Im schlimmsten Fall abgesichert: Darauf solltest du bei einer Risikolebensversicherung achten

Eine Risikolebensversicherung dient im Todesfall des Versicherten zur finanziellen Absicherung der Angehörigen. Sie ist für Familien besonders dann wichtig, wenn es einen Hauptverdiener gibt, denn die Ansprüche aus der Witwenrente reichen meist nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Muss noch ein Kredit abgezahlt werden, zum Beispiel für eine Immobilie, stehen die Hinterbliebenen nicht selten vor dem finanziellen Ruin. Mit einer Risikolebensversicherung ist deine Familie ausreichend abgesichert – vorausgesetzt, du setzt die Versicherungssumme hoch genug an.

Jeder, der eine Risikolebensversicherung abschließt, hofft inständig, dass sie niemals ausgezahlt werden muss. Bleibst du gesund, bekommst du – anders als bei einer Kapitallebensversicherung, der klassischen Lebensversicherung – keinen Cent deiner gezahlten Beiträge zurück. Die vereinbarte Versicherungssumme wird ausschließlich im Falle deines Todes an deine Angehörigen ausbezahlt. Dafür sind allerdings die Beitragszahlungen bei einer Risikolebensversicherung im Vergleich zu einer Kapitallebensversicherung verschwindend gering.

Besonders in den folgenden Situationen lohnt es sich, eine Risikolebensversicherung abzuschließen:

  • Du bist der Allein- bzw. Hauptverdiener in deiner Familie.
  • Ihr zahlt einen Kredit zurück, z.B. für ein Haus.
  • Du übst einen risikoreichen Beruf oder ein riskantes Hobby aus.
  • Du möchtest einen Geschäftspartner absichern.
  • Ihr lebt unverheiratet in einer Partnerschaft und es besteht kein Anspruch auf Witwenrente.
  • Du hast keine oder nur sehr wenige Rücklagen.

Die Versicherungssumme muss hoch genug sein

Es gilt die Regel, dass die Versicherungssumme mindestens das 3-fache, besser noch das 4-5-fache deines Jahresbruttoeinkommens plus eventuelle Kreditbeträge betragen sollte. Eine niedrigere Summe solltest du nicht wählen, denn nur dann stellst du sicher, dass deine Familie im Ernstfall ausreichend versorgt ist und einen längeren Zeitraum ohne dein Einkommen überbrücken kann. Hast du Kinder, dann solltest du keine allzu kurze Laufzeit der Risikolebensversicherung wählen, sondern so lange versichert sein, bis die Kinder eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben.

Gerade für junge Familien ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll. Die sogenannte kleine Witwenrente, die auf zwei Jahre nach dem Todesfall begrenzt ist, beträgt lediglich 25% der Rente des Verstorbenen. Ehepartner, die älter als 45 Jahre sind oder ein Kind großziehen, bekommen 55%.

Schließ auf keinen Fall die erstbeste Risikolebensversicherung ab. Wie ein Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2017 zeigt, schwanken die Preise der Versicherer erheblich, ohne dass dies anhand der Leistungen nachvollziehbar wäre. Die teuren Versicherungen sind teilweise dreimal so teuer wie die günstigen Angebote. Wenn du auf der Suche nach einer Risikolebensversicherung mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis bist, lohnt es sich, Ratgeber im Internet zurate zu ziehen.

Achte auf jeden Fall darauf, dass du vertraglich die Option zur Nachversicherung hast. Denn dann besteht in bestimmten Fällen die Möglichkeit, die Höhe der Versicherungssumme anzupassen, wenn sich deine Lebenssituation ändert. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn du heiratest, Kinder bekommst oder eine Gehaltserhöhung ansteht.

Ehrlich währt am längsten

Einige Versicherungen verlangen vor Abschluss eine Gesundheitsprüfung, da Vorerkrankungen oder ein ungesunder Lebensstil aus Sicht der Versicherung ein Risiko darstellen. So zahlen Nichtraucher beispielsweise niedrigere Beiträge als Raucher. Auch wenn du in deiner Freizeit ein risikoreiches Hobby wie Fallschirmspringen oder Tiefseetauchen ausübst, kann es passieren, dass du mehr bezahlen musst. Auf keinen Fall solltest du bei der Beantwortung der Fragen schummeln, denn du bist zu wahrheitsgemäßen Angaben verpflichtet. Tritt der Todesfall nämlich ein, wird die Versicherung den Fall genau prüfen und mit Sicherheit Nachforschungen anstellen. Stellt sich dann heraus, dass du falsche Angaben gemacht hast, wird sich die Versicherung im schlimmsten Fall weigern, die Versicherungssumme auszuzahlen.

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