3 typische Mini-Jobs im Herbst

Gerade jungen Familien fehlt es oftmals trotz einigen staatlichen Zuwendungen finanziell an einigen Ecken und Enden. Die schon länger geplante Renovierung des Kinderzimmers steht an, die zusätzlichen Mittel für die nächste Ferienfreizeit fehlen oder die Schulbücher für das neue Schuljahr schlagen zu Buche. Wenn das Haushaltsbudget stark belastet wird, macht es durchaus Sinn, sich kurzfristig und vorübergehend einen Nebenjob zu suchen. Und der Herbst ist eine günstige Zeit dafür.

Die Motivationen, sich nach Feierabend oder am Wochenende noch für einige Stunden eine geringfügige Beschäftigung zu suchen, sind dabei vielfältig.

Der Herbst bietet hierzu eine Reihe von saisonalen Möglichkeiten, einer Nebentätigkeit nachzugehen. Rund jeder Dritte arbeitet dabei durchschnittlich drei bis vier Stunden am Tag und selbst noch circa 30 Prozent maximal zwei Stunden.

Um sich die Haushaltskasse ein wenig aufzubessern, greifen viele zu einem 450-Euro- oder kurzfristigen Minijob, um das Budget aufzustocken. Einige Tätigkeiten sind in den bevorstehenden Herbstwochen besonders gefragt. Hier ist die Nachfrage oftmals größer als das Angebot, ein Blick in die Anzeigen lohnt sich. Denn Job-Interessenten dürfen dabei auf eine schnelle Zusage hoffen.

Gärten winterfest machen

Besonders älteren Gartenliebhabern fallen die anfallenden Arbeiten im Herbst zunehmend schwer. Da müssen schwere Kübelpflanzen vor dem ersten Frost hereingeholt, altes und welk gewordenes Pflanzenmaterial gesammelt und auf den Komposthausen transportiert werden. Und die seit dem Frühjahrsschnitt wieder stark nachgewachsene Hecke benötigt nochmals ihren letzten Feinschliff vor der langen Winterruhe. Schließlich gilt es, das ganze anfallende Schnittgut noch zur nächsten Bio-Verwertungsanlage zu fahren.

Auch beruflich stark eingespannte Gartenbesitzer finden gerade jetzt im Herbst zu wenig Zeit, mit dem hohen Laubaufkommen fertig zu werden. Starker Laubfall macht Rasen und Teich schwer zu schaffen. Das in der Herbstperiode reichlich anfallende Laub von der Rasen- und Wasseroberfläche zu entfernen macht dabei mehr als Sinn. Denn altes Laub führt dazu, dass die Grashalme zu wenig Sauerstoff und Sonnenlicht bekommen. Häufig erstickt und verfault der Rasen unter den vielen Blättern.

Zu viel abgestorbenes Pflanzenmaterial führt auch auf dem Teichgrund zu vermehrter Fäulnisbildung, die Wasserqualität droht bei einem Stickstoff-Überangebot zu kippen. Hier erledigen Laubsauger und Laubnetze die zeitaufwändige Arbeit relativ kräftesparend und effektiv für dich.

Gartenteiche zu entschlämmen gestaltet sich dagegen ungleich mühsamer, ist aber eine sehr wichtige und regulär im Herbst anfallende Aufgabe. Denn im Teichschlamm sind Nährstoffe enthalten. Zu viel von ihnen, und es entstehen Algenblüten, mit deren Absterben der ganze Teich umkippen kann. Weiterhin können mit Wasserpflanzen Nährstoffe aus dem Wasser gezogen werden, wenn diese im Herbst zurückgeschnitten und vom Teich entfernt werden. Unmengen von Laub wehen in den Teich und lassen diesen schnell verlanden und über das warme Jahr unter Algen zugrunde gehen.

Bei der Weinlese helfen

Herbst ist Erntezeit. Das gilt insbesondere für die Landwirtschaft. Hier haben saisonale Jobs bei der Ernte Konjunktur. Weinbauern in klimatisch milden Weinbaugegenden etwa suchen in den Erntewochen zwischen August und November dringend nach Helfern, wenn die Weinlese in vollem Gange ist.

Ob eher ein kleines oder großes Weingut, ob Saisonarbeiter oder geringfügig Beschäftigte – alle brauchen flinke Hände jeder Art. Dabei ist die Vergütung nicht unattraktiv, denn Landwirte müssen ihre Saisonarbeiter seit zwei Jahren ebenfalls zumindest mit dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlen.

Seit dem 1. Januar 2017 beträgt das Mindestentgelt bundeseinheitlich 8,60 Euro pro Stunde. Ab dem 1. November 2017 bis zum 31. Dezember 2017 9,10 Euro pro Stunde. Hinzu kommen oftmals noch Verköstigungen vor Ort im Weinberg und ein paar Flaschen Wein nach Feierabend gratis obendrauf – von dem befriedigenden Gefühl körperlicher Arbeit an der frischen Luft einmal abgesehen, die idealer Ausgleich zum Büroalltag sein kann.

Bist du kurzfristig beschäftigt, darfst du derzeit maximal drei Monate oder 70 Arbeitstage für einen landwirtschaftlichen Betrieb tätig sein. Hier kannst du mit bis zu 12 Euro die Stunde rechnen. Saisonarbeiter arbeiten dagegen maximal 180 Tage pro Kalenderjahr für einen Arbeitgeberbetrieb.

Als Inventurhelfer arbeiten

In vielen Unternehmen kannst du gerade im Spätherbst nebenberuflich oder stundenweise einen Job als Inventurhilfe ergattern.

Geschäftsinhaber müssen mindestens einmal pro Jahr im Rahmen des Jahresabschlusses eine Inventur durchführen. Nicht wenige Firmen im Einzelhandel entscheiden sich üblicherweise zum Abschluss des Kalenderjahres für eine einzelne große Inventur – meist in den letzten Kalenderwochen vor Weihnachten. Denn traditionell ist zu dieser Zeit in den Geschäften nicht viel los und es ist Zeit dafür. Zum 31.12 muss die Jahresinventur abgeschlossen sein, weshalb je nach Ladengröße bereits viele Wochen vorher Aushilfen gesucht werden.

Bei dem Abgleich zwischen Soll- und Ist-Bestand kommen alle Waren auf den Prüfstand, es wird gezählt, gewogen und sogar geschätzt. Die Bestandsaufnahme ist nötig, um mit korrekten Zahlen arbeiten zu können, die für die Buchführung, Bilanz und die spätere Betriebsführung gebraucht werden.

Dabei müssen die Kundenverkaufsräume während des Inventurvorgangs durchgehend geschlossen sein, weshalb Inventuren gerne nach Geschäftsschluss durchgeführt werden. Eine günstige Zeit also auch für dich, nach regulärem Feierabend von 17 oder 18 Uhr noch ein paar Euro dazu zu verdienen.

Die Arbeit umfasst das Zählen und schriftliche Festhalten jeder einzelnen Ware, entweder noch klassisch mit Stift und Papier oder modern mit Hilfe von Scannern.

Die Arbeit umfasst meist mehrere Stunden, in denen die Inventurhilfen die Gesamtbestände durchzählen und schriftlich festhalten müssen. Bezahlt wird dabei meist pro Stunde, Stundenlöhne bis zu 10 Euro sind realistisch.


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