4. SSW – Klein wie ein Mohnkorn und ganz viel Glück

Gerade so groß wie ein Mohnkorn ist dein Baby in dieser Woche und es kann schon so viele Glücksgefühle in dir hervorrufen, wenn du den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hältst. Dieser Moment, der dein Leben weitreichend verändern wird, kann am Ende der 4. SSW eintreten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Dein Baby ist so groß wie ein Mohnkorn
  • Auf dem Ultraschall ist noch nichts zu sehen
  • Ein Test ist Ende der Woche vielleicht positiv

So geht es dem Baby

Die befruchtete Eizelle hat sich fleißig geteilt und ist zu einem kleinen Zellhaufen herangewachsen, der Blastozyste genannt wird. Diese sucht sich jetzt in der Gebärmutterschleimhaut ein sicheres Plätzchen und schafft alle Voraussetzungen, um es dort die kommenden Monate gemütlich zu haben. Sie beginnt mit der Produktion des Schwangerschaftshormons HCG (Humanes Choriongonadotropin). Dieses verhindert das Abstoßen der Gebärmutterschleimhaut.

Die Blastozyste ist aktuell äußerst sensibel. Falls es zu Schäden an der Eizelle kommt, versucht dein Organismus, diese zu beheben. Wenn das klappt, dann entwickelt sie sich weiter. Es kann vorkommen, dass die Eizelle zwar befruchtet wird, sich aber nicht einnistet. In diesem Fall wirst du davon nichts merken, das Ei geht mit der Menstruation ab.

Hat die Eizelle einen guten Platz gefunden, verlässt der Embryo die Eihülle und tritt in die Schleimhaut ein. Sie versorgt ihn in den ersten Wochen mit Nährstoffen und Sauerstoff. In der nächsten Zeit bilden sich der Dottersack, die Fruchtwasserhöhle und der Mutterkuchen, Plazenta genannt. Der Embryo muss komplett von der Schleimhaut der Gebärmutter überdeckt werden, bevor er mit der weiteren Entwicklung beginnt.

Bisher waren alle vorhandenen Zellen noch pluripotent und konnten somit die Grundlage für die Entwicklung jedes Organs bilden. Mit der 4. SSW beginnen sie sich zu spezialisieren. Die Embryoblasten werden zur Keimscheibe und aus ihr wird der Embryo. Die Keimscheibe besteht aus den drei Keimblättern Ektoderm, Mesoderm und Entoderm.

Videos zu den ersten Schwangerschaftswochen

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Die Mama in der 4. SSW

Manche Frauen spüren es, wenn sich die Eizelle in die Gebärmutter einnistet. Ein stechender Schmerz oder eine Schmierblutung können Hinweise auf den Neuankömmling sein. Dieser Moment gibt den Anstoß für große Veränderungen in deinem Körper. Das Schwangerschaftshormon HCG sorgt womöglich schon für erste Anzeichen. Viele Frauen haben in dieser Zeit einen Schnupfen oder fühlen sich einfach erkältet. Auch die typischen Symptome wie Übelkeit, Gefühlsschwankungen oder Verstopfungen sind Vorboten einer Schwangerschaft.

Dein Körper produziert aktuell viel Progesteron. Das Gelbkörperhormon unterstützt die Einnistung und verlangsamt viele Prozesse im Körper. Dir macht womöglich die Verdauung zu schaffen oder du fühlst dich müde und abgeschlagen.

Ein Spannen der Brüste wird in dieser Woche oft mit der bevorstehenden Menstruation in Verbindung gebracht, kann aber ein Hinweis auf eine Schwangerschaft sein. Zum Ende der 4. SSW kannst du in die Apotheke flitzen. Denn dann liefert auch Schwangerschaftstest ein aussagekräftiges Ergebnis.

