ändern kann. In den letzten Jahren kennt die Entwicklung der Zinssätze dabei leider nur eine Richtung, nämlich die nach unten. Von dieser sogenannten Zinsgleitklausel werden Sie als Neukunde häufig für einen gewissen Zeitraum verschont, indem Sie eine Zinsgarantie erhalten. Diese Leistung ist allerdings freiwillig und gilt häufig nur für die ersten Monate. Bei welchem Anbieter Sie sicher mit einem solchen Bonus rechnen können, erfahren Sie in unserem Tagesgeld Vergleich.

Bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos gilt ein Zinssatz, der Ihnen gegenüber als Jahreszins „per anno“ ausgewiesen wird.

Zinsentwicklung beim Tagesgeld

Da diese Prozentzahl sich über die Zeit kontinuierlich verändern kann, bieten einige Anbieter unterschiedliche Auszahlungsweisen der Zinserträge an. Die so erwirtschafteten Zinsen werden Ihnen mitunter auch halb- oder vierteljährlich, monatlich oder sogar in noch knapperen Intervallen gutgeschrieben. Auf diese Art und Weise erhalten Sie Ihre Gutschrift auf den einzelnen Tag genau. Je kürzer die Berechnungsgrundlage der Zinserträge ausfällt, desto vorteilhafter ist dies für Sie. Dennoch bleibt der Wermutstropfen, dass solche Beträge derzeit auf Verzinsungen von unter 1% beruhen, so dass selbst bei vielen tausend Euro als Einlage lediglich kleine Euro-Beträge zusammenkommen.

Ein simples Rechenbeispiel
Auch wenn es hier lediglich um sehr geringe Zinssätze bei Girokonto und auch Tagesgeldkonto geht, sollten Sie sich die Ergebnisse kurz vor Augen führen. Wenn Sie als finanzielle Reserve 10.000 Euro annehmen, die auf Ihrem Girokonto 0,1% Zinsen bringen, so ergibt das pro Jahr eine Steigerung Ihres Guthabens um 10 Euro. Setzen wir 0,8% Zinsgutschrift für denselben Betrag auf einem Tagesgeldkonto dagegen, landen wir unterm Strich bei 80 Euro. Von der Differenz, die Sie allein über die attraktiveren Zinsen erhalten, können Sie immerhin einmal Ihren Wagen volltanken.

So nutzen Sie die Vorteile beim Tagesgeldkonto

Tagesgeldkonten können Sie nicht immer in unbegrenzter Höhe besparen. Manche Anbieter setzen ein bestimmtes Limit, bis zu dem Ihre Einlagen dann auch garantiert abgesichert sind. Über die bestehenden gesetzlichen Regelungen der Einlagensicherung hinausgehend, bieten verschiedene Anbieter freiwillige Garantien oberhalb dieses Mindestmaßes. Gerät der Finanzmarkt in eine Krise, haben Sie eine solche Sicherheit bei Anbietern innerhalb der EU in allen Fällen bis zu einer festgeschriebenen Summe von 100.000 Euro. Über diesen Betrag sind bei manchen Tagesgeldkonten keine Einlagen mehr möglich oder werden zum Teil geringer verzinst. Jedoch lohnt es aufgrund der vergleichsweise geringen Zinserträge eher nicht, dieses Maximum ausreizen. Wenn Sie höhere Beträge mittel- oder langfristig entbehren können, wären andere Anlagen sicher rentabler als das Modell eines Tagesgeldkontos.

In der Regel eignen sich Tagesgeldkonten vielmehr als eine Spareinlage, die Ihnen eine stabile Rücklage bildet. Im Falle einer kurzfristig anfallenden Rechnung oder dringenden Neuanschaffung können Sie dann jederzeit an das benötigte Bargeld gelangen. Geeignete Beispiele wären etwa ein kaputtes Auto, eine Handwerkerleistung oder die kurzfristige Finanzierung eines teuren Elektrogerätes. Die Bildung einer finanziellen Rücklage in Form eines Tagesgeldkontos ist auch sinnvoll, wenn Sie auf einen Urlaub oder eine planbare Anschaffung sparen möchten. Hierbei ist diese Sparform eine wahre Alternative zu einem Kredit.

