Kostenblock Kind: Clevere Spartipps für Eltern

Wer zum ersten Mal ein Kind erwartet wird schnell merken: Kinder gehen ganz schön ins Geld. Gerade wenn junge Eltern finanziell kürzer treten müssen durch Elternzeit oder Arbeiten in Teilzeit, steigen die Ausgaben für Babybedarf, Freizeitangebote und Nahrungsmittel rasant. Jetzt ist sparen angesagt. Wie du mit deiner Familie richtig viel Geld sparen kannst, zeigen wir dir in diesem Artikel. Dass du dabei nicht auf Spaß verzichten musst, auch!

Kaufe Eigenmarken statt Markenprodukte

Ob Windeln oder Kochzutaten – wenn du bei deinem Einkauf auf Eigenmarken setzt, wird sich das spürbar auf dein Budget auswirken. Manche Markenprodukte mögen tatsächlich besser sein, als ihre günstigere Alternative vom Discounter. Häufig greifen wir aber zu teuren Marken, weil sie durch konstante Werbung schon fest in unserem Hirn verankert sind. Und genau das kostet die Hersteller eine große Stange Geld, die sich dann im Preis widerspiegelt. Der Preis ist also nicht wirklich ein Indiz für bessere Qualität, sondern allenfalls für teures Marketing.

Die Stiftung Warentest wertete 72 Tests mit 1739 getesteten Lebensmitteln aus, darunter 627 No-Name und 643 Markenprodukte aus und kam zu dem Schluss, dass qualitativ meist kein großer Unterschied herrscht. Preislich schon. Der Beispielwarenkorb mit Eigenmarken kostete 19,68 Euro, die selben Markenwaren 36,03 Euro. Wie viel du im Detail sparen kannst, rechnen wir dir später noch vor.

Eigenmarke vs. Markenprodukte - Kaum Qualitätsunterschiede
Quelle: Stiftung Warentest

Gutscheine, Kundenkarten & Coupons

Um junge Eltern als Stammkunden zu gewinnen, lassen sich Drogerieketten so einiges einfallen. Ob Gratisartikel, Rabattaktionen oder Coupon-Apps für das Handy – wer sich auf eine Mitgliedschaft in den einschlägigen Babyclubs einlässt, kann viel sparen. So gibt es beispielsweise für Windeln ständig neue Coupons und Rabatte mit denen du meist 20% sparen kannst.

Doch Vorsicht: Mit Gutscheinen kannst du zwar Sparen, sie regen aber nicht zum Sparen an. Im Gegenteil – Je mehr Werbung mit verlockenden Angeboten du erhältst, desto häufiger gerätst du in Versuchung, zu Produkten zu greifen, die du sonst nicht kaufen würdest. Genau aus diesem Grund, solltest du dir vor dem Einkaufen eine Liste machen, was du WIRKLICH brauchst und dich nicht durch Lockangebote davon ableiten lassen. Wenn du auf deine Wunschprodukte einen Rabatt erhältst, perfekt!

Auch Kundenkarten können sich lohnen. Wenn du regelmäßig bei DM einkaufst, kannst du mit einer Payback Karte bei jedem Einkauf punkten. Diese Punkte lässt du dir im Idealfall in Gutscheinen auszahlen. Auf diese Weise kannst du sogar manchmal kostenlos einkaufen!

Preise vergleichen für Produkte des täglichen Bedarfs

Bei jedem Produkt penibel und ausschließlich auf den Preis zu gucken, finden wir aufwändig und nicht zielführend. Gerade bei Lebensmitteln möchte man ja auch nicht immer das Billigste kaufen. Es gibt jedoch Produkte, da lohnt sich ein Vergleich wirklich und zwar die, die du regelmäßig über einen langen Zeitraum kaufst, wie Windeln, Stilleinlagen oder Ersatznahrung. Du wirst staunen, was du auf Dauer sparen kannst.

So viel kosten dich Windeln – wir rechnen vor

Pro Tag benötigt ein Baby oder Kleinkind rund 5-10 Windeln, am Anfang möglicherweise mehr, doch das pendelt sich ein. Die meisten Kinder sind mit etwa 33 Monaten weitestgehend „trocken“ und brauchen dann nur noch wenige Windeln.

