40. SSW – Das Baby ist startbereit

Geschafft! Du bist in der 40. SSW und die Geburt steht kurz bevor. Sicher sehnst du dem Augenblick entgegen, indem du dein Baby endlich in den Armen halten kannst. Du horchst tief in dich hinein und achtest auf jedes Zeichen, das kann zur Geduldsprobe werden. Entspann dich, erst dann kann dein Körper sich auf die Geburt einstellen.

Das Wichtigste in Kürze zur 40. SSW
Das Wichtigste in Kürze zur 40. SSW

Bilder zur 40. Schwangerschaftswoche

Mit Erreichen der 40. SSW, befindest du dich offiziell in der letzten Schwangerschaftswoche und hast nun 10 Monate Schwangerschaft fast hinter dir. In diesen 10 Monaten ist aus einem Zellhäufchen von der Größe eines Mohnkorns ein kräftiges Baby geworden. Dieses Wunder hat dein Körper vollbracht und bald wird er ein weiteres vollbringen: Die Geburt. Dein Baby ist grundsätzlich startbereit. Alle Organe funktionieren, die Reflexe sind fertig ausgebildet und es hat eine gute Fettschicht angelegt. Nun fehlt nur noch der Startschuss.

So geht es dem Baby

Es ist eng im Bauch – das muss aber nicht heißen, dass sich dein Baby jetzt schon auf den Weg macht. Wenn du in die 40. SSW eintrittst, fehlen noch sieben Tage bis zum errechneten Geburtstermin. Dieser basiert jedoch nur auf den Schätzungen des Arztes, es kann durchaus sein, dass sich dein Eisprung verschoben hat. Aber auch wenn der reale Geburtstermin etwas früher oder später liegt: Dein Baby ist startklar.

Inzwischen ist es rund 51 cm groß und hat ein Gewicht von ca. 3.500 g. Das sind stolze Maße. Auch wenn du überträgst, wird sich an diesen Maßen vermutlich nicht mehr so viel ändern. Inzwischen machen die Fettreserven einen beachtlichen Teil des Körpers aus und wenn dein Baby nun geboren wird, ist es auch nicht schlimm, wenn es in den ersten Tagen an Gewicht verliert.

Falls du davon ausgehst, dass in der 40. SSW bei deinem Baby nicht mehr viel passiert, dann stimmt das nicht ganz. Die Leber arbeitet jetzt auf Hochtouren. Für deinen Nachwuchs bedeutet dies ein zunehmendes Depot an Stärke im Körper, die schnell zu Glukose, also schnell verfügbarer Energie umgewandelt wird.

Dein Baby kann sich kaum noch bewegen. Es hat die Arme und Beine eng an den Körper gezogen, das Köpfchen liegt auf der Brust. So sind höchstens noch einige Bewegungen mit den Ellbogen oder den Füßen möglich. Ganz normal, wenn es jetzt ruhig im Bauch wird. So lange es sich ein paar Mal am Tag meldet, ist normalerweise alles in Ordnung.

Dein Baby hat in seinem Körper ein Flüssigkeitsdepot angelegt. Das ist eine spannende Einrichtung der Natur, denn tatsächlich dauert es nach der Geburt ein paar Tage, bis du den Milcheinschuss hast. Diese Zeit überbrückt das Baby durch seine eigenen Reserven sowie durch die nahrhafte Vormilch.

Übrigens: Dein Baby bereitet sich auch auf die Geburt vor. Es arbeitet wie du aktiv an der Geburt mit und sammelt dafür seine Kräfte.

Die Mama in der 40. SSW

Du hast das Ende der Schwangerschaft nun fast erreicht, aber eben nur fast. Daher wird der Arzt nun häufigere Kontrollen durchführen. Je nach Frauenarzt musst du jetzt alle zwei Tage oder auch täglich in die Praxis kommen. Das ist zwar etwas lästig und anstrengend, aber viele Frauen finden es auch beruhigend, regelmäßig Bestätigung vom Arzt zu bekommen, dass alles in Ordnung ist.

Die Plazenta ist darauf ausgelegt, dein Baby 40 Wochen lang zu versorgen. Je näher du dem Ende dieses Zeitraums kommst, desto mehr schreitet die Verkalkung der Plazenta voran. Irgendwann ist eine ausreichende Versorgung deines Babys nicht mehr gewährleistet. Bis das passiert, wird dein Baby in der Regel schon geboren sein, schließlich hat die Natur es so eingerichtet, dass dein Körper das Baby bis zur Geburt versorgen kann. Durch die regelmäßigen Untersuchungen möchte dein Arzt diese Entwicklungen im Blick behalten. Bis zu zwei Wochen kann eine Schwangere bei einer komplikationsfreien Schwangerschaft „übertragen“. Zeigen sich Auffälligkeiten, ist das Baby besonders klein oder groß oder auch wenn die Schwangere es ausdrücklich wünscht, wird die Geburt vorher schon eingeleitet.

