Übelkeit in der Schwangerschaft – das hilft wirklich

Rund 75% der Frauen leiden unter starker Übelkeit in der Schwangerschaft. Oft hält sich die typische Morgenübelkeit die ersten 12 Wochen und wird dann weniger. Dennoch kann sie eine starke Belastung in der Schwangerschaft darstellen. Erfahr hier, welche Tricks wirklich dagegen helfen.

Die Schwangerschaftsübelkeit – ein nicht zu unterschätzendes Problem

Schon geringe Gerüche können ausreichen und du suchst dir den Weg zur Toilette? Die Hormonumstellung in der Schwangerschaft macht deinem Körper zu schaffen. Nicht selten löst das Beta-HCG in diesem Zusammenhang eine Morgenübelkeit aus, die bis zum Erbrechen führen kann. Auch über den Tag verteilt wird einigen Frauen immer wieder schlecht. Handelt es sich um eine normale Schwangerschaftsübelkeit, ist das weder für dich noch für dein Baby gefährlich. Es gibt sogar eine Studie die besagt, dass die Übelkeit ein gutes Zeichen für eine stabile Schwangerschaft ist. Allerdings kann die Schwangerschaftsübelkeit auch gefährlich werden. Dies ist dann der Fall, wenn du gar nicht in der Lage bist, Flüssigkeit und Lebensmittel bei dir zu behalten.

In diesem Fall wird von einer Hyperemesis gravidarum gesprochen. Diese starke Übelkeit betrifft rund 2% der schwangeren Frauen und kann auch über die 12 Wochen hinausgehen. Musst du dich mehr als fünf bis sechs Mal pro Tag übergeben und verbleiben auch kleine Mengen an Nahrung nicht in deinem Körper, besteht Handlungsbedarf. Zudem überwacht der Frauenarzt dein Gewicht. Eine Gewichtsabnahme von über 5% im Vergleich zu deinem Gewicht vor der Schwangerschaft, ist ein weiteres Anzeichen. Vermutlich wird dir dein Frauenarzt erst einmal ein Medikament anbieten. Greift dies auch nicht, kann eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus notwendig werden.

Die besten Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

So unangenehm die Übelkeit ist – du kannst etwas dagegen tun. Die nachfolgenden Tipps haben sich besonders bewährt. Probier nach und nach aus, was bei dir wirkt und bekomm die Übelkeit so in den Griff.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

1. Essen vor dem Aufstehen

Diesen Tipp hat dir vielleicht sogar die Hebamme schon gegeben, denn er ist besonders wirksam. Stell dir ein Glas Wasser und ein Knäckebrot oder ein Zwieback ans Bett und iss und trink etwas, bevor du aufstehst. Nachdem du gegessen hast, solltest du noch wenigstens 20 Minuten liegen bleiben.

2. Gönn dir viele kleine Mahlzeiten

Gerade dann, wenn du noch arbeiten gehst, ist dieser Tipp nicht ganz einfach umzusetzen. Es lohnt sich jedoch, ein wenig Aufwand in Kauf zu nehmen. Bereite mehrere kleine Mahlzeiten vor, die du über den Tag verteilt zu dir nimmst. Obst und Gemüse, ein belegtes Brot, eine Suppe oder ein Joghurt sorgen dafür, dass dein Magen etwas zu tun hat.

3. Vitamine einnehmen

Es hat sich gezeigt, dass die Vitamine B6 und B12 sehr gut gegen Übelkeit helfen. Achte bei der Ernährung darauf, Lebensmittel zu essen, die viel von diesen Vitaminen enthalten. Dies sind beispielsweise Fisch, Bananen, Paprika und Kohl oder Lauch. Auch Milch, Ei und Käse enthalten sehr viel Vitamin B12.

4. Greif zu Ingwer

Einer der Geheimtipps ist der Griff zu Ingwer. Die frische Knolle ist ein beliebtes Heilmittel bei Übelkeit. Du kannst etwas frischen Ingwer mit heißem Wasser aufgießen, kurz ziehen lassen und den Tee dann in kleinen Schlucken zu dir nehmen. Es gibt auch Tabletten mit Ingwer. Allerdings können Tabletten den Magen zusätzlich belasten.

