Diese Vitamine sind in der Schwangerschaft wichtig

In der Schwangerschaft erhöht sich dein Bedarf an verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen. Daher ist es wichtig, dass du diesen Bedarf über eine ausgewogene Ernährung abdeckst. Nachfolgend findest du Hinweise zu den wichtigsten Vitaminen, deren Vorkommen und möglichen Folgen eines Mangels.

Die 11 wichtigsten Vitamine für die Schwangerschaft

  1. Folsäure: Folsäure ist besonders wichtig für die Nervenzellen und das Neuralrohr. Ein Mangel kann Neuralrohrdefekte sowie Fehlbildungen und eine Fehlgeburt mit sich bringen. Pro Tag solltest du 0,4 mg Folsäure zusätzlich in Tablettenform zu dir nehmen. Kartoffeln, Tomaten, Milchprodukte und Fisch sind zusätzliche Lieferanten von Folat. Mehr dazu im Artikel über Folsäure in der Schwangerschaft.
  2. Vitamin-B-Komplex: Der Vitamin-B-Komplex schützt vor Herzinsuffizienz bei Mutter und Kind und beugt einen Mangel an Vitamin B6 vor. Diese Vitamine nimmst du über Kartoffeln, Milch und Getreide zu sich. Ein Mangel ist selten, eine zusätzliche Nahrungsergänzung ist vor allem für Vegetarier empfehlenswert.
  3. Vitamin D: Vitamin D ist wichtig, um Störungen im Calcium-Stoffwechsel zu vermeiden und eine Deformierung der Knochen auszuschließen. Es ist in Milch und Eigelb enthalten, kann aber vom Körper auch selbst gebildet werden. Für eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D solltest du pro Tag einen längeren Spaziergang machen.
  4. Vitamin C: Vitamin C schützt vor einem vorzeitigen Blasensprung und kann eine Schwangerschaftsvergiftung vorbeugen. Es ist in frischem Obst und Gemüse enthalten. Isst du täglich drei kleine Portionen Obst und Gemüse, ist ein Mangel an Vitamin C nicht zu erwarten.
  5. Vitamin A: Vitamin A kann bei einem Mangel zu Nachtblindheit und Wachstumsstörungen bei deinem Baby führen. Es ist in Milch, Früchten und Gemüse enthalten. Auch hier reicht eine ausgewogene Ernährung aus, um den Körper mit der notwendigen Menge zu versorgen.
  6. Calcium: Für den Knochenbau und die Zähne von Mutter und Kind ist Calcium ganz besonders wichtig. Nimmst du nicht ausreichend Calcium auf, bedient sich dein Körper für die Versorgung des Babys an deinen Depots. Dies kann sich negativ auf deine Zähne auswirken. Calcium ist in Hülsenfrüchten, Gemüse und Samen sowie Milchprodukten enthalten. Pro Tag solltest du 1 g Calcium zu dir nehmen. Es gibt angereicherte Säfte mit Calcium und auch Mineralwasser kann einen hohen Calcium-Gehalt aufweisen.
  7. Magnesium: Ein Mangel an Magnesium kann zu vorzeitigen Wehen, einer Fehlgeburt oder zu Wadenkrämpfen führen. Enthalten ist es in grünem Gemüse, Nüssen und Mandeln sowie Samen. In der Schwangerschaft solltest du pro Tag 310 mg zu dir nehmen. Es kann empfehlenswert sein, Magnesium als Nahrungsergänzung zuzuführen. Achte jedoch darauf, es nicht zusammen mit Eisenpräparaten einzunehmen, da der Körper Eisen und Magnesium sonst nicht richtig aufnehmen kann.
  8. Eisen: 30 mg Eisen pro Tag solltest du in der Schwangerschaft zu dir nehmen. Ist der Körper nicht ausreichend versorgt, kann es zu einer Blutarmut kommen. Besonders gut aufnehmen lässt sich Eisen mit Vitamin C. Es wird empfohlen, eisenhaltige Lebensmittel mit ein wenig Zitronensaft zu versehen. Viel Eisen steckt in rotem Fleisch, Weizenkleie, Sojabohnen, Linsen und Kichererbsen.
  9. Jod: Für die Entwicklung und Funktion der Schilddrüse ist Jod ganz besonders wichtig. Es ist in jodiertem Speisesalz, in Salzwasserfischen und auch im Trinkwasser enthalten. Pro Tag solltest du 230 Mikrogramm zu dir nehmen. Sprich deinem Frauenarzt, ob er eine zusätzliche Nahrungsergänzung empfiehlt. Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen sollten grundsätzlich ihren Arzt konsultieren, ob und wie viel Jod aufgenommen werden darf.
  10. Zink: Oft unterschätzt wird der Einfluss von Zink auf die Gesundheit des Babys. Dabei ist es besonders wichtig zum Schutz gegen Fehlbildungen. Zink ist in Fleisch und Fisch, in Vollkornprodukten und in Hülsenfrüchten sowie in Eiern und Käse enthalten. Pro Tag benötigst du eine Menge von 10 mg. Zinkmangel tritt vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft auf. Es ist gut möglich, dass du in diesem Fall noch ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen solltest.
  11. Selen: Rund 0,2 mg Selen pro Tag schützt vor einer Vergiftung durch Schwermetalle. Es befindet sich in Fisch, Fleisch und Eiern und wird durch eine ausgewogene Ernährung in ausreichender Menge aufgenommen.

Wie setzt sich eine ausgewogene Ernährung zusammen?

Sicher hörst oder liest du häufiger davon, dass eine ausgewogene Ernährung dabei hilft, den Körper mit allen notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Doch was genau steckt eigentlich hinter einer ausgewogenen Ernährung? Geht man von den gängigen Empfehlungen aus, beinhaltet diese eine Mischung aus besonders viel Obst und Gemüse, einem mäßigen Konsum von Fleisch und Fisch sowie Vollkornprodukte und Wasser. Gerade zu Beginn der Schwangerschaft zeigt sich jedoch oft die Übelkeit, die es nicht ganz einfach macht, sich gesund zu ernähren. Stellst du fest, dass es dir schwerfällt, gesunde Lebensmittel zu dir zu nehmen und bei dir zu behalten, solltest du deinen Arzt oder die Hebamme ansprechen. Der Arzt wird bei einer Blutuntersuchung prüfen, ob du ausreichende Depots an Vitaminen und Mineralstoffen hast und zur Not darauf verweisen, zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Bist du Vegetarierin oder Veganerin, solltest du dies schon beim Erstgespräch ansprechen und nach Empfehlungen für eine optimale Versorgung fragen.

Es gibt spezielle Nahrungsergänzungen für Schwangere, die eine gesunde Menge an notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen enthalten. So kannst du einen Mangel schnell ausgleichen.

Nur wenige Nahrungsergänzungsmittel sind nötig

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