Eisprungrechner: fruchtbare Tage berechnen mit dem Eisprungkalender

Wenn Frau und Mann bereit für ein Baby sind, beginnt eine spannende Zeit. Meist soll es dann mit dem schwanger werden möglichst ganz schnell gehen. Aber nicht alle wissen, dass es nur wenige Tage innerhalb eines Monatszyklus gibt, die wirklich chancenreich sind. Daher ist es sehr wichtig, die fruchtbaren Tage zu kennen, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Unser Eisprungrechner hilft Ihnen dabei, diese Tage zu berechnen, und liefert eine Menge an nützlichen Infos gleich mit.

Fruchtbare Tage jetzt berechnen:

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Eisprungrechner bzw. Zyklusrechner berechnet die fruchtbaren Tage einer Frau.
  • An den fruchtbaren Tagen um den Eisprung herum ist die Chance schwanger zu werden besonders groß.
  • Wenn Sie Zyklusschwankungen haben, zeigt unser Eisprungkalender mehr fruchtbare Tage an, damit es auch bei Ihnen klappt.
  • Neben den fruchtbaren Tagen gibt es noch mehr nützliche Informationen, die auf Ihren individuellen Zyklus abgestimmt sind.
  • Der Eisprungrechner sollte nicht zur Verhütung eingesetzt werden!

Was ist ein Eisprungrechner überhaupt?

Ein Eisprungrechner, auch Fruchtbarkeitsrechner oder Zyklusrechner genannt, berechnet anhand weniger Eckdaten, an welchen Tagen Sie voraussichtlich fruchtbar sind. Denn nur an den fruchtbaren Tagen ist die Chance auf eine Schwangerschaft groß genug, damit Sex auch tatsächlich zu einem Baby führen kann. Natürlich liegt ungewollte Kinderlosigkeit nicht immer an Unkenntnis der fruchtbaren Tage. Auch andere Gründe können eine Schwangerschaft erschweren bis unmöglich machen. Aber wer seine fruchtbaren Tage kennt und weiß, wann der Eisprung etwa stattfindet, kann die Erfolgschancen um ein Vielfaches erhöhen.

Das passiert beim Eisprung

Während der ersten Zykluswoche reifen bis zu 15-20 Eibläschen (Follikel) pro Eierstock heran. Jedoch nur das am weitesten entwickelte Eibläschen (oder im Einzelfall auch zwei oder drei) setzt sich durch und wird zum Leitfollikel. Alle anderen sterben ab. In welchem Eierstock das Leitfollikel heranreift, ist rein zufällig. Nur ganz selten kommt es vor, dass in beiden Eierstöcken gleichzeitig reife Leitfollikel zu finden sind.

Am Tag des Eisprungs bricht die Follikelhülle des Leitfollikels auf, und die Eizelle wird durch die Wand des Eierstocks in den trichterförmigen Eingang des Eileiters befördert. Dort sendet sie Lockstoffe aus und bleibt 6-24 Stunden lang befruchtungsfähig. Treffen nun die paar hundert Spermien, die die Reise durch den Körper der Frau überlebt haben, auf die Eizelle, wird sich ihre Membran nur für ein einziges von ihnen öffnen. Sobald eines hereingelassen wurde, verschließt sich die Außenhaut für alle anderen und die Zellteilung beginnt.

Die beim eigentlichen Eisprung übrig gebliebene Follikelhülle entwickelt sich zum Gelbkörper und beginnt Progesteron zu produzieren. Dieses Hormon sorgt unter anderem dafür, dass sich die Gebärmutter auf die Ankunft der befruchteten Eizelle einstellen kann, in dem sie beginnt, Schleimhaut aufzubauen.

Die Eizelle braucht etwa 4-5 Tage, bis sie in der Gebärmutter ankommt. Die Einnistung einer befruchteten Eizelle dauert ebenfalls wiederum einige Tage. Ist die Eizelle bei ihrer Ankunft in der Gebärmutter unbefruchtet, zerfällt sie und der Gelbkörper beginnt, sich zurückzubilden. Schleimhaut und Eizellreste werden mit der nächsten Regelblutung abgestoßen.

