Geschenke in der Weihnachtszeit – wer schenkt wem etwas?

Pünktlich zum 23. Dezember steht vielen Verbrauchern der Angstschweiß auf der Stirn. Der Grund: Noch sind nicht alle Weihnachtsgeschenke besorgt und verpackt. Während ein Teil der Haushalte sich inzwischen sehr früh um Geschenke zu Weihnachten kümmert, schieben andere Verbraucher die Suche nach Geschenken immer wieder vor sich her. Gründe hierfür gibt es verschiedene – etwa Stress im Büro oder wenig Zeit aufgrund kleiner Kinder. Schließlich wäre es eher unpraktisch, mit dem Nachwuchs Geschenke shoppen zu gehen – die später unterm Weihnachtsbaum liegen sollen. Was schenkt Deutschland eigentlich am 24. Dezember?

Bezüglich des Weihnachtsgeschäfts bekommt der Handel sein Geschenk bereits vor der eigentlichen Bescherung. 2016 betrug der Umsatz laut Handelsverband Deutschland (HDE) im Weihnachtsgeschäft mehr als 91 Milliarden Euro. Eine Steigerung gegenüber dem vergangenen Jahr. Und auch im Jahr 2017 dürften die Umsätze der Händler wieder steigen. Mittlerweile nutzen viele Haushalte für die Suche nach Weihnachtsgeschenken das Internet. Zumindest der Kauf wird von knapp zwei Dritteln inzwischen wenigstens teilweise online abgewickelt. Als Inspirationshilfe bietet sich der Bummel durch Einkaufspassagen nach wie vor an.

1. Geschenke für die Familie

Die Familie – also Geschwister, Eltern und Großeltern – sind die klassischen Adressaten für Weihnachtsgeschenke. Besonders viel dürfte unterm Weihnachtsbaum für Kinder liegen. Hier sind Eltern und Großeltern sicher der Personenkreis, von dem weite Teile des „Wunschzettels“ abgearbeitet werden. Welche Geschenke bekommt der Nachwuchs besonders häufig? In den letzten Jahren ist die Summe, welche Eltern für Weihnachtsgeschenke einplanen, kontinuierlich gestiegen. Klassiker unterm Weihnachtsbaum ist nach wie vor Spielzeug.
Nicht ohne Grund gehören Spielwaren nach wie vor in die Top 3 der beliebten Geschenke zu Weihnachten. Laut GfK liegt diese Warengruppe mit Mode/Bekleidung gleichauf auf Platz 2. Jeweils 33 Prozent der Verbraucher greifen zu diesen beiden Artikeln. Lediglich Bücher können Spielwaren ausstechen – mit 43 Prozent ist der Abstand deutlich. Und damit ist eigentlich auch geklärt, was Kinder bekommen:

  • Bücher
  • Spielwaren
  • Bekleidung

Während die ersten beide Warengruppen auch von Großeltern oder Geschwistern geschenkt werden, kommt Bekleidung oft von den Eltern. Der Grund ist recht einfach: Eltern kennen die Konfektions-/Schuhgrößen am besten.

Die Geschenke für Partner oder die Eltern stellen häufig vor eine Herausforderung – gerade wenn das Geschenk originell ausfallen soll. Zwar sind auch hier:

  • Bücher
  • Schmuck
  • Kosmetik

unterm Weihnachtsbaum zu finden. Allerdings tut sich der eine oder andere Verbraucher damit schwer. Ein Grund, warum Gutscheine in den vergangenen Jahren als Geschenk an Bedeutung gewonnen haben. Hier geht es nicht nur um Einkaufsgutscheine. Event- und Erlebnisgutscheine sind heute ein beliebtes Geschenk für alle, die mal etwas Besonderes verschenken wollen. Wichtig: Der Gutschein sollte immer zu den Vorlieben der Person passen, für welche er gedacht ist.