Sie sparen dabei nicht nur die anfallenden Kreditkosten, sondern profitieren von dem Guthabenzins auf Ihr Tagesgeld. Über diese Form der Vermögensbildung bauen Sie ein bestimmtes Finanzpolster auf, das Ihnen jederzeit zur Verfügung steht. Es ist also empfehlenswert, Geldbeträge aufs Tagesgeldkonto zu transferieren, die Ihnen am Monatsende unterm Strich übrig bleiben und zur freien Verwendung stehen. Eine andere Möglichkeit liegt darin, eine einmalige Summe auf das Tagesgeldkonto zu überweisen, etwa wenn Sie eine Steuerrückzahlung vom Finanzamt erhalten. Dort ist Ihr Geld aufgrund der wesentliche höheren Verzinsung allemal besser aufgehoben als auf dem Girokonto.

Neben dem profitableren Zinsertrag sowie der kostenlosen Verwaltung stellen sich bei genauerer Betrachtung noch zwei weitere Aspekte als vorteilhaft gegenüber dem Girokonto heraus. Einerseits sind Sie nicht so leicht in Versuchung zu führen, verfügbares Geld schnell noch für spontane Käufe auszugeben. Für das Girokonto haben Sie in der Regel eine Girocard oder sogar eine Kreditkarte. Dadurch sind Sie jederzeit in der Lage, spontane Lustkäufe zu tätigen. Die Beträge Ihres Tagesgeldkontos dagegen sind etwas weiter abseits geparkt, so dass Sie diese nicht unmittelbar über Ihre Karten ausgeben können. Daraus leitet sich bereits das zweite Argument ab. Sollte Ihnen eine Geldkarte gestohlen werden oder auf andere Weise Ihre Daten missbraucht werden, befinden sich Geldbeträge auf Ihrem Tagesgeldkonto jederzeit in Sicherheit.

Die Unterschiede des Tagesgeldkontos zu anderen Kontomodellen

Da bei manchen Verbrauchern noch immer Unklarheiten bestehen, worin sich Festgeld- oder Girokonto vom Tagesgeldkonto unterscheiden, stellen wir hier nochmals kurz die jeweiligen Merkmale heraus. Dabei wird klar, dass die Eröffnung eines Tagesgeldkontos in aller Regel keinerlei Nachteile gegenüber den beiden anderen Modellen mit sich bringt. Im Tagesgeld Vergleich können Sie sich detailliert über sämtliche Vorteile und Konditionen der besten Anbieter informieren.

Girokonto vs. Tagesgeldkonto

Das Girokonto dient Ihnen zur Abwicklung aller Geldtransfers im Alltag. Von der regelmäßigen Zahlung Ihrer Versicherungsbeiträge oder der Miete bis hin zur Überweisung aller Rechnungen sowie der Tilgung bestehender Kredite reichen dessen Einsatzmöglichkeiten. Sie können über dazugehörige Karten auch jederzeit an Bargeld aus den Automaten gelangen. Die Verzinsung eines Guthabens auf dem Girokonto geht allerdings seit Jahren gegen null. Wenn Sie den Dispo ausreizen, werden relativ hohe Überziehungszinsen fällig, die nicht selten im zweistelligen Bereich liegen. Hinzu kommen bei etlichen Banken umfangreiche Gebühren, die Ihnen beispielsweise für die einfache Kontoführung, die Nutzung von EC- oder Kreditkarte sowie das Online-Banking berechnet werden.

Alle diese Eigenschaften besitzt ein Tagesgeldkonto nicht. Es ist grundsätzlich nicht gebührenpflichtig und ebenso wenig kosten Transfers mit dem Referenzkonto oder die Eröffnung Geld. Um ein Tagesgeldkonto zu nutzen, muss bereits als Girokonto bestehen. Ob Sie das Tagesgeldkonto bei der Bank eröffnen, die auch Ihr Girokonto verwaltet, oder ob es sich um eine andere Bank handelt, ist völlig irrelevant. Der Vorteil gegenüber dem Girokonto für Sie liegt durch die viel bessere Verzinsung auf der Hand. Außerdem kommen Sie ebenso schnell und flexibel an Ihr Geld, müssen es allerdings zunächst stets auf das Referenzkonto überweisen.

