Baby-und Kinderspielzeug: Checkliste für den Internet-Einkauf

Wenn es um die Gesundheit und Sicherheit ihrer Kinder geht, verstehen Eltern keinen Spaß. Immer wieder geistern Skandale durch die Medien, bei welchen giftige Chemikalien in Babyspielsachen gefunden wurden oder Kinderspielzeug in gefährliche Kleinteile zerfällt. Angesichts der größeren Auswahl und oftmals günstigeren Preise wandern Käufer auch beim Spielzeug für Babys und Kleinkinder immer häufiger ins Internet ab. Doch gerade hier lassen sich wichtige Kriterien wie die Herkunft oder Qualität der angebotenen Ware nur schwer vor dem Kauf überprüfen. Worauf also musst du achten, wenn du Spielsachen im Internet einkaufen möchtest?

Checkliste: Darauf kommt es bei Spielsachen für Babys und Kinder an

Als Spielzeug werden alle Erzeugnisse bezeichnet, die durch Kinder im Alter von bis zu 14 Jahren zum Spielen verwendet werden und offensichtlich für diesen Zweck gestaltet oder bestimmt wurden, definiert die sogenannte Spielzeugrichtlinie. Sie enthält wichtige Regelungen zur Sicherheit aller in Deutschland gefertigten oder veräußerten Spielsachen. Das Problem an der Sache ist: Wenn du Spielzeug im Internet kaufst, kannst du nicht immer nachvollziehen, ob dieses aus dem In- oder Ausland geliefert wird und ob dementsprechend die deutschen Gesetze Anwendung finden. Im Internet gekaufte Spielsachen können somit für Babys und Kinder schlimmstenfalls gefährlich werden. Aus diesem Grund solltest du bei deinem Internet-Einkauf von Spielzeug unbedingt folgende Checkliste berücksichtigen:

1. Altersbeschränkung

Es gibt viele verschiedene Arten von Spielzeug: Kuscheltiere beispielsweise, Sandspielzeug aus Plastik oder Klötze aus Holz. Allerdings kommt es bei der Auswahl passender Spielsachen nicht nur auf den individuellen Geschmack des Kindes an – à la „Mein Neffe spielt gerne mit Traktoren“ – sondern die Spielsachen müssen auch für das entsprechende Alter freigegeben sein. Aus diesem Grund solltest du vor dem Kauf die Altersbeschränkung der Spielwaren überprüfen. Kann das Kind mit dem Spielzeug überhaupt schon umgehen? Oder wäre es von beispielsweise einem Brettspiel vielleicht überfordert? Und wie sieht es mit Kleinteilen aus, welche von einem Baby verschluckt werden könnten? Überprüfe also mit eigenen Überlegungen sowie anhand offizieller Herstellerangaben, ob das Spielzeug für das Kind geeignet ist oder nicht.

2. Herkunft

Such nun nach Informationen zur Herkunft der Spielwaren. Fündig wirst du zum Beispiel im Impressum des Web-Shops oder durch eigene Internet-Recherchen. Wie bereits erwähnt, solltest du vor allem deutsche oder europäische Produkte kaufen, welche den hierzulande gültigen, strengen Richtlinien unterliegen. Kannst du die Herkunft der Spielsachen nicht eindeutig klären oder handelt es sich um außereuropäische Ware, beispielsweise aus China, solltest du Vorsicht walten lassen. Hier sind besonders häufig chemische Risiken wie Weichmacher Phthalate in Spielzeugen zu finden.

3. Qualität

Die Qualität der Ware vorab zu überprüfen, ist über das Internet natürlich deutlich schwieriger als direkt vor Ort im Shop. Dennoch gibt es einige wichtige Anhaltspunkte, die dir Hinweise auf die Qualität der Spielsachen geben können:

  • Markenname: Prüfe, ob es sich um Original-Spielzeug von einer Marke handelt und informiere dich über diese Marke. Hierfür kannst du zum Beispiel die Webseite des Herstellers aufrufen oder unabhängige Testberichte lesen.
  • Rezensionen: Apropos Testberichte – auch diese können zahlreiche Informationen über das Produkt preisgeben. Recherchiere also im Internet, doch sei vorsichtig mit zu guten oder zu schlechten Rezensionen. Diese könnten bezahlt oder von der Konkurrenz geschrieben sein. Dennoch: Ein gesunder Mittelwert aus allen Testberichten ist in der Regel ein sehr guter Anhaltspunkt.
  • Gütesiegel: Hinsichtlich der Qualität von Spielwaren solltest du auf Gütesiegel wie „GS“-Zeichen, „Der blaue Engel“, „TÜV-Proof“-Zeichen, „Toxproof“ oder „Spielgut“ achten. Informiere dich aber vorab, wofür diese Siegel stehen. Der „blaue Engel“ beispielsweise zeichnet umweltfreundliche Produkte aus, steht aber nicht mit der Sicherheit getesteter Spielsachen in Zusammenhang.

