Rentenrechner: Rente berechnen in 2 Minuten

Rentenrechner: In 2 Minuten Rente berechnen

Die gesetzliche Rente wird für jüngere Menschen als alleinige Altersvorsorge nicht mehr ausreichen, eine zusätzliche private Absicherung ist in jedem Fall empfehlenswert. Wie viel Sie zusätzlich investieren müssen, um den Ihren Lebensstandard auch im Alter zu halten, können Sie mit unserem Rentenschätzer schnell und einfach berechnen. Die Werte aus unserem Rentenrechner sind Näherungswerte, sie geben Ihnen einen ersten Überblick über die zu erwartende gesetzliche Rente. Dabei arbeitet der Rentenrechner stark vereinfachend. Wir gehen davon aus, dass Sie bis zum Erreichen Ihres Rentenalters immer denselben Beitrag in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, zudem berücksichtigt der Rechner keine späteren Rentensteigerungen. Dennoch bietet der Rentenschätzer einen ersten Überblick, mit welchen gesetzlichen Leistungen Sie im Alter rechnen können.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre spätere gesetzliche Rente möglichst exakt berechnen, welche Voraussetzungen für die Rentenzahlung gelten und wann Sie frühestens in Rente gehen können. Wir beleuchten zudem, welche weiteren Rentenarten von der gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden und wie hoch diese im Vergleich zur normalen Altersrente ausfallen.

Ihre spätere Rente genau berechnen – die (vereinfachte) Formel zur Rentenberechnung

Die Formel zur Rentenberechnung für die Altersrente ist prinzipiell recht einfach. Die spätere gesetzliche Rente berechnet sich wie folgt:


Gesammelte Rentenpunkte x aktueller Rentenwert = Monatliche Rente


Rentenpunkte Übersicht

Ihre gesammelten Rentenpunkte finden Sie in der Rentenübersicht, die Sie einmal pro Jahr von der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Sie erhalten einen Entgeltpunkt, wenn Sie als Arbeitnehmer in einem Jahr genau das Durchschnittseinkommen aller Deutschen verdienen. Der Wert für 2017 liegt bei 37.103 Euro.

Häufig wird in diesem Zusammenhang auch noch ein zweiter Wert genannt, das Durchschnittseinkommen für die neuen Bundesländer. Dieser Wert wird aber rein rechnerisch ermittelt, solange es noch Unterschiede im Lohnniveau zwischen der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik gibt. Der Wert für 2017 liegt bei 33.148 Euro, der Hochrechnungsfaktor dafür liegt bei 1,1193. Das bedeutet, dass 33.148 Euro Einkommen in den neuen Bundesländern 37.103 Euro Einkommen in den alten Bundesländern entsprechen (33.148 Euro x 1,1193 = 37.103 Euro).

Der Rentenwert wird in jedem Jahr neu festgelegt und orientiert sich an der Gehaltsentwicklung der Arbeitnehmer. Seit dem 01.07.2017 beträgt der Wert in den alten Bundesländern 31,03 Euro und in den neuen Bundesländern 29,69 Euro. Die beiden Werte gleichen sich langfristig immer weiter an, sodass in einigen Jahren keine separaten Werte mehr erforderlich sind.

Häufig wird in diesem Zusammenhang auch noch ein zweiter Wert genannt, das Durchschnittseinkommen für die neuen Bundesländer. Dieser Wert wird aber rein rechnerisch ermittelt, solange es noch Unterschiede im Lohnniveau zwischen der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik gibt. Der Wert für 2017 liegt bei 33.148 Euro, der Hochrechnungsfaktor dafür liegt bei 1,1193. Das bedeutet, dass 33.148 Euro Einkommen in den neuen Bundesländern 37.103 Euro Einkommen in den alten Bundesländern entsprechen (33.148 Euro x 1,1193 = 37.103 Euro).

Der Rentenwert wird in jedem Jahr neu festgelegt und orientiert sich an der Gehaltsentwicklung der Arbeitnehmer. Seit dem 01.07.2017 beträgt der Wert in den alten Bundesländern 31,03 Euro und in den neuen Bundesländern 29,69 Euro. Die beiden Werte gleichen sich langfristig immer weiter an, sodass in einigen Jahren keine separaten Werte mehr erforderlich sind.

