Großer Sommerurlaub mit Kind – worauf du achten solltest

Der erste große Sommerurlaub mit Kind steht an und am besten geht es irgendwo in den Süden ans Meer und in die Sonne. Bei aller Hoffnung auf Entspannung, die dort auf die ganze Familie wartet, machen sich die meisten Eltern in der Regel auch einige Gedanken. Schließlich lauern im Meer und in der Hitze des Südens verschiedene Dinge, die gerade für kleine Kinder zur Gefahr werden können. Dazu kommen Insekten & Co. Zudem steht vor dem Urlaub erst einmal die Planung an: Wo soll es überhaupt hingehen? Und was muss eingepackt werden? Gibt es außerdem so etwas, wie typische „Fehler“, die Eltern beim Urlaub mit Kind häufig machen, obwohl sie sich einfach vermeiden lassen?

Den Urlaub mit Kind planen

Für die Sommerurlaubsplanung sollten Eltern sich zunächst in aller Ruhe überlegen, wo es hingehen soll. Am einfachsten ist es, sich gemeinsam (am besten auch mit Kind) hinzusetzen und im Internet oder Reisekatalogen diverse Reiseziele anzuschauen. Dann gilt es, sich einige Fragen zu stellen, die jede Familie nur individuell und für sich selbst beantworten kann:

  • Soll es an den Strand gehen? Oder nur in die Nähe?
  • Muss es ein weit entferntes Ziel inklusive Flug sein? Ist das mit einem kleinen Kind vielleicht zu anstrengend? Oder ist eine lange Autofahrt in den Süden Europas nicht sogar anstrengender?
  • Falls mit Auto verreist wird: Ist dieses überhaupt fit für so eine lange Fahrt? Passt genug Gepäck hinein? Was müsste für eine lange Fahrt an Verpflegung usw. vorbereitet werden?
  • Braucht das Kind ein Flugticket oder ist es noch so klein, dass es kostenlos mitfliegen darf?
  • Wann genau und wie lange soll eigentlich verreist werden?

Der letzte Punkt muss auch in Abstimmung mit der Arbeit der Eltern besprochen werden. Oftmals müssen schon Ende des Arbeitsjahres oder Anfang des nächsten Jahres die Urlaubstage beantragen. Hier gilt es also, sich rechtzeitig einen Termin zu überlegen, der beiden gut passen würde und der saisonal die Wünsche erfüllt, die bezüglich des Reiseziels gesetzt werden.

Wohin soll es gehen?

Bis wann der Urlaub pauschal beantragt werden muss ist gesetzlich übrigens nicht festgelegt. In der Regel ist dies in den Arbeitsverträgen geregelt; grundsätzlich entscheidet der Arbeitgeber, ob und wann er den Urlaub genehmigt, wobei dies unter Berücksichtigung der Wünsche des Arbeitnehmers geschehen sollte. Generell hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf 24 Urlaubstage im Jahr bei einer Woche mit sechs Werktagen. So besagt es das Bundesurlaubsgesetz, das die Mindestanforderungen bezüglich des Anspruchs auf Urlaub regelt.

Wer sich fürs Fliegen entscheidet, sollte sich außerdem folgende weitere Fragen stellen:

  • Ist das Kind vollkommen gesund?
  • Ist das Kind älter als drei Monate und hat es schon die ersten Krankheiten unversehrt hinter sich gebracht?
  • Sind im Flugzeug spezielle Sicherungen für das Kind vorhanden?
  • Ist die Flugdauer auf ein Minimum reduziert, um die Anstrengung für den Nachwuchs zu minimieren?
  • Ist man psychisch auf eventuelle nervenzehrende Flüge mit schreiendem Kind und ähnlichem vorbereitet?
  • Manche Fluglinien berücksichtigen die Bedürfnisse junger Eltern mit Kind sogar schon beim Check-In und wickeln diese extra schnell und unkompliziert ab, damit die Kleinen nicht so lange warten müssen. Am besten erkundigen sich Eltern vor der Flugbuchung danach.

