Taschengeldtabelle 2017: So viel Taschengeld für Kinder ist angemessen

Taschengeld ist für die Entwicklung und die Erziehung sehr wichtig. Zum einen haben Kinder die Gelegenheit, den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Geld zu lernen und zum anderen finden sich Kinder, die Taschengeld bekommen haben, später besser im Leben zurecht. Dennoch schwebt die Frage im Raum, wie viel Taschengeld für Ihr Kind eigentlich angemessen ist. Die aktuelle Taschengeldtabelle 2017 beruht auf den Angaben des Jugendamts, die allen Eltern eine erste Orientierung gibt, und vermeiden möchte, weder zu viel noch zu wenig Geld auszuzahlen.

Wann sollten Eltern mit Taschengeld anfangen?

Sinnvoll ist es, ab einem Alter von 4-5 Jahren mit dem ersten Taschengeld und mit ein paar Cent in der Woche zu starten. Werden Kinder älter, sollten sie mehr Taschengeld bekommen. Nicht nur die Bedürfnisse steigen mit dem Alter, sondern auch die Herausforderungen im sozialen Umfeld. Gerade wenn Kinder in die weiterführenden Schulen gehen, werden sie mit vielen neuen Einflüssen konfrontiert. Hier nutzen Kinder das Taschengeld für Magazine, Naschereien, Snacks oder für kleine Überraschungen.

Aufgepasst: Die folgenden Empfehlungen eignen sich eigentlich nur für Kinder und Jugendliche, bis diese selbst beginnen, ihr eigenes Geld zu verdienen.

AlterTaschengeld
4-5 Jahre0,50 € in der Woche
6-7 Jahre1,50 - 2,00 € in der Woche
8-9 Jahre2,00 - 3,00 € in der Woche

Taschengeld pro Woche oder pro Monat?

Die Entscheidung fällt in Bezug auf das Alter. Im Grunde genommen ist es nicht sinnvoll, mit Kleinkindern und Grundschulkindern mit monatlichen Zahlungen einzusteigen. Der Abstand zwischen den Zahlungen ist noch viel zu groß. Im Alter von 4 bis 9 Jahren können Kinder dies einfach noch nicht abschätzen.

Auch das Jugendamt rät laut Taschengeldtabelle 2017 zu einer wöchentlichen Auszahlung. Werden die Kinder älter und gehen auf die weiterführenden Schulen, sollte das Taschengeld monatlich ausgezahlt werden. Auf diese Weise lernen die Schüler, sich das Geld über dem Monat hinweg einzuteilen und können ihre Anschaffungen besser kontrollieren.

Wie viel Taschengeld für Jugendliche?

AlterTaschengeld pro Monat
10-11 Jahre13,00 - 16,00 €
12 - 13 Jahre18,00 - 22,00 €
14 - 15 Jahre25,00 - 30,00 €
16 - 17 Jahre35,00 - 45,00 €
Ab 18 Jahren70,00 €

In unserer Übersicht „Heimarbeit: die 10 besten Arbeiten von Zuhause aus“ finden sich auch Ideen, die Jugendliche wahrnehmen können.

Weniger Taschengeld bei mehr Kindern in der Familie?

Tatsächlich orientiert sich die Höhe des Taschengeldes für die Kinder an deren Anzahl innerhalb der Familie. Gerade Familien mit mehreren Kindern sind oftmals nicht in der Lage, die oberen Kindergeldsätze zu zahlen. Das mag auch ein Grund sein, warum das Jugendamt eine Spanne veröffentlicht hat, wie zum Beispiel 13 bis 16 Euro für alle 10- bis 11-Jährigen. Wir wollen mit der Taschengeldtabelle 2017 allen Eltern lediglich eine erste Leitlinie liefern.

Mehr Taschengeld zahlen?

Sie werden es bestimmt schon mehr als einmal erlebt haben. Sie haben am Montag das Taschengeld ausgezahlt und schon nach einer Woche steht Ihr Kind mit bettelnden Blicken und dem Wunsch nach einem Vorschuss vor Ihnen. Sie stellen sich dem natürlichen Lerneffekt entgegen, wenn Sie immer wieder schwach werden. Versuchen Sie die Werte einzuhalten und sich möglichst an den Vorgaben der Tabelle zu orientieren.

Ab wann ein Sparkonto für Kinder eröffnen?

Es ist zumeist nicht damit getan, einfach nur Taschengeld auszuzahlen. Bieten Sie Ihren Kindern eine Hilfestellung, wie zum Beispiel durch

  • das klassische Sparschwein,
  • einen kleinen Tresor und
  • ein Sparkonto.

Daraus ergibt sich der Lerneffekt, nicht immer sofort ihr Geld auszugeben, sondern es für spätere, größere Anschaffungen zu sparen. Mittlerweile gibt es wirklich praktische Tagesgeldkonten speziell für Kinder oder Jugendsparbücher, die in zahlreichen Hausbanken zu günstigen Tarifen angeboten werden – insbesondere, wenn die Eltern dort schon Kunde sind.

Wann ein Girokonto für Kinder eröffnen?