Der Tag des Eisprungs stellt den fruchtbarsten Tag des gesamten Zyklus dar, aber schon vorher kann ungeschützter Sex zu einer Schwangerschaft führen. Denn einige Spermien schaffen es, im Körper der Frau bis zu 6 Tage zu überleben. Sie warten dann einfach in Gebärmutter und Eileiter auf die reife Eizelle.

Wann findet der Eisprung normalerweise statt?

Je nach Zykluslänge und Hormonlage kann der Tag des Eisprungs variieren. Meist rechnet man 12 bis 16 Tage vom Beginn der folgenden Regelblutung zurück. Aber auch, wenn Ihr Zyklus bisher immer gleich lang war, kann der Eisprung um ein bis zwei tage variieren. Wenn Sie in den letzten 12 Monaten schon einmal einen kürzeren Zyklus hatten, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Eisprung wieder früher stattfindet.

So sicher ist ein Eisprungkalender

Ein Fruchtbarkeitsrechner bzw. Eisprungrechner kann immer nur einen Näherungswert errechnen. Der tatsächliche Tag des Eisprungs kann dennoch vorher oder nachher stattfinden. Eine Garantie kann es nicht geben. Genauso wenig, wie Sex am Tag des Eisprunges immer zu einer Schwangerschaft führt. Denn auch bei jungen, gesunden Frauen beträgt die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Befruchtung an diesem Tag nur 30%. Meist dauert es etwa ein halbes Jahr, bis die Frau tatsächlich schwanger ist. Bei manchen geht es sehr viel schneller, andere versuchen es ein ganzes Jahr, bis es klappt.

Betrachten Sie den Eisprungrechner als eine Orientierungshilfe, um Ihre Chancen zu steigern. Wenn Ihre Zykluslänge variiert, zeigt Ihnen unser Eisprungkalender zusätzliche Tage an, die Sie als fruchtbar annehmen können. Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, können Sie mit den Methoden der natürlichen Familienplanung (NFP) Ihren eigenen Zyklus ganz individuell beobachten und auswerten.

Wenn Sie nach einem Jahr noch nicht schwanger sind, lohnt sich ein Besuch beim Gynäkologen bzw. in einer Kinderwunschklinik, denn manchmal steckt tatsächlich eine Fehlfunktion bei der Frau und in 30% der Fälle auch beim Mann dahinter. Aber keine Sorge, es gibt mittlerweile einige erfolgversprechende Methoden der künstlichen Befruchtung. Nicht natürlich schwanger werden zu können, ist also nicht das Ende der Welt.

Ein Eisprungkalender ist nicht zur Verhütung geeignet

Egal welcher Zykluskalender, verhüten sollten Sie damit nicht. Die aktuelle Hormonlage einer Frau und bestimmte Umwelteinflüsse können immer dazu führen, dass sich der Zyklus verkürzt oder verlängert. Und selbst, wenn der Zyklus immer gleich lang ist, kann der Eisprung selbst an unterschiedlichen Tagen stattfinden. Mit der Kalendermethode verhüten zu wollen, ist nur dann eine gute Idee, wenn es nicht schlimm ist, wenn daraus doch ein Baby entsteht. Ansonsten gleicht es eher einem Glücksspiel.

Die besten Tage für Sex

Wenn Sie innerhalb der fruchtbaren Tagen einmal miteinander schlafen, sind Ihre Chancen schwanger zu werden schon recht gut. Besser ist es jedoch, innerhalb der fruchtbaren Zeit etwa alle 2-3 Tage Sex zu haben. Am besten stehen die Chancen, wenn Sie am Tag des Eisprungs Geschlechtsverkehr haben. Täglich wäre kontraproduktiv, denn so schnell können Samenzellen nicht nachproduziert werden. Ideal wären 4 und 2 Tage vor dem Eisprung sowie am Tag des Eisprungs selbst. Aber vergessen Sie bei aller Planung bitte den Spaß an der Sache nicht. Denn zu viel Druck führt zu Stress und der kann sich negativ auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau auswirken. Also gehen Sie es immer schön entspannt an. Das wird schon! 🙂

Eisprungkalender, Zykluskalender, Fruchtbarkeitskalender – ist das alles dasselbe?

Ja, es gibt einige gängige Namen. Aber sie bedeuten alle das Gleiche: Die voraussichtlich fruchtbarsten Tage werden mithilfe eines Eisprung- (Zyklus- oder Fruchtbarkeits-) rechners ermittelt und im Kalender angezeigt.

