Ihr Baby hat Schnupfen? 10 Tipps die wirklich helfen!

Schnupfen kommt bei Babys häufig im Zusammenspiel mit einer Erkältung vor. Im Gegensatz zu uns Erwachsenen kann man einem Baby jedoch nicht einfach ein Taschentuch reichen. Besonders lästig ist ein Schnupfen beim Trinken und Schlafen, denn die Mundatmung funktioniert noch nicht so gut. Wie Sie einen Babyschnupfen schnell in den Griff bekommen, zeigen wir in diesem Artikel.

Gerade im ersten Lebensjahr haben Babys häufiger eine verstopfte Nase. Ein durchsichtiges und schleimiges Nasensekret verstopft die Nase und behindert die Nasenatmung. Bei einigen Babys kann das gern auch alle 1-2 Monate auftreten und dennoch müssen Sie sich keine Sorgen machen. Ein solcher Säuglingsschnupfen ist meist harmlos. Babys haben eben einfach sehr kleine Nasengänge und die Nasenschleimhaut kann recht schnell anschwellen. In der Folge ist eine Verstopfung der Nase schnell an der Tagesordnung.

Wenn das Baby Schnupfen hat, trinkt es häufig weniger und schlechter. Es wird dadurch verstärkt weinen und findet auch schlechter in den Schlaf. Hungrig und müde sind jedoch äußerst schlechte Bedingungen und hier sollte man einschreiten, damit sich das Kind erholen und in der Nacht Kraft tanken kann.

Wie lange dauert ein Schnupfen beim Baby?

Bei rund 50% der Babys dauert der Schnupfen länger als 4 Tage, bei 20% länger als 7 Tage. Stellen Sie sich wie bei einem Erwachsenen auf eine gute Woche ein.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Ist Ihr Kind unter 3 Monate alt, sollten Sie sicherheitshalber schon bei den ersten Anzeichen zum Arzt gehen. Bei älteren Babys gilt: Wenn der Schnupfen nach einer Woche noch nicht abgeklungen ist und nicht besser wird, sollte es zum Kinderarzt gehen. Achten Sie auch auf zusätzlich auftretende Beschwerden wie Ohrenschmerzen (Baby reibt sich die Ohren) oder anhaltende starke Atemprobleme. Sofern Fieber, Kopf-und Nackenschmerzen festgestellt werden können, sollten Sie jedoch sogar den Notarzt rufen. Dann liegt der Verdacht auf einen schweren Infekt vor. Bei einem Fieber sollten Sie in den ersten Monaten generell den Arzt konsultieren.

Wann sollte man ein Fieber bekämpfen?

Fieber ist eine häufige Begleiterscheinung bei Schnupfen. Gehen Sie jedoch nicht zu früh mit fiebersenkenden Zäpfchen dagegen vor, denn Fieber ist an sich eine Abwehrreaktion des Körpers und trägt zu einer schnelleren Genesung bei. Bei 39,5 Grad Fieber sollte man als Faustregel dagegen vorgehen. Im Einzelfall ist es jedoch sinnvoll dann dagegen vorzugehen, wenn man merkt, dass sich das Baby unwohl fühlt (z.B. kaum mehr trinkt). Wenn es bei 40 Grad noch einen sehr zufriedenen Eindruck macht, dann geben Sie ihm am besten keine fiebersenkenden Mittel.

So behandeln Sie den Schnupfen beim Baby

Einen einfachen Schnupfen können Sie selbst mit einfachen Hausmitteln gut behandeln. Bei einem Baby sollte man auf die schweren Geschütze verzichten. Abschwellende Nasentropfen für Säuglinge sollte man vermeiden und nur bei stärkeren Atembeschwerden und dann auch nur in der Nacht geben. Besser geeignet sind Nasentropfen aus Kochsalzlösung. Die sind bei Babys unbedenklich und befreien eine verstopfte Nase.

