Erziehung in der Konsumgesellschaft

Nicht selten staunen wir Erwachsenen, was heutzutage alles käuflich ist – und wie leicht noch zudem! Ständig werden wir von Fernsehen, Internet und Radio audiovisuell völlig mit Reizen überflutet, die wir kaum noch verarbeiten können. Und wenn selbst wir von der Multioptionalität unserer Gesellschaft überfordert sind, wie sollte es bei unseren Kindern anders sein? Schließlich können sie noch nicht so leicht zwischen nötigen und unnötigen Informationen filtern, wie manche von uns es über Jahre gelernt haben. Eine logische Folge dieser gesellschaftlichen Entwicklung: Die Erziehung wird schwieriger. Doch welche Gründe gibt es dafür im Detail? Wie sollten Eltern damit umgehen? Diese und weitere Fragen beantwortet dieser Artikel und gibt Tipps, wie man mit der Erziehung in der Konsumgesellschaft am besten verfahren könnte.

Warum Erziehung in der Konsumgesellschaft schwierig ist

Nun, auch wenn einige Aspekte schon angedeutet wurden, lohnt es sich, die Frage nach den Gründen für die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Erziehung in der Konsumgesellschaft näher zu beleuchten. Zunächst ist die Frage zu stellen, ob sich die Konsumgesellschaft nicht schon vor langer Zeit entwickelt hat. Und zweifelsohne stimmt das zum Teil auch: Denn ihre Anfänge nahm die moderne Form dieser Art von Konsumkultur zumindest in Deutschland bereits mit dem Wirtschaftswunder in den Fünfzigern. Wirtschaftlicher Aufschwung und die Fähigkeit sowie der Wille zum Konsum ergänzten sich derart, dass schon bald ein größeres Maß an Wohlstand für einen Großteil der Bevölkerung erreicht wurde. Entsprechend änderten sich natürlich auch die erzieherischen Maßstäbe.
Herrschte früher noch ein strikt autoritäres Erziehungsbild, wurden nicht nur, aber auch wegen des steigenden Wohlstandes im Laufe der Zeit andere Wege gegangen. Das Konzept der gewaltlosen Erziehung wurde zunehmend populärer. In den Sechzigern präferierten einige Eltern plötzlich sogar den antiautoritären Stil – dabei steht die Idee im Mittelpunkt, den Kindern viele Freiräume zu lassen und ihnen somit Platz zur Selbstentfaltung zu geben. Problematisch ist allerdings, dass diese Erziehungsart von vielen Eltern falsch interpretiert wurde und somit eher an ein Laissez-Faire erinnerte. So oder so lässt sich beobachten, dass die Ideen, welche Pädagogen und Wissenschaftler von der Erziehung entwickelten, recht eng mit dem wirtschaftlichen Status des Landes zusammenhingen.

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge

Aber wie ist es wirtschaftlich um unsere Nation in der Gegenwart bestellt? Deutschland ist die größte Volkswirtschaft innerhalb der Europäischen Union und die viertgrößte weltweit – hinter den USA, China und Japan. Gleichzeitig hat Deutschland eine der höchsten Beschäftigungsquoten innerhalb der EU und damit einen relativ großen Wohlstand erreicht, auch wenn selbstverständlich nicht alle Menschen auf dem gleichen, hohen Niveau leben.

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge

Dass in einem wirtschaftlich so erfolgreichen Land auch die Konsumkultur weit entwickelt ist, dürfte logisch sein. Aber die Stufe des Ausmaßes dürfte erläuterungsbedürftig sein, denn sie fällt als vermeintliche Selbstverständlichkeit im Alltag kaum noch auf. Faktisch allerdings können wir mittlerweile von zuhause aus die allermeisten Konsumgüter online bestellen, ohne auch nur einen einzigen Schritt vor unsere Haustüren machen zu müssen. Wir können im Internet in Minuten hunderte von Euro ausgeben, ohne uns physisch anstrengen zu müssen. Smartphones sind allgegenwärtig, und wer Tempo mit der Kommunikation der anderen Menschen halten und sich Up-to-Date halten will, braucht unbedingt eines. Die Zeiten, in denen man weit fahren musste, um bestimmte Konsumgüter zu kaufen, sind vorbei.