Das müssen Sie tun, um Ihren Eisprung zu berechnen

Es ist ganz einfach. Folgende Schritte sind nötig, damit der Eisprungrechner die fruchtbaren Tage möglichst genau anzeigen kann:

  1. Wählen Sie den ersten Tag Ihrer letzten Menstruation aus.
    Hinweis: Die Berechnung beginnt immer an dem Tag, an dem die Regelblutung in voller Stärke eingesetzt hat. Etwaige Schmierblutungen zählen noch nicht als Menstruation.
  2. Geben Sie Ihre längste Zykluslänge (z.B. 28 Tage) in den letzten 12 Monaten ein.
    Hinweis: Die Länge des Zyklus kann ziemlich variieren. Sie ist aber wichtig, um den Eisprung berechnen zu können.
  3. Geben Sie Ihre kürzeste Zykluslänge (z.B. 25 Tage) in den letzten 12 Monaten ein.
    Hinweis: Wenn es ab und zu verkürzte Zyklen gibt, findet Ihr Eisprung in diesem Zyklus vielleicht auch früher statt, als Sie denken. Der Eisprungkalender zeigt Ihnen dann mehr fruchtbare Tage an.
  4. Drücken Sie auf „Kalender erstellen“, um Ihren persönlichen Eisprungkalender zu generieren.

Das zeigt unser Eisprungkalender

Wenn Sie alle Daten in den Eisprungrechner eingegeben haben, wird der eigentliche Eisprungkalender erstellt. Darin finden Sie neben den fruchtbaren Tagen selbst auch eine ganze Reihe an nützlichen Informationen, die für eine bevorstehende Schwangerschaft nützlich sind.

  • Die fruchtbaren Tage:
    Etwa 5 Tage vor dem Eisprung beginnt bereits die fruchtbare Phase. Denn vor allem weibliche Spermien können bis zu 5 Tage im Körper der Frau überleben und dort auf den Eisprung warten. Wenn Sie ab und zu kürzere Zyklen haben, werden Ihnen entsprechend mehr fruchtbare Tage angezeigt. Denn dann könnte Ihr Eisprung diesmal wieder früher stattfinden. So verpassen Sie die fruchtbaren Tage auf keinen Fall!
  • Die sehr fruchtbaren Tage:
    Dies ist immer der Tag des Eisprungs selbst sowie der Tag davor. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft, wenn Sie Sex an diesen Tagen haben, beträgt immerhin bis zu 30%.
  • Der voraussichtliche Tag des Eisprungs:
    Dieser Tag ist für Sie der wichtigste Tag im ganzen Zyklus. Denn wenn es geklappt hat, entsteht ab diesem Tag neues Leben und Ihr Baby wächst heran. Der Tag des Eisprungs kann aber variieren. Denn auch, wenn Ihr Zyklus immer regelmäßig ist, kann der Eisprung selbst manchmal etwas früher oder später stattfinden. Betrachten Sie unseren Kalender daher als Orientierungshilfe.
  • Tage mit der größten Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen:
    Da Spermien mit X-Chromosom (Mädels) meist belastbarer sind, überdauern sie länger im Körper als solche mit Y-Chromosom. Eine Garantie gibt es natürlich nicht.
  • Tage mit der größten Wahrscheinlichkeit für einen Jungen:
    Spermien mit Y-Chromosom sind meist schneller als ihre weiblichen Kollegen. Deshalb führt Sex zum Zeitpunkt des Eisprungs eher zu einem Baby-Jungen als zu einem Baby-Mädchen. Mehr zum Thema Geschlecht des Babys beeinflussen können Sie hier nachlesen.
  • Der erste mögliche Tag für einen Bluttest:
    Bluttests werden bei Bedarf vom Arzt durchgeführt. Sie testen das Schwangerschaftshormon HCG und können schon sehr geringe Mengen davon im Blut nachweisen, wenn Urintests noch gar nicht anschlagen. Allerdings warten die meisten Ärzte noch ab und führen dann einen normalen Urintest durch.
  • Der erste Tag für einen Schwangerschaftstest mit Urin:
    Schwangerschaftstests für den Hausgebrauch testen immer den Urin. Sie können als Faustregel etwa 2 Wochen nach dem angenommenen Eisprung oder am Tag der ausbleibenden Regelblutung durchgeführt werden. Manchmal reicht die HCG-Konzentration im Urin jedoch noch nicht aus, so dass etwas länger abgewartet werden muss.
  • Der voraussichtliche Beginn der nächsten Menstruation:
    Wenn es nicht geklappt hat, setzt irgendwann die Regelblutung ein. Unser Eisprungrechner zeigt den wahrscheinlichsten Tag dafür an. So erkennen Sie leicht, ab wann ein Ausbleiben der Regel tatsächlich für eine Schwangerschaft sprechen kann.