Festgeld oder Sparbuch vs. Tagesgeldkonto

Sparbuch wie Festgeldkonto sind Modelle, die eher mittel- und langfristig angelegt werden. In beiden Fällen haben Sie im Unterschied zum Tagesgeldkonto bestimmte Kündigungsfristen zu beachten, die meist bei 3 Monaten oder mehr liegen. Kurzfristig an Geld zu gelangen, ist nur in Ausnahmefällen denkbar. Dadurch verlieren Sie dann allerdings rückwirkend Ihre gute Verzinsung.

Diese kann in einigen Fällen bei über 2% im Jahr liegen, was jedoch immer auch von Laufzeit und der Höhe der Einlage abhängt. Vorteilhaft für Sie ist in diesen Fällen, dass Sie über die vereinbarte Dauer der Einlage eine feste Verzinsung garantiert bekommen. Verlängert sich eine solche Anlage nach der jeweiligen Vertragslaufzeit automatisch, können allerdings auch hier die Zinsen nach unten (oder oben) angepasst werden.

Da eine Bank über ein Festgeldkonto langfristig mit Ihnen planen kann, gewährt sie Ihnen dafür in der Regel auch eine etwas bessere Verzinsung als bei einem Tagesgeldkonto. Zumindest gilt das in den meisten Fällen. Die besten Angebote für Sie lassen sich in unserem Tagesgeld Vergleich herausfiltern. Mitunter liegen die attraktivsten Verzinsungen für ein Tagesgeldkonto auf einem vergleichbaren Niveau wie die durchschnittlichen Zinssätze einer Festgeldanlage. Dennoch werden Sie auf längere Sicht mit einem Festgeldkonto wohl den besseren Schnitt machen, da ein Solches keinerlei Schwankungen ausgesetzt ist.

Die Vorteile beim Tagesgeld

Das müssen Sie beim Tagesgeld beachten

Nicht immer kann es von Nutzen sein, wenn Sie jeden verfügbaren Euro auf das Tagesgeldkonto überweisen. Deswegen sollten Sie ein paar Szenarien kennen, die unterm Strich lohnender für Ihre Finanzen sind. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Hinweise und Tipps zusammen, die Sie trotz der Vorteile eines Tagesgeldkontos im Hinterkopf behalten sollten.

Das müssen Sie beachten!

Das gilt beim Freistellungsauftrag

Solange Ihre jährlichen Zinseinnahmen beim Tagesgeldkonto unter der Grenze von 801 Euro bei Singles oder 1.602 Euro bei Verheirateten bleiben, vermeiden Sie steuerliche Abzüge. Voraussetzung hierfür ist der Freistellungsauftrag, bei dem Sie allerdings auch andere Erträge aus Kapitalanlagen zu berücksichtigen haben. Überschreiten Sie diesen sogenannten Sparer-Pauschbetrag, werden verschiedene Abgaben ans Finanzamt fällig. Diese setzen sich dann aus dem Solidaritätszuschlag und der üblichen Abgeltungssteuer (25%) zusammen. Unter Umständen kommt auch noch die Kirchensteuer als anteilige Abgabe hinzu. Für Rentner und Studenten, die über eine Nichtveranlagungsbescheinigung verfügen, entfällt die gesamte Steuerlast. Die nötigen Unterlagen fürs Finanzamt erhalten Sie von Ihrem jeweiligen Kontoanbieter automatisch, sofern der seinen Sitz in Deutschland hat. Diese Auszüge sind als Nachweis dem Finanzamt vorzulegen.

Diese Garantien und Sicherheiten gelten

Über unseren Tagesgeld Vergleich lassen sich die besten und günstigsten Anbieter von Tagesgeldkonten individuell gegenüberstellen. Bei allen Angeboten sollten Sie die Garantien zu den Jahreszinsen genau betrachten. Diese sind besonders für Sie als Neukunde attraktiv gestaltet und werden auch garantiert. Allerdings kann diese Garantiezeit zwischen ein paar Monaten bis hin zu einem vollen Jahr variieren. Danach sind die Zinssätze beim Tagesgeld durch die Bank jederzeit anpassbar. Das bedeutet für Sie, dass die zugesagten Zinskonditionen unter Umständen dann auch nach unten rutschen können. Je länger ein solcher Garantiezins läuft, desto mehr Planungssicherheit besteht für Sie. Letztlich wirkt sich das auch auf Ihre Finanzen positiv aus. Außerdem sind die Zinszusagen zwar meist ab dem ersten Euro gültig, nicht jedoch in unbegrenztem Umfang. So kann es bei einigen Banken vorkommen, dass Sie ab einer bestimmten Sparsumme mit weniger Erträgen rechnen müssen.

