11 Tipps für eine gesunde Schwangerschaft

Wir alle kennen das Bild von der glücklichen Schwangeren, die die Schwangerschaft rund und gesund mit Leichtigkeit wuppt. Ja, so wollen wir auch sein. Aber wie funktioniert das? Was muss ich tun? Wie eine gesunde Schwangerschaft klappen kann, zeigen wir dir in diesem Artikel.

1. Rauchen und Trinken aufgeben

Das Schlimmste, dass du dir und deinem Baby in der Schwangerschaft antun kannst, sind Alkohol und Zigaretten. Wenn das für dich sowieso nicht infrage kommt, darfst du diesen Punkt natürlich überspringen.

Für alle anderen gilt: Sowohl der Alkohol als auch das Nikotin sind Zellgifte, die die Entwicklung deines Kindes beeinträchtigen. Und nein, auch ein Gläschen hier und da oder die eine Zigarette am Abend sind nicht okay.

Auch kleinste Mengen können das Baby sowohl körperlich als auch geistig schädigen. Manchmal werden die Folgen erst Jahre später sichtbar. Möchtest du dein Baby wirklich dieser Gefahr aussetzen? Verdient es nicht den besten Start, den es bekommen kann?

Ohne Frage, es ist nicht leicht mit dem Alkohol trinken oder dem Rauchen aufzuhören. Aber du wirst nie wieder einen solch guten Grund bekommen, es genau jetzt zu tun.

2. Das Richtige essen

In der Schwangerschaft ist gesunde Ernährung besonders wichtig. Das wissen eigentlich alle. Aber was heißt das genau? Keinesfalls bedeutet es, dass du für zwei essen sollst. Denn allzu viel erhöht sich der Kalorienbedarf gar nicht. Lediglich etwa 300 Kalorien zusätzlich benötigt dein Körper, um die Schwangerschaft stemmen zu können.

Wichtiger ist, dass du dich jetzt so abwechslungsreich wie möglich ernährst. Je bunter dein Teller desto besser – Gummibärchen mal ausgenommen. Denn Lebensmittel verschiedener Farben liefern auch verschiedene Nährstoffe. So kommt es seltener zu einem Mangel. Frisches Gemüse und Obst, viele Küchenkräuter und Kerne/Nüsse sind dabei die beste Wahl. Aber auch Getreide sowie tierische Eiweiße aus Eiern und Milchprodukten sollten nicht fehlen.

Deshalb ist es auch nicht empfehlenswert, in der Schwangerschaft völlig vegan zu leben. Vegetarische Ernährung ist aber durchaus okay, solange du genau weißt, was du tust und wie du fehlende Nährstoffe ausgleichen kannst. Mit fisch- und fleischhaltiger Ernährung gehst du auf Nummer sicher, dass dir und dem Baby nichts fehlt. Mangelzustände äußern sich übrigens oft in Heißhungerattacken oder seltsamen Gelüsten.

Auch in der gesunden Ernährung gibt es ein paar Dinge, wovon du in der Schwangerschaft lieber die Finger lässt. Mehr Informationen dazu findest du in diesem Artikel.

3. Mängel ausgleichen

Es gibt Nährstoffe, die sich in der Schwangerschaft sehr schwer durch die Ernährung ausgleichen lassen. Ein Beispiel sind Folsäure und Jod. Diese sind für die Entwicklung deines Babys auch schon zu Beginn der Schwangerschaft immens wichtig. Untersuchungen haben gezeigt, dass Frauen in unseren Breitengraden unterversorgt sind. Deshalb ist es sinnvoll, wenn du vorsorglich ein Präparat für Schwangere einnimmst, das einem Mangel vorbeugt.

Aber auch andere Vitamine oder Mineralien können fehlen. Gerade Frauen, die schon vor der Schwangerschaft einen Eisenmangel hatten, rutschen in der Schwangerschaft meist noch tiefer hinein und entwickeln manchmal sogar eine Blutarmut. Diese äußert sich in ständiger Müdigkeit, Haarausfall, brüchigen Nägeln usw. Wenn du solche Symptome an dir feststellst, sprich mit deinem Frauenarzt darüber. Er/sie wird dir raten, was zu tun ist. Abzuwarten ist hier keine gute Idee.