Wichtig: Nach den ersten drei Schwangerschaftsmonaten solltest du auf Ingwer verzichten. Er kann sich wehenfördernd auf den Körper auswirken.

5. Immer etwas Wasser dabei haben

Ausreichend Flüssigkeit ist nicht nur wichtig, damit du und dein Baby gut versorgt seid. Flüssigkeit kann auch gegen die Übelkeit helfen. Trink kaltes Wasser in kleinen Schlucken und halt immer eine Flasche Tee oder Wasser bereit, damit du schnell reagieren kannst, wenn die nächste Welle kommt.

6. Zitrusduft

Hast du eine frische Zitrone oder eine Grapefruit zu Hause, dann kannst du die Frucht aufschneiden und daran riechen. Die hier enthaltenen ätherischen Öle können dabei helfen, die Übelkeit zu verringern.

7. Verzichte auf fettige Speisen

Fettige Speisen belasten den Magen bereits dann, wenn du gar nicht schwanger bist. Verzichte daher auf fettiges Essen. Wenn die Übelkeit am Morgen ganz besonders stark ist, kann es helfen, am Abend nach 19 Uhr nichts mehr zu essen. So muss dein Magen über Nacht nicht arbeiten und es kehrt Ruhe im Verdauungssystem ein.

8. Geh an die frische Luft

Ein Spaziergang an der frischen Luft bringt den Kreislauf und das Verdauungssystem in Schwung. Dies kann sehr gut gegen Übelkeit helfen. Hör dabei aber auf deinen Körper. Überanstrenge dich nicht und nimm dir die Ruhepausen, die du brauchst.

9. Ein Tee ist immer eine gute Wahl

Brüh dir am Morgen einen Tee mit Kamille oder Fenchel auf und halt diesen in der Thermoskanne warm. Immer dann, wenn dir wieder übel wird, kannst du den Tee langsam trinken. Er sorgt dafür, dass dein Magen beruhigt wird und die Übelkeit nachlässt.

10. Akupressur-Bänder für das Handgelenk

Es gibt kleine Bänder, die du dir um das Handgelenk machst. Diese stimulieren spezielle Akupressur-Punkte und sorgen dafür, dass die Übelkeit nicht so stark ist. Die sogenannten Seabands kannst du in der Apotheke oder online bei Amazon.de kaufen.

Das Übelkeits-Tagebuch als praktischer Helfer

Ein sehr guter Tipp ist es, ein Tagebuch darüber zu führen, wann dir übel ist. Schreib genau auf, in welcher Situation, nach welchem Essen oder zu welcher Uhrzeit die Übelkeit auftritt. Schon nach wenigen Tagen lässt sich dabei meist ein Muster erkennen. Du kannst nun versuchen, das Essen und Trinken auf die Zeiten zu legen, zu denen dir nicht übel ist.

Zeigt sich beispielsweise, dass die Übelkeit immer in stressigen Zeiten auftritt, nimm dir bewusst mehr Ruhepausen und biete deinem Körper einen kleinen Ausgleich in Form von einem Spaziergang oder einem kurzen Schläfchen an. Auch auf der Arbeit stehen dir Ruhepausen zu, wenn du dich nicht gut fühlst.

Notiere in dem Tagebuch auch, was dir gegen die Übelkeit geholfen hat. So lernst du deinen Körper besser kennen und findest schneller die passenden Lösungen für Momente, in denen dir ganz besonders schlecht ist.

Hast du noch weitere Fragen zum Thema Übelkeit in der Schwangerschaft? Schreib uns einen Kommentar!

Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.


Bitte bewerte diesen Beitrag: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 4,50 von 5 Sternen - Insgesamt 4 Bewertungen
Loading...
Das könnte dir auch gefallen

Hinterlass einen Kommentar

Datenschutzhinweise: Die Kommentarangaben werden an Auttomatic, USA (die Wordpress-Entwickler) zur Spamprüfung übermittelt und die E-Mail Adresse an den Dienst Gravatar (Ebenfalls von Auttomatic), um zu prüfen, ob die Kommentatoren dort ein Profilbild hinterlegt haben. Zu Details hierzu sowie generell zur Verarbeitung deiner Daten und Widerrufsmöglichkeiten, verweisen wir dich auf unsere Datenschutzerklärung. Du darfst gern Pseudonyme und anonyme Angaben hinterlassen.