Der Kauf-Nix-Tag gegen den Black-Friday Wahnsinn

Aus den USA kommt er, der Black Friday, der Tag nach Thanksgiving. An diesem Tag überschlagen sich Anbieter mit günstigen Angeboten und langen Öffnungszeiten, damit wir so viel wie möglich kaufen. Aus Protest zum kollektiven Kaufrausch hat ein Künstler den „Buy-Nothing-Day“, also „Kauf-Nix-Tag“ ins Leben gerufen. Wir erklären, warum wir das gut finden.

Das bedeutet Black Friday

Wer bei Verkaufsgenies wie Amazon, Mediamarkt, Ikea, Payback und Co. angemeldet ist, wird gerade von Angeboten zum Black Friday bombardiert. Auch in Kaufhäusern und Malls kommt man nicht darum herum. Amazon hat vorsichtshalber eine ganze Angebotswoche daraus gemacht.

Der Black Friday kommt ursprünglich aus Amerika und soll einen Monat vor Weihnachten den Handel so richtig ankurbeln, indem Preise für verschiedene Produkte massiv gesenkt werden. Kunden werden so animiert, viel mehr zu kaufen, als sie eigentlich wollten und vor allem jetzt und nicht ein halbes Jahr später.

Das mögen Konsum-Junkies toll finden. Und wenn man gerade etwas Bestimmtes kaufen wollte, ist es auch wirklich praktisch. Aber was macht das Ganze mit uns und unserer Umwelt? Was lernen unsere Kinder daraus?

Mit dem Kauf-Nix-Tag am 24.11.2018 dagegen halten

Der Kauf-Nix-Tag, auf Englisch „Buy-Nothing-Day“ genannt, wurde bereits 1992 vom kanadischen Künstler Ted Dave erfunden. In den USA ist er sehr bekannt, im Ausland eher weniger, wird aber bereits in 80 Ländern von Protestbewegungen initiiert. In Europa findet er am letzten Samstag im November, also dieses Jahr am 24.11.2018 und in den USA am letzten Freitag, also dem gleichen Tag wie dem Black Friday statt.

Die Idee ist, an diesem Tag innezuhalten und sich darüber klar zu werden, was wir eigentlich wirklich brauchen und was uns nur die Werbung als wichtig verkaufen will. Der Plan ist, am Kauf-Nix-Tag einfach mal NICHTS zu kaufen. Keine Klamotten, keine Technik, keine Kleinigkeiten und auch keine Lebensmittel.

Stattdessen kannst du die freie Zeit nutzen und überlegen, welche Artikel gerade zu Weihnachten aber auch allgemein wirklich nötig sind und worauf du der Umwelt zuliebe eigentlich verzichten kannst. Gerade, wenn du Kinder hast oder schwanger bist, haben wir ein paar Vorschläge für dich:

Unsere Vorschläge zum Reduzieren

  1. Nur wenige Geschenke, dafür sinnvolle
  2. Geschenke selbst basteln oder backen, gern auch gemeinsam
  3. Nicht immer neue Deko kaufen: alte verwenden oder selbst basteln
  4. Konkrete Zusammen-Zeit schenken
  5. Wenn Spielzeug, dann ökologisch unbedenkliches
  6. Leihen und Sharing nutzen
  7. Gebrauchtes Neuem immer vorziehen
  8. Kleidung auf dem Flohmarkt kaufen
  9. Vor einer Neuanschaffung dreimal überlegen und vor allem Überschlafen!
  10. Altes so lange wie möglich verwenden und wenn nötig aufhübschen
  11. Baby Erstausstattung: Nicht zu viel kaufen, sondern genau abwägen
  12. Baby- und Kinderzimmer günstig und sinnvoll einrichten
  13. Nicht immer gleich das neueste Handy holen
  14. Wunschlisten machen, was wirklich gebraucht wird
  15. Silvester ohne Böller feiern
  16. und und und … dir fällt bestimmt noch viel mehr ein 🙂

Noch mehr Tipps zum Geld und Ressourcen sparen gibt es hier.

Die Umwelt leidet – wir müssen etwas tun

Wir wissen es alle. Unser aller Lebensstil und Konsum bringt die Erde an den Rand des Abgrunds. Die vielen Treibhausgase, die die Industrie in die Atmosphäre pustet, erwärmen das Erdklima. Das ewige Eis schmilzt und Inseln und Länder werden verschwinden. Dürren und Flutkatastrophen nehmen zu. Das Wetter wird extremer. Unsere Flüsse und das Grundwasser sind mit Chemikalien und Mikroplastik verseucht.

Auf den Weltmeeren schwimmen Teppiche aus kleinem und großem Plastikmüll, so groß wie ganze Länder. Im menschlichen Darm wurde gerade giftiges Mikroplastik nachgewiesen. Die Krebsraten steigen.

Wenn wir unseren Planeten für unsere Kinder erhalten wollen, müssen wir jetzt etwas tun.

Also mach doch mit, wir sind auf jeden Fall mit dabei! 🙂

Hast du noch weitere gute Ideen, was wir tun können, um weniger zu kaufen? Schreib uns gern einen Kommentar!

Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.


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