Die Gesundheit der werdenden Mama

Was du ab jetzt zu dir nimmst, kommt auch bei deinem Baby an. Dein Fokus sollte in den kommenden Monaten auf einer gesunden Ernährung und Lebensweise liegen Sport sowie viel Obst und Gemüse, helles Fleisch und Fisch helfen dir und deinem Baby dabei, gut durch die Schwangerschaft zu kommen. Die Versorgung mit Folsäure solltest du schon jetzt durch Nahrungsergänzungsmittel sicher stellen. Warum Folsäure so wichtig ist, kannst du hier nachlesen.

Rauchst du noch? Gerade zu Beginn der Schwangerschaft kann jeder negative Einfluss von außen dein Baby und deine Schwangerschaft gefährden. Daher solltest du jetzt das Rauchen aufgeben, auch wenn es schwerfällt.

Die Plazenta – ein neues Organ wächst heran

Die Plazenta ist ein völlig neues Organ im Körper der Mutter. Sie bildet sich während der Schwangerschaft heraus, versorgt das Baby und tritt zum Geburtszeitpunkt als Nachgeburt aus deinem Körper heraus. Der Mutterkuchen sorgt dafür, dass ein Sauerstoffwechsel zwischen dir und dem Baby durchgeführt wird. Zudem überträgt er aus deinem Blut Nährstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Umgekehrt ist er auch für den Abtransport von Stoffwechselprodukten deines Babys zuständig. Die Plazenta entwickelt sich in den kommenden Wochen. Erst dann übernimmt sie die Versorgung des Babys, die bis zu diesem Zeitpunkt noch die Schleimhaut und der Dottersack erledigen.

Die Eileiterschwangerschaft

Es kann vorkommen, dass die Eizelle den Weg bis in die Gebärmutter nicht schafft, aber dennoch befruchtet wird und sich im Eileiter einnistet. Kommt es in der Folge nicht zu einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch, kann die Eileiterschwangerschaft lebensgefährlich werden, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt wird. Daher wird dein Arzt überprüfen, ob sich nach dem positiven Schwangerschaftstest eine Fruchthülle in der Gebärmutter zeigt. Eileiterschwangerschaften werden häufig von Schmierblutungen begleitet. Später kommen – oft einseitige – Bauchschmerzen und eine Erhöhung der Körpertemperatur hinzu. In jedem Fall solltest du einen Arzt aufsuchen, wenn du nach dem positiven Schwangerschaftstest Beschwerden hast. Es ist wichtig, dass bei einer Eileiterschwangerschaft sehr schnell reagiert wird.

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Infos für den Partner – bald weißt du Bescheid

Die meisten Männer sind zu diesem Zeitpunkt noch wenig involviert. Oder hast du den Zyklus deiner Freundin so genau im Kopf? Bei Paaren, die schon lange ein Kind planen, wissen auch die Partner besser Bescheid, wann „es geklappt“ haben könnte. Aktuell lässt sich das noch nicht mit Sicherheit sagen. Zum Ende der 4. SSW beziehungsweise mit dem Ausbleiben der Periode in der kommenden Woche gibt der Schwangerschaftstest Aufschluss.

Unsicherheit ist ein ständiger Begleiter werdender Eltern in den ersten Wochen der Schwangerschaft. Es ist ganz normal, wenn die Aussicht auf ein Baby dich momentan noch keine Freudensprünge machen lässt oder dir Angst macht. Vorfreude und der Stolz, bald Papa zu sein brauchen etwas Zeit um sich zu entwickeln.

Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.


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1 Kommentar
  1. Chantal Höflich sagt

    Ich finde den Ssw- Rechner echt klasse. Die Informationen die nach dem angeben der Daten angezeigt werden sind übersichtlich und absolut ausreichend. Zudem finde ich es echt schön das selbst die werdenden Väter mit einbezogen werden.
    Vielen Dank für die Tipps und Informationen, gerne werde ich weiterhin auf diese Seite weiterhin zugreifen und mir mit jeder neuen Ssw Informationen zu holen.

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