Du selbst schwankst vermutlich in einem Zustand zwischen Vorfreude und Angst. Die meisten Frauen sehnen zu diesem Zeitpunkt der Geburt entgegen. Für dich ist es wichtig, eine Balance zwischen Entspannung und Bewegung zu wahren. Wenn du täglich spazieren gehst, bleiben deine Muskeln geschmeidig und ganz nebenbei kannst du die Wehentätigkeit anregen. Damit dein Körper Kraft für die Geburt sammelt, sollten alle körperlichen Aktivitäten durch Ruhepausen unterbrochen sein.

Bei Krankheit und Stress wird dein Körper die Geburt hinauszögern, da er für die Geburt viel Energie benötigt. Versuche also, dich zu entspannen. So kurz vor der Geburt solltest du noch noch an dich denken, dich pflegen, verwöhnen und stolz darauf sein, was du die vergangenen 40 Wochen geleistet hast.

Hast du Schmerzen im Rücken oder in den Muskeln, gönn dir ruhig ein warmes Bad (37 Grad). Das ist übrigens auch eine sehr gute Empfehlung du nicht sicher bist, ob du gerade echte Wehen hast. Lass dir ein Bad ein und lege dich hinein. Übungswehen werden nachlassen, die echten Wehen nehmen in der Wärme zu. Auch unter der Geburt kann es für dich entspannend sein, in der Badewanne zu liegen. Diese gehört heute oft schon zur Ausstattung des Kreißsaals dazu und wird von den Frauen gerne in Anspruch genommen.

Die Kliniktasche ist sicher schon seit Wochen gepackt. Hast du dich auch auf die Zeit für’s Wochenbett vorbereitet? Hier sind unsere Tipps für die ersten Wochen nach der Geburt.

10 Dinge, auf die du nicht vorbereitet bist

Du hast alles besorgt was besorgt werden muss, dich informiert und belesen und bereit für die Elternschaft? Mitnichten! Wenn das Baby geboren ist, wirst du dennoch ins Kalte Wasser geschmissen. Hier sind 10 Dinge, die die meisten Säuglingseltern überraschen:

  1. Du leidest schon seit Wochen unter Schlafmangel? Das ist noch gar nichts. Warte, bis euer Baby ein paar Wochen alt ist, dann wirst du dieses Wort vor Müdigkeit nicht mal mehr buchstabieren können.
  2. Die Hilflosigkeit, die dich übermannt, wenn dein Baby weint und weint und du keine Ahnung hast, wie du ihm helfen kannst. Keine Sorge: Mit der Zeit lernst du die Zaubersprache deines Babys kennen.
  3. Der schönste Moment ist der, in dem du dein Baby zum ersten Mal im Arm hältst? Nicht unbedingt. Denn die Liebe ist nicht einfach da. Sie wächst. Von Tag zu Tag und von Monat zu Monat.
  4. Dass eine warme Dusche und ein Kaffee ein Highlight sein können.
  5. Dass von jetzt an alles zehnmal solange dauert.
  6. Dass Schwangerschaftsstreifen, zusätzliche Pfunde und Geburtsverletzungen nicht mehr so wichtig sind. Denn da ist jetzt jemand, der dich bedingungslos liebt und braucht und der alles andere in den Schatten stellt.
  7. Dass du nie wieder einen Krimi anschauen kannst, indem Kinder zu Schaden kommen.
  8. Egal wie gut du dich vorbereitet hast: Du bist nicht vorbereitet. auf das Gefühlschaos, die Ohnmacht und die 1000 Fragen kann eine gut ausgestattete Wickelkommode dich nicht vorbereiten. Eine gute Hebamme hilft.
  9. Es kommt alles anders. Statt im Beistellbett schläft das Baby auf deinem Bauch, im Kinderwagen fängt es an zu heulen wie eine Sirene und der Kitaplatz ist leider nicht nach genau einem Jahr Elternzeit für euch reserviert. Jetzt kannst du dich in Flexibilität üben.
  10. Gelbsucht, Pickelchen und Schorf auf dem Kopf. Das perfekte Baby ist meist übersäht mit Hautunreinheiten. Immerhin, das von der Geburt zerknautschte Köpfchen bekommt innerhalb weniger Tage seine reguläre Form.

