Die besten Tipps für Ihren Urlaub mit Baby

Die erste schwere Phase ist überwunden und die frischgebackenen Eltern haben sich ihre Entspannung redlich verdient. Endlich wieder Urlaub! Aber was muss man beim Urlaub mit Baby beachten, damit nichts schief geht? Wir geben viele Tipps, wie die Auszeit zur schönsten Zeit des Jahres mit vielen schönen Erinnerungen wird.

Ein baby-taugliches Reiseziel wählen

Wer bisher ein Jet-Set Leben geführt hat und seine jährliche Fernreise nicht missen möchte, wird sich mit Baby kaum einschränken wollen. Mit guter Vorbereitung und etwas Glück kann auch dann alles glatt laufen.

In der Praxis hat sich jedoch bewährt, nach Zielen zu suchen, die nicht allzu weit entfernt sind. Wir empfehlen maximal 3 Stunden mit dem Auto, 2 Stunden im Flugzeug oder 4 Stunden mit der Bahn einzuplanen. Die kurze Anreise nimmt vieles vom Vorbereitungsstress. Länder mit geringem Infektionsrisiko eignen sich besser, als solche, in denen das Trinkwasser verschmutzt ist und Insekten gefährliche Krankheiten übertragen.

Ein mildes Klima und die gleiche Zeitzone sind ebenfalls babygerechter, als eine Reise im Winter in die Tropen. Wie wäre es für’s erste mit einer Fahrt an die Ost- oder Nordsee? Wer im Süden Deutschlands wohnt, findet auch dort tolle Reiseziele, die vielleicht nicht am Meer, aber zum Beispiel an einem malerischen See liegen. Je größer das Kind wird, desto weitere Sprünge können Sie machen.

Gemütlich planen und entspannt bleiben

Wenn Sie frühzeitig zu planen anfangen und sich keinen unnötigen Stress machen, reisen Sie entspannter. Und Ihre innere Ruhe vermittelt auch Ihrem Baby, dass alles in Ordnung ist.

Gehen Sie am besten alles gemütlicher an als sonst. Planen Sie genügend Pausen ein, wenn Sie mit dem Auto reisen. Starten Sie früher als sonst. Am besten fährt es sich nachts. Vermeiden Sie knapp bemessene Umstiegszeiten, wenn Sie mit Flugzeug oder Bahn unterwegs sind.

Vor Ort nehmen Sie sich am besten nicht allzu viel vor und machen Sie einen Bogen um typische Touristenmagneten. Genießen Sie Ihren Urlaub mit Baby lieber etwas abseits des Trubels und in der Geschwindigkeit, die Ihnen und Ihrem Baby gut tut. Die Nebensaison eignet sich dazu am besten. Und deutlich günstiger ist sie noch dazu. Wie Sie beim Familienurlaub richtig sparen können, erfahren Sie hier.

Ferienwohnung oder Familienhotel wählen

Natürlich können Sie in jedem Hotel absteigen, weil Ihr Baby außer Ihnen ja eigentlich nicht viel braucht. Allerdings ist es viel angenehmer, ein auf Familien ausgelegtes Hotel zu wählen. Denn dieses hält nicht nur die übliche Babyausstattung wie Wickeltisch, Windeleimer, Fläschchen-Sterilisator etc. parat.

Die meisten Familienhotels haben auch sehr kinder- und elternfreundliche Essenszeiten, halten verschiedene Milchpulver und Breie vor und niemand guckt komisch, wenn das Baby einmal schreit. Außerdem bieten viele, wenn gewünscht, eine Kinderbetreuung an. In der Hochsaison kann in einem solchen Hotel ganz schön viel los sein, daher empfiehlt sich auch hier die Nebensaison.

Wer es noch unabhängiger will, bucht eine Ferienwohnung. Dort muss man zwar selbst kochen und die Betten machen, ist aber sonst auch völlig frei in seiner Tagesgestaltung. Ein ganzer Tag im Bett? In der Ferienwohnung kein Problem.

Vergessen Sie übrigens nicht vor der Reise anzugeben, wenn Sie ein Kinderbett und / oder Huchstuhl benötigen!