Was frühere Luxusgüter angeht, so sind sie mittlerweile schlichtweg ein allgemeiner Standard geworden. Vorbei die Zeiten, in denen manche Obstsorten kaum erhältlich waren, Kaffee oder Schokolade absolute Ausnahmen waren und technische Geräte echte Kuriositäten darstellten. Heute können und wollen viele Menschen einen Fernseher haben, einen vollen Kühlschrank, einen Marken-Laptop, ein möglichst luxuriöses Auto und viele weitere Annehmlichkeiten.

Und diese Erwartungshaltung der Erwachsenen überträgt sich natürlich auf die Kinder – wie sollte es auch anders? Gerade, wenn diese jünger sind, nehmen wir sie überall mit hin, so zum Beispiel in den Supermarkt. Dort sehen sie die ganze Produktpalette, die der Konsum so zu bieten hat. Bei durchschnittlich 10.000 Artikeln pro Geschäft ist das eine große Menge – und ganz besonders an der Kasse warten auf die Kleinen noch Süßwaren, die mitgenommen oder erquengelt werden wollen. Schließlich ist der Aufbau von Supermärkten darauf getrimmt, möglichst viel Umsatz zu generieren. Ob das erziehungstechnisch hilfreich ist oder nicht, ist den Firmen dabei freilich herzlich egal.

Die multimediale Beschallung ist indes natürlich auch besonders für diejenigen Unternehmen praktisch, die sich auf Kinder und Jugendliche spezialisiert haben. Mit ihrer Hilfe können sie ihre Werbebotschaften viel leichter auf Jungen und Mädchen ausrichten, als dies früher der Fall gewesen wäre.

Dennoch können wir unsere Kinder nicht den Einflüssen der modernen Marktwirtschaft entziehen. Durch eigenes Taschengeld können sie nach und nach lernen mit Geld umzugehen und sich ihr regelmäßig verfügbares Budget einzuteilen.

Gruppenzwang als wichtiger Faktor

Und dann gibt es da noch den Faktor internetfähiges Smartphone: Viele Eltern statten ihre Kinder schon früh mit den Geräten aus, was ja durchaus verständlich ist. Schließlich ist es so wesentlich einfacher, sich etwa über ihre Sicherheit zu informieren. Allerdings sind Kinder und Jugendliche traditionell neugierig und wollen alle möglichen Funktionen ausprobieren. Und kommen sie erst mal in den Genuss von Spiel-Apps, verlangen diese nicht selten Geld von ihnen, damit sie sämtliche Funktionen nutzen können. Die erste Anlaufstelle sind dafür natürlich stets die Eltern, denn unter einer gewissen Altersgrenze verdienen die Sprösslinge ja noch nichts.

Dabei ist es keineswegs so, dass es früher keine ähnlichen Effekte gegeben hat. Ältere Semester können sich sicher daran erinnern, dass auch sie schon ein Spielzeug hier und eine Süßigkeit da wollten. Allerdings waren die Medienpräsenz und der Einfluss der Werbung noch nicht so stark wie heute. Inzwischen muss man von einer wirklichen Omnipräsenz sprechen.

Dazu kommt natürlich ein gruppendynamischer Effekt, der viel stärker wirkt als früher. Denn auch die anderen Heranwachsenden verfügen über die scheinbar unverzichtbare Informationstechnologie. Somit ist ein stärkeres Potenzial für immensen Gruppendruck gegeben, als dies früher überhaupt möglich gewesen wäre. Denn gerade im jungen Alter stellt die Identifikation mit anderen Menschen gleichen Alters einen sehr wichtigen Entwicklungsfaktor dar – also neigen wir dazu, das Verhalten anderer Altersgenossen zu imitieren und umgekehrt. Dass dies den Herstellern aller Arten von Produkten, die für die jungen Menschen attraktiv erscheinen, in die Karten spielt, ist dabei natürlich ein unguter Faktor.