Wir rechnen also 7 Windeln pro Tag bis einschließlich 33 Monate. Alle Windeln aus unserem Beispiel haben wir bei DM gekauft. Wir haben uns immer für die günstigeren Sparpacks entschieden. Gab es mehrere Preise, haben wir einen Durchschnitt gebildet.

Windelpreisvergleich

Wie du siehst, ist der Preisunterschied bei Windeln enorm. 1274,70 Euro sparst du mit den Windeln der Eigenmarke von DM gegenüber den Ökowindeln von Lillydoo. Nutzt du die 20 % Rabattcoupons aus der Babylove App, kosten dich die Windeln nur 727,44 Euro und du sparst sogar noch mehr.

Kleines Gedankenspiel: Investierst du die 1.456,56 Euro Gesamtersparnis vom Windelkauf in eine Aktie mit 8% Rendite, kann sich dein Kind nach 50 Jahren über ein stattliches Sümmchen in Höhe von 68.315,01 Euro (vor Steuern) freuen. Und das allein, weil du clever nachgerechnet hast!

Auch bei Babymilch kannst du viel sparen. Schaust du dir beispielsweise die Inhaltsstoffe von Aptamil Pre und Milumil Pre genauer an, wirst du feststellen, dass diese nahezu identisch sind. Dennoch schlägt Aptamil mit 15,95 Euro (800g) zu Buche und Milumil kostet nur 9,95 Euro. Bei wöchentlich 2 Packungen sind das auf’s Jahr gerechnet:

Aptamil: 1.658,80 Euro
Milumil: 1.034,80 Euro

Ersparnis: 624 Euro

Und es gibt noch günstigere Alternativen, ganz zu schweigen vom Stillen, das dir diesen Kostenblock natürlich komplett spart.

Du siehst, worauf wir hinaus wollen: Kleinvieh macht eine ganze Menge Mist. Daher lohnt sich vergleichen allemal.

Gebraucht kaufen und verkaufen

Was du nicht leihen kannst, kannst du ohne weiteres gebraucht kaufen. Du schonst damit nicht nur deinen Geldbeutel und die Umwelt, sondern auch die Gesundheit deines Babys, weil gebrauchte Kleidung durch das Waschen oft keine Schadstoffe mehr enthält. Gebraucht kaufen lohnt sich bei Kleidung genauso wie bei Möbeln und Ausstattung. Häufig zahlst du nur etwa 30% des Neupreises.

Bei gebrauchten Waren gibt es oft große Preisunterschiede, also schau dir mehrere Angebote an und vergleiche sie auch mit dem aktuellen Produktpreis bei Amazon, um einschätzen zu können, ob es sich wirklich um ein Schnäppchen handelt.

Es gibt sogar Dinge wie Möbel, die du gebraucht kaufen und dann wieder verkaufen kannst. So nutzt du sie am Ende im Prinzip sogar kostenlos.

Wie du mit gebrauchter Babykleidung mehrere 100 Euro sparst, verraten wir dir hier.

Und hier findest du unseren Ratgeber zum Wiederverkaufswert von Kinderkleidung.

Vorausschauend einkaufen

Kaufst du den neuen Schulrucksack zwei Wochen vor Schulbeginn, zahlst du drauf. Das gleiche gilt für beliebte Kinderweihnachtsgeschenke. Diese sind übrigens oft manchmal kurz vor Weihnachten sogar ausverkauft, daher ist langes Hinauszögern gleich doppelt nachteilig.

Was solltest du wann einkaufen

  • Haushaltselektronik: am Black Friday Wochenende und im Januar
  • Weihnachtsgeschenke: bis zum Herbst
  • Schulsachen sind einige Wochen nach Schulbeginn am Günstigsten. Wird dein Kind im kommenden Jahr eingeschult, solltest du jetzt zuschlagen.
  • Bei Kinderwägen kannst du im Herbst Schnäppchen machen. Trau dich ruhig die Kollektion aus dem Vorjahr zu kaufen. Die neue ist nicht unbedingt besser. Die Hersteller müssen einfach jedes Jahr etwas verändern, um ihre Produkte an den Mann zu bringen.
  • Badesachen: Januar und Februar
  • Kinderkleidung und Spielwaren: August

Tipp: Wenn du es nicht allzu eilig hast, kannst du auch bei Second Hand Plattformen eine Suchanfrage einstellen, die dich benachrichtigt, wenn jemand dein Wunschprodukt einstellt.