Vorher über ärztliche Versorgung informieren

Dass Babys im Urlaub krank werden, kommt gar nicht so selten vor. Denn immerhin schlauchen Anreise, Zeitumstellung und sonstige Anpassung an die neue Umgebung Eltern und Baby. Gut wer da vorgesorgt hat und sich vorher über die ärztliche Versorgung vor Ort informiert hat. Vergessen Sie bei Reisen ins Ausland nicht zu fragen, ob die normale Krankenversicherung ausreicht oder ob Sie eine Auslandskrankenversicherung benötigen. Diese kostet bei kurzen Reisen auch nur kleines Geld.

Auch eine kleine Hausapotheke sollte beim Urlaub mit Baby mit ins Gepäck. Hier ein Vorschlag:

  • Fieberthermometer
  • Fieberzäpfchen- oder saft
  • Heilsalbe
  • Nasentropfen
  • Zahnungs-Mittelchen (Globuli oder Gel)

Kleiner Tipp: Wer sicherstellen will, dass das Baby nicht schon auf der Hinreise einen Infekt mitschleppt, sollte Krabbelgruppen und Besuche eine Woche vor Reiseantritt meiden. Auch der Einkaufswagen mit Kindersitz oder Spielecken in Restaurants sind dann tabu. Ganz vermeiden lässt sich eine Ansteckung vor den Ferien sicher nicht, aber zumindest kann man das Risiko etwas reduzieren.

Kinderreisepass nicht vergessen

In all der Vorfreude und den Vorbereitungen stellt so manche Mutter kurz vor der Abreise mit Erschrecken fest, dass auch ihr Baby bei der Ausreise aus Deutschland ein Ausweisdokument braucht. Jetzt noch einen Termin beim Bürgeramt zu ergattern, ist schwierig.

Seit dem 26. Juni 2012 reicht es nicht mehr aus, wenn das Kind im Pass der Mutter/des Vaters eingetragen ist. Auch die Geburtsurkunde genügt da nicht. Das Baby benötigt ein eigenes Ausweisdokument mit Foto.

Dies kann je nach Reiseziel ein Personalausweis, ein Kinderreisepass oder ein ePass (Reisepass mit Chip) sein. Informieren Sie sich am besten rechtzeitig, was genau Sie benötigen und wie lang die Bearbeitungszeit ist. Für die Beantragung muss das Kind anwesend sein. Des weiteren brauchen Sie:

  • ein eigenes Ausweisdokument
  • biometrische Fotos
  • die Geburtsurkunde des Kindes
  • eine Zustimmungserklärung des anderen Elternteils, wenn dieser nicht anwesend ist

Wer es komplett verschwitzt hat, kann an deutschen Flughäfen ein Passersatzdokument bekommen, das aber nur für das europäische Ausland gilt.

Rechtzeitig mit dem Packen anfangen

Jeder kennt das: man glaubt, fertig zu sein und plötzlich fällt einem siedend heißt ein, dass etwas Wichtiges vergessen wurde und noch besorgt werden muss, wie zum Beispiel UV-Schutz für das Baby. Machen Sie sich am besten schon 2-3 Wochen vor der Abreise eine Liste, in die Sie nach und nach alles eintragen, das Ihnen einfällt. Dann können Sie alle Dinge, die schon geschafft sind, abhaken und behalten den Überblick.

Wer Dinge stets auf den letzten Drücker erledigt, läuft Gefahr, dass noch etwas dazwischen kommt, das den zeitlichen Ablauf komplett durcheinanderbringt, wie zum Beispiel ein krankes Kind oder ein defektes Auto.

Steckdosensicherungen mitnehmen

Wer in ein Familienhotel reist, muss sich um Sicherheit meist keine Sorgen machen. Anders sieht es bei normalen Hotels und in Ferienwohnungen aus. Vielleicht entdeckt Ihr Baby gerade im Urlaub, dass sich die Welt krabbelnd viel besser erkunden lässt. Steckdosen sind dann auf einer gefährlichen Höhe. Am besten eignen sich natürlich Steckdosensicherungen, die sich leicht wieder entfernen lassen, wie diese bei Amazon.

Wenn Ihr Baby im Elternbett schläft, ist ein faltbarer Rausfallschutz eine gute Investition, sofern Sie denn mit dem Auto unterwegs sind. Ansonsten lassen sich auch Stühle mit ihren Lehnen am Bett platzieren. Mit der Reisetasche beschwert bieten Sie Ihrem Kind zumindest etwas Schutz.