Im Prinzip bieten die Banken für Jugendliche ab 14 Jahren ein Jugendgirokonto. Das ist eine sichere und praktische Möglichkeit, einen Einblick in die Buchführung und die Vorgehensweise mit Geldern zu bekommen.

Keine Sorge, Ihre Kinder können sich nicht verschulden, da es für Minderjährige niemals einen Dispo Kredit gibt. Ist das Geld auf dem Konto aufgebraucht, wird auch kein Bargeld aus dem Automaten in der Hand Ihres Kindes landen. Eine bittere Einsicht, die Jugendliche lernen müssen.

Taschengeld ist keine Strafe

Ist die Höhe des Taschengelds erst einmal festgelegt, sollten Sie niemals davon abweichen. Im Falle von Fehlverhalten oder schlechten Schulnoten dürfen Sie das das Taschengeld niemals streichen oder reduzieren. Demgegenüber ist Taschengeld auch keine adäquate Belohnung für gute Leistungen. Denn so wirken Sie eigentlich dem Lerneffekt, mit Geld umzugehen entgegen.

Für was Kinder Taschengeld nutzen?

Viele Eltern fragen sich, was in den Bereich des Taschengeldes fällt und was sie den Kindern finanzieren. Tatsächlich werden je nach Abhängigkeit von der Höhe des Taschengeldes kleinere Anschaffungen, wie

  • Süßigkeiten,
  • Magazine und Zeitschriften aber auch
  • Spielsachen bezahlt.

Es geht vollkommen in Ordnung, selbst einen Besuch im Zoo oder im Kino vom Taschengeld zu bezahlen. Jedoch gehören nie die alltäglichen Ausgaben, wie zum Beispiel die Schulsachen oder die Ernährung in den Bereich für das Taschengeld.

Klare Regeln für das Taschengeld definieren

  • Feste und regelmäßige Termine für die Taschengeld-Auszahlung einplanen und unbedingt einhalten.
  • Taschengeld freiwillig auszahlen. Kinder sollten niemals betteln müssen.
  • Das Taschengeld nie an bestimmte Bedingungen binden.
  • Gute Noten, schlechte Noten oder Fehlverhalten haben keine Auswirkung auf die Höhe des Taschengeldes.
  • Mit Kindern offen über den Umgang mit Geld reden, ohne zum Moralapostel zu mutieren.
  • Zu Eigenverantwortung anhalten.
  • Eltern sollten sich niemals auf einen Vorschuss oder einen Kredit einlassen. Kinder können sich daran nur zu schnell gewöhnen.

Offizielle Empfehlungen zum Taschengeld: Training fürs Leben

Auch das deutsche Jugendinstitut rät zum Taschengeld, um besonders frühzeitige Erfahrungen mit dem Umgang mit dem Geld zu machen. Darüber hinaus gibt es Empfehlungen für ein Budgetgeld, das zusätzlich zum Taschengeld zur Verfügung gestellt wird.

Dennoch sollte hier eine konsequente Trennung eingehalten werden. Das Taschengeld ist für die kindlichen Ausgaben vorgesehen. Wohingegen das Budgetgeld zum Beispiel für Kleidung und außerplanmäßige Anschaffungen zur Verfügung steht. Um das passende Budgetgeld einzukalkulieren, sollten Sie einfach notieren, welche anfallenden Kosten zum Beispiel innerhalb der letzten drei Monaten auf Sie zugekommen sind. Ab 14 Jahren ist es sogar sinnvoll, die Kinder selbst bei den Ausgaben für das Budgetgeld mit einzubeziehen.

Sie suchen den Austausch mit anderen Müttern? In unserer Facebook-Gruppe für Schwangere & Mütter können Sie sich über diese und weitere Themen austauschen und erhalten Hilfe von anderen Müttern.


Bitte bewerten Sie diesen Beitrag: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 3,58 von 5 Sternen - Insgesamt 99 Bewertungen
Loading...

Ähnliche Beiträge Mehr von diesem Autor

3 Kommentare

  1. Eveline Lenz sagt

    Hallo ich bin 17 und bekomme 25€ im Monat aber das ist echt zu wenig und ich wollte fragen wie ich meine Eltern überreden kann das ich mehr bekomme habt ihr Tipps für mich?

    1. Helferlein22 sagt

      Hallo Eveline,

      vorerst keine ich weder die persönliche noch die finanzielle Situation innerhalb deiner Familie. Dennoch kann ich dir nur raten dich auf die Suche nach einem Nebenverdienst zu machen. Du bist in einem Alter in dem es dir leicht fallen sollte, finanziell in bestimmten Bereichen, nicht mehr abhängig von deinen Eltern zu sein. Angebote für Schüler und Studierende gibt es bei Weitem genug.
      Ein paar Anregungen: Zeitungen austragen (vielleicht bist du dafür schon zu alt), Flyer verteilen, Job im Supermarkt, Hunde sitten, Baby sitten, Feldarbeit, Inventurhilfe, und und und…

  2. dietrich müller sagt

    Hi Eveline! Ich habe zurzeit mit 10 Jahren und 10€ im Monat das selbe problem. Aber falls ihr ein rasen habt könntest du ihn vielleicht 1-2 mal die Woche als mini-job mähen. Fenster putzen geht auch gut.

Diesen Beitrag kommentieren

Hinweis: Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.