Aber Vorsicht: Nicht immer lohnt sich frühes Einkaufen. Denn die Kleidergröße deines Kindes in einigen Monaten lässt sich speziell bei Babys nur schlecht voraussagen. Wenn du also mit dem Kauf des Schneeanzugs im Sommer ein Schnäppchen schlagen möchtest, brauchst du viel Feingefühl bei der Auswahl der Größe.

Minimalismus

Der Sinn von Minimalismus ist nicht, sich einzuschränken und so wenig wie möglich zu besitzen. Vielmehr soll Minimalismus uns lehren, mit dem was wir haben zufrieden zu sein und nicht durch übermäßigen Konsum ständig nach dem nächsten Dopaminkick zu suchen.

Viele der Dinge, die wir heute für unverzichtbar halten, gab es noch vor einigen Jahrzehnten nicht. Trotzdem wuchsen Kinder glücklich auf. Denn Kinder brauchen vor allem Liebe und präsente Eltern.

Wie kannst du durch einen minimalistischen Lebensstil sparen?

  • Überlege dir vor jeder Anschaffung, ob du sie wirklich brauchst. Gib dir mehrere Tage Bedenkzeit
  • Nutze die Dinge, die du schon besitzt. Wenn du nicht für jedes spontane Bedürfnis etwas kaufst, wirst du vielleicht kreativ im Gebrauch der Dinge, die du schon hast. So könntest du zum Beispiel Plastikbecher und Ausstechförmchen als Buddelspielzeug nutzen oder statt der Kindertrommel einfach einen Topf und einen Kochlöffel
  • Miste aus und verkaufe Dinge, die du nicht mehr benötigst

Einen minimalistischen Lebensstil kannst du auf alle Lebensbereiche übertragen. Ob du einfach kochst und auf Fertigprodukte verzichtest oder die Öffentlichen Verkehrsmittel statt dein Auto nutzt. In fast allen fällen schonst du ganz nebenbei noch die Umwelt und sparst Zeit, die vorher durch aufräumen, reparieren und suchen angefallen ist. Du wirst sehen, dass viele unsrer Spartipps im Grunde auch minimalistisch sind.

Buchtipps der Redaktion:

Einfach Familie Leben - Minimalismus für Familien
Einfach Familie Leben - Minimalismus für Familien
Magic Cleaning - Marie Kondo
Magic Cleaning von Marie Kondo

Leihen statt kaufen

Wir kaufen so viele Produkte, die sich später entweder als nutzlos herausstellen oder die wir nur eine relativ kurze Zeit genutzt haben. Beispiele gefällig?

  • Das Baby Beistellbett, das bestenfalls als Ablage für Handy und Taschentücher herhalten durfte, weil das Baby lieber zwischen Mama und Papa schlafen wollte
  • Die Wärmelampe für den Wickeltisch, die gerade mal 3 Monate lang im Einsatz war
  • Die Babysachen, aus denen dein Kind in wenigen Wochen rausgewachsen ist

Dabei kannst du all das leihen!

Sicher sind in deinem Bekanntenkreis oder deiner Nachbarschaft etliche Eltern, deren Babyausstattung ein trauriges Kellerleben fristet, in Erwartung darauf, dass sich das nächste Baby ankündigt.

Mach dir eine Liste aller Dinge, die du brauchst und frage Eltern in deinem Verwandten- und Bekanntenkreis. Gerade Dinge, die du selten oder nur kurz benötigst, eignen sich dafür. Auch wenn du nicht sicher bist und etwas erstmal ausprobieren möchtest, ist leihen die beste Wahl.

Hier kannst du überall leihen:

Können deine Bekannten nicht aushelfen? Dann wende dich an folgende Stellen:

Nachbarschaftsnetzwerke: Auf Plattformen wie nebenan.de und wirvonhier.de kannst du deine Nachbarn, ob sie dir alltägliche und nicht so alltägliche Dinge leihen. Übrigens sind die Plattformen auch toll um auf dem Laufenden zu bleiben, was in deiner Nachbarschaft los ist, Eltern aus der Umgebung kennenzulernen und sich zu verabreden.