Ebenfalls wichtig und schon bei der ersten Planung mit zu bedenken sind die Versicherungen, die eventuell für den Urlaub abgeschlossen werden sollten. Wirklich ratsam sind vor allem Auslandsschutzpolicen, wenn mit dem Auto angereist wird. Außerdem können eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchsversicherung sowie eine Auslandskrankenversicherung nicht schaden. Denn einer Familie kann einiges im Urlaub passieren, womit sie zunächst gar nicht rechnet. Das kann mitunter recht teuer werden.

Sicherheit im Ausland verleiht – zumindest in gewissem Maße – auch immer Geld. Deshalb sind vor dem Urlaub Informationen einzuholen, welche Kredit- und Bankkarten in welchen Urlaubsregionen akzeptiert werden. Verbraucherzentralen und das Auswärtige Amt stellen derlei Informationen bereit.

Was muss für den Urlaub mit Kind unbedingt in den Koffer?

Notfallapotheke

Kleine Kinder werden im Urlaub leider nicht selten schnell krank. Das kann an einer anstrengenden Anreise liegen, an einer Zeitumstellung oder an sonstigen Anpassungen an die neue Umgebung. Neben einer Recherche zu der ärztlichen Versorgung vor Ort sollten Eltern daher vor dem Sommerurlaub eine Packliste erstellen, um hier selbst kurz der Abreise nichts Essentielles zu vergessen. Mit in jedes Gepäck gehört an erster Stelle eine Notfallapotheke. Diese sollte im Optimalfall beinhalten:

  • Fieberthermometer
  • Fieberzäpfchen
  • Heilsalbe
  • Nasentropfen
  • Augentropfen gegen trockene Augen
  • Ohrentropfen (besonders bei Tauchurlauben)
  • Schmerz- und Fiebermittel
  • Desinfektionsmittel
  • Wund- und Heilsalbe
  • Digitales Fieberthermometer (besonders in Malariagebieten)
  • Verbandmaterialien
  • Elastische Binden und Mullbinden
  • Heftpflaster, Wundschnellverbände und Blasenpflaster
  • Sterile Wundkompressen und Brandwunden-Verbandpäckchen
  • Sicherheitsnadeln
  • Zeckenpinzette
  • Schere (bei Flugreisen nicht ins Handgepäck!)
  • Moskitonetz
  • Trinkwasserdesinfektionsmittel
  • Insektenschutzmittel
  • Sonnenschutzmittel und Hautpflege nach dem Sonnenbad
  • Ohrstöpsel gegen Lärm

Empfehlenswerte Medikamente sind außerdem:

  • Medikamente gegen Durchfall
  • Medikamente gegen Erkältung, Halsschmerzen, Husten und Schnupfen
  • Medikamente gegen Allergien
  • Medikamente gegen Sonnenbrand, Insektenstiche und Juckreiz
  • Medikamente gegen Reiseübelkeit
  • Medikamente gegen Verdauungsbeschwerden, z.B. Sodbrennen oder Verstopfung
  • Medikamente gegen Sportverletzungen / Kühlkompressen
  • Medikamente gegen Lippenherpes

Das alles klingt zwar, als nähme es den Platz des halben Koffers ein, passt allerdings in der Regel in eine kleine Notfallapothekentasche oder einen Beutel. Es muss von allem ja auch nicht viel, sondern nur, wie der Name schon sagt, vorsorglich ein bisschen was für den Notfall mitgenommen werden.

Spezielle Dokumente

Nicht selten ist es vorgekommen, dass Eltern erst kurz vor der Abreise gemerkt haben, dass ein Baby oder Kleinkind auch Ausweisdokumente braucht, wenn man mit ihm ins Ausland verreist. Auf die Schnelle noch einen Termin beim Bürgeramt zu finden ist oftmals nicht nur schwierig, sondern mitunter gar nicht mehr möglich. Es gilt deshalb, frühzeitig für entsprechende Unterlagen zu sorgen. Denn seit dem 26. Juni 2012 reicht es nicht mehr, das Kind im Pass des Vaters oder der Mutter eingetragen zu haben und auch die Geburtsurkunde alleine genügt nicht.

Stattdessen werden für das Kind, je nach Reiseziel, benötigt:

  • Personalausweis
  • Kinderreisepass oder ePass (Reisepass mit Chip)
  • Für die Beantragung der Dokumente muss das Kind anwesend sein. Außerdem werden dabei benötigt: ein eigenes Ausweisdokument, biometrische Fotos, die Geburtsurkunde des Kindes und eine Zustimmungserklärung des anderen Elternteils, wenn nur einer anwesend sein kann

Wer alles komplett vergisst, hat an deutschen Flughäfen die Möglichkeit, ein Passersatzdokument zu bekommen. Allerdings gilt dieses lediglich für das europäische Ausland.

