Wie du dir mit einem Trick 4% Zinsen vom Finanzamt sicherst

In Niedrigzinsphasen ist es gar nicht so einfach, sichere Anlageprodukte mit einer hohen Rendite zu finden. Wir stellen dir an dieser Stelle einen Trick vor, mit dem du dir ganz sicher 4% Rendite sichern kannst – ohne Risiko.

Das Geld holst du dir in diesem Fall vom Finanzamt auf einem völlig legalen Weg. Voraussetzung ist, dass du bisher keine Steuererklärung abgegeben hast und dies nun freiwillig tust. Bis zu 4 Jahre rückwirkend nach Ablauf des jeweiligen Steuerjahres (das endet immer am 31.12.) kannst du die freiwillige Steuererklärung noch abgeben. Sie nennt sich auch Antragsveranlagung. Das lohnt sich fast immer – in 9 von 10 Fällen gibt es vom Finanzamt Geld zurück, wenn du Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit hattest. Das liegt daran, dass der Arbeitgeber zwar die Lohnsteuer an das Finanzamt abführt, du selbst jedoch dafür zuständig bist, deine individuellen Ausgaben zu melden, wenn du diese steuermindernd ansetzen willst. Dazu gehören zum Beispiel Fahrtkosten, Arbeitszimmer, Computer oder auch haushaltsnahe Dienstleistungen. Vielen ist das zu viel Aufwand (obwohl es das eigentlich nicht ist).

Die Rückerstattung liegt durchschnittlich bei 935 Euro – das ist eine Summe, bei der man schonmal die Abgabe der Steuererklärung in Betracht ziehen kann. Besonders spannend ist es, wenn du bisher noch keine Steuererklärung eingereicht hast und dies nun freiwillig tust. Du kannst dir nämlich dann zunächst einmal für 4 Jahre rückwirkend Geld vom Staat zurückholen und profitierst noch von einer Verzinsung von satten 4%! Warum? Das Finanzamt ist verpflichtet, die Rückerstattung mit monatlich 0,5% ab dem 15. Monat zu verzinsen. Das bedeutet Monat 15 bis Monat 48 wird verzinst (34 Monate zu je 0,5% = 17%). 17% für 4 Jahre sind 41 + 17% – 1 = 41,17 – 1 = 1,04 – 1 = 4%.

Ganz wichtig: Nach 4 Jahren verfallen die Ansprüche. Wenn du also für das Steuerjahr 2015 eine Steuererklärung abgeben möchtest, solltest du das spätestens im Dezember 2019 tun.

Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.


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