Bibliothek: Liest du gerne, solltest du dir einen Bücherei-Ausweis besorgen. Gerade für Kinder sind Bibliotheken oft ein magischer Ort. Viele verfügen über schön gestaltete Kinderräume, in denen die Kleinen krabbeln, lesen und spielen können. Neben Büchern findest du hier auch Hörspiele, Gesellschaftsspiele und Filme.

Carsharing: Wenn du nicht regelmäßig fährst, lohnt sich ein eigenes Auto finanziell nicht, vor allem bei den vielfältigen Leihangeboten. Privates Carsharing bieten unter anderem: drivy.desnappcar.de und turo.com. Zudem gibt es zahlreiche kommerzielle Carsharing-Anbieter gerade in großen Städten zum Beispiel car2go.de und drive-now.com. Du möchtest einen Ausflug mit den Kindern machen? Den Kindersitz kannst du dir einfach bei deinen Nachbarn leihen 🙂

Werkzeuge: Für dein DIY Möbelprojekt und alles andere kannst du in den meisten Baumärkten Werkzeuge gegen eine Mietgebühr leihen.

Babybedarf: Möbel, Tragetücher, Kleidung & Co. kannst du mieten. Zum Beispiel hier: kindoo.deminino-online.dekilenda.de, raeubersachen.de (Öko-Kleidung), mami-poppins.de (Reiseausstattung für Deutschland, Österreich & Mallorca) und spatzentourist.de (Reiseausstattung Deutschland). Mieten lohnt sich in der Regel nur für teure Artikel, die du kurzzeitig benötigst (z.B. Federwiege, kleines Beistellbett) oder zum Ausprobieren. Andernfalls ist Second-Hand Kaufen oft nicht teurer.

Kostenlose Freizeitangebote nutzen

Statt Pekip und den teuren Musikkurs, kannst du vielfältige Angebote geförderter Familieneinrichtungen nutzen. Diese sind meist genauso gut und sind häufig kostenlos oder sehr günstig. Familienzentren und Kinderfreizeiteinrichtungen findest du deutschlandweit.

Um in Austausch mit anderen Kindern und Eltern zu kommen, kannst du auch einfach deine eigene Krabbelgruppe bei dir in der Gegend gründen, zum Beispiel bei netmoms.de oder in einem Nachbarschaftsnetzwerk. Abwechselnd trefft ihr euch bei den verschiedenen Teilnehmern, im Park oder auf dem Spielplatz. Denn für viele Neueltern ist das wichtigste bei diesen Gruppen sowieso das Zusammensein mit anderen Eltern und Kindern, nicht die gezielte Anleitung.

Auf zoo-infos.de findest du deutschlandweit Tierparks, Streichelzoos & Co. Neben den großen Zoos, die meist hohe Eintrittspreise verlangen, sind hier auch viele kostenlose kleinere Zoos und Tiergehege gelistet.

Freier Eintritt am Geburtstag!

In vielen Freizeiteinrichtungen erhalten Geburtstagskinder (oder auch -Erwachsene) freien Eintritt. Ob Therme, Freizeitpark oder Schwimmbad – die Angebote sind vielfältig. So kommst du in Brandenburg beispielsweise kostenlos ins Tropical Islands, in die Therme Bad Saarow oder auch in die Kristallsauna Therme Ludwigsfelde, Berliner Geburtstagskinder können sich kostenlos in Madame Tussaud’s Wachsfigurenkabinett umschauen, in Brühl läd das Phantasialand zum kostenlosen Besuch (Wert 47,50 Euro!) und Münchner können unter anderem der Bavaria-Filmstadt oder dem Olympiaturm einen Besuch abstatten.

Um zu sehen, welche kostenlosen Angebote in deiner Statt verfügbar sind, gib einfach „kostenlos Geburtstag oder Freier Eintritt + deine Stadt“ in die Google-Suche ein.

