Mit gebrauchter Babykleidung mehrere hundert Euro sparen

Babys wachsen schnell, sehr schnell. Dazu kommen die Unmengen an Kleidung, die gebraucht werden, weil Babys nun einmal spucken und ab und zu die Windeln überlaufen. Damit das Baby immer etwas zum Anziehen hat, stapeln sich in kürzester Zeit zu klein gewordene Teile. Das geht ganz schön ins Geld. Wie Sie mit gebrauchter Babykleidung clever sparen können, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gebrauchte Babykleidung bietet gegenüber neuer Ware etliche Vorteile
  • Sie bekommen sie umsonst im Bekanntenkreis, günstig im Internet und noch günstiger auf Kinder-Flohmärkten.
  • Mittlerweile lässt sich Babykleidung auch bequem mieten.
  • Gute erhaltene, gebrauchte Kleidung können Sie im Internet, in Second-Hand-Läden und auf dem Kinderflohmarkt gut weiterverkaufen.
  • Wenn Sie hochwertige Kleidung von gefragten Marken gekauft haben, dürfen Sie mit einem guten Wiederverkaufswert rechnen.
  • Übrig gebliebene Babykleidung können Sie spenden.

Vorteile von gebrauchter Kleidung

Alles immer neu kaufen? Davon halten wir nicht viel. Denn wenn es um Second Hand Kleidung geht, fallen uns eigentlich nur Vorteile ein. Aber sehen Sie selbst:

  • Geringe Kosten
    Gebrauchte Babykleidung kostet nur einen Bruchteil von dem, was Sie im Laden für neue Kleidung ausgeben müssten. So können Sie für den Preis eines neuen Stückes gleich mehrere gebrauchte erwerben.
  • Kaum Schadstoffbelastung
    Da gebrauchte Kleidung oft gewaschen wurde, sind alle Chemikalien, die dem Baby bei neuer Kleidung schaden könnten, schon heraus gewaschen.
  • Geringe Abnutzung
    Babykleidung, die weiterverkauft wird, ist anders als Kleidung für Kleinkinder meist kaum getragen. Bodys und Strampler mit Spuckflecken werden nur selten angeboten. Und wenn, kann man sie anhand der Fotos noch vor dem Kauf identifizieren.
  • Gute Qualität
    Kleidung, die nach mehrmaligem Tragen immer noch verkauft werden kann, ist meist von besserer Qualität, als die Billigmarken, die es beim Discounter neu zu kaufen gibt. Wer gebraucht kauft und sich ein wenig auskennt, kann manchmal hochwertige Kleidungsstücke zu wahren Schnäppchenpreisen ergattern.
  • Ein Beitrag zum Umweltschutz
    Die Unmengen von neu produzierter Ware, die meist dazu mit giftigen Farben gefärbt und mit Chemikalien gegen das Schimmeln behandelt wird, belasten unsere Umwelt enorm. Auch die Entsorgung nicht mehr benötigter Kleidung wird immer mehr zum Problem. Viel besser ist es da doch, wenn gut erhaltene Kleidungsstücke einfach so lange weitergegeben wird, bis sie wirklich abgetragen ist.
  • Riesige Auswahl
    Ob auf dem Markt, im Laden oder im Internet – mittlerweile gibt es eine Menge Möglichkeiten, gebrauchte Babykleidung günstig zu erwerben. Wer online kauft und ein bestimmtes Kleidungsstück sucht, bekommt anders als im Laden viele verschiedene Marken und Preise präsentiert.

Beim Kauf von Babykleidung sparen

Wenn Sie nichts gegen gebrauchte Baby- oder Kinderkleidung haben, werden Sie vom riesigen Angebot gut erhaltener und hübscher Kleidung begeistert sein. Sie müssen nur wissen, wo Sie gucken müssen. Wir haben die verschiedenen Möglichkeiten für Sie zusammengestellt.

Babykleidung „erben“ oder tauschen

  1. Aus dem Bekanntenkreis

    Eltern haben nicht immer das Glück einen Familien- und Freundeskreis zu haben, in dem es viele Kinder gibt. Aber falls doch, ist das eine wahre Goldgrube. Denn viele der anderen Eltern haben noch etliche Kisten mit Kinderkleidung im Keller und geben gern etwas ab. Denn auch sie haben sicherlich das ein oder andere Stück geschenkt bekommen. Fragen Sie einfach mal nach. Im Laufe der Zeit werden Sie viele andere Eltern kennenlernen, so dass der Austausch im reger wird.