Berechnungsbeispiel:

Herr Mayer hat während seines Erwerbslebens insgesamt 35,87 Erwerbspunkte gesammelt und geht nun mit Erreichen der Altersgrenze in den alten Bundesländern in Rente. Seine Rente berechnet sich wie folgt:

35,87 Erwerbspunkte x 31,03 Euro = 1.113,05 Euro monatliche Rente

Herr Mayer bekommt also 1.113,05 Euro monatliche Rente, von der aber noch Sozialabgaben und Steuern abgehen. Seine monatliche Nettorente wird also etwas darunter liegen.

Zur exakten Berechnung – die vollständige Rentenformel

Die vereinfachte Formel ist für die Berechnung der normalen Altersrente vollkommen ausreichend und ermöglicht Ihnen eine recht exakte Schätzung der späteren Altersrente. Es gibt allerdings noch einige Besonderheiten, die bei speziellen Rentenformen zum Tragen kommen. Die vollständige Formel lautet:


Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x Rentenartfaktor x aktueller Rentenwert in Euro = Monatliche Rente


Die Entgeltpunkte und der aktuelle Rentenwert sind bereits aus der vereinfachten Formel bekannt. Der Zugangsfaktor und der Rentenartfaktor entsprechen bei einer Regelaltersrente immer 1,0 und können deswegen aus der vereinfachten Formel gestrichen werden. Zugangsfaktor und Rentenartfaktor werden immer dann interessant, wenn Sie keine Regelaltersrente erhalten, sondern früher oder später in Rente gehen.

Wenn Sie vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gehen möchten, ohne dass Sie eine spezielle Form der Rente in Anspruch nehmen (zum Beispiel: Altersrente für langjährig Versicherte oder die Altersrente für besonders langjährig Versicherte), reduziert sich Ihre monatliche Rentenzahlung. Für jeden Monat, den Sie früher in Rente gehen, vermindert sich Ihre Rentenzahlung um 0,3%. Gehen Sie ein Jahr früher in Rente, müssen Sie mit 3,6% Abzug kalkulieren. Maximal dürfen Sie fünf Jahre eher in Rente gehen, Ihre monatliche Rente reduziert sich dann um 14,4%. Diese Reduzierung gilt ein Leben lang und wird nicht aufgehoben, wenn Sie die reguläre Altersgrenze erreichen. Die Reduzierung wird über den Zugangsfaktor gesteuert. Pro Monat reduziert er sich um 0,003. Wenn Sie ein Jahr vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gehen, beträgt Ihr Zugangsfaktor 0,964.

Der Rentenartfaktor ist bei allen Renten, die wegen Alters gezahlt werden, 1,0. Für bestimmte Rentenarten liegt er aber darunter. Zu diesen Rentenarten gehören zum Beispiel die kleine und große Witwen- beziehungsweise Witwerrente, Waisenrente und Renten wegen teilweiser Erwerbsunfähigkeit. Die Rentenartfaktoren für diese Rentenarten sind derzeit wie folgt definiert:

  • kleine Witwen- bzw. Witwerrente: 0,25
  • große Witwen- bzw. Witwerrente: 0,55
  • teilweise Erwerbsunfähigkeit: 0,5
  • Halbwaisenrente: 0,1
  • Vollwaisenrente: 0,2

Bei Witwen- und Witwerrenten gibt es die Besonderheit, dass die Rente in den ersten drei Kalendermonaten nach dem Tod des Versicherten mit dem Rentenartfaktor 1,0 ausgestattet sind und damit eine Rentenzahlung in voller Höhe erfolgt. Erst danach wird der Faktor abgesenkt.

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ich eine gesetzliche Rente erhalte?

Damit Sie Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten können, müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen. Dabei sind insbesondere Wartezeiten zu beachten, die je nach Art der Rente unterschiedlich ausfallen können:

  • 5 Jahre Wartezeit: Regelaltersrente, Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, Hinterbliebenenrenten
  • 35 Jahre Wartezeit: Altersrente für langjährig Versicherte, Altersrente für Schwerbehinderte
  • 45 Jahre Wartezeit: Altersrente für besonders langjährig Versicherte

Diese Wartezeiten müssen allerdings nicht ausschließlich mit Pflichtbeitragszeiten gefüllt werden. Sie müssen nicht während der gesamten Zeit als Arbeitnehmer in einem Betrieb gearbeitet haben. Neben den Pflichtbeitragszeiten werden Ersatzzeiten, Anrechnungszeiten und Berücksichtigungszeiten für die Gesamtdauer der Wartezeit berücksichtigt.