2. Geschenke unter Freunden

Im Hinblick auf Geschenke, die Freunden zu Weihnachten gemacht werden, gelten vergleichbare Aussagen wie für das Thema Schenken innerhalb der Familie. Prinzipiell gibt es kein Geschenk, das sich nur an Freunde richtet oder nur der Familie vorbehalten ist. Zu bedenken ist natürlich, an wen sich das Geschenk richtet und wie eng die Verbindung ist.

Mitunter kann es – sofern diese Überlegung in die Entscheidung nicht mit einbezogen wird – dazu kommen, dass Geschenke falsch verstanden werden. Der Griff zu Gutscheinen ist sicher eine Entscheidung, mit welcher wenig falsch gemacht wird. Befreundete Paare können sich zum Beispiel Konzerttickets schenken.

Sehr oft sind es aber Kleinigkeiten aus dem Bereich Wein und Spirituosen oder Wertgutscheine, die unter Freunden den Besitzer „wechseln“. Hiermit lässt sich die Wertschätzung gegenüber Freunden ausdrücken – lässt ihnen gleichzeitig aber gewisse Wahlmöglichkeiten. Bezüglich des Werts der Geschenke ist das Schenken unter Freunden nicht immer ganz einfach. Der Grund: Niemand erwartet, dass Freunde ein Weihnachtsgeschenk im Wert von 100 Euro oder mehr erhalten. Zumal ein sehr teures Präsent auch durchaus als unangenehm empfunden werden kann und unter Zugzwang setzt. Wer sich hier nicht sicher ist, sollte durchaus vorfühlen, wo die „Schmerzgrenze“ liegt.

3. Geschenke an werdende Eltern als Kunden

Eine Karte mit Grüßen zum Weihnachtsfest und dazu vielleicht noch ein Kugelschreiber – wer so an Kunden denkt, kann sich den Aufwand eigentlich sparen. Unpersönliche Give-Aways in der Weihnachtszeit landen mitunter sehr schnell in der „Rundablage“. Wer als Unternehmer heute punkten und in den Köpfen seiner Kunden bleiben will, muss das eine oder andere Register ziehen.

Geschenke für werdende Eltern sollten – auch wenn sie vielleicht als Maßnahme im Marketing geplant sind – immer gewissen Ansprüchen genügen. Hierzu gehört, dass die Give-Aways zum Anlass passen und eine gewisse Note verströmen. Für Weihnachten wäre es zum Beispiel denkbar, kleine Spezialitäten-Boxen an Stammkunden zu verschicken. Hierbei sind der Fantasie eigentlich keine Grenzen gesetzt. Spezialisierte Händler bieten von Delikatessen zum Naschen auch hochprozentige Give-Aways an.

Aber: Diese Form des Geschenks an Kunden ist aufgrund der Preise natürlich nur für die Stammkundschaft interessant. Mini-Teelichthalter, Knabberboxen oder Mini-Weihnachtsgrüße bieten sich als Give-Away für die Laufkundschaft an. Wichtig ist aber auch hier, dass die Präsente dem Anlass – also Weihnachten – gerecht werden.

Es gilt die passenden Geschenke für alle zu finden

Fazit: An Weihnachten die richtigen Geschenke verpacken

Das Weihnachtsgeschäft 2017 erwartet der Handel mit Spannung. Die Freude über den Startschuss in die Vorweihnachtszeit werden nicht alle Haushalte vorbehaltlos teilen. Erste Bummel über den Weihnachtsmarkt und der Glühweinduft sind das sichere Zeichen, sich doch endlich auch um die Weihnachtsgeschenke zu kümmern. Wer einen Großteil der Geschenkeinkäufe schon im November hat erledigen können, geht die Adventszeit entspannt an. Alle anderen Verbraucher geraten langsam unter Druck. Was soll ich dieses Jahr unter den Weihnachtsbaum legen? Für Kinder ist die Entscheidung meist einfach. Schwieriger die Situation, wenn es um den Partner, die Eltern oder Freunde geht. Hier ist mitunter Einfallsreichtum gefragt. Oder es wird sich einfach Zeit genommen, um sich bei einem Bummel durch die Stadt inspirieren zu lassen.


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