Bis zu einem gewissen Rahmen genießt auch Ihre Einlage selbst eine Sicherheitsgarantie. Seit der Finanzkrise gelten für Banken aus dem EU-Raum einheitliche Richtlinien, nach denen Ihr Guthaben samt Zinsansprüchen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro gesichert ist. Diese Einlagensicherung erhöht sich auf das Doppelte, sollten Sie mit Ihrem Partner ein Gemeinschaftskonto nutzen. Auf Freiwilligenbasis besitzen verschiedene Banken darüber hinaus eine erweiterte Institutssicherung, um ihre Kunden bei noch höheren Summen abzusichern. Das schützt Sie vor einer möglichen Pleite der Bank, bei der Sie Ihr Tagesgeldkonto haben. Unter besonderen Lebensumständen kann diese Obergrenze auf bis zu 500.000 Euro steigen. Allerdings bewegen sich diese Beträge in Dimensionen, in denen eine Anlage als Tagesgeldkonto durchaus fraglich ist.

Bedingt als Altersvorsorge geeignet

Ein paar Argumente sprechen zunächst durchaus für das Tagesgeldkonto als Anlage für die finanzielle Absicherung des Lebensabends. Es handelt sich immerhin um ein konservatives Sparmodell, das sehr sicher ist und zudem kostenlose Flexibilität bietet. Allerdings besitzen auch andere Alternativen wie etwa ein Riestervertrag oder eine Lebensversicherung Vorteile, wie beispielsweise in Form staatlicher Zulagen oder Steuererleichterungen. Selbst wenn auch diese Vorsorgepläne finanzielle Nachteile wie etwa die Besteuerung der Rente oder obligatorische Abschlussgebühren beinhalten, fahren Sie damit am Ende wohl besser als mit einem jahrzehntelang besparten Tagesgeldkonto. Durch die variable Zinsregelung laufen Sie zudem Gefahr, dass Sie am Ende nicht wesentlich mehr ansparen als Sie realistisch eingezahlt haben. Das würde auch bedeuten, dass Sie dann inflationsbereinigt mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar Verlust machen.

Sollten Sie ein klassisches Sparkonto zur Aufbesserung Ihrer Rente dennoch in Erwägung ziehen, gibt es dafür nachvollziehbare Gründe. Ihnen könnten Aktienfonds und vergleichbare Finanzanlagen zu unsicher sein, da auch dort immer mit Schwankungen oder Verlusten zu rechnen ist.

Die Entwicklung der Inflation
Die Entwicklung der Inflation

Im Vergleich zu einem Tagesgeldkonto sollten Sie dann jedoch das Festgeldkonto bevorzugen, da Sie Ihr Geld dort langfristig zu relativ hohen Zinsen anlegen können. Ebenso kann eine Mischform aus stabilen Wertpapieren ohne besonders hohem Renditeversprechen und einem konservativen Kontomodell in Frage kommen. Ein Tagesgeldkonto wird sich trotz aller sonstigen Vorteile letztlich kaum als alleinige Form der Altersvorsorge auszahlen. Informieren Sie sich am besten auch über die Riester-Rente, Rürup-Rente und Betriebliche Altersvorsorge.

So kündigen Sie ein Tagesgeldkonto

Wie immer in einem Kündigungsfall, sollten Sie auch Ihr Tagesgeldkonto in schriftlicher Form auflösen. In der Regel genügt ein einfaches Anschreiben mit allen relevanten Daten sowie Ihrem klar formulierten Kündigungswunsch. Sicherheitshalber können Sie Vordrucke für solche Zwecke aus dem Internet verwenden oder in den meisten Fällen auch direkt auf der Webseite Ihrer Bank finden. Achten Sie lediglich darauf, dass Ihre Kündigung seitens der Bank bestätigt wird. Ein solcher Vorgang ist wie alle anderen im Zusammenhang mit dem Tagesgeldkonto für Sie gratis. Da Sie jedoch für eine Weiterführung eines Kontos auch keinerlei Kosten erwarten, ist eine Kündigung nicht unbedingt erforderlich. Beispielsweise können Sie Ihr gesamtes Guthaben bis auf 1 Euro abheben und das Konto für eine mögliche Verwendung in der Zukunft bestehen lassen.