Natur statt Kultur

Wenn du zu den aktiven Eltern gehörst, deren Wochenenden vollgespickt sind mit Ausflügen, Museen, Kinderfesten und anderen Anti-Langeweile Aktionen, lass dir gesagt sein: Deine Kinder brauchen das wahrscheinlich nicht. Ob Museum, Babykino, Aquarium & Co. – das alles sind tolle Erlebnisse. Für ein kleines Kind, das die Welt gerade erst kennenlernt ist aber auch ein Käfer, der einen Baum hochkrabbelt ein tolles Erlebnis. Ein Blatt, das in der Badewanne oben schwimmt und ein Stein, der untergeht: superspannend. Und ein Stock erst, was für ein faszinierendes Ding. Man kann ihn ziehen, schieben, Striche in den Sand malen und mit en wenig Fantasie kann er sich sogar in ein Schwert verwandeln. Spar dir dein Geld für das teure Entertainmentprogramm und lass deine Kinder die Natur entdecken. Das gleiche gilt für Spielzeug.

DIY Kinderspiele

Die meisten Eltern werden dir bestätigen, dass ihre Kinder oft mit alltäglichen Dingen wie leeren Plastikflaschen intensiver gespielt haben, als mit vielen Spielzeugen.

Auch andere Alltagsgegenstände sind tolle Spielzeuge. Für Babies eignen sich Rasseln aus kleinen PET-Flaschen oder Döschen gefüllt mit Reis, Nudeln und Bohnen. Dosen mit unterschiedlichen Deckeln sowie Verschlussklammern und Wäscheklammern ziehen Kleinkinder magisch an. Mit einer „Tupperschublade“ in der Küche können sich viele Kinder lange beschäftigen und sie kostet dich keinen Cent extra. Auch Wasserspiele sind beliebt bei den Kleinen. Ob in der Badewanne, im Planschbecken oder in verschiedenen Bechern oder Töpfen – stell einfach etwas Wasser bereit und sieh, was dein Kind damit anstellt.

Die meisten Kleinkinder möchten tun, was wir erwachsenen tun. Wenn du dein Kind in deinen Alltag integrierst, kannst du dir viele Spielzeuge sparen. So könnte dein Kleinkind je nach Alter beispielsweise:

  • Flecken mit einem Lappen wegwischen
  • Fegen
  • Wäsche nach Farben sortieren
  • Den Geschirrspüler ausräumen
  • Obst und Gemüse waschen

Noch mehr Ideen für günstige Babyspielzeuge gibt’s in diesem Video:

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Urlaub in den Ferienzeiten mindestens ein Jahr im Voraus buchen

Hast du ein Kitakind oder ein schulpflichtiges Kind, musst du deine Sommerurlaube wahrscheinlich auf die Ferienzeiten verlegen. Alle anderen sollten diese tunlichst vermeiden bei der Urlaubsbuchung, denn die Hochsaison ist immer teurer. Wenn du abschätzen kannst, ob du im kommenden Jahr in diesem Zeitfenster Urlaub bekommst, solltest du so früh wie möglich buchen. Schon im Winter des Vorjahres sind die meisten günstigen und guten Ferienunterkünfte für Familien bereits ausgebucht. Klar, schließlich haben ja alle Schulkinder zur gleichen Zeit Ferien und Eltern älterer schulpflichtiger Kinder wissen „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.

Was die Unterkunft angeht, so haben teure Familienhotels natürlich einiges zu bieten. Aber auch Bauernhöfe, Zeltplätze und einige Club-Ferienanlagen sind bestens geeignet für Familien mit Kindern und kosten oft nur ein Bruchteil.

Kostenlose Haustauschangebote nutzen

Dein Ferienangebot ist einfach zu teuer? Eine Alternative bieten Haustauschplattformen. Hier kannst du gegen eine moderate Gebühr dein Haus mit dem einer anderen Familie tauschen. Die Kosten, die für die Vermittlung oder den Abschluss einer Versicherung anfallen sind im Vergleich zu regulären Unterkünften sehr gering. Neben dem Preis sprechen weitere Vorteile für den Haustausch:

  • Du hast eine ganze Unterkunft, statt eines Hotelzimmers, die möglicherweise sogar über Kinderspielzeuge und eine gute Ausstattung verfügt.
  • Du musst nicht zeitgleich tauschen, sondern kannst mit dem Tauschen deiner Wohnung Punkte sammeln, die du bei einem anderen Familie verbrauchst.