All das macht letzten Endes die Erziehung der Sprösslinge nicht eben leichter. Eltern sehen sich zudem einer ständigen wirtschaftlichen Weiterentwicklung und rasenden technologischen Entwicklung ausgesetzt. Und meistens ist es so, dass die Jüngeren neue Technik schneller und intuitiver verstehen als die Älteren. Wie soll jemand Kinder erziehen, wenn die Lebenswelt der Jüngeren zunehmend schlechter verstanden wird?

Einflüsse auf Kinder

Die verschiedenen Einflüsse, denen Kinder ausgesetzt sind, verdienen besondere Aufmerksamkeit. Denn nur, wer sie eingehend analysiert, kann sich auch ihren Folgen stellen und an einer Verbesserung arbeiten. Zunächst haben wir schon die Medien als maßgeblichen Einfluss herausgearbeitet.

Einflüsse auf Kinder

Hier sollten wir allerdings mehr ins Detail gehen. Zu den wichtigsten Kanälen, die überhaupt von Marketing-Strategen eingesetzt werden, um an die sogenannte „junge Zielgruppe“ zu kommen, gehören die sogenannten Sozialen Medien, allen voran Facebook. Viele Erwachsene, aber entsprechend auch Jugendliche registrieren kaum, dass das Portal gewinnorientierten Zielen folgt. Das Unternehmen ist um diese Illusion auch bemüht. Denn mit der Kostenlosigkeit des Angebots wird suggeriert, dass auch kein Gewinn erwirtschaftet würde. Diesen generiert Facebook jedoch, und zwar nicht zu knapp. Zahlreiche Firmen kaufen die Daten der User und generieren dann spezifischen Content für die jeweiligen Zielgruppen. Dadurch sieht diese Werbung mittlerweile nicht einfach nur für alle User gleich aus, sondern passt sich je nach den Interessen des Benutzers individuell an.

Besonders schwierig ist der richtige Umgang bei Sozialen Medien, weil auch hier relativ schnelle Verschiebungen stattfinden. War hier noch vor wenigen Jahren Facebook unangefochtener Platzhirsch, greifen besonders jüngere Menschen jetzt häufiger zu Snapchat oder Instagram. Die Dynamik, bei der Privatpersonen kaum noch mithalten können, ist aber Aufgabe und Sinn der großen Marketingabteilungen, dem sie ziemlich effektiv nachkommen.

Influencer als Marketinginstrument

Durch die Zusammenarbeit mit sogenannten Influencern versuchen sie praktisch Scheinwerbung zu machen, die subtiler wirkt als die eigene. Das funktioniert in etwa so: Ein Vorbild der Kinder schließt mit einem Unternehmen einen Vertrag ab, deren Produkte, zum Beispiel Kleidung oder Make-Up zu vermarkten. Diese stellen die entsprechenden Gegenstände dann vor, ohne sich in diesem Fall aber explizit als Testimonials vorzustellen. Auf diese Weise entsteht schnell der Eindruck, dass sie die Produkte aus eigener Überzeugung statt vorzugsweise aus finanziellen Gründen positiv darstellen.

Das Problem: Diesen Umstand reflektieren Jugendliche oft nicht, sondern klicken stattdessen nichtsahnend auf die Links, die ihnen die Influencer gleich unter ihren Beiträgen liefern und direkt zur Möglichkeit führen, das vorgestellte Produkt zu erwerben. Ein weiterer Vorteil für die Werbeindustrie ist die Tatsache, dass Vorbilder für Kinder sehr wichtig sind. Und plötzlich sagen sie von bestimmten Konsumgegenständen, dass sie diese nur empfehlen können – schon klingelt die Kasse, spätestens dann, wenn die Eltern dem dauernden Druck ihres Kindes nachgeben.

