29. SSW – Jetzt geht es an den Babyspeck

Dein Baby folgt nicht dem Diätentrend. In der 29. SSW konzentriert es sich darauf, Speckpölsterchen anzulegen. Die Organentwicklung ist weitestgehend abgeschlossen und bis zur Geburt wird es sein Gewicht fast verdreifachen. Auch für die Mama bedeutet das eine beachtliche Gewichtszunahme in den kommenden Wochen.

Das Wichtigste in Kürze

  • 37 cm ist dein Baby ungefähr lang
  • ca. 1.153 g wiegt dein Baby nun schon
  • Es ist so groß wie Brokkoli
  • Das Baby baut nun immer mehr Speck auf
  • Du trittst nun in das letzte Trimester ein

Bilder zur 29. Schwangerschaftswoche

In der 29. SSW hat die Organentwicklung nun fast ihren Endpunkt erreicht. In den kommenden Wochen wird es darum gehen, dass dein Baby an Gewicht und Größe zulegt. Mit einer Größe von knapp 37 cm und einem Gewicht von rund 1.300 g gibt es noch viel zu tun bis zur Geburt, denn das durchschnittliche deutsche Baby kommt mit einer Größe von rund 50 cm und einem Gewicht von etwa 3.480 g zur Welt. Damit ist es übrigens 500g schwerer, als ein indisches Baby bei seiner Geburt. Das Geburtsgewicht von Babys gesunderer Schwangerer schwankt nämlich von Region zu Region. Die schwersten Babys werden in Norwegen geboren. Sie wiegen rund 3575g. 

So geht es dem Baby

In den letzten Schwangerschaftswochen hat der kleine Körper deines Babys unermüdlich gearbeitet. Sein Fokus: Die Entwicklung der Organe und Nervenzellen, die eine Lebensfunktion erst möglich machen. Inzwischen ist dein Baby schon sehr weit entwickelt und es gibt an den Organen kaum noch etwas zu tun. Sie haben ihre Arbeit aufgenommen, wachsen jetzt noch etwas und müssen natürlich trainiert werden. Der Fötus kann sich von jetzt um die Gewichtszunahme und das Längenwachstum kümmern. Für dich bedeutet das eine deutlich spürbare Zunahme des Bauchumfangs und des Körpergewichts in den kommenden Wochen.

Die Gehirnentwicklung schreitet voran. Momentan differenziert sich das Nervensystem deines Babys, sodass seine Leistungsfähigkeit steigt. Wenn dein Baby geboren wird, hat es rund 100 Milliarden Gehirnzellen. Allerdings dauert es auch nach der Geburt noch bis in die Pubertät hinein und darüber hinaus, bis das Gehirn seine volle Leistungsfähigkeit erreicht hat und seine Entwicklung abgeschlossen ist. Bis ins hohe Alter bleibt es flexibel, kann neu lernen und sich anpassen. In der 29. SSW hat dein Baby noch nicht das Gehirnvolumen eines reifen Babys, dieses nimmt in den kommenden Wochen noch zu. Auch das Kopf-Skelett passt sich der Zunahme des Gehirns an.

Jetzt geht es ran an den Speck. Dein Baby konzentriert sich jetzt voll auf die Bildung der süßen Pölsterchen, des so genannten Babyspecks. Die durchscheinende Haut wird immer undurchsichtiger und die neue Fettschicht hilft deinem Baby, seine Körpertemperatur deutlich besser regulieren zu können.

Auch das Immunsystem arbeitet in der 29. Schwangerschaftswoche fleißig weiter. Die Antikörper der Mutter werden über Blut und Plazenta an das Baby weitergeben. So gibst du deinem Baby schon während der Schwangerschaft einen besonderen Schutz mit auf den Weg.

Durch die zunehmende Größe hat dein Baby in der Gebärmutter längst nicht mehr so viel Platz und dadurch werden die Bewegungen immer anstrengender. Vielleicht merkst du, dass sich dein Baby weniger bewegt. Viele Kinder nehmen sogar jetzt schon ihre endgültige Position ein und drehen sich nicht mehr. Allerdings brauchst du dir noch keine Gedanken machen, wenn dein Baby den Kopf noch nicht in Richtung Becken hat. Noch ist etwas Zeit für die Wendung.

Wenn sich dein Baby in der 36. SSW noch immer in der Steißlage oder sogar in einer Querlage befindet, wird der Arzt dir anbieten, eine äußere Wendung durchzuführen. Auch die Hebamme hat noch den einen oder anderen Trick, um dein Baby zum Drehen zu bewegen.

Videos für die 29. Schwangerschaftswoche

Hier erfahrt ihr, wie unsere werdenden Mamis Angelika und Hanna ihre 29. SSW erlebt haben.

