Vermögen aufbauen: Diese 3 wichtigen Regeln musst du kennen

Ein Vermögen aufzubauen ist kein Ding der Unmöglichkeit. Dafür musst du nicht mit einem goldenen Löffel im Mund zur Welt gekommen sein. Es gibt drei Grundregeln, die du kennen und einhalten musst. Deine aktuelle finanzielle Lage spielt dabei nicht die entscheidende Rolle. Wichtiger ist, dass du mit der erforderlichen Disziplin ans Werk gehst. Dazu gehört ein starker Durchhaltewille und der richtige Umgang mit dem Geld. Gib es nicht vorschnell aus und stelle deine aktuellen Ausgaben auf den Prüfstand. Ein Vermögen aufzubauen, kann unkompliziert gelingen und dir nachhaltig Zinsgewinne einbringen. Wie das gelingt, liest du in unserem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt 3 Grundregeln, die du für den Aufbau eines Vermögens kennen musst
  • Wichtig sind das Ansparen und Zusammenhalten deines Geldes
  • So gut wie jeder kann etwas zur Seite legen und auf diese Weise Geld sparen
  • Um ein Ziel zu erreichen, brauchst du Ausdauer und Disziplin
  • Du brauchst eine Sparanlage, die zu deinen Vorstellungen passt

Die 3 Grundregeln für deinen Erfolg

Mit Erfolg ein eigenes Vermögen aufbauen, wer hat nicht schon einmal davon geträumt? In der Realität ist das sicher leichter gesagt als getan, aber es gibt Wege. Dabei sind 3 Regeln von entscheidender Bedeutung. Wenn du sie kennst und dein Verhalten in finanziellen Angelegenheiten danach ausrichtest, sollte deinem erfolgreichen Vermögensaufbau nichts mehr im Wege stehen.

1. Regel: Leg einen Teil deines Geldes zurück

Unter einem Vermögen werden Barmittel, also Geld sowie Werte verstanden, die sich in deinem Besitz befinden. Das kann vom Aktienpaket bis hin zu einem wertvollen Gemälde oder einer Immobilie alles sein, das du zu Geld machen kannst. Mit dem Vermögensaufbau beginnst du quasi bereits dann, wenn du den ersten Euro zur Seite legst. Von deinen Einnahmen muss regelmäßig etwas hängenbleiben. Zu einem Vermögen kommst du, indem du Geld anhäufst. Soweit die Theorie. Wie sieht es bei dir mit der Praxis aus? Wenn dir im Alltag zu wenig Geld zum Ansparen bleibt, solltest du dich mit deinen Ausgaben beschäftigen.

Betrachte zunächst die wiederkehrenden Kosten. Ganz gleich, wie viel oder wenig du verdienst: Dort lassen sich so gut wie immer Geldfresser finden und abstellen. Wenn du mit deinen Einnahmen bisher nur knapp über die Runden kommst, stell dir die richtigen Fragen. Benötigst Du eine Wohnung in der Größe oder könntest du nicht auch in einer kleineren leben, die dich weniger Miete kostet? Über einen Anbieterwechsel kannst du Geld beim Handy, Strom und Gas und Versicherungen sparen. Wenn du konsequent die günstigsten Tarife ausgewählt hast, überlege, wo du deinen Konsum einschränken kannst zum Beispiel bei Strom und Wasser.

Diese 4 Fragen musst du kennen

Gewöhne dir also an, künftig etwas von deinem Geld zurückzulegen. Bereits kleine Beträge stellen dabei einen Erfolg dar. Deine Fortschritte zeigen sich, wenn von Monat zu Monat dein Vermögen wächst. Daraus holst du dir die Motivation, dabeizubleiben und die Sparsumme kontinuierlich zu erhöhen. Mach dir von Anfang an folgende Dinge in Bezug auf deine Finanzen klar:

  • Wieviel von deinem Geld gibst du aus?
  • Für welche Dinge oder Leistungen geht dein Geld genau drauf?
  • Welche davon kannst du streichen?
  • Bist du bereit, konsequent dein Sparziel zu verfolgen, um langfristig ein Vermögen aufzubauen?