4. Ausreichend trinken

Für deinen Kreislauf ist es jetzt besonders wichtig, dass du genug trinkst. Denn nicht nur das Baby braucht Flüssigkeit, sondern auch du selbst hast einen höheren Bedarf. 2-3 Liter sind ideal, 1,5 Liter das absolute Minimum. Das beste Getränk ist magnesiumhaltiges Mineralwasser. Wer Sodbrennen hat, sollte auf Sprudel verzichten. Leitungswasser geht natürlich auch, sofern es nicht aus Blei- oder Kupferrohren kommt und du es so lange ablaufen lässt, bis nur noch kaltes Wasser aus der Leitung kommt.

Wenn du gern Tee trinkst, halte dich am besten an verdünnte, ungesüßte Kräuter- oder Früchttees. Schwarzer, grüner und weißer Tee enthalten Koffein. Inhaltsstoffe wie Süßholzwurzel und Zimt solltest du meiden.

Egal welche Sorte, trink nie zu viel von einem Tee. So vermeidest du, dass du die kritische Menge an Inhaltsstoffen überschreitest, die selbst ein Küchenkraut zu einer Medizin machen.

Mehr zum Thema Tee erfährst du in unserem Artikel Tee in der Schwangerschaft – was ist erlaubt und was nicht.

5. Auf Hygiene achten

Wenn du schwanger bist, ist dein Immunsystem etwas anfälliger als sonst. Steril musst du natürlich auch jetzt nicht leben. Genau genommen können scharfe Reiniger und Desinfektionsmittel für dich und dein Baby schädlich sein. Aber mit ein paar einfachen Verhaltensregeln kannst du dich vor Krankheiten recht gut schützen. Es ist eine gute Idee, wenn du:

  • dir regelmäßig die Hände wäschst.
  • Kontakt zu akut kranken Menschen meidest.
  • Küchenoberflächen und Bretter/Messer sauber hältst.
  • den Kühlschrank auswischst und abgelaufene Lebensmittel entfernst.
  • dein Essen frisch zubereitest und Obst/Gemüse gut abwäschst.
  • im Bad auf Hygiene achtest.
  • das Katzenklo von jemand anderem reinigen lässt oder Handschuhe trägst (Toxoplasmose-Gefahr).

6. Viel an der frischen Luft bewegen

Je mehr du dich draußen aufhalten kannst, desto besser ist es für deine Gesundheit und auch die deines Babys. Denn frische Luft befeuchtet die Schleimhäute viel besser als trockene Heizungsluft. So können sie besser arbeiten und Krankheitserreger abwehren. Bewegung tut zusätzlich gut. Sie hält den Kreislauf in Schwung, alle Organe werden optimal versorgt.

Wenn du dich wegen der Arbeit viel in geschlossenen Räumen aufhältst, versuch jede kleine Pause für einen Spaziergang draußen zu nutzen und Vitamin D zu tanken. Warm eingemummelt, ist das sogar im Winter eine super Sache.

Machst du Sport? Wenn nicht, ist nach dem ersten Trimester ein super Zeitpunkt, um zum Beispiel mit Schwangerschaftsgymnastik anzufangen. Die gezielten Übungen für Beckenboden, Rücken und co. werden dich gut durch die Schwangerschaft bringen und dir wahrscheinlich sogar die Geburt erleichtern.

7. Zähne in Schuss halten

Vielleicht fragst du dich, was deine Zähne mit der Schwangerschaft zu tun haben. Für diesen seltsam anmutenden Rat gibt es zwei Gründe. Zum einen ist das Zahnfleisch in der Schwangerschaft empfindlicher. Es kommt leichter zu Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündungen. Gerade letzte schwächen das Immunsystem.

Zum anderen ist eine Zahnbehandlung in der Schwangerschaft eher schwierig, weil erforderliche Medikamente dann ungern gegeben werden. Alte Füllungen mit Amalgam sollten dann auch lieber nicht angebohrt werden.

Früher sagte man, jedes Kind kostet die Frau einen Zahn. Dies muss in der heutigen Zeit zum Glück nicht mehr sein. Deshalb ist es gut, wenn du deine Zähne in der Schwangerschaft mindestens einmal professionell reinigen lässt. Denn das verringert das Risiko von Karies und Paradontose.