  2. In der Kita oder Gemeinde

    Geht Ihr Kind schon in die Kita, achten Sie doch einmal darauf, ob es ein schwarzes Brett gibt oder schlagen Sie das bei der Kita-Leitung vor. Hier lassen sich Kleidungsstücke problemlos erwerben, tauschen oder verschenken.

  3. Auf Tauschpartys

    Manche Eltern organisieren richtige Tauschpartys, bei denen auch frischgebackene Eltern vorbei schauen dürfen. Diese haben zwar noch nichts anzubieten, dürfen dann aber manchmal einfach einen Kuchen als Gegenleistung mitbringen.

Gebrauchte Babykleidung günstig kaufen

  1. Auf Kinderflohmärkte und -basare gehen

    Flohmärkte, die speziell auf Kindersachen ausgelegt sind, sind eine ganz besonders feine Sache. Schnell hat man dort in netter Atmosphäre eine komplette Ausstattung erworben. Und der Vorteil ist, dass man jedes Teil genau befühlen kann. Meist sind die Teile richtig günstig und wenn nicht, können Sie immer noch etwas handeln.

  2. Pakete kaufen

    Gerade am Anfang lohnen sich Kleidungspakete, wie sie etwa auf Ebay Kleinanzeigen angeboten werden. Auch in Facebook-Gruppen findet man oft solche Pakete. Diese kosten meist nicht viel und enthalten bestimmt etliche Stücke, von denen Sie gar nicht wussten, dass Sie sie brauchen könnten.

  3. Auf Verkaufsportalen suchen

    Ob Mamikreisel, Kleiderkorb, E-Bay oder Ubup.com – günstige Babykleidung findet man dort überall zuhauf, man muss nur anfangen zu suchen. Oft sind die Teile kaum und manchmal gar nicht getragen und kosten dennoch nicht viel. Schauen Sie aber genau auf die Marken. Manche Eltern, die gern Discounter-Marken shoppen, versuchen diese viel zu teuer weiter zu verkaufen. Gucken Sie lieber nach hochwertigen Marken, die einen guten Wiederverkaufswert haben.

  4. In Kinder-Second-Hand-Läden stöbern

    In vielen Städten gibt es Läden, die ausschließlich gebrauchte Kinderbekleidung und Spielzeug verkaufen. Dort sind die Teile zwar etwas teurer als auf dem Markt – die Läden müssen ja auch etwas verdienen – aber dafür ist die Ware vorselektiert. Beratung gibt es ebenfalls. Manchmal findet man wirklich hübsche Stücke für einen Bruchteil des Neupreises.

Wie selbst Markenware zum Schnäppchen wird

Wer der Meinung ist, er könne sich Markenware nicht leisten, sollte sich über den Wiederverkaufswert Gedanken machen. Ein billiger Body verzieht sich beim Waschen leicht und kann deshalb danach nur noch verschenkt oder entsorgt werden.

Hochwertigere Kleidung kann durchaus durch viele Hände gehen, bevor sie tatsächlich zu abgenutzt ist. Wenn Sie die hochwertige Kleidung später in gutem Zustand weiterverkaufen, können Sie den Erlös vom Anschaffungspreis abziehen. Unterm Strich war das Stück dann doch ein echtes Schnäppchen.

Babykleidung mieten

Seit ein paar Jahren gibt es mehr und mehr Neugründungen von Firmen, die das Sharing-Prinzip (Englisch: to share = teilen) auch für Kinderkleidung entdeckt haben. Beispiele sind Kindoo, Kilenda und Tchibo Share. Tchibo arbeitet übrigens mit Kilenda zusammen.

Die Idee dahinter ist, praktische Einzelstücke, die das Kind sowieso nicht lange trägt, zu mieten statt zu kaufen. Gerade bei hochpreisigen Dingen wie Jacken oder Schneeanzügen kann sich das durchaus lohnen. Wer keine Zeit hat, lange auf dem Markt zu stöbern oder selbst keine Kleiderberge anhäufen will, sollte es einmal ausprobieren.

Babykleidung gut verkaufen

Die meisten Eltern kennen das: schon nach kurzer Zeit stapeln sich Taschen und Kisten mit kaum getragener Kleidung, aus denen das Kind schon wieder herausgewachsen ist. Zum Wegwerfen ist sie viel zu schade. Spätestens wenn kein Kind mehr geplant ist und die Mutter wieder Luft zum Durchatmen hat, muss Platz her. Wir stellen Ihnen die Möglichkeiten vor, die es gibt, um die Klamotten-Kisten wieder loszuwerden, ohne sie verschenken zu müssen.

