Wie Sie 4.480 EURO im ersten Lebensjahr Ihres Babys sparen!

Eltern zu werden ist durchaus eine kostspielige Angelegenheit. Der Babymarkt ist ein großes Geschäft. Die Werbung für Baby-Produkte ist allgegenwärtig. Gerade Erstlings-Eltern sind noch unsicher und fallen viel zu leicht auf die Tricks der Händler herein. Erst später merken viele von uns, welche Ausgaben eigentlich unnötig waren.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht mit 13 Punkten, an denen Sie wirklich viel Geld sparen können. Im ersten Lebensjahr des Kindes lassen sich so 4.480 Euro sparen. Ihnen werden vielleicht nicht alle Punkte zusagen, aber vielleicht finden Sie die ein oder andere Anregung. Sagen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren!

Wo Sie sparen können in der Übersicht

Das ist teuer Das ist viel günstiger 
Gesamt:5130 EuroGesamt:650 Euro
Fertigmilch + Fläschchen800 EuroStillen0 Euro
Beikost im Gläschen400 EuroFamilienessen100 Euro
Babybett, Matratze, Auflage250 EuroElternbett0 Euro
Neue Kleidung800 EuroGebrauchte Kleidung100 Euro
Windeln, Feuchttücher, Wickeltasche1.500 EuroWindelfrei0 Euro
Stoffwindeln300 Euro
Wickeltisch + Auflage175 EuroWickelauflage15 Euro
Stillkissen neu50 EuroStillkissen selber nähen20 Euro
Babyöl, Waschgel & Cremes150 EuroWasser, Lappen & Pflanzenöl20 Euro
Kinderwagen500 EuroTragehilfe80 Euro
Babyspielzeug100 EuroAlltagsgegenstände0 Euro
Babysitter180 EuroFamilie, Freunde als Babysitter0 Euro
Tragejacke für Herbst/Winter kaufen150 EuroTragecover leihen15 Euro
Organisierte Krabbelgruppe75 EuroGruppe selbst organisieren0 Euro

= 4.480 Euro Ersparnis!

Wie Sie sparen können im Detail

1 Stillen spart viel Geld

Stillen ist für Babys wichtig und zugleich auch die günstigste Nahrungsquelle. Frischgebackene Mütter haben vom Stillen häufig falsche Vorstellungen und denken viel zu schnell, es würde bei ihnen nicht klappen. Eine ausführliche Stillberatung und eine gute und empathische Hebamme sind hierbei sehr viel wert.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, mindestens ein halbes Jahr und bestenfalls 2 Jahre zu stillen und erst dann zuzufüttern, wenn das Baby dafür bereit ist. Das kann durchaus länger dauern. Babys können fast ein Jahr voll gestillt werden, ohne Mangel zu erleiden (sofern die Mutter gut versorgt ist). Erst, wenn Sie mit Beikost beginnen, ist es wichtig, darauf zu achten, dass das Baby genug Eisen über Fleisch, Hirse und Ähnliches zu sich nimmt.

2 Beikost ist nicht gleich Beikost

Viele Eltern denken, sie müssten auf die teuren Gläschen aus dem Supermarkt zurückgreifen, wenn es an die Beikost geht. In Wirklichkeit können Sie dem Kind jedoch vieles vom Familienessen geben. Es ist meist nicht nötig separat zu kochen, sofern die Gerichte babygeeignet sind.

Am besten eignet sich dampfgegartes oder gekochtes Gemüse wie Kartoffeln, Möhren, Blumenkohl und Ähnliches. Bei Bedarf kann das Gemüse zerdrückt oder püriert werden. Kochen bzw. garen Sie ohne Salz und Gewürze (Kräuter sind erlaubt) und würzen Sie Ihre Speisen einfach am Tisch nach. Statt Obstgläschen können Sie Fruchtmark kaufen oder das Obst direkt selbst pürieren.