Sonstiges

Neben der Reiseapotheke und den besonderen Dokumenten, gibt es noch einige Dinge, die speziell für den Urlaub mit Kind, zusätzlich eingepackt werden sollten. Die wichtigsten dieser Dinge sind:

  • Unterhaltung (Spielzeug)
  • Malsachen
  • Kuscheltier
  • Lätzchen
  • Strandzelt/ Sonnenschirm(e)
  • Ggf. Kinderwagen (Sonnensegel nicht vergessen)
  • Bade-Windeln
  • Kleinkindsonnenbrille mit Kopfband
  • Steckdosensicherungen
  • Evtl. Sonnenschutz für Autofenster

Auch während des Urlaubs gesund bleiben

Vor der Sonne schützen

Die tägliche Sonne und vielleicht auch das tägliche Sonnenbad sind wohl eine der schönsten Sachen im Sommerurlaub. Und nicht nur das: Die Sonne hebt auch die Laune der gesamten Familie und kräftigt die körperliche Gesundheit. Denn sie sorgt dafür, dass Glückshormone ausgeschüttet werden und dass Zähne und Knochen stärker werden.

Die UV-Strahlung kann sich jedoch auch negativ auf die Gesundheit auswirken. Übermäßige Aufenthalte in zu starker Sonneneinstrahlung führen zu einer schnelleren Alterung der Haut sowie zu Sonnenbrand und erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Deshalb entwickeln viele Konzerne seit Langem schon Sonnenschutzmittel mit UV-B-Lichtschutzfiltern und seit einiger Zeit auch solche mit UV-A-Lichtschutzfiltern. Ein genauer Blick auf die Verpackung verrät mehr über die tatsächliche Schutzwirkung, denn hier spielt unter anderem das Verhältnis des UV-A- und UV-B-Schutzes eine Rolle.

Für Kinder sollten Eltern außerdem zusätzliche Maßnahmen bezüglich des Sonnenschutzes ergreifen. Denn die Haut der Kleinsten ist vergleichsweise noch sehr empfindlich.

  • Ärzte empfehlen, Babys in den ersten zwölf Monaten der prallen Sonne überhaupt nicht auszusetzen. Stattdessen sollte immer ein Schattenplatz aufgesucht werden.
  • Auch mit Sonnenschutz, wie Schirme oder ein Verdeck, ist die direkte und pralle Sonne zu meiden, damit Kleinkinder nicht überhitzen.
  • Die meisten Eltern denken, eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor sei für Babys und Kleinkinder besonders wichtig und gut. Die Wahrheit ist: Auf derlei Produkte ist vor allem im ersten Lebensjahr ganz zu verzichten. Denn diese Sonnenschutzmittel belasten die empfindliche Kinderhaut unnötigerweise stark und schaden im Endeffekt eher zusätzlich, als dass sie einen positiven und schützenden Effekt hätten.
  • Babyöl ist kein Sonnenschutzmittel! Es fördert sogar noch die Lichtempfindlichkeit der Haut und ist daher bei Aufenthalten im Freien mit den Kleinsten auf keinen Fall zu benutzen.
  • Bis ins Vorschulalter ist es am besten, Kinder der prallen Sonne überhaupt nicht auszusetzen. Ab diesem Alter gilt dann, dass mindestens mit einem Lichtschutzfaktor von 20 gegen UV-A- und UV-B-Strahlen zu blocken ist. Weiterhin macht es Sinn, die Haut mit Hilfe bestimmter Lebensmittel zu stärken. Gerade Betacarotin, welches für die Pigmentierung der Haut zuständig ist, kann bei der Prävention gegen Sonnenbrand helfen.

Die richtige Kleidung

Im Sommerurlaub haben die meisten Familien mit dem Problem zu kämpfen, dass sie auch abseits des Strands gerne Dinge unternehmen würden, es oft aber einfach zu heiß ist oder die Sonne zu stark vom Himmel knallt. Wer dennoch nicht die ganze Zeit bis zum kühleren Abend im Hotel oder Ferienhäuschen verbringen möchte, sollte vor allem auf die richtige Kleidung achten, die einem die Hitze doch ein wenig erträglicher machen kann.