Achte außerdem darauf, dass du gründlich und regelmäßig Zähne putzt und genug Kalzium über Milchprodukte zu dir nimmst.

8. Entspannen, so oft es geht

In der Schwangerschaft sind Entspannung und eine extra Portion Gelassenheit besonders nötig. Denn Dauerstress merkt auch das Kind. Ein dauerhaft hoher Cortisol-Spiegel kann sich das z.B. negativ auf die spätere Stressresistenz deines Kindes auswirken. Auch wenn es wissenschaftlich nicht erwiesen ist: entspannte Mütter bekommen meist auch entspanntere Babys.

Wenn du viel um die Ohren hast, versuch jede freie Minute zu nutzen, um abzuschalten. Meditation oder autogenes Training helfen dabei, schneller runterzukommen. Auch zehnmal tief Durchatmen bewirkt unglaublich viel. Probier es einfach mal aus.

Sport und Schlaf wirken übrigens auch als wunderbare Stresskiller. Denn beide bauen Cortisol im Blut schnell und effektiv ab.

9. Kontakte zu anderen Schwangeren knüpfen

Wenn Ausgehen keinen Spaß mehr macht und Freunde ihren eigenen Interessen nachgehen, kann es schnell passieren, dass die Schwangere traurig auf der Couch sitzt und mit der Welt hadert. Lass es nicht dazu kommen. Denn es gibt so viele andere Frauen ganz in der Nähe, die gerade das Gleiche erleben.

Über Geburtsvorbereitungskurse lernst du sie am leichtesten kennen. Aber auch in Facebook-Gruppen oder einfach auf der Straße ergibt sich manchmal die ein oder andere neue Freundschaft.

Mit anderen Schwangeren kannst du viele schöne Sachen unternehmen, ohne dich für deinen Zustand rechtfertigen zu müssen. Und spätestens, wenn die Babys auf der Welt sind, ist eine solche Freundschaft äußerst wertvoll, um sich auszutauschen und gegenseitig Mut zu machen.

10. Eine gute Hebamme suchen

Hebammen sind rar gesät, dabei sind sie so wichtig. Vor allem für Frauen, die das erste Kind erwarten. Eine Hebamme kann dich nicht nur bei und nach der Geburt unterstützen, einige sind auch schon während der Schwangerschaft bei Problemen und Problemchen für dich da. Das musst du jedoch vorher abklären.

Die beste Zeit, um mit der Suche anzufangen, ist, sobald du weißt, dass du schwanger bist. Die Hebamme sollte nicht nur erfahren sein, sondern du solltest dich bei ihr auch gut aufgehoben fühlen.

11. Auf dein Bauchgefühl hören

Die wichtigste Lektion, die du gleich zu Beginn der Schwangerschaft lernen kannst, ist:

Lass dich nicht von anderen verunsichern!

Die weibliche Intuition kennt keine Grenzen. Wenn du es schaffst, in dich hineinzuhören, wirst du schnell wissen, was das Richtige und was das Falsche für dich ist. Denn dein Körper sendet starke Signale, wenn ihm etwas nicht passt oder wenn er etwas ganz Bestimmtes braucht. Und auch dein Baby kommuniziert auf diese Art schon jetzt mit dir. Spätestens wenn dein Baby da ist, wirst du merken, wie wertvoll und gut dein Bauchgefühl ist.

Hast du noch Fragen zum Thema gesunde Schwangerschaft? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

Achtung: Viele Eltern machen Fehler beim Elterngeld!

Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.


Bitte bewerte diesen Beitrag: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 5,00 von 5 Sternen - Insgesamt 2 Bewertungen
Loading...
Das könnte dir auch gefallen

Hinterlass einen Kommentar

Hinweis: Wir bekommen täglich etwa 50 Kommentare mit Fragen zum Elterngeld. Aus zeitlichen Gründen können wir diese individuellen Anfragen leider nicht beantworten. Unser Elterngeld-Onlinekurs wird von einem Expertenteam betreut. Bitte buche den Kurs, wenn du individuelle Fragen zum Elterngeld hast. Hier geht's zum Kurs.