Geeignete Plattformen sind: homelink.de, homeexchange.com und homeforhome.com.

Kostenlos fliegen bis zum zweiten Lebensjahr, kostenlos Bahn fahren bis 14

Bis zum zweiten Geburtstag fliegen Babys bei den meisten Airlines kostenlos oder zu einem stark reduzierten Preis. Gerade Langstreckenflüge solltest du, wenn möglich, vorher planen. Die Deutsche Bahn gibt sich da deutlich familienfreundlicher: Bis einschließlich des 14. Lebensjahrs können Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern kostenlos mitreisen.

Übrigens ist Bahnfahren auch häufig günstiger als das eigene Auto und wesentlich weniger nervenaufreibend. Hier haben die Kinder mehr Platz zum Spielen, du kannst mit deinem Baby durch den Zug spazieren, es gibt Wickelmöglichkeiten und mit Glück sogar Spielgefährten im selben Alter.

Geförderte Urlaubsangebote für einkommensschwache Familien

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung ist eine Initiative der gemeinnützigen Familienferienstätten in Deutschland. Dazu gehören unter anderem Häuser in evangelischer und katholischer Trägerschaft, Häuser der Arbeiterwohlfahrt, des DRK und der Naturfreunde und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Familien mit geringem Einkommen und Alleinerziehende erhalten – je nach Einkommen gestaffelt – Zuschüsse, um bis zu 2 Wochen Erholungsurlaub in einer teilnehmenden Familienfreizeitstätte zu nehmen. Außerdem gibt es einen Mobilitätszuschuss für die An- und Abreisekosten.

Ob du einen Zuschuss erhältst kannst du hier anhand des Fragebogens ermitteln: bag-familienerholung.de/zuschuesse-und-preise/. Informations- und Antragsstellen findest du auf der selben Seite, indem du auf deine Region klickst. Die Freizeiteinrichtungen kannst du hier sehen: urlaub-mit-der-familie.de

Umgang mit Geschenken regeln

Geschenke sind Fluch und Segen zugleich. Die meisten denken dabei an das glückliche Leuchten in den Augen unserer Kinder, wenn sie das knisternde Geschenkpapier unter’m Baum aufreißen. Die Realität ist oft eine andere: Du bekommst Dinge, die du nicht brauchst. Deine Kinder bekommen Geschenke, mit denen du nicht einverstanden bist und über die du dich ärgerst. Deine Kinder werden überhäuft und können sich über einzelne Dinge gar nicht mehr richtig freuen. Du stresst dich mit der Geschenkwahl für andere und gibst aus der Verlegenheit heraus, etwas schenken zu müssen Geld aus.

Es gibt verschiedene Ansätze, um dieses Dilemma zu lösen:

  • Du könntest ganz auf materielle Geschenke verzichten und deine Familie bitten, das auch zu tun. Dinge können uns für einen Augenblick erfreuen, doch gemeinsame Erlebnisse stärken das Band zwischen uns und unseren Lieben. Auf zeit-statt-zeug.de kannst du schöne Zeitgutscheine erstellen.
  • Du legst eine Wunschliste an und bittest deine Familie, nur Dinge aus der Liste zu kaufen. So sparst du die Kosten für Dinge, die du benötigst und bekommst garantiert etwas, das du dir wünschst.
  • Du einigst dich mit deiner Familie auf kleine oder selbstgemachte Geschenke, wie ein gelesenes Buch, ein Fotoalbum, selbstgebackene Plätzchen oder ein Bild von den Kindern.
  • Wichteln: Jeder bringt etwas, das er schon besitzt. Die Teilnehmer können das Geschenk untereinander erspielen.

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Unserer Einschätzung nach sind 85% der Elterngeldanträge fehlerhaft. Die Folge: Eltern bekommen weniger Geld, weil sie ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen oder warten monatelang auf die Zahlung. Wie ihr beide Probleme vermeiden könnt, erfahrt ihr in unserem Elterngeld-Onlinekurs oder in einer persönlichen Elterngeldberatung.


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