Generell ist von dem Mythos, dass möglichst wenig Kleidungsstücke am Körper auch am wenigsten Hitze erzeugen, zunächst einmal nicht viel zu halten. Stattdessen geht es vor allem um die Wahl der richtigen Stoffe. Statt synthetischer Materialien, wie Polyester, Nylon und Acryl, unter denen die Haut nicht atmen kann und die für vermehrt unangenehmen Schweißgeruch sorgen, sind Naturfasern und allen voran Leinen und Seide zu empfehlen. Aber auch Baumwolle und Viskose sowie Modal und Lyocell sind an Sommertagen gut geeignet.

Für Mädchen sind luftige Röcke und Kleider eine gute Wahl, Jungs fühlen sich in bequemen Shorts oder leichten Latzhosen wohl. Mit sommerlichen Prints in hellen Farben, welche die Sonne gut reflektieren, ist die Kleidung dann nicht zu warm und dennoch ästhetisch.

Wichtig ist es übrigens auch, sich und die Kleinen trotz Kleidung am Körper mit Sonnenschutz einzucremen. Zwar haben die verschiedenen Stoffe einen Lichtschutzfaktor, dieser ist aber meistens sehr gering, weshalb man sich auch durch das T-Shirt durch leicht einen Sonnenbrand einfangen kann.

Beim Thema Schuhe im Sommerurlaub mit Kind gibt es zwei Möglichkeiten: Einerseits können Sandalen oder Flip-Flops getragen werden, damit die Hitze den Füßen nicht zu sehr zu schaffen macht. Geschlossene Schuhe helfen hingegen, einen Sonnenbrand zu vermeiden und spontan auch einmal längere Spaziergänge machen zu können. Gerade etwa für längere Ausflüge zu Fuß eignen sich feste und gleichzeitig stilvolle Alltags- oder Turnschuhe am besten. Das gilt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Sneakers bestehen in der Regel aus Funktionstextilien und sind bequem und leicht. Trendige Modelle für den Sommer lassen sich zudem gut mit vielen Kleidungsstücken kombinieren und sind deshalb eine gute Wahl fürs Urlaubsgepäck. Sie passen sowohl zu kurzen oder langen Hosen, als auch zu einem verspielten Kleid.

Wer aber am Strand oder Pool in Flip-Flops wechseln möchte, kann das auch tun, solange er sich die Füße mit Sonnenschutz eincremt. Denn wer zeitweise lockere Schuhe trägt, bei denen der Fuß sich mehr anstrengen muss, als bei festen Schuhen, kann damit sogar das Fußgewölbe ein wenig stärken.

Ebenfalls vor allem für den Nachwuchs wichtig: Eine Kopfbedeckung (am besten einen Sonnenhut), der stets getragen wird, wenn die Sonne scheint. Nur so lassen sich Überhitzung und Sonnenbrand auf der Kopfhaut vermeiden.

Kreislaufprobleme vermeiden

Selbst die jüngsten Mitglieder der Familie können, gerade bei starker Hitze, Kreislaufprobleme bekommen. Denn auch bei ihnen erweitern sich in der Sommerhitze die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt. Schwindel, verschwommenes Sehen, Schweißausbrüche und sogar Ohnmachtsanfälle können die Folge sein. Allerdings gibt es einige Möglichkeiten, wie diesen Symptomen recht einfach erfolgreich vorgebeugt werden kann:

  • Während des Sommerurlaubs ist es noch einmal wichtiger, deutlich mehr zu trinken, als an gewöhnlichen Tagen.
  • Auch Kinder sollten sich vor allem morgens nach dem Aufwachen, oder sonst, wenn sie in einer Liegeposition waren, langsam aufrichten und ebenfalls langsam aufstehen.
  • Morgendliche Wechselduschen (warm und kalt) können den Kreislauf anregen und den Organismus in Schwung bringen.
  • Starke körperliche Anstrengung ist während der Mittagshitze zu vermeiden. Stattdessen sind die frühen Morgen- oder späten Abendstunden etwa für Ballspiele mit den Kleinen am Strand empfehlenswert.
  • Selbst wenn die Kleinen ständig Hunger haben: gesünder sind vor allem im Sommer mehrere kleine, über den Tag verteilte, als wenige große Mahlzeiten.
  • Zu starke Hitze und zu viel UV-Einstrahlung ist für den Kreislauf generell nicht besonders gut und daher zu meiden.