Weiterhin gibt es wichtige Stichworte, welche in Testberichten oder Rezensionen fallen sollten. Achte bei der Auswahl von Spielzeug auf die

  • Waschbarkeit von Kuscheltieren oder textilen Materialien. Nur so können vor dem ersten Spielen eventuelle Chemikalien oder giftige Stoffe und Weichmacher aus dem Spielzeug entfernt werden.
  • Farbechtheit der Spielsachen, sodass sich Lacke und Farben nicht ablösen, wenn sie mit dem Speichel des Kindes in Berührung kommen.
  • Geruchsneutralität, sprich die Spielsachen sollten nicht chemisch riechen oder einen anderen penetranten Geruch absondern.
  • Lautstärke der Spielwaren, da durch zu laute Geräusche das Gehör des Babys oder Kindes Schaden nehmen könnte. Der Geräuschpegel sollte daher für Kinder geeignet oder verstellbar sein.
  • Batterien, denn diese könnten bei Herausnehmen und Verschlucken für ein Kleinkind lebensgefährlich werden. Batterieloses Spielzeug oder Produkte mit einem fest verbauten Akku stellen daher die bessere Alternative dar.

4. Versteckte Kosten

Das Thema Batterien leitet auf einen weiteren wichtigen Punkt über: Bei einigen Spielsachen drohen hohe versteckte Kosten. Der ständige Kauf von neuen Batterien beispielsweise, Abonnement-Modelle bei Magazinen oder digitalen Spielsachen wie Apps. In letzterem Fall droht die Gefahr von ungewollten In-App-Käufen, die vom Kind vielleicht völlig unbewusst getätigt werden. Und zuletzt können versteckte Kosten auch bei der Internet-Bestellung der Spielsachen selbst auftreten. Hier solltest du daher ebenfalls vorab Rezensionen zum Anbieter oder der Ware lesen und beim Bestellvorgang sämtliche Kosten genau kontrollieren. Vorsicht gilt zudem bei ausländischen Währungen. Dabei können Gebühren für die Nutzung von Kreditkarten ebenso anfallen wie Schwankungen der Wechselkurse bei der Umrechnung des Kaufpreises von der Fremdwährung nach Euro. Im Zweifelsfall lass daher lieber die Finger von ausländischen Anbietern und sieh dich alternativ nach deutschen Händlern um.

5. Versand

Wie bereits erwähnt, stellt der Versand häufig eine Kostenfalle dar. Lies in der AGB- oder FAQ-Sektion des Online-Händlers nach, wie der Versand sowie Rückversand geregelt ist. Hier findest du in der Regel Angaben zur Lieferdauer sowie zu einer eventuellen Versicherung der Spielsachen auf dem Versandweg. Um vom sogenannten „Käuferschutz“ zu profitieren, kann eine Bezahlung mit PayPal sinnvoll sein. Dadurch haftet der Verkäufer für eine Beschädigung oder den Verlust der Ware auf dem Postweg. Zudem gelten gesonderte Regelungen bei Reklamationen oder im Betrugsfall, sodass sich der Käufer direkt an PayPal wenden und eine sofortige Erstattung des Kaufpreises auf das eigene Konto verlangen kann.

6. Reklamation

Dennoch solltest du nicht blind auf den Käuferschutz vertrauen, sondern die Reklamationsbestimmungen des Händlers studieren. Prüfe also, ob du das Spielzeug zurücksenden kannst, zum Beispiel bei Beschädigungen oder wenn die Spielsachen nicht deinen Vorstellungen entsprechen, und wer die Kosten für die Reklamation trägt. Auch hier lauern unter Umständen versteckte Gebühren.

Fazit: Vorsicht ist besser als Nachsicht – auch bei Spielzeug aus dem Internet

Alles in allem bietet das Internet zahlreiche Vorteile für den Kauf von Spielwaren. Hierzu gehören eine größere Auswahl, Preisvorteile sowie die Möglichkeit zur Einsicht von Kundenrezensionen. Dennoch droht gerade bei Billigwaren die Gefahr von Sicherheitsmängeln. Zudem gibt es vor allem bei ausländischen Händlern immer wieder Betrüger oder es drohen hohe versteckte Kosten. Solltest du dich also für Spielsachen aus dem World Wide Web entscheiden, informiere dich vorab über den Händler und das Produkt. Setze auf bekannte Marken, Gütesiegel und seriöse Kundenbewertungen. Prüfe zudem vor dem Kauf das Impressum des Anbieters und setze bestenfalls auf deutsche Waren mit heimischen Qualitätsstandards. Wenn du Geld sparen möchtest, kann es zudem die bessere Alternative sein, Spielsachen für Babys und Kinder ganz einfach selbst zu basteln. Mehr als simple Haushaltsmaterialien wie Pappe oder Reis und ein wenig Kreativität brauchst du schließlich nicht, um die Augen deines Kindes zum Strahlen zu bringen – und zwar ganz ohne versteckte Kosten oder Sicherheitsrisiko!


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