Übrigens sind die Einflüsse, die YouTube und Co. auf die Kinder und Jugendlichen haben, viel größer als die des Fernsehens. Und in der Tat bieten sie der Industrie auch viel mehr Manipulationsmöglichkeiten. Denn im Fernsehen kann man nur mit Spots arbeiten, die zudem in Produktion und Ausstrahlung viel mehr kosten als bei den Möglichkeiten, die das World Wide Web zur Verfügung stellt.

Die Suggestion von Trends, die wir bereits bei den Testimonials vorgestellt haben, gehört dabei zu den lukrativsten Vorgehensweisen für die Unternehmen. Auch eigene Postings oder das Verschicken von kostenlosen Proben an diverse Blogs, die das Produkt dann „neutral“ testen, gehören zu den beliebtesten Verfahren.

Wie Konsum die Lebensfreude verringern kann

Wie Konsum die Lebensfreude verringern kann

Unsere Gesellschaft hat eine problematische Entwicklung durchgemacht. Denn mittlerweile wird unser ganzes Land an einem bestimmten Maßstab gemessen, der die Qualität unseres Lebens darstellen soll. Es handelt sich hierbei um das sogenannte Brutto-Inlands-Produkt. Obwohl es sich dabei um eine rein wirtschaftliche Größe handelt, wird es oft und gern als allgemein lebensqualitative Angabe behandelt. In Nachrichten und den Zeitungen gleichermaßen wird es als eine Art Goldenes Kalb angesehen, das man vor sich herträgt.

Was aber, wenn die Produktion von Waren und Dienstleistungen im Inland nicht als Maßstab herhalten kann? Was, wenn die damit einhergehende Konsumfähigkeit der Menschen nicht allein als Spiegel der Lebensfreude und –qualität dient? Man muss nicht zu den Hardlinern der Bewegung zählen, die behauptet, dass Konsum allgemein schädlich sei. Tatsächlich gibt es zahlreiche psychologische Phänomene wie die Reziprozität, die gleichzeitig bewiesen sind und zeigen, dass Konsum im Allgemeinen keineswegs etwas Schlechtes sein muss. Wie so oft ist es die goldene Mitte, die wir austarieren müssen.

Denn natürlich ist es schön, sich etwas zu gönnen, vor allem dann, wenn man es sich verdient hat. Warum sollte man zum Beispiel den anhaltenden Schulerfolg oder gutes Verhalten seiner Kinder nicht entsprechend belohnen? Doch das Problem, das mit dem Konsum einhergeht, ist doch ein anderes: Je mehr wir geben, desto mehr scheinen die Kinder zu verlangen. Irgendwann scheinen sie bei kleinen Geschenken kaum noch eine Reaktion zu zeigen, immer größer müssen die Gaben dann werden – eine Endlosspirale.

Wenn sich die Kinder also daran gewöhnt haben, dass sie davon viele bekommen, schwindet auch hier die Freude, es geht also nur noch um ein „Höher, schneller, weiter“. Allerdings kann dann keine Rede mehr davon sein, sich wirklich darüber freuen zu können – und was ist Lebensqualität anderes als Freude? Wenn wir nicht mehr zufrieden sind und nie satt, kann unser Leben niemals wirklich erfüllt sein. Niemals ist dann der Punkt an dem wir uns zurücklehnen können und aufhören, nach dem nächsten Mehr an Gütern zu verlangen.

Maßvoll konsumieren ist daher auch in puncto Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein dringendes Thema, dem sich die Menschen stellen müssen. Denn die endlichen Ressourcen unseres Planeten werden irgendwann mit der Gier der Menschen kollidieren. Maß zu halten ist insofern keine Frage des Wollens, sondern mittel- und langfristig eine Pflicht.

Was Eltern tun können

Eltern sind natürlich im einundzwanzigsten Jahrhundert weder stärker noch weniger gefragt, als sie es in vergangenen Zeiten waren. Die Wahrheit ist aber, dass sie in der Tat anders gefordert sind. Denn ihre Aufklärungspflichten gehen viel weiter, und damit ist auch der Zwang größer, sich selbst mit den Inhalten auseinanderzusetzen.

