So helfen Sie Ihrem Baby, ein Bäuerchen zu machen

Das Bäuerchen ist etwas, das eine lange Tradition bei Babys hat. Eltern jeder Generation gehen davon aus, dass ihr Baby nach dem Trinken ein Bäuerchen machen sollte. Nicht immer ist dies jedoch notwendig und nicht immer kommt auch ein Bäuerchen heraus. Wann Sie Ihr Baby bei einem Bäuerchen unterstützen sollten und wann es gar nicht notwendig ist, erfahren Sie hier.

Das Bäuerchen – kein Muss nach der Mahlzeit

Das Bäuerchen braucht nur dann gemacht werden, wenn Ihr Baby beim Trinken Luft geschluckt hat. Ob dies der Fall ist, merken Sie normalerweise gut. Das beginnt bereits, wenn Sie Ihr Baby beim Trinken beobachten. Trinkt es sehr hastig? Lässt es die Brust oder die Flasche häufiger los? Verschluckt es sich beim Trinken? Dann können dies Hinweise darauf sein, dass Ihr Baby Luft geschluckt hat. Wenn der Nachwuchs jedoch ganz entspannt an der Brust oder beim Flaschen trinken einschläft, sich dann ablegen lässt oder in einen tiefen Schlaf auf Ihrem Arm fällt, können Sie davon ausgehen: Hier ist keine Luft im Bauch. In diesem Fall wäre es schade, das Baby zu wecken, nur damit es ein Bäuerchen macht.

Hinweis: Versuchen Sie seit fünf Minuten oder länger, Ihr Baby zu einem Bäuerchen zu bewegen, dann ist dies ein Hinweis darauf, dass es einfach nicht aufstoßen muss.

Unterstützung beim Bäuerchen – die kleine Anleitung

Fällt es Ihnen schwer, Ihr Baby dazu zu bringen, ein Bäuerchen zu machen, dann kann die nachfolgende Anleitung Ihnen dabei helfen:

1. Nutzen Sie natürliche Pausen

Erzwingen Sie keine Pause beim Füttern, indem Sie Ihrem Baby die Flasche oder die Brust entziehen. Das verunsichert Ihr Baby nur, es wird sich hektisch auf die Suche nach der Nahrung machen und dann vielleicht noch schneller trinken. Nutzen Sie eher die natürlichen Pausen. Lässt Ihr Baby die Flasche oder die Brust los oder wechseln Sie die Seite zum Stillen, dann ist nun der richtige Zeitpunkt für ein Bäuerchen.

2. Wählen Sie eine Position

Ein Klassiker ist es, das Baby auf die Schulter zu legen und ihm sanft den Rücken zu streicheln oder vorsichtig auf den Rücken zu klopfen. Probieren Sie dies aus. Funktioniert es nicht, können Sie Ihr Baby seitlich auf Ihren Schoß setzen. Achten Sie darauf, dass es sich ein wenig nach vorne neigt und das Kinn auf Ihrer Hand liegt. Klopfen Sie auch jetzt wieder sanft auf den Rücken. Die dritte Variante ist die Möglichkeit, das Baby auf den Schoß zu legen und zwar mit dem Gesicht nach unten. Sie stützen Ihr Baby mit einer Hand ab und klopfen mit der anderen Hand auf den Rücken.

Schnell werden Sie feststellen, welche Position für Ihr Baby besonders erleichternd ist und können beim nächsten Mal direkt diese wählen.

3. Warten Sie kurz ab

Geben Sie Ihrem Baby Zeit und warten Sie ein paar Minuten ab, ob sich ein Bäuerchen löst. Wie bereits erwähnt: Dauert es länger als fünf Minuten, dann stört vermutlich keine Luft im Bauch.

Tipp: Bei einigen Babys kommt mit dem Bäuerchen wieder etwas Milch hoch. Legen Sie sich daher am besten ein kleines Spucktuch auf die Schulter, damit Ihre Kleidung nicht schmutzig wird.

Muss ein Bäuerchen in der Nacht sein?

Gerade beim Stillen in der Nacht ergibt sich häufig die Frage, ob ein Bäuerchen tatsächlich nötig ist. Wenn das Kind an Ihrer Brust schon eingeschlafen ist, lassen Sie es am besten weiterschlafen. Den Schlaf jetzt zu unterbrechen, um unbedingt ein Bäuerchen zu provozieren, würde Ihr Kind wahrscheinlich wecken. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie mitten in der Nacht geweckt werden und jemand auf Ihren Rücken klopft? 😉

Haben Sie weitere Bäuerchen-Tipps? Dann schreiben Sie uns diese in die Kommentare!


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