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Die Mama in der 29. SSW

Schwupps, wo ist die Zeit geblieben? Jetzt bist du schon im 8. Schwangerschaftsmonat und damit im dritten und letzten Trimester der Schwangerschaft angelangt. Auch die fittesten Schwangeren spüren zu diesem Zeitpunkt regelmäßige Beschwerden. Vielleicht hilft dir folgender Glaubenssatz:

Jede Beschwerlichkeit bringt mich meinem Baby näher.

 

Natürlich ist der geschätzte Geburtstermin der Tag, auf den alle Eltern warten. Allerdings werden die wenigsten Babys genau an diesem Tag geboren. Sollte dein Baby jetzt in einem deutschen Krankenhaus zur Welt kommen, hat es sehr gute Überlebenschancen.

Dein Appetit steigt jetzt noch einmal deutlich an. Das ist ganz normal, denn du und dein Baby habt jetzt einen sehr hohen Bedarf an Energie. Während dein Körper sich auf die Geburt und die Stillzeit vorbereitet, legt dein Baby Reserven für die ersten Tage und Wochen nach der Geburt an. Allerdings wird es dir durch die verschobenen Organe schwer fallen, große Portionen zu essen. Nimm daher lieber mehrere kleine Portionen zu dir und achte weiterhin auf eine gesunde Ernährung.

Vitamine, Mineralien und Spurenelemente benötigt dein Baby jetzt, um Energie zu tanken. Auch wenn dein Heißhunger sich auf Schokolade oder fettiges Essen richtet, solltest du darauf achten, vor dem Naschen ausreichend gesundes Essen zu dir zu nehmen. Bedenke, dass die Aromen deines Essens im Fruchtwasser ankommen und den Geschmackssinn deines Babys beeinflussen können. Du darfst dennoch gerne scharf oder auch würzig essen. Dein Baby wird sich über die Abwechslung freuen.

Beschwerden, wie Rückenschmerzen und schwere Beine, lassen sich nicht nur durch Ruhe, sondern auch durch Bewegung lindern. Du kannst sanfte Fitness-Übungen, Schwangerschaftsyoga oder Gymnastik machen. Lass dir von der Hebamme ein paar Übungen zeigen oder gehe regelmäßig Schwimmen. Diese Auszeit tut deinem Körper und der Seele gut. Einige Sportarten können dir auch unter der Geburt helfen, die Wehen besser zu verathmen, flexibel zu bleiben oder eine angenehme Geburtsposition zu finden. Dazu zählen beispielsweise Yoga oder Bauchtanz.

Geburtsbegleitung durch die Doula

Nur wenige Frauen haben das Glück, eine Beleghebamme zu finden, die sie auch zur Geburt ins Krankenhaus begleitet. Die prekären Arbeitsbedingungen machen diese Arbeit für Hebammen immer unattraktiver, die Leidtragenden sind die schwangeren Frauen.

Wenn du dir eine vertrauensvolle Geburtsbegleitung wünschst, kannst du auch eine Doula engagieren. Doulas sind keine ausgebildeten Hebammen, sondern Frauen mit Geburtserfahrung und einer speziellen Ausbildung in der Geburtsbegleitung. Sie geben vor allem seelischen Beistand und helfen mit spezifischem Wissen rund um die Geburt, Babypflege und das Wochenbett. Die medizinische Geburtsbegleitung liegt weiterhin in den Händen des Arztes oder der Hebamme im Krankenhaus. Deine Doula ist als Vertraute dabei und unterstützt dich.

Die Leistungen einer Doula sind keine Kassenleistung und müssen privat getragen werden. Je nach Betreuungsumfang belaufen sich die Kosten auf 450 – 750 €. Auf doulas-in-deutschland.de kannst du dich über die Arbeit einer Doula informieren und eine Doula in deiner Nähe suchen.

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Infos für den Papa – Vorbereitung ist das A und O

Vielen Frauen fehlt mit der fortschreitenden Schwangerschaft die Motivation sich zu bewegen. Die körperlichen Belastungen schränken den Körper auf unangenehme Weise ein. Hilf deiner Freundin, regelmäßig die Beine hochzulegen und so Beine und Rücken zu entlasten. Motiviere sie aber auch, sich in angemessenem Maß zu bewegen. Regelmäßige gemeinsame Spaziergänge sind sehr hilfreich und geben euch noch einmal Gelegenheit, miteinander zu sprechen und den Kopf frei zu bekommen.

Habt ihr schon eine Klinik oder ein Geburtshaus gefunden? Dann solltest du jetzt schon für den Ernstfall üben. Fahre den Weg mit den Auto ab und informiere dich, wo du parken kannst. Halte auch die Nummer vom Taxiservice bereit oder heftet sie euch an den Kühlschrank. Die Nummern eurer Hebamme, des gewählten Geburtsortes und der Feuerwehr für Notfälle solltet ihr ebenfalls parat haben.

Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.


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