Wie will man ihnen zum Beispiel den Umgang mit Sozialen Medien beibringen, wenn man selbst davon keine Ahnung hat? Ohne die entsprechenden Qualifikationen wird kaum jemand mitsprechen können, geschweige denn die Kinder auf diesen Gebieten ausreichend zu sensibilisieren. Es führt also kein Weg daran vorbei, sich, wenn man sie schon nicht selbst nutzt, wenigstens über die Sozialen Netzwerke zu informieren und darüber im Bilde zu sein, was der Nachwuchs dort so treibt.

Nur dann kann man sie darüber aufklären, dass es in diesen Netzen keineswegs nur „sozial“ sondern auch ausgesprochen verkaufsorientiert zugeht. Ohne die Info, dass viele der Vorbilder, denen sie zum Beispiel auf Instagram folgen, von Firmen mit Werbung beauftragt wurden, können sie auch nicht über die Verkaufsinteressen, die dahinterstecken reflektieren. Das Interesse der Eltern sollte also nicht auf Verboten liegen – denn diese bringen meistens ohnehin eher das Gegenteil. Stattdessen sollte es um ein konstruktives Informieren und um den Anstoß gehen, kritisch nachzudenken.

Zudem sollte man Töchtern und Söhnen in geeigneter Form die Möglichkeit einräumen, über die Notwendigkeit ihres Konsums nachzudenken. Was brauchen sie wirklich? Was glauben sie nur durch die Vorgaben der Werbeindustrie oder Altersgenossen zu brauchen? Wenn sie dann anschließend dabei bleiben, dass sie unbedingt jedes Gerät und jeden Gegenstand brauchen, können die Eltern darauf nur noch wenig Einfluss nehmen.

Was die Eltern allerdings ohne Zweifel tun können: Ein Fest wie Weihnachten sollte man beispielsweise trotz aller Schwierigkeiten im Familienkreis feiern, zusammen essen und schöne Stunden miteinander verbringen. Die Eltern lassen sich allzu oft von den Bildern in den Medien, die eine glückliche Familie um den Weihnachtsbaum propagieren beeinflussen. Jeder sollte das Fest lieber nach seinen eigenen Wünschen gestalten und dabei müssen große Geschenke nicht die Hauptrolle spielen.

Die Freude, gemeinsam Zeit zu verbringen und etwa statt gekaufter Geschenke ganz persönliche oder selbst gestaltete zu überreichen, kann man sehr wohl beibringen, indem dies aktiv vorgelebt wird. Motiviert man die Kinder, persönlichere Geschenke zu machen, sind auch sie entlastet. Der Konsum muss an Weihnachten nicht im Mittelpunkt stehen. Gerade kleinere Kinder sind meist sehr offen für traditionelle Gebräuche und Sitten.

Überführt man diese Strategie in den Alltag, lernen die Kinder etwas daraus. Ob man damit gegen die Gruppendynamik und permanente audiovisuelle Überflutung ankommt, ist natürlich fraglich. Denn neben den bereits angesprochenen Verboten kann man natürlich auch versuchen, die elektronischen Geräte von den eigenen Kindern möglichst fern zu halten – das wird aber natürlich nicht gelingen! Aus diesem Grunde sind konstruktive Versuche vorzuziehen.

Die richtige Balance finden

Die richtige Balance finden

Folglich geht es also auch auf der Beziehungsebene um die richtige Balance. Man sollte seinen Kindern weder all das kaufen, was sie gerne hätten, noch muss man ihnen alles verweigern. Richtig ist es, nicht einfach permanent bei jeder Nörgelei der Kleinen den Widerstand aufzugeben – auch, wenn es schwierig sein kann. Denn wie sollen Kinder zu einem Bewusstsein über diese Fragen gelangen, wenn ihnen jeder Wunsch stets erfüllt wird? Unser Einfluss als Eltern ist begrenzt, aber den, den wir haben, sollten wir auf jeden Fall wahrnehmen. Nur so können wir bewirken, dass Konsum reflexiv beurteilt wird, statt ihm entweder dogmatisch zu entsagen noch bedingungslos und leider auch willenlos zu folgen.


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