Verkaufsportale

  1. Mamikreisel

    Nach seiner Abspaltung von Kleiderkreisel hat sich Mamikreisel zu einem ziemlich professionellen Portal rund um Kinderkleidung gemausert. Die Seite bietet viele Möglichkeiten, die einzelnen Kleidungstücke mit Fotos und Text gut zu beschreiben. Das macht natürlich eine Menge Arbeit. Das Verkaufen selbst ist kostenlos. Der Kauf mit Banküberweisung auch. Lediglich bei Zahlungsoptionen mit Transaktionsschutz (Sofort-Überweisung, Paypal, Kreditkarte) muss der Käufer eine Gebühr zahlen. Zusammen mit den Versandkosten verteuert das die Kleidungsstücke für den Käufer, so dass sich gut erhaltene hochwertige Einzelstücke bestimmter Marken besser verkaufen, als günstige Discounter-Teile. Erfahrene User sagen aber, dass mit genug Geduld jedes Teil irgendwann zum Wunschpreis weggeht.

  2. Kleiderkorb

    Dies ist der kleine Bruder von Kleiderkreisel und nicht ausschließlich für Kinderkleidung gedacht. Sowohl Kauf als auch Verkauf sind hier kostenlos. Dafür ist der Support aber nur mäßig gut. Auch das Verschenken oder Tauschen von Klamotten ist hier möglich, wird aber selten gemacht.

  3. Ebay und Ebay Kleinanzeigen

    Vor allem in großen Städten werden Ebay und Ebay Kleinanzeigen nach wie vor gut genutzt, da beim Selbstabholen Versandkosten entfallen. Vor allem Kleiderpakete lassen sich hier gut verkaufen. Man sollte dann aber lediglich mit etwa einem Euro pro Teil rechnen. Erwarten Sie besser nicht allzu viel Höflichkeit, mittlerweile hat sich ein etwas rauer Ton in Verhandlungen eingeschlichen.

Verkaufsgruppen auf Facebook

Auch Facebook bietet die Möglichkeit, getragene Kleidung in speziellen Gruppen an die Frau oder den Mann zu bringen. Das können Verkaufsgruppen oder Gruppen für Schwangere und Eltern sein. Die Sachen sollten Sie ansprechend fotografieren. Am besten suchen Sie sich eine Gruppe für Ihre Umgebung, denn viele Facebook-Nutzer wollen dennoch gern gucken kommen. Abgesichert ist solch ein Verkauf natürlich nicht.

Kinder-Second-Hand-Läden

Wer einen Second Hand Laden für Kinderbekleidung kennt, kann in Absprache mit den Verkäufern dort ebenfalls gut erhaltene Stücke loswerden. Allerdings nehmen solche Läden meist nur bestimmte Kleidung zu einem bestimmten Zeitpunkt und sind auch sehr penibel, was den Erhaltungszustand angeht.

Manche Läden kaufen Kleidung an, andere nehmen sie in Kommission. Das heißt, Sie erhalten das Geld erst, wenn die Ware tatsächlich verkauft wurde. Da die Läden ja auch etwas verdienen müssen, ist Ihr Anteil als Verkäufer meist nicht besonders groß. Aber man spart sich das Fotografieren und das Verhandeln mit den Käufern 😉

Flohmärkte

Kommen wir zu den Flohmärkten und Basaren. Dort gibt es verschiedene Kategorien, in denen sich unterschiedlich gut verkaufen lässt.

  1. Normaler Floh- oder Trödelmarkt

    Hier gibt es neben Ständen mit Trödel eben auch welche, die Kinderkleidung anbieten. Die Standgebühr kann teilweise etwas teuer sein, weshalb es besser ist, sich mit anderen Eltern einen Stand zu teilen. Ob dann etwas verkauft wird, hängt ganz vom Publikum und vom Standort ab. Oft gucken die Leute dort tatsächlich nur nach Trödel. Manchmal hat man aber auch Glück und die richtigen Kunden kommen vorbei. Sprechen Sie am besten vorher mit Eltern, die schon einmal einen Stand gemietet hatten.

  2. Flohmarkt für Kinderbekleidung und -spielzeug

    Diese Flohmärkte machen Spaß und bringen mehr ein. Sie finden oft in Kindergärten oder in Gemeinden statt, deshalb trifft man dort genau die richtigen Käufer. Neben einer geringen Standgebühr wird meist ein Kuchen oder ein Päckchen Kaffee verlangt.
    Aber erwarten Sie auch hier nicht zu viel. Große Mengen an Kleidung werden Sie wieder mit nach Hause nehmen müssen, weshalb sich gute Einzelstücke mehr lohnen.