Was Sie ansonsten wissen müssen

Ein Tagesgeldkonto setzt immer auch die Existenz eines Girokontos als Referenzkonto voraus. Sollten Sie Beträge auf das Tagesgeldkonto überweisen, geschieht das von diesem Girokonto aus. Umgekehrt genauso, da Sie direkt vom Tagesgeldkonto nichts abheben können. Hier kann unter Umständen eine Kostenfalle lauern. Immer mehr Banken verlangen mittlerweile für alle Arten von Transaktionen Gebühren – wenn das auch bei Ihrem Girokonto der Fall ist und Sie monatlich auf Ihr Tagesgeldkonto einzahlen wollen, sollten Sie zunächst ein Girokonto ohne Transaktionsgebühren ausfindig machen, damit diese Gebühren die Zinsen des Tagesgeldkontos am Ende nicht auffressen. Nach wie vor gibt es jedoch eine Menge Banken mit kostenfreien Girokonten auf dem Markt. Mit solchen Konten sichern Sie sich nicht nur auch künftig die Kostenfreiheit bei Geldtransfers, sondern unter Umständen zahlreiche weitere Vorteile. Das Tagesgeldkonto muss keinesfalls beim selben Bankinstitut geführt werden wie Ihr Girokonto.

Ein weiterer Aspekt, durch den Sie Geld sparen können betrifft die Wahl des Tagesgeldkontos selbst. Anfangs attraktive Konditionen wie die Zinsgarantie können mit der Zeit unwirksam werden. Das bedeutet, dass Sie dann als Bestandskunde auf einen Guthabenzins rutschen, der allenfalls noch im Durchschnitt liegt. Durch stetig neue Angebote werben Banken kontinuierlich um neue Kunden. Wird Ihr Tagesgeldkonto in seinen Konditionen dann von anderen Anbietern übertroffen, lohnt sich für Sie ein Wechsel. Da dieser mit keinem großen Aufwand verbunden ist, sollten Sie regelmäßig nach der Marktlage Ausschau halten und sich regelmäßig in einem Tagesgeld Vergleich wie unserem informieren. Die Zeit, die Sie in Ihre persönlichen Vergleiche aktueller Angeboten investieren, kann sich über den besseren Zins wiederum für Sie auszahlen. Für einen Wechsel müssen Sie prinzipiell nur ein neues Tagesgeldkonto eröffnen und das Geld über Ihr Girokonto vom alten Tagesgeldkonto dorthin transferieren.

Zu guter Letzt ein Hinweis, der Sie betrifft, wenn Sie Verbindlichkeiten haben. Sollten Sie Kredit- oder andere Schulden haben, genießen diese Vorrang gegenüber möglichen Einzahlungen auf Ihr Tagesgeldkonto. Selbst bei einem besonders günstigen Kredit lohnt es sich immer, diesen möglichst zeitnah abzuzahlen, statt Geld für andere Zwecke zu verwenden. Die Zinserträge eines Tagesgeldkontos werden in jedem Fall unter den notwendigen Ausgaben eines Ratenkredits liegen. Daher sollten Sie durch Sondertilgung oder eine Erhöhung der Rückzahlung schnellstmöglich den Schuldenberg abbauen. Es rechnet sich finanziell nämlich keinesfalls, einerseits ein Tagesgeldkonto zu besparen, während an anderer Stelle Ihr Dispo im roten Bereich steht.

