Den passenden Babynamen finden

Ist ein Baby unterwegs, ist die Suche eines schönen Namens nur eins der vielen Dinge, die jetzt anstehen. Vielleicht ist es die schönste Aufgabe, aber leicht ist sie nicht. Passt der Name zum Familiennamen, zu dem der anderen Geschwister? Soll das Kind aus der Masse herausstechen oder einfach nur einen schönen Namen bekommen? Und wo bekommt man Ideen für Babynamen, die nicht jedes zehnte Kind trägt? Wir helfen Ihnen bei der Vorbereitung. Entscheiden müssen Sie aber dennoch allein 😉

Die Wirkung von Namen

Geahnt haben wir es ja schon immer. Ein Name sagt viel über seinen Träger aus. Lehrer haben mittlerweile zugegeben, dass sie bestimmte Namen wie Helen, Marlene oder Charlotte automatisch mit mehr Intelligenz verbinden und diese Schüler mitunter besser benoten. Andere Vornamen, wie Kevin, Chantal oder Jacqueline werden eher bildungsfernen Schichten zugeschrieben.

Dass Namen bestimmte Assoziationen wecken, geschieht unterbewusst. So ergab eine Studie der Universität Osnabrück, dass Träger adelig klingender Nachnamen allein aufgrund ihres Namens bevorzugt und in höheren Positionen eingestellt wurden. Laut eines Artikels auf onomastik.com heißt dies, das bei Adeligen beliebte Vornamen mit griechischem oder lateinischem Ursprung als besonders erfolgreich gelten.

Die angenommene Attraktivität einer Person scheint auch maßgeblich vom Wohlklang des Namens abzuhängen. So werden bei Frauen Vornamen wie Sofia oder Emilia mit tragendem „I“ und offenen Silben als besonders gut klingend eingeschätzt. Bei Männern sind es eher dunkle Vokale wie das „O“, die den Träger attraktiv scheinen lassen. Auch wenn es unfair erscheint, je attraktiver ein Mensch eingeschätzt wird, desto mehr Türen öffnen sich.

Die Wahl des Vornamens für Ihr Kind kann also durchaus Einfluss auf seinen Werdegang nehmen. Ausnahmen gibt es aber immer.

Der Name sollte zum Kind passen

Natürlich wissen Sie jetzt noch nicht, wie Ihr Baby später wirklich sein wird. Aber sie kennen im Idealfall Ihre eigene Familie und wissen welche Charaktere es gibt. Wenn Sie Ihr Baby schon spüren können, verrät der Grad der Aktivität zumindest schon einmal viel darüber, ob es auch später eher lebhaft oder eher ruhig sein wird.

Dazu kommt das Aussehen der werdenden Eltern und der Familienname, den das Kind später tragen wird. Ist alles eher typisch deutsch, empfiehlt es sich, keinen allzu exotischen Namen zu wählen. Ist Ihre Familie bunt gemischt, sieht es dann schon wieder anders aus.

Ein Name sollte dennoch alltagstauglich sein. Im besten Fall muss das Kind nicht zweimal überlegen, wie sein Name geschrieben wird. Und auch wenn ein Name immer wieder falsch ausgesprochen wird, kann das auf Dauer ziemlich nervig sein.

Bitte nicht zu niedlich

Schaut man in die aktuellen Listen der beliebtesten Vornamen, entdeckt man zum Glück recht wenige, die sich eigentlich nur für Babys und kleine Mädchen zu eignen scheinen. Fakt ist, allzu niedlich sollte ein Babyname nicht sein. Denn aus dem süßen Baby wird schnell eine Frau oder ein Mann. Und schließlich wollen Sie bestimmt, dass man Ihr Kind im Erwachsenenalter ernst nimmt.

Das ist bei Babynamen erlaubt

In Deutschland ist die Namensvergabe zum Glück recht eingeschränkt. Das Standesamt entscheidet anhand einiger Kriterien darüber, ob ein Vorname zugelassen wird oder nicht:

  • Bei Vornamen, die das Geschlecht erkennen lassen, gibt es normalerweise kein Problem. Im Zweifel, wie beispielsweise bei Kim, muss ein zweiter eindeutigerer Vorname dazu gewählt werden.
  • Biblische Namen dürfen vergeben werden. Es gilt die Regel, dass diese Namen keine negative Assoziation, wie z.B. bei Kain oder Judas, wecken dürfen. Jesus ist mittlerweile erlaubt.
  • Sofern es eine Kurzform für einen Vornamen gibt, darf diese verwendet werden. Kosenamen sind aber nicht erlaubt. Beispiel: Christina, Tina und Tinchen (Koseform).
  • Mit Einschränkungen können mittlerweile auch Namen gewählt werden, die nach deutschen Regeln eigentlich nicht erlaubt, aber im Ausland gängig sind, wie z.B. Sydney. Es bleibt aber auch hier eine Einzelfallentscheidung.
  • Markennamen wie Sunil oder Ariel, die mit Vornamen identisch sind, dürfen als Vorname gewählt werden. Ob das sein muss, ist eine andere Frage.
  • Bis zu fünf Vornamen dürfen vergeben werden. Mehr passen nicht auf den Ausweis und sind deshalb in Deutschland nicht erlaubt.