Tupperdosen einpacken

Wenn Ihr Baby schon Beikost wie zum Beispiel frisches Obst oder Babywaffeln isst, sind wiederverschließbare Behältnisse gerade beim Urlaub mit Baby Gold wert und die Verpflegung unterwegs ist gesichert. Auch ein Obstschäler oder Obstmesser sind nützliche Utensilien vor Ort. Vorsicht, Messer dürfen nicht ins Handgepäck! Wenn Sie noch voll stillen, sorgen viele kleine Snacks auch auf Reisen für guten Milchfluss.

Übrigens ist es immer eine gute Idee, im Flugzeug bei Start und Landung (Aufstieg und Abstieg des Flugzeugs) zu stillen bzw. zu füttern. Das Schlucken sorgt dafür, dass der Druckausgleich in den Ohren besser gelingt und weniger Schmerzen beim Baby auftreten.

Genug Entertainment dabei haben

Ob im Auto, Flugzeug oder in der Bahn – die Anreise kann sich ganz schön ziehen. Da wird auch das entspannteste Kind nach einiger Zeit quengelig und der Urlaub mit Baby beginnt stressiger, als er müsste. Gut, wenn Sie für genug Ablenkung sorgen können, ohne dass Ihr Baby ungeeignete Filme gucken muss. Auf Reisen sollte Spielzeug so platzsparend wie möglich sein. Gut geeignet sind interessante Fühlbücher, bunte Rasselketten, der faltbare Skwish, und Pappbücher. Im Auto sorgt schon bei den Kleinsten baby-geeignete Musik für Entspannung und Freude.

Nicht alle Babys mögen sie, aber einige können sich stundenlang mit Musikspielzeug befassen. Passen Sie nur auf, dass Sie selbst nach ein paar Stunden deshalb nicht zum Nervenwrack werden 😉

Vergessen Sie auch nicht die vertraute Spieluhr, das Lieblings-Schmusetuch oder das aktuelle Kuscheltier der Wahl.

Den Rhythmus beibehalten

Babys sind am entspanntesten, wenn alles so vertraut wie möglich ist. Dass Babys die erste Nacht im Hotel unruhig schlafen, ist ganz normal. Immerhin müssen sie viel mehr verarbeiten, als uns eigentlich bewusst ist. Die vielen Eindrücke, die fremden Geräusche und Gerüche sind alles zusammen schon sehr viel für das kleine Hirn. Kommt dann noch eine Zeitverschiebung oder ein plötzlich völlig chaotischer Tagesablauf dazu, ist es bei vielen mit der Ruhe vorbei.

Versuchen Sie deshalb im Urlaub mit Baby die Schlaf-, Wach- und Fütterungszeiten, sofern vorhanden, so gut es geht beizubehalten. Desto länger wird Ihr Kind ohne zu quengeln durchhalten. Auch das Abendritual sollte möglichst genauso wie immer ablaufen. Spätestens nach 3 Tagen haben sich die meisten Kinder an die neuen Umstände gewöhnt.

Beim Urlaub mit Baby die pralle Sonne meiden

Wenn Sie dann endlich im Urlaubsort angekommen sind, denken Sie bitte immer daran, dass Babys unter einem Jahr nicht in die pralle Sonne gehören. Ihre Haut kann noch nicht ausreichend Melanin bilden, um sich zu schützen und trocknet schneller aus, als erwachsene Haut.

UV-Kleidung und selbst eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50+ schützt nicht genug vor den schädlichen Strahlen. Auch die gängige Strandmuschel und der Sonnenschirm sind nicht ausreichend.

Am besten fahren Sie, wenn Sie die Zeiten mit der intensivsten Sonne komplett meiden. Vor 10 Uhr morgens und nach 16 Uhr am Nachmittag ist die Strahlung weniger intensiv. Aber auch dann und selbst im Schatten sollte Ihr Baby eingecremt sein. Dies gilt übrigens auch für das Gebirge. Wasser verstärkt die Sonneneinstrahlung zusätzlich.

Fazit

Kinder brauchen nicht viel zum Glücklichsein, so lange ihre Familie entspannt und gut gelaunt an ihrer Seite ist. Wer beim ersten Urlaub mit Baby ein paar Dinge beachtet, erlebt bestimmt eine wunderschöne Familienzeit mit unvergesslichen Momenten. Wir wünschen gute Erholung!

Haben Sie noch eine Frage zum Thema „Urlaub mit Baby“ oder den ultimativen Tipp für junge Eltern? Dann schreiben Sie uns gern einen Kommentar!

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