6. SSW – Das Baby verdoppelt seine Größe

Rund vier Wochen wächst das Baby nun in Ihrem Bauch und auch wenn es noch immer winzig klein ist, leistet es schon großartige Dinge. In der 6. SSW schafft es der Embryo, seine Größe zu verdoppeln und legt schon einmal an Gewicht zu.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Herz des Embryos schlägt
  • Der Embryo wiegt ungefähr 0,2 g, misst von Scheitel bis Steiß ca. 6 mm
  • Der Embryo ist so groß wie ein Reiskorn
  • Das Baby verdoppelt seine Größe
  • Das Skelett beginnt sich zu bilden
  • Das Schwangerschaftshormon HCG bringt Ihren Körper durcheinander

Bilder zur 6. Schwangerschaftswoche

Rund vier Wochen wächst das Baby nun in Ihrem Bauch und auch wenn es noch immer winzig klein ist, leistet es schon großartige Dinge. In der 6. SSW schafft es der Embryo, seine Größe zu verdoppeln und legt schon einmal an Gewicht zu. Das ist eine enorme Leistung für ein so kleines Wesen und auch für Ihren Körper. Kein Wunder, dass sich nun die ersten Anzeichen zeigen.

So geht es dem Embryo

Sie sind nun rund vier Wochen schwanger und Ihr Baby könnte in seiner Form mit einer kleinen Kaulquappe verglichen werden. Auf dem Ultraschall sehen Sie möglicherweise nur einen kleinen Punkt und ein pulsierendes Herzchen. Tatsächlich tut sich nun aber viel bei Ihrem Baby. So hat es inzwischen einen Kopf, der immerhin die Hälfte des ganzen Körpers ausmacht und in diesem Stadium noch leicht gebeugt in Richtung Brust zeigt.

Es bilden sich die ersten Ansätze der Beinchen und der Ärmchen mit Händen und Füßen, die nur zu erahnen sind. In der 6. SSW zeigt sich sogar noch ein kleiner Schwanz, der sich später jedoch langsam zurückbildet. Besonders faszinierend: Ihr Baby entwickelt seine ersten Gesichtszüge, denn die ersten Anlagen für die Augen, die Ohren und für die Nase werden gelegt.

Das erste Organ, über das Ihr Baby verfügt, ist sein Herz. Es wurde bereits in der 5. SSW angelegt und pulsiert nun fleißig. Immerhin 150 mal blinkt der kleine Herzschlag pro Minute auf und ist nun auch schon auf dem Ultraschall zu erkennen. Allerdings gibt es kleine Eckenhocker, die sich gerne verstecken. Machen Sie sich daher keine Sorgen, wenn der Arzt in der 6. SSW den Herzschlag noch nicht finden kann. Hier kommt es sehr stark auf die Lage des Embryos sowie auf die Qualität des Ultraschallgerätes an.

Neben dem Herzchen bilden sich nun die anderen Organe aus. So verfügt Ihr Baby nun über die ersten Anlagen für Magen und Darm sowie Leber. Auch die Bauchspeicheldrüse ist bereits vorhanden. Einen wichtigen Teil stellt die Gehirnentwicklung dar. In der 6. Schwangerschaftswoche entstehen das zentrale Nervensystem und die ersten Areale im Gehirn. So finden sich die Anlagen für das Zwischenhirn, das Klein- und das Großhirn.

Neben der Ausbildung der Organe beginnt bei dem Embryo die Entstehung des Skeletts. Im ersten Schritt bilden sich der Rückenstrang und die Skelettknospen, die als Grundlage für die Ausbildung der Wirbelsäule, der Rippen und des Rückenmarks dienen.

Ihr Baby ist in dieser Zeit noch durch den Dottersack optimal versorgt. Hier bekommt es alle Nährstoffe, die es im Moment braucht. Zwar hat die Plazenta schon begonnen sich auszubilden, ein wenig dauert es aber noch, bis sie das Baby selbst versorgen kann.

Die Mutter in der 6. SSW

Ihr Körper befindet sich in einem stetigen Prozess und ist nun voll und ganz auf die Schwangerschaft konzentriert. In Ihrem Blut und auch im Urin steigt das Schwangerschaftshormon HCG an. Es wird gebildet, um die Entstehung von weiteren Follikeln zu verhindern. Für die Lockerung der Muskulatur im Unterleib ist das Progesteron zuständig. Es sorgt dafür, dass der Embryo es sich gemütlich machen kann.

Hinweis: Blutungen in der Frühschwangerschaft können auf einen Mangel an Progesteron hinweisen. Suchen Sie direkt den Frauenarzt auf und schildern Sie den Vorfall. Er kann testen, ob Sie zusätzlich von außen Progesteron zuführen sollten.

Die Entstehung und Vermehrung der Hormone macht sich deutlich bemerkbar. Meist tritt bei werdenden Müttern in der 6. SSW die Morgenübelkeit das erste Mal auf und begleitet sie dann auch ein paar Wochen. Zudem zeigt der Körper durch starke Müdigkeit und das Gefühl der Erschöpfung, dass er Ruhe braucht. Die Brüste sind prall und schmerzen bei jeder Berührung und das Gedankenkarussell dreht sich den ganzen Tag. Diese Veränderungen sind normal und müssen nicht eintreten. Lassen sich jedoch oft bei Schwangeren beobachten.