Das ist nicht erlaubt

Namen, die das Persönlichkeitsrecht des Kindes verletzten könnten, also allgemein als beleidigend oder lächerlich empfunden werden, sind im Normalfall und völlig zu recht nicht erlaubt. Eine klare Regelung gibt es jedoch nicht, die Entscheidung darüber liegt im Ermessen des jeweiligen Standesbeamten.

Außerdem dürfen keine Familiennamen, Adelstitel oder geografische Bezeichnungen als Vornamen eingetragen werden. Einige Namen, die noch vor ein paar Jahren nicht genehmigt wurden, dürfen jetzt vergeben werden. Andere, wie z.B. Mississippi, sind nach wie vor ungern gesehen.

Wenn ein Name das Potenzial hat, dem Kind zu schaden, verlangen Standesbeamte meist zuerst eine Erklärung von den Eltern, warum dieser Name gewünscht wird. Im nächsten Schritt wird ein persönliches Gespräch anberaumt. Erkennt der Standesbeamte den Namen nicht an, haben Eltern die Möglichkeit, vor Gericht zu gehen. Jedoch sollte jeder für sich entscheiden, ob er seinem Kind damit wirklich etwas Gutes tut.

Tipps für die Namenssuche

  • Halten Sie Augen und Ohren offen
    Denn vielleicht entdecken Sie in einem Buch, einer Zeitschrift, dem Kinofilm-Abspann oder auf dem Spielplatz im Urlaub den Namen, nach dem Sie immer gesucht haben.
  • Nutzen Sie Namensdatenbanken
    Im Internet gibt es viele Seiten, die, alphabetisch geordnet, Vornamen für Jungen und Mädchen auflisten. Dies kann sehr hilfreich sein, denn auch andere Schreibweisen und schöne ausländische Namen werden dort erfasst.
  • Werfen Sie einen kurzen Blick in die Top 10
    Wenn Sie bereits einen Namen gefunden haben, von dem Sie felsenfest überzeugt sind, lassen Sie es lieber. Aber wenn Sie noch auf der Suche nach einem passenden Namen sind, schauen Sie wenigstens einmal in die aktuellen Top 10 -Listen. Denn manchmal passiert es, dass ein Name plötzlich ganz oben rangiert und die Eltern die Entscheidung noch einmal überdenken möchten. Hier geht es zur Hitliste von 2018.
  • Entscheiden Sie aus dem Bauch
    Es gibt mittlerweile Firmen, die exklusive Namen ersinnen, damit sich der Sprössling von der Masse abhebt. Diese Namen basieren aber meist auf rein objektiven Kriterien. Viel wichtiger ist jedoch das Bauchgefühl. Wenn Sie einen Namen hören und ihn intuitiv für gut befinden, ist er das wahrscheinlich auch. Lassen Sie sich nicht verunsichern.
  • Stehen Sie zu Ihrer Entscheidung
    Grübeln Sie nicht allzu lange über einen Namen nach, wenn Sie sich eigentlich schon entschieden hatten. Denn dann kann es passieren, dass Sie ihn sich selbst schlecht reden, obwohl er eigentlich absolut passend gewesen wäre.
  • Halten Sie den Namen geheim
    Außenstehende haben zu allem eine Meinung, auch zu Vornamen. Lassen Sie nörgelige Charaktere daher lieber außen vor und verraten Sie den Namen gar nicht erst. Oder ersinnen Sie einen anderen Namen, den Sie stattdessen verbreiten und überraschen Sie dann mit der Geburtsanzeige.
  • Halten Sie mehr als einen Namen bereit
    Es kann passieren, dass Sie kurz nach der Geburt plötzlich ahnen, dass der gewählte Name einfach nicht zu Ihrem Liebling passt. Behalten Sie deshalb am besten immer einen weiteren Namen im Hinterkopf, der dann vielleicht genau der richtige ist.

Unser Namensgenerator

Wenn Sie Ideen für passende Vornamen für Ihr Baby brauchen, probieren Sie am besten einfach unseren Namensgenerator. Dieser bietet etliche Filtermöglichkeiten, um genau den Namen zu finden, den Sie auf Anhieb lieben. Hier geht’s zum Generator.

Kleiner Tipp: Ihr Partner und Sie sollten jeder für sich eine eigene Favoritenliste zusammenstellen. Die Überschneidungen kommen dann in die engere Auswahl.

Fazit

Einen passenden Namen für Ihr Baby zu finden, ist eine der erfüllendsten und auch eine der schwierigsten Aufgaben in der Schwangerschaft. Schließlich kann ein Name die Entwicklung eines Kindes durchaus beeinflussen. Wenn Sie sich an ein paar Grundregeln halten und aus dem Bauch heraus entscheiden, wird es Ihnen aber ganz sicher gelingen, den besten Namen unter tausenden Kandidaten zu finden. Viel Erfolg!

Was denken Sie zum Thema „Den passenden Babynamen finden“? Haben Sie gute Ideen? Welche Namen sind schön und was geht wirklich nicht? Wir freuen uns über Ihre Kommentare.


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