  3. Nummernflohmarkt

    Der Nummernflohmarkt ist eine spezielle Form des Kinderflohmarktes. Hier liefern Eltern die Kleidung lediglich mit Preisschildern versehen ab. Die Stücke werden dann von Helfern sortiert und verkauft. Die Preisschilder sind mit der Nummer des Verkäufers versehen und werden zum Schluss abgerechnet.
    Gehandelt wird auf einem solchen Markt nicht. Vertut man sich im Preis und setzt ihn zu hoch an, verkauft man daher recht wenig. Also sollte man sich vorher genau informieren. Auch hier fallen meist eine kleine Gebühr und ein Kuchen an.

Ankaufsportale

Wer zu viel Kleidung übrig hat und sich das lästige Verkaufen von Einzelstücken sparen will, kann Ankaufsportale wie Momox nutzen. Denn hier können ganze Kleiderpakete eingeschickt werden. Schon vorher wird berechnet, was die Kleidung in etwa wert ist. Manchmal wird das Angebot per E-Mail noch nachkorrigiert – meist nach unten.

Erwarten Sie hier bitte nicht viel. Da die Portale selbst kräftig verdienen wollen, bringen die Sachen nicht viel ein. Meist wird auch nicht zwischen Markenkleidung oder Discounter-Ware unterschieden, sondern lediglich nach Kategorie geschätzt (Hose, Rock, Jacke usw.). Deshalb lohnt sich der Verkauf über solche Seiten nur für ehemals günstig erworbene Stücke.

Babykleidung spenden

Wer ohne Erfolg alles probiert hat, um seine Babykleidung los zu werden, oder einfach keine Lust hat, sich den ganzen Stress anzutun, kann die Kleidung auch spenden. Natürlich sollten keine Lumpen abgegeben werden. Hierfür gibt es je nach Wohnort verschiedene Möglichkeiten.

  • Sozialkaufhaus
    Im Sozialkaufhaus werden gespendete Kleidung, Spielsachen, Möbel usw. sehr günstig an sozial schwache Menschen weiterverkauft. Die Erlöse kommen einem Guten zweck zugute.
  • Oxfam
    Oxfam funktioniert ähnlich. Hier verkaufen ausschließlich Ehrenamtliche gespendete Waren. Die Gewinne werden für die Entwicklungsarbeit des Vereins in aller Welt genutzt.
  • Diakonie oder Stadtmission
    Gespendete Sachen werden hier meist an Bedürftige, beispielsweise Obdachlose, abgegeben.
  • Kinderkrankenhäuser
    Auch einige Kinderkrankenhäuser nehmen gern gut erhaltene und gewaschene Babykleidung für ihre kleinen Patienten an. Fragen Sie aber lieber vorher nach.
  • Flüchtlingsheime
    Als die Flüchtlingswelle akut war, wurden viele Heime von Sachspenden nahezu überschwemmt. Jetzt kommt aus der Bevölkerung nicht mehr allzu so viel. Wenn Sie vorher anrufen, freuen sich vielleicht auch ein paar vor dem Krieg geflüchtete Mütter über Kleidung für Ihre Babys.
  • Altkleidercontainer
    Schauen Sie hier bitte immer genau, wer den Container aufgestellt hat. Je größer die Werbung oder der Spendenaufruf darauf ist, desto unseriöser ist der Verein, der dahinter steht. Oft landet die Kleidung dann in Afrika und das Geld in den Taschen zwielichtiger Gestalten. Kleidersammlungen an der Haustür sind übrigens meist illegal.

In Container mit diesen Logos können Sie Ihre Kleidung bedenkenlos werfen, denn sie dienen dem Allgemeinwohl:

  • FairWertung e.V. ODER
  • Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) ODER
  • Bundesverband für Sekundarrohstoffe und Entsorgung (bvse)

Fazit

Gebrauchte Kleidung zu kaufen und wieder zu verkaufen ist eine tolle Sache. Meist erfordert sie jedoch einen gewissen Zeiteinsatz. Wenn Sie die Zeit haben, super, auf geht’s! Wenn nicht, sollten Sie genau abwägen, für welche Kleidungsstücke sich welcher Einsatz lohnt.

Unser Tipp: Verkaufen Sie ausgewählte, hochwertige Stücke über Mamikreisel, günstigere, hübsche Stücke auf dem Markt und machen Sie aus dem Rest Kleiderpakete. Was übrig bleibt, spenden Sie oder verschenken es an Bekannte.

Fehlt etwas in der Liste? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wir freuen uns über hilfreiche Kommentare.

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