Videos für die 40. Schwangerschaftswoche

Für unsere werdende Mama Hanna war es in dieser Woche soweit, ihr kleiner Junge kam gesund zur Welt. Für Denice wird das Warten langsam zur Qual. Erfahre hier, wie die beiden ihre 40. SSW erlebten.

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Infos für den Papa – Aufgabenverteilung nach der Geburt

Ein Baby zu bekommen bedeutet eine Riesen-Umstellung. Viele Eltern beschreiben dieses Ereignis als das Schönste und zugleich Anstrengendste ihres Lebens. Nach der Geburt muss deine Freundin sich ausruhen. Ihr Körper hat viel geleistet und sie braucht noch mehrere Wochen zur Genesung, auch wenn sie durch die Hormone vielleicht erst einmal aufgekratzt und fit wirkt. Jetzt bist du gefragt, dich um Heim und Herd zu kümmern. Wenn du nicht weißt, was regelmäßig im Haushalt erledigt werden muss, schreibe dir eine Liste. Natürlich muss es nicht immer blitzblank sein. Ihr sollt ja auch Zeit für euch als Familie haben. Aber es sollte doch regelmäßig saubere Wäsche und Essen zur Verfügung stehen. Übriges dürfen auch Oma und Opa dazu angehalten werden, den Abwasch zu erledigen, Staub zu saugen oder zu kochen. Babybesuch sollte nämlich in erster Linie die Familie entlasten und nicht zusätzlichen Stress bereiten.

Auch emotional braucht deine Freundin jetzt viel Unterstützung. Durch die hormonellen Veränderungen geraten viele Frauen nach der Geburt in eine emotionale Schieflage, sind melancholisch und haben Stimmungsschwankungen. Egal, ob du nun verstehst, warum deine Freundin weint oder nicht, sei für sie da, tröste sie und mach ihr Mut, wenn der Babyblues kommt. Dafür zu sorgen, dass es deiner Partnerin gut geht ist fast genauso wichtig wie die Säuglingspflege, denn dein Baby braucht eine ausgeruhte und gesunde Mutter. Hält der Zustand der Traurigkeit länger als zwei Wochen an, solltest du aufmerksam werden. Vielleicht leidet deine Freundin an einer Wochenbettdepression. Diese muss unbedingt ärztlich behandelt werden.

Bindungsaufbau von Anfang an

Natürlich bist du nicht nur der Versorger und Helfer deiner Familie. Du solltest dich auch von Anfang an bei der Babypflege einbringen. Viele Männer nehmen sich hier absichtlich zurück, weil die Mama es intuitiv besser zu machen scheint und augenscheinlich eine tiefere Bindung zum Kind hat. Gib dir die Chance mit deinem Baby gemeinsam zu lernen und eine Bindung aufzubauen. Die meisten Aufgaben lassen sich wunderbar teilen. Nachdem die Mama das Baby nachts gestillt hast, könntest du ihm die Windeln wechseln oder es in der Trage durch die Wohnung tragen. Trau dich auch von Anfang an, mal mit dem Baby allein zu bleiben – und wenn es nur für 10 Minuten ist – das ist der erste Schritt in eure ganz eigene Papa-Kind Beziehung.

Achtung: Viele Eltern machen Fehler beim Elterngeld!

Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.

  • Silvia Höfer & Nora Szász: Hebammen-Gesundheitswissen: Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach, GU Verlag, Auflage 1 (8. September 2012)
  • Franz Kainer & Annette Nolden: Das große Buch zur Schwangerschaft: Umfassender Rat für jede Woche, GU Verlag, Auflage 13 (11. März 2013)
  • 33. bis 40. Schwangerschaftswoche: Vor der Geburt https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/schwangerschaftsverlauf/33-bis-40-woche/ (abgerufen am 14.04.2019)

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3 Kommentare
  1. Natascha sagt

    danke!
    ich habe die ganze schwangerschaft ihre seite mit verfolgt und gelesen.
    das trifft ein und gibt mut!
    bald ist es auch bei mir soweit

    1. Anke Modeß sagt

      Das freut uns sehr! Wir wünschen Ihnen alles Gute und eine wunderschöne Zeit mit Ihrem Baby.

  2. Anja R. sagt

    Ich habe die Seite schon beim ersten Kind vor 8 Jahren gelesen. Seitdem ist viel Neues dazu gekommen. Es ist beruhigend zu lesen auch in der zweiten Schwangerschaft und gibt Mut es bald geschafft zu haben.

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