3 Schlafen im Familienbett ist besser als sein Ruf

Die meisten Eltern haben Sorge, dass ein Kind unselbstständig wird, wenn es bei den Eltern im Bett schläft. Tatsächlich haben Untersuchungen ergeben, dass das eine mit dem anderen gar nichts zu tun hat. Der Vorteil des Familienbettes ist, dass das Kind seltener schreit, weil es einsam ist. Sie sparen also Geld und haben ruhigere Nächte, weil Sie Ihrem Baby die Nähe geben, die es braucht.

Die Sorge vor dem plötzlichen Kindstod im Elternbett ist unbegründet, wenn Sie ein paar wichtige Regeln beachten. Genau genommen schlafen Babys im Elternbett sicherer als allein in ihrem Zimmer.

4 Gebrauchte Babykleidung reicht völlig aus

Gebrauchte Kleidung kostet nur einen Bruchteil der Neuware und sieht häufig noch sehr gut aus. Bei eBay kann man Kleidung in verschiedenen Größen kistenweise für 20-40 Euro pro Kiste kaufen. In dieser Rechnung haben wir 200 Euro Kosten für Kleidung angesetzt und verkaufen sie nach dem Austragen bei eBay wieder für realistische 50%. Wer gut ist, kann vielleicht sogar den Kaufpreis komplett wieder reinholen. Alternativ kann man Freunde und Verwandte fragen, Babyflohmärkte besuchen, in Facebook-Gruppen stöbern oder auf Kleinanzeigenportalen schauen. Mehr Ideen finden Sie hier.

5 Ohne Windeln geht es auch

Windeln sind ein großer Kostenblock: Etwa 5-10 Windeln verbraucht ein Kind am Tag. Bei einem Preis von gut 0,20-0,50 Euro pro Windel kann man schon mal über Alternativen nachdenken. Das Günstigste ist die windelfreie Erziehung. Das kommt Ihnen vielleicht komisch vor, funktioniert jedoch wirklich. Kinder kündigen von Anfang an an, wenn sie „mal müssen“. Mit einer Windel wird dies nur verlernt und Eltern achten weniger auf die Ankündigung.

Natürlich wird auch bei windelfreier Erziehung hier und da mal eine Windel notwendig, aber das ist nur ein Bruchteil von dem, was Sie sonst innerhalb der nächsten 2-3 Jahre ausgeben würden. Stoffwindeln sind dann eine gute Möglichkeit für die Windel zwischendurch.

Bonustipp: Wenn Sie die Wegwerfwindeln gleich in den Hausmüll werfen und diesen regelmäßig entsorgen, können Sie sich auch den Windeleimer für 30-70 Euro sparen.

6 Ein Wickeltisch ist nicht wirklich nötig

Haben Sie noch eine Kommode oder etwas Ähnliches herumstehen? Eine abwaschbare Wickelauflage können Sie darauf ganz einfach platzieren. Ebenso sind Bett, Couch oder sogar der Teppich geeignet. Im Vergleich zum Wickeltisch kann man so weit über 100 Euro sparen.

Wenn Sie den Wickeltisch mit all seinen Annehmlichkeiten nicht missen möchten, schauen Sie doch einfach mal nach gebrauchten Möbeln. Gerade Wickeltische sind wegen der Auflage meist unversehrt und können gut weitergenutzt werden.

7 Wer braucht schon Baby-Pflegeprodukte?

Babys Haut braucht nicht viel. Selbst bei verschmierten Babypopos reicht Wasser zur Reinigung vollkommen aus. Eine Schale mit warmem Wasser und ein paar Läppchen, die Sie aus günstigen Waschlappen geschnitten haben, erleichtern Ihnen neben der Wickelauflage platziert das Leben. Ein paar Tropfen Oliven- oder Mandelöl an Babys Po oder mit ins Badewasser sorgen für die nötige Pflege. Feuchttücher brauchen Sie höchstens unterwegs und auch dafür gibt es Alternativen.

8 Stillkissen selber nähen

Stillkissen sind schon vor der Geburt ziemlich praktisch, aber auch recht teuer. Mit etwas handwerklichem Geschick können Sie sich aber eins ganz einfach selbst nähen. Anleitungen dazu gibt es im Internet. Als Material für die Hülle können Sie aussortierte Bettwäsche verwenden. Füllungen aller Art gibt es online. Ideal für die Zeit des Mutterschutzes und ruck zuck sind wieder 40 Euro gespart.

