Wie Sie 3.895 Euro im ersten Lebensjahr Ihres Babys sparen!

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Eltern zu werden ist durchaus eine kostspielige Angelegenheit und gerade wenn es sich um das erste Kind handelt, ist das Thema neu und die Händler umgarnen einen mit „nützlichen Tipps“ und Hinweisen, was man alles braucht. Die meisten werdenden Eltern kaufen eher zu viel als zu wenig und merken spätestens beim zweiten Kind, was alles nicht sein muss und welche Ausgaben man sich sparen kann.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht mit 13 Punkten, an denen Sie wirklich viel Geld sparen können. Im ersten Lebensjahr des Kindes lassen sich so 3.895 Euro sparen. Ihnen werden vielleicht nicht alle Punkte zusagen, aber vielleicht 6 oder 7 dieser Punkte. Sagen Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren!

Teuer

  • Fertigmilch + Fläschchen: 800 Euro
  • Beikost im Gläschen: 400 Euro
  • Babybett, Matratze, Auflage: 350 Euro
  • Kleidung (Neukauf): 800 Euro
  • Windeln, Feuchttücher, Wickeltasche: 800 Euro
  • Wickeltisch: 150 Euro
  • Stillkissen: 50 Euro
  • Kinderwagen: 500 Euro
  • Babyspielzeug: 150 Euro
  • Babyöl, Waschgel & Cremes: 150 Euro
  • Babysitter: 180 Euro
  • Umstands-Winterjacke kaufen: 150 Euro
  • Organisierte Krabbelgruppe: 75 Euro

Summe: 4.555 Euro

Günstig

  • An der Brust stillen: 0 Euro
  • Familienessen: 100 Euro
  • Familienbett: 0 Euro
  • Gebrauchte Kleidung: 100 Euro
  • Windelfrei: 0 Euro; Stoffwindeln: 300 Euro
  • Wickelauflage: 15 Euro
  • Stillkissen selber nähen: 10 Euro
  • Tragehilfe: 80 Euro
  • Alltagsgegenstände: 0 Euro
  • Wasser & Pflanzenöl: 15 Euro
  • Familie, Freunde als Babysitter: 0 Euro
  • Umstands-Winterjacke leihen: 40 Euro
  • Gruppe selbst organisieren: 0 Euro

Summe: 660 Euro

= 3.895 Euro Ersparnis!

Stillen & Essen

Stillen ist für Babys wichtig und zugleich auch die günstigste Nahrungsquelle. Werdende Mütter haben vom Stillen häufig falsche Vorstellungen und denken, es würde bei ihnen nicht klappen. Eine ausführliche Stillberatung und eine gute und empathische Hebamme sind hierbei sehr viel wert.

Viele Eltern denken auch, man müsse auf die teure Fläschchenkost aus dem Supermarkt zurückgreifen, wenn es nach ca. 6 Monaten an die Beikost geht. In Wirklichkeit kann man dem Kind jedoch vieles vom Familienessen geben. Dazu muss man nichtmal etwas Separates kochen, sofern es babygeeignet ist. Statt Obstgläschen kann man außerdem Fruchtmark kaufen oder man püriert das Obst gleich selbst.

Schlafen im Familienbett

Die meisten Eltern haben Sorge, dass ein Kind unselbstständig wird, wenn es bei den Eltern im Bett schläft. Tatsächlich haben Untersuchungen ergeben, dass das eine mit dem anderen gar nichts zu tun hat. Der Vorteil des Familienbettes ist jedoch außerdem, dass das Kind seltener schreit. Wenn es in der Nacht aufwacht und Mama nicht in Sichtweite ist, schlägt es Alarm, da es denkt, alleingelassen zu sein. Man spart damit also Geld und kann sich den ein oder anderen nächtlichen Ärger ersparen. Auch das Babyphone (50 Euro) fällt dann weg.

Gebrauchte Babykleidung

Gebrauchte Kleidung kostet nur einen Bruchteil der Neuware und sieht häufig noch sehr gut aus. Bei eBay kann man Kleidung in verschiedenen Größen kistenweise für 20-40 Euro pro Kiste kaufen. In dieser Rechnung haben wir 200 Euro Kosten für Kleidung angesetzt und verkaufen sie nach dem Austragen bei eBay wieder für realistische 50%. Wer gut ist, kann vielleicht sogar den Kaufpreis komplett wieder reinholen. Alternativ kann man Freunde und Verwandte fragen, Babyflohmärkte besuchen oder auf Kleinanzeigenportalen schauen.