In der Tabelle direkt unter dem Eisprungrechner finden Sie noch mehr nützliche Informationen:

  • Beginn der letzten Menstruation
    Dies ist das Datum, dass Sie selbst im Rechner eingegeben haben. Es ist wichtig, um den bevorstehenden Eisprung in diesem Zyklus überhaupt abschätzen zu können. Ist eine Schwangerschaft eingetreten, wird zuerst immer vom ersten Tag der letzten Menstruation an gerechnet, selbst wenn Ihr Zyklus länger sein sollte. Also ist es gut, das Datum parat zu haben, wenn Sie beim Arzt danach gefragt werden. Der Frauenarzt korrigiert den errechneten Geburtstermin gegebenenfalls nach einigen Wochen.
  • Voraussichtlicher Tag des Eisprungs
    Der voraussichtliche Tag des Eisprungs, auch Ovulation genannt, ist ein Näherungswert, der sich nach Ihrer Zykluslänge und dem ersten Tag Ihrer kommenden Menstruation richtet. Denn normalerweise findet der Eisprung etwa 14 Tage (12 – 16 Tage) vor dem Einsetzen der nächsten Blutung statt und nicht, wie bei vielen Zyklusrechnern, 14 Tage nach dem Beginn der letzten Regelblutung. Wenn Sie einen Bilderbuchzyklus von 28 Tagen haben, fällt diese falsche Berechnung nicht auf. Wenn Sie jedoch einen verlängerten Zyklus haben, werden Sie einen deutlichen Unterschied feststellen.
  • Errechneten Geburtstermin (auch ET genannt):
    Wenn es in diesem Zyklus klappt, lässt sich der Geburtstermin mit dem Zyklusrechner relativ leicht voraussagen. Auch wenn nur etwa 3% der Babys auch tatsächlich an diesem einen tag geboren werden, haben Sie dennoch einen guten Anhaltspunkt.
  • Beginn des Mutterschutzes:
    Wenn Sie schwanger sind, greift in Deutschland 8 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin der Mutterschutz. In dieser Zeit sind sie und ihr Baby vom Staat besonders abgesichert und von Arbeit befreit. Der Mutterschutz besteht mindestens 14 Wochen lang, das heißt, eine frischgebackene Mutter hat 6 Wochen (also in der Zeit des Wochenbetts) nach der Geburt Anspruch auf Urlaub, der von der Krankenkasse bezahlt wird. Kommt das Baby nach dem errechneten Geburtstermin zur Welt, verlängert sich die erste Phase des Mutterschutzes vor der Geburt entsprechend. Ab dem tatsächlichen Geburtstermin beginnt dann, falls so beantragt, die Elternzeit.
  • Sternzeichen Ihres Babys:
    Vielleicht möchten Sie ja schon vorab wissen, wie die Sterne für Ihren kleinen Schatz stehen werden. Deshalb liefert unser Eisprungkalender des Sternzeichen gleich mit. Dieses gilt natürlich nur für den errechneten Termin. Kommt Ihr Baby früher oder später auf die Welt, kann sich auch das Sternzeichen noch einmal ändern.

Fazit

Ein Eisprungkalender bzw. Fruchtbarkeitskalender ist eine feine Sache, wenn man schwanger werden möchte und gerade dabei ist, seinen Zyklus besser kennen zu lernen. Mit unserem Eisprungkalender können Sie Ihre fruchtbaren Tage ohne viel Aufwand bestimmen und so Ihre Chancen auf ein Baby deutlich steigern. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Haben Sie Fragen zu unserem Eisprungrechner, der Ermittlung Ihrer fruchtbaren Tage oder dem Eisprungkalender? Dann schreiben Sie uns einen Kommentar!

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