Neben deinen regelmäßigen Fixkosten solltest du auch alle Anderen unter die Lupe nehmen. Welche Ausgaben hast du beispielsweise für Lebensmitteleinkäufe, was kosten deine Freizeitaktivitäten oder Shopping-Touren? Mit einem Haushaltsbuch kannst du solche Kosten leicht überblicken. Stell dir die 4 Fragen und überlege, wie du bei solchen Posten in der Zukunft Geld sparen kannst. Findest du Einsparpotenzial, kannst du dieses Geld für deinen Vermögensaufbau zur Seite legen. Wenn du deine Kosten optimierst, muss das nicht automatisch gleichbedeutend sein mit Verzicht oder Geiz.

2. Regel: Halte dein Vermögen zusammen

Mach dir zur Gewohnheit, dein Geld zusammenzuhalten. Das ist zunächst das Wichtigste, damit du beim Vermögensaufbau vorankommst. Wenn du dir als Kind eine Spielkonsole oder ein neues Fahrrad gewünscht hast, hast du den Satz sicher schon damals gehört: „Wenn du das möchtest, musst du dafür sparen!“

Unsere 2. Grundregel sieht allerdings vor, dass du dir Geld zusammensparst und eben nicht wieder ausgibst. Dir werden Verlockungen und Reize begegnen, die du dir unter Umständen gönnen willst. Eine tolle Reise, ein schicker Mantel oder ein neues Auto. Erinnere dich an unsere 4. Frage:

Bist du bereit, konsequent dein Sparziel zu verfolgen, um langfristig ein Vermögen aufzubauen?

Kannst du widerstehen, um dein Vermögen aufzubauen? Davon solltest du so wenig wie möglich (oder viel besser: gar nichts!) verpulvern. Langfristig dient dieses Vorgehen einem bestimmten Zweck. Dazu erfährst du mehr im nächsten Aspekt zur dritten Regel.

Triff finanzielle Entscheidungen mit Vernunft und Bedacht

Wenn du für Job oder Familie ein Auto brauchst, führt daran kein Weg vorbei. Entscheide dabei aber vorrangig nach Wirtschaftlichkeit sowie dem Preis-/ Leistungs-Prinzip und verzichte auf unnötige Extras. Schulausflüge oder der Familienausflug ins Schwimmbad müssen trotz Sparwillens weiterhin drin sein.

Was dir hilft, um vernünftige Entscheidungen zu treffen ist, deine Ziele zu visualisieren. Wofür soll dein Vermögen dienen? Möchtest du deinen Ruhestand damit bestreiten oder ein Haus für dich und deine Familie kaufen? Wenn du dein Ziel klar vor Augen hast, kannst du priorisieren. Was ist dir mehr wert: mehrere Auslandsreisen im Jahr oder dein eigenes Haus in der Zukunft? Möchtest du deinen Lebensabend in Wohlstand verbringen oder kannst du im Rentenalter verzichten, um heute möglichst viele Freizeitaktivitäten zu genießen? Je nachdem wie deine Antworten auf diese Fragen ausfallen, kannst du absichtsvolle Finanzentscheidungen treffen.

3. Regel: Das Geld arbeiten lassen

Dein Vermögen soll sich nicht ausruhen, sondern arbeiten. Das bedeutet, dass es sich vermehrt und Erträge abwirft. Du benötigst eine Anlage, die gut zu dir und deinen Vorstellungen passt. Dabei gibt es einige Faustregeln, an die du dich halten kannst.

Das Bankkonto bringt dir nichts

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase rentieren sich klassische Kontomodelle nicht mehr. Das Girokonto bringt heutzutage kaum noch Zinserträge. Nicht viel besser steht es um ein Festgeld- oder Tagesgeldkonto als Anlageform. Dort bekommst du zwischen 1 und 2%, wenn du Glück hast. Damit wird ungefähr der Kaufkraftverlust ausgeglichen, mehr aber auch nicht. Wirst du zusätzlich noch mit Kontogebühren zur Kasse gebeten, machst du unterm Strich sogar noch ein Minusgeschäft.

Die Inflation frisst den Wert auf

Du erinnerst dich bestimmt noch an deine Kindheit: Was hat ein Päckchen Kaugummis damals gekostet und wie teuer ist es heute? Diese Entwicklung wird als Inflation bezeichnet. Das Geld verliert kontinuierlich an Wert. Im Jahr 2018 betrug die Inflationsrate in Deutschland 1,9%, im Vorjahr 1,8%. Damit du den Wert deines Vermögens vor diesem Verfall bewahrst, sollte die Verzinsung über diesem Wert liegen. Grundsätzlich gilt, dass deine Renditeaussichten mit dem Grad des Risikos steigen.

