Voraussetzungen für sicheren Schlaf – das solltest du beachten

Egal, wo das Baby schläft, möglichst sicher sollte es sein. Sowohl im Elternbett als auch im eigenen Kinderbett gibt es einiges zu beachten, um das Risiko des plötzlichen Kindstods so weit es geht zu minimieren. Aber lass dich nicht abschrecken. Auch wenn die Liste endlos lang erscheint, vieles erschließt sich von selbst und lässt sich leicht umsetzen. Nach kurzer Zeit haben sich alle daran gewöhnt und der Weg ist frei für ruhige Nächte.

Voraussetzungen für das Elternbett

  • Das Bett sollte groß genug sein. Ideal ist ein großes Doppelbett. Hast du zwei Matratzen, stell sicher, dass das Kind nicht dazwischen rutschen kann.
  • Schaff dir einen Rausfallschutz an. Am besten geeignet sind solche mit Netzen, statt mit Gitterstäben, da das Kind darin nicht steckenbleiben kann. Der Rausfallschutz sollte mit der Matratze bündig abschließen, damit das Kind nicht eingeklemmt werden kann.
  • Benutz eine nicht zu weiche Matratze, damit das Baby nicht in eine eventuell durch dein Gewicht entstehende Kuhle rollen kann.
  • Aus dem gleichen Grund lass am besten die Finger von einem Wasserbett oder einer weichen Couch.
  • Die Matratze sollte atmungsaktiv sein, damit dein Baby nicht überhitzt.
  • Benutz keine dicken Federbetten und großen Kissen, damit dein Kind ungehindert atmen kann, auch wenn es sich zur Seite rollen sollte.
  • Damit du selbst nicht frierst, empfiehlt es sich, am Oberkörper eine Lage Stoff mehr zu tragen, wenn du oft frei liegst.
  • Lass dein Kind am besten auf der Seite der Mutter mit dem Kopf in Brusthöhe schlafen. Diese hat in den allermeisten Fällen einen leichteren Schlaf als der Vater oder Geschwisterkinder, den sogenannten Ammenschlaf. Sie spürt instinktiv die Nähe ihres Babys und hört unterbewusst seine Atemzüge. So kann sie auch im Halbschlaf reagieren, sollte es Unregelmäßigkeiten geben.
  • Zieh deinem Kind einen Schlafsack an, statt es unter deine Decke zu nehmen. So kann es nicht mit dem Gesicht darunter geraten. Der Schlafsack darf ruhig warm genug sein. Natürlich soll das Kind nicht überhitzen, aber frieren soll es auch nicht. Wir selbst liegen ja auch unter einer der Jahreszeit angepassten Decke. Fühl ab und zu den Nacken deines Babys. Wenn es schwitzt, benötigt es weniger Kleidung. Wenn es kühl ist und die Hände vielleicht sogar marmoriert sind, ziehen ihm bitte eine Lage mehr unter dem Schlafsack an.
  • Wenn du lange Haare hast, binde diese zusammen, damit die Haare dein Baby nicht strangulieren können.
  • Aus demselben Grund achte am besten außerdem darauf, dass an deiner Kleidung keine langen Schnüre sind, die sich nachts lösen könnten.
  • Meide Alkohol, Drogen und Schlafmittel. Alkohol verschlechtert die unbewusste Wahrnehmung. Es besteht die Gefahr, dass du das Kind erstickst, ohne es zu merken. Drogen haben die gleiche Wirkung. Schlafmittel verändern das Schlafmuster ebenfalls. Ähnliches gilt, wenn du so erschöpft bist, dass du quasi in eine Art Schlafkoma fällst.

Voraussetzungen für das Kinderbett

  • Überleg dir, ob ein Nestchen wirklich nötig ist. Viele Hebammen würden Nestchen am liebsten komplett verbieten lassen. Dafür gibt es mehrere Gründe:
    1) Wenn sich das Baby zum Nestchen dreht und noch zu klein ist, um sich zurückzudrehen, besteht die Gefahr der Rückatmung. Das heißt, das Baby atmet das Kohlendioxid ein, das es vorher ausgeatmet hat und kann unter Umständen daran ersticken.
    2) Das Baby kann sich im Nestchen verheddern und unter Umständen nicht mehr frei atmen.
    3) Kohlendioxid sinkt immer nach unten. Wenn das Bett umlaufend mit einem Nestchen verziert ist, kann sich bei langen Schlafphasen unter Umständen zu viel Kohlendioxid auf Höhe des Kindes sammeln. Sein Gehirn wird über längere Zeit mit zu wenig Sauerstoff versorgt.
    4) Die langen Schnüre bergen ein gewisses Maß an Strangulationsgefahr.
  • Benutz lieber einen Schlafsack als eine Decke.
    Einige Kinder schlafen ungern im Schlafsack. Dann achte zumindest darauf, keine großen Federbetten zu verwenden. Leichte Decken, die nicht zu groß sind, sind ab einem Alter von einem Jahr kein Problem mehr.
  • Wenn du einen Schlafsack verwendest, sollte dieser die richtige Größe haben, also etwa 10 cm länger als die Beine sein. So kann sich dein Kind nicht verheddern. Der Kopfausschnitt darf nicht zu groß sein, damit dein Kind nicht hineinrutschen kann.
  • Benutz keine Felle, auf die du das Kind legst. Diese bergen die Gefahr der Überhitzung. Außerdem können lose Haare auf Dauer die engen Atemwege eines Neugeborenen verstopfen. Im Kinderwagen an der frischen Luft sind Lammfelle eine gute Idee. Aber wenn dein Baby allein schläft, solltest du lieber die Finger davon lassen.
  • Kauf eine gute atmungsaktive Matratze. Einige Matratzen haben eine Seite für Babys und eine für Kleinkinder. Sie bieten den optimalen Härtegrad für kleine Murmeltiere.

Weitere Ratgeber zum Thema Babyschlaf

Hast du noch weitere Sicherheitstipps oder andere Erfahrungen gemacht? Dann schreib uns einen Kommentar!

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