Was sind Anrechnungszeiten, Berücksichtigungszeiten und Ersatzzeiten?

Ersatzzeiten haben heute in den meisten Fällen keine Relevanz mehr. Sie wurden für bestimmte Geschehnisse eingeführt. Ersatzzeiten werden berücksichtigt, wenn Rentner im Ersten oder Zweiten Weltkrieg im Kriegsdienst standen, sie durch den Nationalsozialismus verfolgt wurden, in Kriegsgefangenschaft gerieten oder politische Häftlinge in der DDR waren. Relevanter sind Berücksichtigungszeiten und Anrechnungszeiten. Berücksichtigungszeiten sind Zeiträume, in denen ein Kind erzogen wird. Im Regelfall dauert diese Zeit von der Geburt des Kindes bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres. Der Zeitraum wird auch die Wartezeiten der meisten Altersrenten angerechnet. Zusätzlich zu den Berücksichtigungszeiten werden für Kinder auch sogenannte Kindererziehungszeiten gutgeschrieben. Dabei werden nur die ersten drei Lebensjahre des Kindes berücksichtigt und die Person, die das Kind hauptsächlich erzogen hat, bekommt für diese drei Jahre jeweils einen Entgeltpunkt gutgeschrieben. Eine Beitragszahlung ist dafür nicht erforderlich.

Zu den Anrechnungszeiten gehören zum Beispiel folgende Zeiten:

  • Arbeitslosigkeit (soweit keine Pflichtmitgliedschaft)
  • Arbeitslosengeld II – Bezug
  • Ausbildungszeiten zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr

Die Anrechnungszeiten werden vor allem bei der Erfüllung der Wartezeiten berücksichtigt, sie wirken sich in der Regel nicht mehr rentensteigend aus.

Kann ich meine zu erwartende Rente genau erfahren?

Versicherte bei der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten ab dem 27. Lebensjahr einmal jährlich eine Versicherungsübersicht, in der die bisherigen Beiträge und die zu erwartende Rente aufgeführt sind. Ab dem 54. Lebensjahr erhalten Versicherte alle drei Jahre eine Renteninformation, die mehr Informationen enthält. Zusätzlich können Sie jederzeit Kontakt mit dem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung aufnehmen und dort exakte Informationen abfragen. Dort erhalten Sie auch einen Kontenverlauf, in dem die jeweiligen Beitragszeiten aufgeführt sind. Fehlen dort zum Beispiel Berücksichtigungs- oder Anrechnungszeiten, können Sie diese mithilfe von geeigneten Belegen nachweisen und dann zusätzlich berücksichtigen lassen.

Meine gesetzliche Rente reicht nicht – und nun?

Wenn Sie das erste Mal Ihre zu erwartende Rente berechnen, sind Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit verunsichert. Die Höhe der Rentenzahlung ist nicht wirklich ausreichend, um Ihren Lebensstandard im Alter auch nur annähernd zu halten. Selbst wenn Sie davon ausgehen, dass Sie im Rentenbezug geringere Kosten haben, ist die Rente oftmals zu niedrig. Eine private Vorsorge ist also zusätzlich empfehlenswert. Welche Art der privaten Altersvorsorge für Sie relevant ist, hängt von der Höhe der zu erwartenden gesetzlichen Rente, Ihrer Tätigkeit und Ihren finanziellen Möglichkeiten ab. Als Arbeitnehmer sind zum Beispiel die betriebliche Altersvorsorge über Ihren Arbeitgeber und die Riester-Rente als geförderte Sparformen mit Steuervorteilen und staatlichen Zulagen interessant. Selbstständige können mit einer Rürup-Rente oder Basisrente von hohen Steuervorteilen profitieren. Daneben gibt es auch noch flexible Sparformen, mit denen Sie jederzeit Zugriff auf Ihr Kapital erhalten und nur geringe Verwaltungskosten in Kauf nehmen müssen wie den Fondssparplan.