Dein gespartes Geld könntest du beispielsweise in einen börsengehandelten ETF (Exchange Traded Fonds) investieren. Dieser bietet in der Regel ein überschaubares Risiko, kostet kaum Gebühren und wirft dabei eine vernünftige Rendite ab (wenn du den Richtigen wählst). Idealerweise zahlst du monatlich dein Erspartes  in einen ETF-Sparplan ein, was du bei einigen Anbietern bereits ab 25 Euro machen kannst. Bevor du dich für eine Sparanlage entscheidest, gilt eine umfangreiche Beratung als A und O. Hilfreiche Tipps, wie du mit deiner Familie ein Vermögen ansparen kannst, findest du hier. Selbstverständlich kannst du dich auch als Single danach richten.

Der Zinseszins bringt dich weiter

Mit der Zeit muss deine Sparanlage spürbar Gewinn abwerfen. Diesen solltest du nicht anrühren. Schöpfst du jährlich deine Rendite ab, kann sie sich nicht weiter vermehren. Unterschätze diesen Zinseszins-Effekt auf keinen Fall. Zinsen bleiben auf deiner Geldanlage, um für dich an dem Ziel des Vermögensaufbaus mitzuarbeiten. Welchen Unterschied es macht, die Zinserträge in dem „Kreislauf“ zu belassen, zeigen wir dir in der untenstehenden Tabelle. Wir gehen von einem konstanten Zinsertrag von 5% aus. Dieser Wert ist in Bezug auf die Rendite eines ETFs noch konservativ gewählt. Aktuell lassen sich durchschnittlich 7% und mehr erwirtschaften. In unserem Rechenbeispiel gehen wir von einer Spardauer von 15 Jahren aus. Dein monatlicher Einsatz beträgt 50 Euro (600 Euro pro Jahr) über die komplette Phase deiner Vermögensbildung.

Zinsabschöpfungjährliche SparrateZinsertrag pro JahrVermögen nach 15 JahrenRendite insgesamt nach 15 Jahren
Ja600 Euro5%9.000 Euro3.192 Euro
Nein600 Euro5%13.295 Euro4.295 Euro

Belässt du die Zinserträge in der Sparanlage, erzielst du in unserer Beispielrechnung über die Jahre fast 4.300 Euro an Rendite. Ein solches Verfahren wird in der Finanzwelt als „thesaurierend“ bezeichnet. Gehst du dagegen nach jedem Jahr an die Zinsen, bekommst du weitaus weniger. Nach dem ersten Jahr hast du 600 Euro gespart, was dir durch die monatliche Zahlweise 16,13 Euro Rendite einbringt. Nach 2 Jahren hast du als Vermögen dann 1.200 Euro und 46,13 Euro an Zinsen, nach dem dritten Jahr kannst du einen Zinsertrag in Höhe von 76,13 Euro abschöpfen und so weiter. Das sind zwar auch konstant steigende Werte, aber die bringen dich nicht weiter. Du bist besser beraten, wenn du Zins und Zinseszins für dich arbeiten lässt. Damit erwirtschaftest du in den 15 Jahren über 1.100 Euro mehr.

Je höher deine Sparrate, desto höher die Rendite:

monatliche Sparratejährliche Sparratereal eingezahlter BetragZinsertrag pro JahrVermögen nach 15 JahrenRendite insgesamt nach 15 Jahren
100 Euro1.200 Euro18.000 Euro5%26.590 Euro8.590 Euro
150 Euro1.800 Euro27.000 Euro5%39.886 Euro12.886 Euro
250 Euro3.000 Euro45.000 Euro5%66.476 Euro21.476 Euro

Der perfekte Starttermin

Die 3 Grundregeln beim Vermögensaufbau kennst du jetzt. Leg etwas Geld beiseite, gib es nicht wieder aus und schick es für dich arbeiten. Natürlich musst du die optimale Anlageform finden und dir von Anfang an über Faktoren wie etwa Dauer, Risiko oder Zinsaussichten im Klaren sein. Meist bieten sich Finanzprodukte an, die langfristig angelegt werden. Dabei darfst du nicht die Geduld verlieren. Apropos Zeit: Den idealen Zeitpunkt, um mit dem Aufbau deines Vermögens anzufangen, gibt es. Er ist genau jetzt, wo du am Ende unseres Artikels angelangt bist. Setze dich jetzt hin, ordne deine Finanzen und fange an, Geld zu sparen.

Achtung: Viele Eltern machen Fehler beim Elterngeld!

Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.


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