9 Tragehilfe als echte Alternative zum Kinderwagen

Kinderwagen können zum teuersten Bestandteil der Babyausstattung werden. Wer ein richtig gutes Modell kaufen möchte, kann auch weit über 1.000 Euro ausgeben. Für 300 Euro bekommen Sie jedoch schon sehr gute gebrauchte Modelle, die Sie bei guter Pflege später ebenfalls wieder verkaufen können.

Noch kostensparender ist jedoch eine Tragehilfe oder ein Wickeltuch. Immer mehr Eltern und gerade die Papas entdecken diese Art des Babytransportes für sich. Babys fühlen sich beim Tragen durch die Nähe zur Mutter oder zum Vater wohler und haben durch die sanfte Bewegung in babygerechter Haltung sogar weniger Blähungen als im Liegen. Lassen Sie sich aber am besten in einem Fachgeschäft beraten!

10 Tragecover kann man leihen

Wenn Sie ein Winterkind bekommen, werden Sie wohl nicht drum herum kommen, sich eine Tragejacke oder Ähnliches zuzulegen, die auch das Baby vor Wind und Wetter schützt. Hochwertige Tragejacken sind sehr teuer und kommen meist nur kurze Zeit zum Einsatz. Denken Sie lieber über ein warmes Cover für die Babytrage nach! Neu kosten diese um 50 Euro. Wem das noch zu viel ist, der leiht sich eines aus. Eine Adresse hierfür ist zum Beispiel elternmarkt.de.
Alternativ können Sie sowohl Tragejacken als auch Tragecover gebraucht erwerben.

11 Babys brauchen kein Spielzeug

Natürlich geht es nicht darum, vorhandenes Spielzeug abzuschaffen. Eltern neigen jedoch dazu, ihrem Neugeborenen viel zu viel davon zu kaufen. Dazu kommen unzählige Geschenke von Freunden und Verwandten.

Versetzen Sie sich einmal in die Lage Ihres Babys: Alles ist für Sie neu. Warum sollte ein Spielzeug interessanter sein, als ein Holzlöffel mit bunten Fransen oder eine kleine, mit Perlen gefüllte, fest verschlossene Flasche? Man muss nur kreativ sein, denn alles was raschelt, sich bewegt oder das man generell anfassen kann, ist für Babys interessant. Spielzeug kann noch früh genug kommen.

12 Familie und Freunde als Babysitter

Im ersten Jahr wird es noch nicht häufig vorkommen, aber hier und da brauchen alle Eltern irgendwann jemanden, der hier und da auf das Baby aufpasst. Involvieren Sie von Anfang an Familie und Freunde. Auch andere Eltern in Ihrer Wohngegend oder die nette Nachbarin sind super, denn so können Sie sich gegenseitig unterstützen und in solchen Situationen viel Geld sparen.

13 Krabbelgruppe selbst organisieren

Krabbelgruppen sind toll. Die Babys sind beschäftigt, während Mama oder Papa endlich einmal Zeit haben, um mit anderen Eltern über alles Mögliche rund um das Baby zu sprechen. Ganz nebenbei erfahren Sie Wichtiges und finden mitunter sogar neue Freunde. Organisierte Gruppen kosten allerdings gut 5-10 Euro pro Treffen. Über die Gemeinde, Foren, Facebook-Gruppen oder Ähnliches können Sie jedoch auch so zusammenfinden und Ihre Gruppe selbst organisieren.

Haben Sie einen Verbesserungsvorschlag oder gar einen Tipp für andere Eltern? Dann schreiben Sie uns gern einen Kommentar. In unserer Facebook-Gruppe für Schwangere & Mütter können Sie sich über diese und weitere Themen austauschen und erhalten außerdem Hilfe von anderen Müttern.

So erhalten Sie mehr Elterngeld!

Es gibt ein paar legale Tricks, sein Elterngeld zu maximieren. Wenn auch Sie davon profitieren möchten und mehr Elterngeld erhalten wollen, dann nutzen Sie unsere Beratung. Wir können für fast alle Eltern mehr rausholen!


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