So eröffnen Sie Ihr Tagesgeldkonto

  1. Erkundigen Sie sich nach den besten Konditionen für Ihre Lebenssituation sowie Ihre Bedürfnisse. In unserem Tagesgeld Vergleich finden Sie schnell den passendsten Anbieter. Wie bei anderen Finanzprodukten auch, treten dabei Direktbanken häufig durch besonders günstige Angebote in den Vordergrund.
  2. Füllen Sie online das Formular zur Eröffnung Ihres gewünschten Tagesgeldkontos aus. Hierzu sind lediglich ein paar Daten zu Ihrer Person anzugeben. Wichtige Angabe: Sie sollten bereits wissen, welches Girokonto Sie als Referenzkonto verwenden möchten.
  3. Bestätigen Sie Ihre Identität entweder über Video- oder Post-Ident. Letzteres ist ein wenig aufwendiger, da Sie mit Ihrem Ausweis sowie den ausgefüllten Ausdrucken in ein Postamt gehen müssen. Die Prüfung Ihrer Identität funktioniert auch über die Kamera Ihres Smartphones oder Computers und geht wesentlich schneller.
  1. Ihr neues Tagesgeldkonto wird eingerichtet und freigeschaltet. Je nach Anbieter kann dies ein paar Tage dauern und Sie erhalten Post mit Zugangscodes oder anderen (Vertrags-)Unterlagen. Damit können Sie sich dann einloggen, anmelden und Ihr Tagesgeldkonto benutzen.
  2. Ihren neuen Account können Sie nun nutzen, indem Sie Geld vom Girokonto einzahlen und verwalten.
  3. Behalten Sie auch künftig den Markt im Auge, damit Sie auch weiterhin von möglicherweise attraktiveren Angeboten profitieren können. Beachten Sie auch Entwicklungen Ihrer Konditionen, denn Ihre Bank hat das Recht, die Kreditzinsen nach Ablauf einer vereinbarten Garantiedauer jederzeit nach eigenen Vorstellungen anzupassen.

Fazit

Jeder Bankkunde sollte sich die Frage nach einem eigenen Tagesgeldkonto stellen. Als Ergänzung zum bestehenden Girokonto ist ein solches Sparmodell durchaus von Vorteil. Nicht allein aufgrund der besseren Verzinsung, sondern gerade auch wegen seiner Flexibilität bietet sich ein Tagesgeldkonto an. Vor allem aber ist es von der Eröffnung über die Führung bis hin zur Auflösung vollkommen kostenfrei. Der Sinn und Zweck einer solchen Geldanlage besteht darin, dass Sie finanzielle Reserven bilden, die im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Seite“ liegen. Sie kommen über Ihr Online-Banking zwar jederzeit an das vorhandene Guthaben, allerdings stellt dieses Prozedere noch eine gewisse Hürde dar. Sie schützen dieses relativ gut verzinste Geld vor vorschnellem Ausgaben, wie es etwa beim Girokonto der Fall sein kann. Aus diesem Grund ist ein Tagesgeldkonto auch auf die Funktionen des Zu- und Abbuchens reduziert.

Als langfristige Sparanlage, die Ihnen die Rente aufbessert ist ein Tagesgeldkonto dagegen nicht geeignet. Dagegen spricht vor allem die überschaubare Verzinsung, die allein schon mit der Inflation nicht Schritt halten kann. Legen Sie sich über dieses Konto über die Zeit eine Rücklage an, die etwa 2 bis 4 Monatsgehälter beträgt.

Damit umgehen Sie Situationen, in denen Sie vielleicht gezwungen sind, einen Kredit zu beantragen oder Ihren Dispo zu beanspruchen. In solchen Lagen ist dieses Finanzpolster eine optimale Absicherung gegen unvorhersehbare Kosten. Die Absicherung im Allgemeinen stellt ein weiteres Argument für ein Tagesgeldkonto dar. In Zeiten von Finanz- und Bankenkrisen sind Ihre Einlagen bis zu 100.000 Euro garantiert geschützt.

Betrachten Sie ein Tagesgeldkonto am besten als Bindeglied zwischen langfristigen Sparanlagen und Girokonto. Es bietet Ihnen (relativ) ertragreiche Zinsen wie beim Festgeld, aber nahezu die Flexibilität eines Girokontos. Besparen Sie Ihr Tagesgeldkonto lediglich mit dem Geld, das Sie an anderer Stelle nicht dringender brauchen, aber an das Sie jederzeit unkompliziert gelangen möchten. Behalten Sie bei allen Vorteilen aktuelle Veränderungen Ihres bestehenden Tagesgeldkontos im Blick und gehen Sie einen Wechsel an, sobald sich Ihre Zinserträge dauerhaft im Sinkflug befinden. Über dessen Zinserträge können Sie zwar keine Reichtümer anhäufen, aber Tagesgeld ist ein wahrer Notgroschen. Dieser kann Ihnen ganz ohne Nebenkosten jederzeit auch spontan über finanzielle Engpässe hinweg helfen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wodurch unterscheidet sich das Festgeld- vom Tagesgeldkonto?