Auch die Schaffung von Immobilieneigentum kann sich zur zusätzlichen Altersvorsorge lohnen. Wenn Sie in einer eigenen Immobilie wohnen, müssen Sie im Alter keine Miete mehr bezahlen. Umsonst wohnen Sie aber auch in einem Eigenheim nicht, da regelmäßig Kosten für Renovierungen und Sanierungen anfallen, die von Ihnen getragen werden müssen und natürlich auch die Nebenkosten weiterhin bestehen.

Neben der Altersrente gibt es in der gesetzlichen Rentenversicherung noch weitere Rentenarten, die ausgezahlt werden. Die Erwerbsunfähigkeitsrente wird gezahlt, wenn Sie durch eine oder mehrere Erkrankungen nicht mehr in der Lage sind, eine beliebige Tätigkeit für mehr als drei Stunden auszuüben. Die Rentenzahlung ist aber in vielen Fällen nicht hoch genug, um die Einkommenseinbußen ausreichend abzusichern. Ergänzend bietet sich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung an, die einkommensgerecht abgeschlossen werden kann.

Zur Hinterbliebenenvorsorge bietet sich zusätzlich zur gesetzlichen Absicherung eine Risikolebensversicherung an. Diese zahlt eine einmalige Summe, falls die versicherten Personen innerhalb der Vertragslaufzeit versterben sollten. Bei der richtigen Vertragskonstellation fallen für Leistungen aus der Risikolebensversicherung keine Steuerzahlungen an, während die Rentenzahlungen der gesetzlichen Rentenversicherung generell versteuert werden müssen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie genau ist der Rentenrechner?

Unser Rentenrechner bietet Ihnen eine erste Rentenschätzung. Aufgrund einer Vielzahl von Faktoren, die sich auf die gesetzliche Rente auswirken, können wir Ihnen leider keine exakte Berechnung zur Verfügung stellen. Sie erhalten aber in jedem Fall einen groben Überblick und sehen so, ob und in welcher Höhe Sie zusätzlich privat vorsorgen sollten.

Warum gibt es eine vereinfachte und eine normale Rentenformel?

Die vereinfachte Formel ist für die Berechnung der normalen Regelaltersrente geeignet. Die zusätzlichen Variablen, die in der normalen Formel eingesetzt werden, entsprechen jeweils dem Faktor 1,0 und können deswegen für eine einfachere Berechnung gestrichen werden. Die zusätzlichen Faktoren werden nur bei vorzeitigen Rentenleistungen und bei Leistungen, die nicht aufgrund des Alters gezahlt werden, benötigt.

Kann ich auch freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen?

Unter bestimmten Voraussetzungen sind freiwillige Zahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung möglich. Sinnvoll ist das, wenn Ihnen nur wenige Monate zur Erfüllung einer bestimmten Wartezeit fehlen oder wenn Sie höhere Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten wollen. Informationen zur freiwilligen Beitragszahlung erhalten Sie direkt bei der deutschen Rentenversicherung.

Warum ist meine gesetzliche Rente so niedrig?

Die gesetzliche Rentenversicherung ist schon heute als alleinige Altersvorsorge nicht mehr ausreichend. Das durchschnittliche Rentenniveau soll bis auf einen Wert von 43% des letzten Gehalts sinken. Ohne eine zusätzliche Vorsorge droht so im schlimmsten Fall Altersarmut. Das Absinken des Rentenniveaus hat mit dem demografischen Wandel zu tun. Immer weniger Erwerbstätige müssen die Rentenzahlungen für Rentner erwirtschaften.

Wie sorge ich am besten privat für das Alter vor?

Eine zusätzliche Vorsorge ist auf viele Arten möglich. Grundsätzlich empfehlenswert sind Versorgeverträge, bei denen der Staat Steuervorteile oder sogar staatliche Zulagen gewährt. Die optimale Altersvorsorge ist aber immer von Ihrer individuellen Situation abhängig. Es gibt kein Produkt, das in allen denkbaren Fällen geeignet ist. Hier auf elterngeld.de stellen wir Ihnen alle gängigen und empfehlenswerten Formen vor.

Haben Sie weitere Fragen zu unserem Rentenrechner oder dem Rente berechnen? Dann schreiben Sie sie uns in die Kommentare!


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