Geld für Kinder anlegen: Sparbuch oder Aktien?

Meist beginnen Eltern schon nach der Geburt ihres Kindes, nach Anlagemöglichkeiten für ihren Nachwuchs zu suchen. Bis zur Volljährigkeit kostet ein Kind laut unserer Berechnung ca. 125.000 Euro. Nach dem Schulabschluss müssen Studium oder Ausbildung sowie die erste eigene Wohnung und das Auto finanziert werden. In Zeiten niedriger Zinsen ist es nicht einfach, die richtige Geldanlageform zu finden.

Sparkonten erwirtschaften nur geringe Renditen

Eltern oder Großeltern sollten rechtzeitig mit dem Sparen beginnen, um den Kindern die erforderliche finanzielle Unterstützung zu geben. Außerdem muss die Geldanlage für Kinder möglichst sicher sein. Die immer noch beliebten Sparkonten fallen zwar unter die gesetzliche Einlagensicherung, erzielen jedoch nur geringe Renditen. Das angesparte Geld verliert meist real an Wert. Deshalb sollten auch Anlagemöglichkeiten, die ein gewisses Risiko beinhalten, aber deutlich höhere Renditen erzielen, in Erwägung gezogen werden. Mit einer Mischung aus renditestarken und risikoarmen Anlagen kann die finanzielle Zukunft der Kinder besser abgesichert werden. Zum Schutz vor Verlusten empfiehlt sich eine ausreichende Risikostreuung. Zur Recherche empfehlen wir unabhängige und seriöse Quellen wie www.gevestor.de, www.finanztip.de oder auch www.handelsblatt.com. Durch den Erhalt wertvoller Informationen gestaltet sich die Entscheidung für die richtige Geldanlage für Kinder erheblich einfacher. Zu den traditionellen Anlagemöglichkeiten zählen Fest- oder Tagesgeldkonten. Bevor monatlich eine bestimmte Summe eingezahlt wird, sollte jedoch nach einem Angebot mit guten Zinskonditionen gesucht werden. Eine Investition in Tagesgeldkonten lohnt sich jedoch auch in dieser Niedrigzinsphase nicht wirklich. Schon schnell sinken die Zinsen auf unter 0,5%.

Fondssparpläne und breit streuende Aktienfonds

Wenn das angesparte Guthaben alle 2 Jahre auf ein Festgeldkonto mit höheren Zinsen umgeschichtet wird, entsteht im Laufe der Zeit ein nennenswertes Guthaben. Allerdings ist das Geld auf einem Festgeldkonto während der gesamten Laufzeit nicht verfügbar. Eine weitere Alternative zur Geldanlage für Kinder ist der Banksparplan. Sparpläne bieten den Vorzug einer steigenden Verzinsung. Bei manchen Sparmodellen wird am Ende der Laufzeit zusätzlich zu den Zinsen ein Bonus gewährt. Höhere Renditen können mit einem Fondssparplan erzielt werden, allerdings sollten Eltern bereit sein, dabei ein gewisses Risiko einzugehen. Von Finanzexperten werden breit streuende Aktienfonds oder Exchange Traded Funds (ETFs) als Geldanlagen für Kinder empfohlen. Der an der Börse gehandelte ETF bildet ähnlich wie der DAX einen Aktienindex ab. Verglichen mit aktiv gemanagten Fonds entstehen bei ETFs weniger Gebühren. ETFs unterliegen ebenso wie Aktien den Wertschwankungen der Börse und können auch an Wert verlieren. Um das Verlustrisiko so gering wie möglich zu halten, sollte das Kapital für einen längeren Zeitraum angelegt und auf verschiedene Fonds verteilt werden. Bei einer Anlagedauer von 10 Jahren können Fondsverluste wieder ausgeglichen werden. Mit Fonds, die in Aktien investiert werden, konnten seit 1996 jährlich Renditen von durchschnittlich 6% erzielt werden. Es wird deshalb empfohlen, möglichst früh mit der Geldanlage für Kinder zu beginnen. Wenn bereits im Babyalter regelmäßig kleine Beträge angelegt werden, können ordentliche Renditen erzielt werden. Das Ansparen lohnt auch dann, wenn keine größeren Summen einbezahlt werden können. Auch kleinere Beträgen erwirtschaften Zinsgewinne und Renditen. Auf einem Kinderkonto kann mündelsicher gespart werden. Das Geldvermögen von Kindern wird durch den Gesetzgeber geschützt, indem die Kontoinhaberschaft auf den Namen des Kindes festgelegt wird.

Verantwortungsvoller Umgang mit Geld lernen

Da Kinder nur beschränkt geschäftsfähig sind, müssen Eltern als Sorgerechtsbeauftragte bei einer Kontoeröffnung einiges beachten. Bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos für Kinder ist vorher eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten auszufüllen. Von den meisten Banken wird erwartet, dass die Eltern ihre Elternschaft durch das Einreichen einer Kopie der Geburtsurkunde legitimieren. Sobald das Kinderkonto eröffnet ist, kann jedes Geldgeschenk, das der Nachwuchs von Verwandten, Taufpaten oder Freunden erhält auf dieses Konto eingezahlt werden. Ein Kinderkonto kann in Form eines Sparkontos oder als Girokonto geführt und von den Eltern verwaltet werden. Bei manchen Banken erhalten Kinder bereits ab sieben Jahren ihre eigene Bankkarte. Für Kinderkonten gelten besondere Regeln. Ein Kinder-Girokonto muss immer im Guthaben geführt werden, eine Überziehung des Kontos ist ausgeschlossen. Für Kinderkonten dürfen Banken keine Kontoführungsgebühren berechnen. Lediglich bei der Ausstellung einer Prepaid-Kreditkarte können Gebühren entstehen. Mit einem eigenen Kinderkonto lernen Kinder schon frühzeitig den verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Über das Guthaben auf dem eigenen Konto dürfen Kinder erst verfügen, wenn sie volljährig werden. Vorher wird das Konto von den Erziehungsberechtigten verwaltet. Eltern, die sich sorgen, dass ihr 18-jähriges Kind das gesamte Geld für unnütze Dinge ausgibt oder auf einen Schlag verprasst, können einen Auszahlplan vereinbaren (sehr zu empfehlen!). Dadurch ist das Ersparte nur in bestimmten Raten verfügbar. Die Ratenvereinbarung kann mit der Bank auch dann noch getroffen werden, wenn das Kind bereits 17 Jahre alt ist. Großeltern, die ein Konto für ihre Enkel eröffnen möchten, benötigen dazu die Vollmacht der Eltern des Kindes. Alleinerziehende brauchen zur Kontoeröffnung für ihren Nachwuchs einen Nachweis über das alleinige Sorgerecht.


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