Beim Festgeldkonto können Sie nur über eine fristgerechte Kündigung an Ihr Guthaben gelangen. Die Einlagen sind über Zeiträume gebunden, die etwa ab 3 Monaten starten. Je länger Sie Festgeld anlegen, desto höher fallen in der Regeln Ihre Zinsen aus. Zudem kennen Sie bereits beim Abschluss den festgeschriebenen Zinssatz. Das Tagesgeldkonto bringt hingegen häufig weniger Zinsertrag, da Sie jederzeit und schnell an Ihr Geld gelangen. Außerdem hat Ihre Bank das Recht, die Zinsen (theoretisch täglich) variabel an die Marktverhältnisse anzupassen.

Wann ist ein Tagesgeldkonto für mich sinnvoll?


Idealerweise besparen Sie ein Tagesgeldkonto dann, wenn Sie Geld zur freien Verfügung haben und eine Finanzreserve anlegen wollen. Es bringt keinerlei Kosten mit sich und ist besser verzinst als ein übliches Girokonto. Teilweise können Tagesgeldkonten sogar mit den Zinsen durchschnittlicher Festgeldkonten mithalten. Trotz des allgemein niedrigen Zinsniveaus ist ein Tagesgeldkonto für jeden Verbraucher nützlich.

Auf welche Weise erhalte ich meine Zinsen?


Das ist abhängig vom Anbieter, der das in seinen Geschäftsbedingungen regelt. Sie können Ihre Zinsen zum Jahresabschluss erhalten, aber auch in wesentlich kürzeren Abständen wie etwa zweimal monatlich. Grundsätzlich gilt es als Vorteil, Zinsgutschriften in kürzeren Perioden zu erhalten, da Sie durch die genauere Abrechnung profitieren.

Welches Geld eignet sich als Tagesgeld?


Auf keinen Fall Geld, das Sie zur Abzahlung von Krediten oder sonstigen Verbindlichkeiten verwenden könnten. Zinsen, die Ihnen für solche Schulden anfallen, sind in aller Regel um ein Vielfaches höher als die Zinsen, die Ihnen das beste Tagesgeldkonto einbringt. Zusätzlich gibt es Obergrenzen, ab denen sich ein Tagesgeldkonto überhaupt nicht mehr lohnt. Diese liegen aber oft im Bereich um 100.000 Euro Einlage. Nutzen Sie Ihr Tagesgeldkonto am besten für Sparbeträge, die Sie jederzeit benötigen könnten. Dann verfügen Sie zum Beispiel über die nötigen Rücklagen, wenn Ihnen plötzlich das Auto seinen Dienst versagt und können einen Kredit vermeiden.

Was ist bei einem Neukundenbonus zu beachten?


Um Sie als neuen Kunden zu gewinnen, bieten die meisten Anbieter bessere Konditionen als Sie diese etwa als Bestandskunde Ihrer Bank erwarten dürfen. Nutzen Sie solche Deals, indem Sie ein Tagesgeldkonto eröffnen und besparen. Allerdings müssen Sie wissen, dass solche Angebote meistens nur für bestimmte Zeiträume verbindlich gelten und Sie unter Umständen auf ein geringeres Zinsniveau herabgestuft werden. Dann lohnt sich ein neuerlicher Vergleich und gegebenenfalls ein weiterer Wechsel.

Was kostet mich ein Tagesgeldkonto?


Generell keinen Cent! Kosten können Ihnen allerdings über Ihr Referenzkonto entstehen, da Sie zur Verwaltung eines Tagesgeldkontos zwingend ein Girokonto besitzen müssen. Für die Leistungen eines solchen Kontos werden Bankkunden immer häufiger zur Kasse gebeten. Wenn Sie selbst für Transaktionen bei Ihrem Girokonto Gebühren zahlen müssen, sollten Sie daher dringend über einen Anbieterwechsel nachdenken.

Welche Sicherheiten gelten für Tagesgeldkonten?


Nach der Gesetzgebung der EU sind alle Einlagen bis zu 100.000 Euro garantiert. Über diese Einlagensicherung hinaus gibt es Anbieter, die eine noch höhere Garantie versprechen. Bedenken Sie dennoch, dass die deutsche Finanzlandschaft wahrscheinlich krisensicherer dasteht, als das in manch anderen EU-Staaten der Fall ist. Das Argument gilt jedoch nur, wenn Sie überlegen, im EU-Ausland Ihr Tagesgeld anzulegen.


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