Elterngeldrechner

Elterngeld berechnen

Das Wichtigste in Kürze

  • Elterngeld liegt zwischen 65 und 100% des Nettoeinkommens des jeweiligen Elternteils
  • Mindestens 300 Euro; Maximal 1.800 Euro
  • Achtung: Nettoeinkommen ist nicht gleich Nettogehalt!
  • Geschwisterbonus bei einem Geschwisterkind unter 3 Jahren: 10% mehr Elterngeld, mind. 75 Euro
  • Elterngeld-Bonus bei Mehrlingsgeburten: +300 Euro / weiteres Kind
  • Zum Elterngeldrechner

Das Elterngeld richtet sich nach dem Nettoeinkommen, was das jeweilige Elternteil vor der Geburt verdient hat. Der Anteil am Nettoeinkommen liegt zwischen 65 und 100% – mindestens jedoch 300 Euro (Untergrenze) und maximal 1.800 Euro (Obergrenze) pro Monat. Wer vor der Geburt nicht berufstätig war und keine staatlichen Leistungen in Anspruch genommen hat, bekommt den Mindestsatz von 300 Euro. Wie viel der Partner verdient, spielt dabei erstmal keine Rolle (es sei denn Sie verdienen gemeinsam mehr als 500.000 Euro im Jahr und gelten als Spitzenverdiener).

Um das Elterngeld berechnen zu können, nimmt man das Bruttoeinkommen der letzten 12 Monate vor der Geburt als Grundlage. Davon werden Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Werbungskosten werden über den Arbeitnehmerpauschalbetrag in Höhe von 1.000 Euro angesetzt. Als Ergebnis erhält man das Nettoeinkommen, das die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld ist. Wichtig: Dieser Betrag ist nicht zu verwechseln mit dem Nettogehalt der Gehaltsnachweise! Es werden für die Bestimmung des Einkommens die Kalendermonate ausgeschlossen, in denen Mutterschaftsgeld oder Elterngeld für ein älteres Kind bezogen wurde. Auch Monate, in denen das Einkommen aufgrund einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung gesunken ist, werden nicht mit berücksichtigt.

Was genau zählt zum Einkommen?

Zum Einkommen zählt der in Deutschland versteuerte Arbeitsverdienst. Nicht dazu zählen seit Januar 2015 Provisionen (z.B. Quartalsprovisionen). Alles was der Arbeitgeber im Gehalt als „sonstige Bezüge“ deklariert, wird auch von den Elterngeldstellen so behandelt und deshalb zur Berechnung des Elterngelds nicht mit herangezogen. Auch Einmalzahlungen wie Urlaubs-oder Weihnachtsgeld werden nicht in die Berechnung eingeschlossen. Auch Lohnersatzleistungen wie Krankengeld oder ALG 1 fließen nicht mit ein.

Bemessungszeitraum bei Selbständigen

Bei Selbständigen wird das Einkommen aus dem Jahr vor der Geburt herangezogen. Wenn das Kind also im März geboren wird, ist der Bemessungszeitraum Januar bis Dezember im Vorjahr. Das Einkommen aus Januar und Februar im Geburtsjahr sind für die Berechnung des Elterngelds absolut irrelevant. Es lohnt sich hier also gut zu kalkulieren und Aufträge sinnvoll zu verteilen um ein höheres Elterngeld zu erhalten.

65 bis 100% vom Nettoeinkommen

Das Elterngeld beträgt zwischen 300 und 1.800 Euro. Wer mehr verdient, bekommt prozentual weniger vom Nettogehalt. Bei weniger als 1.200 Euro netto / Monat beträgt der Anteil des Elterngelds 67%. Wer mehr verdient, bekommt schrittweise weniger Prozent, mindestens jedoch 65%. Bei einem Nettoeinkommen von 2.770 Euro ist die Bemessungsgrenze erreicht, dann wird der Höchstsatz von 1.800 Euro Elterngeld ausgezahlt (65%). Wenn das Nettoeinkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro lag, erhält man 67% Elterngeld. Die Ersatzrate sinkt um 0,1% je 2 Euro Mehrverdienst (Beispiel: 1.220 Euro = 66% Elterngeld). Unter 65% sinkt es jedoch nicht (siehe § 2 Abs. 2 BEEG).

Bei einem Voreinkommen von unter 1.000 Euro steigt die Ersatzrate auf bis zu 100% an – je niedriger das Einkommen, desto höher die prozentuale Rate. Sofern Sie in den vergangen 12 Monaten keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen sind, steht Ihnen der Mindestbetrag von 300 Euro im Monat zu.

Der Geschwisterbonus

Wer neben dem neuen Kind ein Geschwisterkind unter 3 Jahren oder zwei Geschwisterkinder unter 6 Jahren hat, bekommt den Geschwisterbonus. Dieser beträgt 10% des Elterngelds, mindestens jedoch 75 Euro. (§ 2a Abs. 1 BEEG)

In einigen Fällen kann es sein, dass im Bemessungszeitraum bereits Elterngeld bezogen wurde (wenn die Kinder in kurzer Zeit hintereinander geboren werden). Wenn Sie innerhalb eines Jahres ein zweites Kind, wird für die Berechnung des Elterngelds das Einkommen als Grundlage genommen, das Sie vor der Geburt Ihres ersten Kindes hatten. Zusätzlich erhalten Sie dann noch den Geschwisterbonus.

Bonus für Zwillinge oder Drillinge

Bei Zwillingen oder Drillingen (und auch mehr Kindern) gibt es pro Kind monatlich nochmal pauschal 300 Euro mehr Elterngeld (Mehrlingszuschlag). Das gilt übrigens auch, wenn der Geschwisterbonus gezahlt wird.

Der Elterngeldrechner

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3 Kommentare

  1. Henok Mesgena sagt

    Hallo Guten Abend.Ich bin Henok Mesgena und habe ich eine Töchter unter 3 Jahre.jetze ich will eine elterngeld.Wie kann man das machen?

  2. Kamal Sifo Allu sagt

    Ich bin im Ausbildung

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