Einige Frauen leiden gar nicht unter der typischen Schwangerschaftsübelkeit, andere Frauen sogar so stark, dass sich eine Hyperemesis bildet, die teilweise sogar behandelt werden muss. Von einer Hyperemesis wird gesprochen, wenn Sie große Probleme haben, Nahrung und Flüssigkeit bei sich behalten und sich mehrfach die Stunde übergeben. Der Frauenarzt kann Ihnen ein Mittel gegen die Übelkeit verschreiben. Teilweise ist es auch möglich, ambulant einen Tropf zu bekommen.

Um die Schwangerschaft festzustellen wird der Frauenarzt vermutlich Ihren Gebärmutterhals abtasten. Zum Schutz der beginnenden Schwangerschaft verfestigt sich dieser und ist kaum noch beweglich.

Rein äußerlich ist vermutlich, bis auf die anschwellenden Brüste, noch nichts zu sehen. Sind Sie mit dem ersten Kind schwanger, dann zeigt sich der Bauch meist erst etwas später. Haben Sie schon eine oder mehrere Schwangerschaften erlebt, kann der Bauch bereits früher zu erkennen sein.

Was bedeutet die 6. SSW?

In der 6. SSW tragen Sie Ihr Baby nun schon vier Wochen in Ihrem Bauch und es ist viel passiert. Vermutlich haben Sie das kleine Geheimnis noch für sich behalten und genießen es, diese Zeit nur mit Ihrem Partner zu teilen. Häufig entscheiden sich Paare, die Schwangerschaft erst nach der 12. SSW zu verkünden. Damit Sie wissen, wie die Tage in der Schwangerschaft gezählt werden, finden Sie nachfolgend eine kleine Liste:

  • Tag 1 der 6. SSW wird als 5+0 gewertet
  • Tag 2 der 6. SSW wird als 5+1 gewertet
  • Tag 3 der 6. SSW wird als 5+2 gewertet
  • Tag 4 der 6. SSW wird als 5+3 gewertet
  • Tag 5 der 6. SSW wird als 5+4 gewertet
  • Tag 6 der 6. SSW wird als 5+5 gewertet
  • Tag 7 der 6. SSW wird als 5+6 gewertet

Haben Sie die 6. Schwangerschaftswoche vollendet, dauert es noch 34 Wochen bis zum voraussichtlichen Entbindungstermin.

Videos zur 6. Schwangerschaftswoche

Infos für den Partner – wenn die Stimmungsschwankungen zur Belastungsprobe werden

Starke Stimmungsschwankungen, Unwohlsein und vielleicht auch leichte Schmerzen können Ihre Partnerin verunsichern und dafür sorgen, dass sie sich anders verhält als sonst. Das ist eine erste Belastungsprobe für die Beziehung. Bedenken Sie jedoch, dass die Veränderungen des Körpers stark sind und Ihre Partnerin Zeit braucht, um sich körperlich und seelisch darauf einstellen zu können.

Eine optimale Hilfe sind Sie, wenn Sie darauf achten, dass alles für eine gesunde Ernährung im Haus ist. Wenn es sich ergibt, können Sie einen Obst- und Gemüseteller vorbereiten. Nehmen Sie Rücksicht darauf, dass die Müdigkeit und Erschöpfung nun zuschlagen und bleiben Sie auch dann gutmütig, wenn die Stimmungsschwankungen schier unerträglich sind.

Zeigen Sie Interesse an der Schwangerschaft. Sie können beispielsweise erste Zeitschriften mit nach Hause bringen und gemeinsam darin blättern. Hören Sie sich die Gedanken und auch die Ängste Ihrer Partnerin an, bieten Sie eine starke Schulter aber zeigen Sie auch, dass Sie vielleicht ebenfalls unsicher sind.

Wenn Sie bereits Kinder haben, dann sollten Sie Ihre Partnerin öfter einmal entlasten und ihr die Arbeit mit den Kindern abnehmen oder sie hier unterstützen.

Das ist in der 6. SSW wichtig

Bedenken Sie, dass Ihr Baby gerade in den ersten Wochen der Schwangerschaft sehr viele Nährstoffe für die Entwicklung braucht und achten Sie daher auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

Spüren Sie vermehrt Blähungen, dann hat dies ebenfalls etwas mit den Veränderungen Ihres Körpers zu tun. Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßten Tee, damit Sie die Verdauung in Schwung halten. Das ist auch wichtig für den Kreislauf.

Denken Sie jeden Tag an die Folsäure-Tablette, die für die Entwicklung Ihres Babys wichtig ist. Nehmen Sie sich auch Zeit, weiterhin Ihren Körper täglich einzucremen und die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Es zeigen sich kleine Unreinheiten? Dann können Sie eine Maske machen oder mit einem sanften Peeling arbeiten. Schuld an diesen Veränderungen sind die Hormone.

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