Unsere 10 Tipps

  • 1) Nasentropfen aus Kochsalzlösung: Entweder aus der Apotheke oder selbst hergestellt (1 Gramm Kochsalz in 100ml Wasser aufkochen und abkühlen lassen). Davon können Sie bedenkenlos mehrfach täglich 2-3 Tropfen in jedes Nasenloch geben.
  • 2) Muttermilch in die Nase träufeln: In der Muttermilch sind Stoffe enthalten, die die Nasenschleimhäute abschwellen lassen. Sie können dazu eine Pipette oder Spritze nutzen.
  • 3) Nasensauger: Den Schleim mit einem Sauger vorsichtig aus der Nase saugen. Es gibt manuelle, mundbetriebene und elektrische Nasensauger. Sie helfen vor allem in der Nacht, können bei Falschanwendung aber auch schaden. Deshalb ist diese Methode bei Ärzten eher umstritten.
  • 4) Spazieren gehen: Frische Luft tut auch dem verschnupften Baby gut. Ideal ist aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ein Waldspaziergang.
  • 5) Klima im Schlafzimmer: Verstopfte Nasen kommen bei Babys häufig auch von falschem Klima im Schlafzimmer. Überprüfen Sie, ob dort in der Nacht tatsächlich 16-18 Grad vorherrschen, oder ob es zu warm ist. Öffnen Sie am besten auch das Fenster für eine Frischluftzufuhr (nicht im Winter). Im Winter können Sie Schalen mit Wasser über den Heizkörper stellen oder feuchte Handtücher ins Zimmer hängen. Damit erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit.
  • 6) Auf Flüssigkeitszufuhr achten: Die gereizten Schleimhäute sollten nicht austrocknen. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt. Legen Sie es ruhig öfter an die Brust an oder geben Sie ihm zwischendurch etwas Wasser oder Tee (z.B. Kümmel-Anis-Fenchel).
  • 7) Zwiebelsöckchen: Schneiden Sie eine Zwiebel in kleine Stückchen und füllen Sie diese in ein Söckchen. Das können Sie nun ans Babybett hängen. Es riecht leider etwas unangenehm, sorgt jedoch zusätzlich für ein Abschwellen der Nasenschleimhäute.
  • 8) Dampfinhalation: Drehen Sie Ihre Dusche im Badezimmer heiß auf und schließen Sie die Badezimmertür. Der Raum wird schnell eine hohe Luftfeuchtigkeit bekommen. Stellen Sie sich mit Ihrem Baby für in paar Minuten dort hinein und lassen Sie ihr Baby den Wasserdampf einatmen. Die Nase wird dadurch auch ein wenig befreit.
  • 9) In der Nacht den Kopf hochlegen: Legen Sie unter die Matratze ein zusammengerollten Handtuch, damit der Kopf etwas (!) erhöht ist. Der Schleim kann so besser ablaufen und die Erhöhung sorgt damit für etwas besseren Schlaf. Nutzen Sie jedoch kein Kopfkissen (wegen Erstickungsgefahr).
  • 10) Viel Ruhe: Wenn Ihr Baby einen Schnupfen hat, braucht es Ruhe um sich gut erholen zu können. Geben Sie ihm deshalb so viele Ruhephasen wie möglich. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie sich zu Hause einschließen müssen.

Hinweise vom Kinderarzt zum Babyschnupfen

Ein Hinweis zu ätherischen Ölen:
Ätherische Öle sollten Sie nur in Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt verwenden. Babys reagieren darauf anders, als Kinder oder Erwachsene. Im schlimmsten Fall reizen Sie damit die tieferen Atemwege nur zusätzlich und bei falscher Anwendung droht im schlimmsten Fall Atemnot. Wenn Sie solche Öle verwenden, dann in keinem Fall im Gesicht des Babys. Unser Tipp: Versuchen Sie es lieber mit den oben genannten Punkten.

Stecken Sie Ihre Babys nicht an

Wenn die Eltern mal erkältet sind, kann es auch schnell die Babys treffen. Ihr Immunsystem ist einfach noch nicht so stark ausgereift, dass sie schnell eine Erkältung mitnehmen. Durch das Niesen, Husten und Körperkontakt werden die Viren üblicherweise verbreitet. Niesen und husten Sie deshalb immer in Ihre Armbeuge oder in ein Taschentuch, nicht in die Hände. Außerdem sollten Sie sich die Hände zusätzlich mehrfach täglich waschen.

Was sind Ihre Erfahrungen mit dem Babyschnupfen? Teilen Sie sie mit uns in den Kommentaren!


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