Hat mein Baby Hunger? So merken Sie, ob Ihr Baby satt wird!

Hunger ist ein häufiger Grund dafür, dass ein Baby weint. Viele Eltern sind unsicher, ob ihr Baby wirklich satt wird. Gerade dann wenn Sie stillen, stellen Sie sich möglicherweise häufiger die Frage, ob Sie noch ausreichend Milch haben. Erfahren Sie hier, woran Sie merken, ob Ihr Baby Hunger hat und ob es wirklich satt wird.

Die Hungeranzeichen von Babys – Babysprache verstehen

Die Kommunikation mit Ihrem Baby erfolgt non-verbal. Ihr Kind ist darauf angewiesen, dass Sie seine Zeichen verstehen. Das funktioniert am besten, wenn Sie Ihr Baby beobachten und schon reagieren, bevor es zu weinen beginnt. Natürlich ist jedes Baby anders, viele der Hungeranzeichen sind jedoch bei jedem Kind zu finden. Diese Art der Kommunikation wird Ihrem Baby mit auf den Weg gegeben, damit es sich verständlich machen kann. Dazu gehört:

  • Ihr Baby bewegt seinen Kopf zu den Seiten: Auf diese Weise sucht es die Nahrungsquelle. Wenn es sich in der Nähe Ihrer Brust befindet und Sie stillen, wird es die Milch riechen und versuchen, diese zu erreichen
  • Ihr Baby kneift die Hände zu Fäusten
  • Ihr Baby schiebt immer wieder die Zunge nach draußen
  • Ihr Baby macht schmatzende Geräusche
  • Ihr Baby macht glucksende Laute
  • Ihr Baby strampelt eifrig mit Beinen und Armen
  • Ihr Baby nimmt die Faust oder die Finger in den Mund und saugt daran

Wenn Ihr Baby aus Hunger anfängt zu weinen, dann haben Sie die anderen Zeichen bereits übersehen. Babys nutzen das Weinen als ein spätes Hungerzeichen. Besser ist es, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Sie können das beispielsweise vermeiden, wenn Sie Ihrem Baby zwischendurch immer wieder die Brust anbieten oder bei den ersten Hungeranzeichen eine Flasche zubereiten.

Der Bedarf zur Nahrungsaufnahme bei Stillbabys

Wenn Sie Ihr Baby stillen, haben Sie vielleicht schon festgestellt, dass es keine festen Zeiten hat. An einem Tag kommt es alle Stunde, an anderen Tagen braucht es nur alle paar Stunden die Brust. Das ist ganz normal und auch abhängig davon, in welcher Phase sich Ihr Baby befindet und ob aktuell ein Schub ansteht. Wenn Ihr Baby gesund und zum Termin geboren ist, dann sind 8 bis 12 Stillmahlzeiten innerhalb von 24 Stunden normal und ausreichend. Dabei gibt es kein klares Schema, das eingehalten werden kann oder muss. Teilweise melden sich Babys häufiger und legen dafür dann nach dem mehrmaligen Trinken eine längere Pause ein.

Dies wird auch als Clusterfeeding bezeichnet. Ihr Baby gibt seine Bestellung an die Brust weiter und diese beginnt damit, mehr Milch zu produzieren. Dadurch wird der höhere Bedarf an Milch in Wachstumsphasen gedeckt.

Auch dann, wenn Sie Ihrem Baby die Flasche geben, können Sie diese nach Bedarf reichen. Das gilt allerdings nur dann, wenn Sie Pre-Nahrung füttern. Diese ist von der Zusammensetzung her der Muttermilch nachempfunden und kann vom Körper gut verarbeitet werden.

Die Sättigungszeichen erkennen

Die Frage, ob ein Baby satt wird und genug Milch zu sich nimmt, stellen sich vor allem Eltern von gestillten Kindern. Hier können Sie natürlich nicht sehen, welche Menge durch das Trinken an der Brust aufgenommen wird und wie viel Milch Ihre Brust tatsächlich produziert. Sehr hilfreich sind hier die Anzeichen dafür, dass Ihr Baby gut trinkt und auch satt ist.

Achten Sie darauf, ob Ihr Baby beim Trinken hörbar schluckt. Wenn Sie ausreichend Milch haben, stellt sich zudem ein Rhythmus beim Saugen ein. Dabei ist es auch ganz normal, wenn Ihr Baby zwischendurch eine kleine Pause macht und sich vielleicht sogar ganz interessiert umsieht oder sich in Ihren Augen verliert. So entsteht auch eine enge Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Baby.

Einen guten Milchfluss können Sie zudem daran erkennen, dass Ihr Baby Milch im Mund hat und diese auch an Ihrer Brust erkennbar ist, wenn Sie den Säugling vorsichtig lösen. Sehr gut ist es zudem, wenn die Brust, die gerade nicht getrunken wird, den einen oder anderen Milchtropfen aufweist, der herausläuft. Dies deutet auf einen guten Milchspendereflex hin. Zudem spüren viele Frauen, wenn ihre Brüste voll laufen und nach dem Stillen wieder entlastet sind. Auch dies ist ein Zeichen für eine sehr gute Milchproduktion.

Die Sättigungszeichen sind eine besondere Hilfe um zu erkennen, dass Ihr Baby nach der Mahlzeit zufrieden ist. Diese können Sie auch beim Füttern mit Flasche normalerweise gut sehen. Dazu gehören die folgenden Punkte:

  • Ihr Baby entspannt sich: Während das Ballen der Hände zu Fäusten zu den häufigsten Hungeranzeichen gehört, zeigen entspannte Hände und Beinchen an, dass Ihr Baby ein Sättigungsgefühl bekommt.
  • Langsames Trinken: Trinkt Ihr Baby zu Beginn noch ganz hektisch, so wird das Saugen und Schlucken langsam weniger. Ihr Baby schiebt möglicherweise mit der Zunge Brust oder Flasche aus dem Mund.
  • Ihr Baby schläft ein: Mit einem vollen Bäuchlein schläft es sich gut. Schläft Ihr Baby an Brust oder Flasche ein, deutet dies auf ein Sättigungsgefühl hin.

Ruhe bei der Nahrungsaufnahme – sensible Babys schützen

Eltern wird empfohlen in den ersten Wochen nach der Geburt darauf zu achten, dass der Nachwuchs Ruhe bei der Nahrungsaufnahme hat. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Sie ein sehr sensibles Baby haben, das schnell auf Reize reagiert. Viele Babys sind beim Trinken sehr konzentriert und es stört sie in der Regel nicht, wenn um sie herum Gespräche geführt werden oder andere Dinge passieren. Stellen Sie jedoch fest, dass Ihr Baby in einer unruhigen Umgebung beim Trinken nicht zur Ruhe kommt, gereizt ist und auch danach nicht in den Schlaf findet, sollten Sie dafür sorgen, dass es den Reizen nicht mehr ausgesetzt ist.

Besonders gut geht das natürlich, wenn Sie sich in einen stillen Raum zurückziehen und diesen leicht abdunkeln können. Das ist aber nicht immer möglich. Sind Sie gerade unterwegs, können Sie beim Füttern ein Tuch über Ihr Baby liegen. Das funktioniert vor allem beim Stillen gut. Aber auch dann, wenn Sie Ihrem Baby die Flasche geben, können Sie über Schulter und Baby ein Tuch spannen und Ihr Baby auf diese Weise abschirmen. Dadurch kann sich Ihr Kind ganz auf die Nahrungsaufnahme konzentrieren und wird ruhiger.

Haben Sie weitere Tipps zum Thema Hunger bei Babys? Dann schreiben Sie uns einen Kommentar!

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