Windeln oder windelfrei?

Windeln sind ein großer Kostenblock: Etwa 5-10 Windeln verbraucht ein Kind am Tag. Bei einem Preis von gut 0,20 Euro pro Windel kann man schonmal über Alternativen nachdenken. Das Günstigste ist die windelfreie Erziehung. Das kommt Ihnen vielleicht komisch vor, funktioniert jedoch wirklich. Kinder kündigen von Anfang an an, wenn sie „mal müssen“. Mit einer Windel wird dies nur verlernt und Eltern achten weniger auf die Ankündigung. Man sollte jedoch bedenken, dass auch bei windelfreier Erziehung hier und da mal eine Windel notwendig wird. Eine Möglichkeit sind dann auch Stoffwindeln.

Bonustipp: Wenn man die Windeln gleich raus zum Müll bringt, kann man sich auch den Windeleimer für 30 Euro sparen.

Wickelauflage, statt Tisch

Haben Sie noch eine Kommode oder etwas Ähnliches herumstehen? Eine Wickelauflage können Sie ganz einfach darauf platzieren. Im Vergleich zum Wickeltisch kann man so über 100 Euro sparen.

Stillkissen selber nähen

Stillkissen kann man sich ganz einfach selber nähen. Anleitungen dazu gibt es im Internet (siehe hier). Ideal für die Zeit des Mutterschutzes und ruck zuck sind 40 Euro gespart.

Tragehilfe statt Kinderwagen

Kinderwagen können zum teuersten Bestandteil der Babyausstattung werden. Wer ein richtig gutes Modell kaufen möchte, kann auch weit über 1.000 Euro ausgeben. Für 300 Euro bekommt man jedoch schon sehr gute gebrauchte Modelle, die man später ebenfalls wieder verkaufen kann. Noch kostensparender ist jedoch eine Tragehilfe oder ein Wickeltuch. Damit trägt man das Baby vor sich her – optional auch auf dem Rücken. Babys fühlen sich beim Tragen durch die Nähe zur Mutter oder zum Vater wohler und haben weniger Blähungen.

Babyspielzeug abschaffen?

Natürlich geht es nicht darum, das Spielzeug abzuschaffen. Eltern neigen jedoch dazu, ihrem Neugeborenen viel zu viel Spielzeug zu kaufen. Versetzen Sie sich einmal in die Lage Ihres Babys: Alles ist für Sie neu. Warum sollte ein Spielzeug interessanter sein, als die Taschentücher-Packung? Man muss nur kreativ sein, denn alles was raschelt, sich bewegt oder das man generell anfassen kann, ist für Babys interessant. Spielzeug kann noch früh genug kommen.

Baby-Pflegeprodukte

Für die Reinigung von Babys reicht Wasser eigentlich vollkommen aus. Man kann es noch zusätzlich mit etwas Olivenöl anreichern, mehr bedarf es jedoch nicht. Das kann dann für die Badewanne oder zur Pflege des Pos genutzt werden.

Familie und Freunde als Babysitter

Im ersten Jahr wird es noch nicht häufig vorkommen, aber hier und da braucht man einfach mal jemanden, der auf das Baby aufpasst. Involvieren Sie von Anfang an Familie und Freunde. Auch andere Eltern in Ihrer Wohngegend sind super, denn so kann man sich gegenseitig unterstützen und in solchen Situationen Geld sparen.

Umstands-Winterjacke leihen

Wenn Sie ein Winterkind bekommen, werden Sie wohl nicht drum herum kommen, sich eine Umstands-Winterjacke zu kaufen. Doch die Modelle sind sehr teuer und man kann sie (hoffentlich) nur kurze Zeit tragen. Die Lösung lautet: Leihen! Adressen hierfür sind elternmarkt.de und bonbelly.de.

Krabbelgruppen selbst organisieren

Krabbelgruppen sind super, damit Babys andere Babys kennenlernen und erste soziale Kontakte schließen. Hier geht es um Interaktionen miteinander. Organisierte Gruppen kosten allerdings gut 8-10 Euro pro Treffen – wenn es sich tatsächlich nur um eine Krabbelgruppe handelt, kann man sich auch über Elternforen und Facebook-Gruppen organisieren.


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