Gegen Insektenattacken vorbeugen

Gerade beim Sommerurlaub im Süden und dort bei starker Hitze oder Regen, kommen diverse Stechmücken, Wespen und andere Plagegeister hervor und können mitunter zur ernsthaften Gesundheitsgefahr werden. Leider gibt es keine Wunderwaffe gegen beißende oder stechende Insekten. Auch Klatschen und Wedeln hilft etwa bei Stechmücken gar nicht, bei Wespen ist es gar noch gefährlicher. Was also tun?

Gegen Stiche schützen

Nachts kann ein Mücken-, bzw. Moskitonetz weiterhelfen. Ansonsten sollten Anti-Mücken Salben, Gels und Sprays eingesetzt werden, die eine Geruchsbarriere auf der Haut aufbauen. Sie schützen zwar in einigen Fällen effektiv gegen die Biester, können empfindliche Kinderhaut aber auch reizen. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass Kinder das Spray nicht von der Haut schlecken.

Sicherheit für die Kleinen am Sandstrand

Potenzielle Unfallgefahren

Kinder lieben den Strand und das Meer – mindestens genauso sehr, wie die meisten Erwachsenen. In Sand und Wasser lauern leider aber auch einige potenzielle Unfallgefahren, die Eltern kennen und gegen die sie ihre Kinder schützen sollten:

  • Im Sand verstecken sich leider immer wieder kleinere Scherben und Zigarettenstummel. Diese können für Verletzungen sorgen und sollten außerdem auf gar keinen Fall im Mund der Kleinen landen! Deshalb sollte der Bereich, in dem die Kinder spielen und buddeln dürfen, vorher von den Eltern gründlich untersucht und selbst ein wenig umgegraben werden.
  • Wasserschuhe für die Kleinen schützen vor scharfkantigen Steinen, Muscheln oder Holzstücken im Meer.
  • Auch das Strandgras in Dünen ist oft scharfkantig. Kinder sollten daher nicht in dessen Nähe spielen und sich von Dünen sowieso so gut wie möglich fernhalten, da diese oft unter Naturschutz stehen.
  • Das Buddeln in der Nähe der Wasserlinie birgt ebenfalls Gefahren. Denn die Flut kommt oftmals unvorhersehbar schnell und könnte die Kleinen umreißen oder gar ins Meer ziehen.
  • Spielgeräte, die am Strand zur Verfügung stehen, sollten von den Eltern zunächst auf Rost und andere Schäden kontrolliert werden, die durch die salzige Meeresluft schnell entstehen können.
  • Zu langes Planschen im Meer ohne ein schnelles Abtrocknen hinterher ist vor allem für kleine Mädchen gefährlich. Denn sie bekommen aufgrund ihrer kürzeren Harnröhre sehr schnell eine Blasenentzündung.

Gefährliche und giftige Tiere und Notfallmaßnahmen

Keines der Tiere am Strand und im Wasser sollte von Kindern gefüttert, angefasst oder in den Mund genommen werden. Auch nicht, wenn es bereits tot erscheint.

Die häufigsten Verletzungen ziehen Kinder sich, neben recht harmlosen, aber dennoch sehr unangenehmen Sandflöhen, durch Quallen, Seeigel oder mitunter auch giftige Fische und Seeschlangen zu. Eltern sollten deshalb über grundlegende Notfallmaßnahmen Bescheid wissen und diese auch schnell anwenden können. Für Unfälle am Meer sind folgende Tipps noch hilfreich:

  • Bei Quallen: Die genesselten Hautstellen sind nicht mit Wasser abzuspülen, sondern mit Essig zu begießen oder trockentupfen, um die Nesselzellen zu neutralisieren. Sind Tentakelreste auf der Haut vorhanden, sollten sie mit einem Messerrücken oder einer Kreditkarte von der Haut abgestreift werden. Bei leichten Nesselungen helfen außerdem auch Sonnencreme oder Antihistaminika. Bei schweren Verätzungen ist sofort zum Arzt oder ins Krankenhaus zu fahren.
  • Bei Seeigeln: Bei oberflächlich sitzenden Stacheln ist die Haut mit Heftplaster zu überkleben, nachdem der Stachel entfernt wurde. Nach 24 Stunden kann das Pflaster abgezogen werden und das Ganze sollte so oft wie nötig wiederholt werden; tiefer sitzende Stacheln sollte man vom Arzt entfernen lassen. Auch mit Zitronensäure können Seeigelstiche behandelt werden.
  • Bei giftigen Fischen und Seeschlangen: Auch hier müssen schwere Fälle unbedingt umgehend zum Arzt! Die Wunde ist sofort mit Meerwasser auszuspülen. Stacheln und Hautreste sind zu entfernen. Gliedmaßen, die von dem Angriff betroffen sind, können für mindestens dreißig Minuten in sehr warmem Wasser gebadet werden, um das Gift zu neutralisieren (Vorsicht, ab 52 Grad besteht bei Kindern Verbrennungsgefahr!). Die verletzten Stellen sollten nicht abgebunden werden.

Was, wenn das Kind nicht mehr zu sehen ist?

Wenn trotz ständiger Kontrolle das Kind am Strand plötzlich verschwunden ist, herrscht meistens schnell große Panik. Und natürlich gilt es, schnell zu handeln und zu suchen. Dennoch sollten Eltern die Ruhe bewahren, denn in der Regel sind die Kleinen ganz schnell wieder in Sichtweite.

Ansonsten gilt natürlich: Zuallererst immer im Wasser suchen! Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kleinen dort reingefallen sind, ist zwar gering, falls es dennoch der Fall ist, zählt jede Sekunde. Anschließend sollte ein Elternteil beim Suchen am Strand am besten eine immer größer werdende Spirale um das Strandlager abgehen und der andere punktuell an einer Stelle warten, wo das Kind sein könnte. Vielleicht ein erwähnter Treffpunkt oder ein Kiosk, wo es das Kind hinziehen könnte. Vorbeugend empfiehlt es sich übrigens, jedem Kind eine Halskette oder ein Armband mit der Handynummer der Eltern umzulegen, falls die Kleinen tatsächlich einmal verlorengehen sollten.

Häufige Fehler, die zu vermeiden sind

Gerade jungen Eltern unterlaufen beim ersten Urlaub mit Kind häufig noch einige Fehler, die bestenfalls zu vermeiden sind. Die typischsten davon haben wir im Folgenden abschließend zusammengefasst:

  • Es wird ein Urlaubsziel ausgesucht, mit dem Kinder nichts anfangen können. Um das zu vermeiden, sollte die Lust am Reisen in Kindern früh geweckt werden. Bilder, Kataloge & Co. können sie dazu inspirieren, von ganz alleine zu äußern, wo sie gerne hinmöchten.
  • Es wird für die Kinder gepackt. Es ist besser, ab einem gewissen Alter, Kinder selbst ihren Koffer packen zu lassen. Natürlich sollten Eltern unterstützend und beratend dabei sein und die wichtigsten Sachen mit einpacken.
  • Eltern nehmen kinderunfreundliches Equipment mit. Das wird dann problematisch, wenn beispielsweise Papa ständig Fotos macht, die Kleinen mit dem schweren und komplizierten Gerät aber nicht zurechtkommen. Eine Polaroid- oder Einwegkamera ist oft besser geeignet.
  • Kinder werden nicht auf die Reise vorbereitet. Stattdessen sollte ihnen erklärt werden, was etwa bei einem Flug oder einer langen Autofahrt auf sie zukommt. Die Frage „Schaffst Du das?“ motiviert die Kleinen mitunter, durchzuhalten und den Eltern zu beweisen, dass sie schon groß und stark sind.
  • Eltern unternehmen „langweilige Sachen“. Klar, eine Picasso-Ausstellung mag für manche Erwachsene ein absolutes Urlaubs-Highlight sein. Für viele Kinder ist es das nicht. Außer, sie können irgendwo im Museum spielen oder in interaktiven Räumen Dinge ausprobieren und experimentieren. Nur wenn die Kinder im Urlaub auch Spaß haben, wird es ein erfolgreicher Familienurlaub!

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